Die Lufthansa äußerte sich mit weiteren Details erneut interessiert an gemeinsamen Plänen mit Alitalia.

Bereits seit 2017 ist die Insolvenz der italienischen Staatsairline bekannt. Seither setzt Alitalia alles auf den Kurs der wirtschaftlichen Rettung: Staatshilfen und eine neu gegründete Airline namens ITA gelten bisher als Hoffnungsträger zur Rettung, beziehungsweise eines Neustarts – bisher vergebens. Im Gegenteil spitzt sich die Lage in Italien, unter anderem durch Streikdrohungen der Gewerkschaften, immer weiter zu. Kürzlich äußert sich jedoch die Lufthansa erneut interessiert zu gemeinsamen Plänen mit Alitalia, wie AboutTravel berichtet.

Lufthansa als mögliche Rettung

Während die italienische Airline mit ersten Streiks und fortsetzenden finanziellen Problemen zu kämpfen hat, schmiedet die Lufthansa weiterhin Pläne zum Einstieg ins Geschäft der instabilen Airline. Deutschlands größte Fluggesellschaft überlegt sich derweil einen Zwei-Phasen-Plan. Demnach möchte sie in der ersten Phase als kommerzieller und finanzieller Partner für Alitalia zur Seite stehen, wobei die zweite Phase auf ein umfassendes Wachstum ausgelegt werden soll – mit der Lufthansa als Hauptinvestor. Für die italienische Airline bringt eine zustande kommende Kooperation mit der Lufthansa ebenfalls einige Vorteile. Neben vereinheitlichten Prozessen und einem Eintritt in die kommerzielle Infrastruktur der Lufthansa könnte die italienische Staatsairline ebenfalls in das transatlantische Joint-Venture eintreten und ebenfalls von dieser Seite aus profitieren.

Zunehmende Probleme bei Alitalia

Die Insolvenz Alitalias beschäftigt nun bereits seit 2017 alle Beteiligten und mündet aktuell sogar in massiven Streikdrohungen seitens der Gewerkschaften. Bereits für den 18. Juni ist der erste Streik dieser Art geplant. Grund dafür sind die gekürzten Auszahlungen der Gehälter im Mai, wobei die Mitarbeiter nur knapp 50 Prozent des ihnen zustehenden Geldes bekommen haben. Problematisch hierbei ist, dass die Fluggesellschaft nicht einmal selber Gewissheit über die Zukunft des Unternehmens hat. Nach den ersten 900 Millionen Euro Staatshilfen und vielen weiteren darauf folgenden, kann sich die Airline nicht stabil halten und erhielt kürzlich eine bis dato letzte finanzielle Hilfe in Höhe von rund 400 Millionen Euro.

Alitalia Boeing 777 200ER Cropped

Auch die Pläne einer Verkleinerung und einer Umbenennung der Airline konnten Alitalia bisher nicht retten. Italia Trasporto Aereo (ITA) soll die neue kleinere Fluggesellschaft heißen und ursprünglich im bevorstehenden Sommer in der Luft sein. Doch die Verhandlungen verzögern sich weiterhin. Grund dafür ist die Namensgebung, denn aus Angst vor wirtschaftlichen Verlusten möchte Alitalia ihren Namen nicht aufgeben und weiterhin den ursprünglichen Namen für alle Außenauftritte wahren.

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Mit der letzten Kreditvergabe erhält Alitalia ebenfalls die strikte Vorgabe, bis Ende Juni einen passenden Geldgeber gefunden zu haben. Falls dies zu diesem Zeitpunkt nicht der Fall ist, droht die Auflösung. Möglicherweise wirkt sich der Zeitdruck auf italienischer Seite positiv für die Pläne der Lufthansa aus, mit in das Geschäft des italienischen Flugverkehrs einzusteigen.

Fazit zu den Plänen der Lufthansa

Eine Zusammenarbeit mit der Lufthansa würde für die insolvente italienische Staatsairline auf eine Kostensenkung und Ressourcenoptimierung hinauslaufen – so die Hoffnungen. Ebenfalls entstehen einige weitere Vorteile, die der Airline sicherlich ein Stück weit aus dem Insolvenztief helfen könnten. Weitere Details oder ein Zeitplan stehen dabei jedoch noch nicht fest und sind wohl zunächst noch abzuwarten.

Autor

Seit Ann-Cathrin ihr erstes Praktikum in der Reisebranche absolviert hat stand fest, dass sie beruflich in die Welt des Reisens eintauchen möchte. Ihr Tourismusstudium und viele Kurztrips während der Semesterferien haben ihr bereits viele Einblicke in die Hintergründe und Abläufe und genauso die wunderschönsten Orte in den verschiedensten Ländern gezeigt.

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