Lufthansa und Airbus haben ein gemeinsames Konzept entwickelt, um Passagierflugzeuge zu Frachtflugzeuge umbauen zu können.

Während der Coronakrise läuft das Passagiergeschäft weiterhin schlecht und gleichzeitig boomt das Frachtgeschäft. Dementsprechend hat Lufthansa Technik gemeinsam mit Airbus ein System entwickelt, um Passagierflugzeuge zu Frachtflugzeugen temporär umzufunktionieren, wie aerotelegraph berichtet.

Sitze raus und Fracht rein

Während aufgrund der anhaltenden Pandemie das Passagiergeschäft nur schleppend wieder anläuft, wird so viel Fracht wie noch nie in der Luft transportiert. Dies ist auf den Anstieg des Onlinehandels und auf das medizinische Equipment, wie zum Beispiel Masken oder Impfdosen, zurückzuführen. Aufgrund dessen hat sich die Lufthansa in Kooperation mit Airbus etwas einfallen lassen. Von nun an werden Airbus A330 der Lufthansa zu temporären Frachtmaschinen umgebaut, um damit Fracht transportieren zu können. Das Gleiche prüft die Lufthansa nun auch für die eigenen Airbus A340 Maschinen. Mit beiden Flugzeugtypen soll so schnell wie möglich Fracht geflogen werden. Als reine Frachtflugzeuge besitzt die Lufthansa zwei Flugzeugtypen, die Boeing 777F und McDonnell Douglas MD-11F.

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So ähnlich wird dies auch bei Lufthansa der Fall sein. Copyright: Finnair

Um dies möglich zu machen, muss der Innenraum des Flugzeuges entsprechend angepasst werden. Dafür werden die Sitze mit den zugehörigen Kabeln herausgenommen und extra angefertigte Paletten werden auf dem Boden montiert, damit die Fracht festgemacht werden kann. Die Airline Finnair wird dieses System als erste Fluggesellschaft benutzen und wird damit voraussichtlich 15 Tonnen Fracht zusätzlich aufnehmen können. Dies ist im Vergleich relativ wenig, da beispielsweise das Frachtflugzeug der Lufthansa, die Boeing 777F, bis zu 103 Tonnen als Nutzlast befördern kann. Zudem benötigen die temporären Frachtmaschinen eine ergänzende Zulassung.

Bei den Prachtern sehen wir in den nächsten Wochen aufgrund der enormen Luftfracht-Nachfrage Chancen, noch mehr einzusetzen.

Carsten Spohr, Lufthansa Chef

Da die Passagierflugzeuge auch keine extra Laderampe besitzen, wird der Ein- und Ausladevorgang über die Bordtüren durchgeführt werden müssen. Dadurch können keine großen Frachtstücke transportiert werden.

Fazit zum Umbau der Flugzeuge zu Cargojets

Die Lufthansa Technik baut zusammen mit Airbus erste Passagierflugzeuge vom Typ Airbus A330 zu temporären Frachtflugzeugen um. Dafür werden die Sitze ausgebaut und extra Bodenpaletten eingebaut, um die Fracht fixieren zu können. Damit soll das steigende Frachtaufkommen bedient werden. Zudem soll der Airbus A340 bald auch schon folgen. Dies ist eine sinnvolle Entscheidung der Airline, um wenigstens mit dem Frachtgeschäft Geld verdienen zu können.

Autor

Genauso wie den Schwarzwald, liebt David es neue Orte und Kulturen zu entdecken. Am liebsten kombiniert er einen Städtetrip mit anschließendem relaxen am Strand. Er studiert Tourismusmanagement in Wernigerode und macht ein Praktikum bei reisetopia. Er hält euch mit News auf dem Laufenden!

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