Im Heaton Park entspannen, die Geschichte der Stadt erfahren oder die Fußballmannschaften im Stadion anfeuern: Wer das in Manchester erleben will, muss ab Anfang April zusätzliche Kosten tragen.

Reisende, bei denen Manchester auf der Reiseliste steht, müssen in Zukunft etwas tiefer in die Tasche greifen. Neben Kosten für die Anreise oder Unterkunft, fordert die Stadt in England ab Anfang April zusätzliche Steuern, die helfen den Tourismussektor auszubauen. Das RedaktionsNetzwerk Deutschland berichtet, dass nach einer Abstimmung die sogenannte City Visitor Charge eingeführt wird.

Zusätzliche Einnahmen für die Erhaltung der Stadt

Manchester fordert von den Touristen zusätzliche Kosten. Als erste Stadt in Großbritannien führt sie die Touristensteuer ein. Ab dem 1. April müssen die Besucher zusätzliche Kosten tragen. Die Hoteliers der Stadt stimmten zu und die City Visitor Charge wird eingeführt. Gäste müssen pro Zimmer und pro Nacht zusätzlich ein Pfund bezahlen, das entspricht ungefähr 1,14 Euro. Die Stadt erhofft sich damit eine jährlich zusätzliche Einnahme von drei Millionen Euro. Eine Sprecherin des Accommodation Business Improvement District (ABID) erklärt, das Geld solle in den Ausbau des Tourismussektors gesteckt werden. Es dient dazu, touristische Attraktionen und Veranstaltungen zu erhalten und wird genutzt, um die Sauberkeit der Stadt zu gewährleisten. Das Stadtbild wird somit attraktiver.

Manchester

Zusätzlich soll das Geld der Stadt helfen, die Wirtschaft im Touristensektor anzukurbeln. Es sollen 6.000 weitere Hotelzimmer gebaut werden, damit die Stadt noch mehr Touristen empfangen kann. Die Sprecherin des ABID erklärt mit den Verwendungszwecken den Grund für die Touristensteuer und rechtfertigt die Höhe des Betrages. Dieser sei, im Vergleich zu anderen europäischen Städten, gering. Manchester ist damit nicht die erste Stadt auf der Welt, die eine Touristensteuer einführt. Anderen Reisezielen, wie Mexiko, ist die Einführung der Touristensteuer gelungen. Und auch Hawaii hat den Plan, dass Reisende zusätzliche Kosten tragen müssen, um die Natur zu schützen. Im Vergleich zu den Beispielen, liegt Manchester mit dem Preis im Mittelfeld, unterscheidet sich aber dadurch, dass die Steuer von der Länge des Aufenthaltes abhängig ist.

Fazit zur neuen Touristensteuer

Manchester führt als erste britische Stadt die Touristensteuer ein. Ab dem 1. April müssen Besucher zusätzliche Kosten einplanen: 1,14 Euro pro Nacht und pro Zimmer. Die Einnahmen fließen in den Tourismussektor und sollen helfen, diesen durch neue Hotelzimmer oder Erhaltung von Attraktionen auszubauen. Das ist an sich ein guter Gedanke, die Frage ist aber, ob durch die Steuer nicht auch Touristen abgeschreckt werden. Für das Stadtbild ist die Einführung demnach sicherlich zielführend, aber der Tourismus könnte darunter leiden.

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Autor

Schon als Kind ist Livia viel gereist und war immer gerne unterwegs. Städtetrips oder ein Urlaub am Strand, beides wird durch ihre Begeisterung und Neugier für neue Orte und Kulturen zu etwas ganz Besonderem. Livias ganz persönliches Highlight war ihr Auslandsjahr auf Island im letzten Jahr. Nun freut sie sich das Schreiben und die Freude übers Reisen hier bei reisetopia zusammenzubringen.

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  • Ich gebe zu, ich war noch nie in Manchester… Ich würde die Stadt, unwissender Weise, mit allem Möglichen, aber bestimmt nicht mit dem Begriff Touristenhochburg assoziieren. Immerhin, angesichts dessen, was man hierzulande mitunter an Kurtaxe oder ausgesprochenen Metropolen wie Rom an Touristensteuer bezahlt, ist der Preis (zum Einstieg?) ja noch günstig.

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