Hongkong öffnete die Grenzen mit strikten Einreisebedingungen bereits vor Monaten. Wegen der neuen Virusvariante und des hohen Infektionsgeschehens dürfen Reisende aus Deutschland und Österreich vorerst jedoch nicht mehr einreisen.

Im Gegensatz zu vielen Staaten Europas bleiben die Infektionszahlen in Hongkong auf einem konstant niedrigen Niveau. Nach steigenden Zahlen im November und Dezember sowie einem kleinen Anstieg im März registrieren die Behörden Hongkongs tägliche Neuinfektionen im niedrigen einstelligen Bereich. Etwas überraschend öffnete Hongkong die Grenzen für ausländische Reisende, jedoch unter strengen Auflagen. Doch selbst die sind nun nicht mehr ausreichend. Hongkong schließt deshalb die Grenzen für Reisende aus 13 Ländern, darunter Deutschland und Österreich, wie die Tagesschau berichtet.

Herausforderung für die Menschen

Hongkong öffnete sich wieder dem Rest der Welt – zumindest unter Auflagen, wie wir bereits im August berichteten. Damals wurde Deutschland noch als ein “Medium Risk” Land kategorisiert. Eine Einreise war wieder möglich, jedoch unter der Einhaltung strenger Auflagen, wie eine mehrwöchige Quarantäne. Für die Einreise bedarf es zudem mehrere PCR-Tests. In einem Quarantänehotel treten Reisende dann unabhängig des Impfstatus die mehrwöchige Quarantäne an. Während sich ungeimpfte Reisende für drei Wochen in Quarantäne begeben müssen, beträgt die Quarantänedauer für geimpfte Reisende zwei Wochen. Im Anschluss an die zweiwöchige Quarantäne erfolgt eine einwöchige Selbstbeobachtung. Doch selbst diese Maßnahmen scheinen nun im Kampf gegen das Coronavirus und der neuen Virusvariante Omikron nicht mehr ausreichend zu sein. Hongkong schließt die Grenzen für Reisende aus 13 Ländern.

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Auch Reisende aus Deutschland und Österreich sind davon betroffen und dürfen damit ab dem 2. Dezember nicht mehr nach Hongkong reisen. Wie die Regierung Hongkongs mitteilte, dürfen ausländische Reisende, die sich in den letzten 21 Tagen in Deutschland, Australien, Österreich, Belgien, Kanada, Tschechien, Dänemark, Israel oder Italien aufgehalten haben, auch unter Einhaltung der Test- und Quarantäneauflagen dann nicht mehr einreisen. Reisenden mit Wohnsitz in Angola, Äthiopien, Nigeria und Sambia wird die Einreise bereits ab heute, dem 30. November, verwehrt. Ausnahmen gelten lediglich für Einheimische, die aus diesen genannten Ländern einreisen. Sie müssen allerdings eine siebentägige Quarantäne in einer staatlichen Quarantäneeinrichtung absolvieren und sich im Anschluss auf eigene Kosten zwei weitere Wochen in einem Hotel isolieren.

Cathay Pacific Boeing 777

Die strikten Quarantäneauflagen dürften jedoch nicht nur Reisende beschäftigen. Auch die Cockpit- und Kabinenbesatzungen diverser Fluggesellschaften sind von den Einreisebestimmungen betroffen und kritisieren diese bereits seit geraumer Zeit. British Airways hat deshalb vorerst den Verkehr zwischen London und Hongkong eingestellt. Vor Ort befindet sich noch eine Crew der Airline in Quarantäne, die von freiwilligen Helfern versorgt werden muss. Ähnliche Schicksale ereignen den Angestellten von Cathay Pacific. Die Fluggesellschaft Hongkongs erfährt deshalb momentan eine hohe Kündigungswelle. Die Besatzungen klagen indes von hohen psychischen Belastungen und haben zuvor die Regierung dazu aufgerufen, die Auflagen für sie zu minimieren.

Fazit zu den neuen Einreisebeschränkungen

Hongkong öffnete sich unter Auflagen bereits vor einiger Zeit für Reisende aus dem Ausland. Die Einreisebestimmungen sind jedoch sehr streng. Obwohl, oder vielleicht sogar vor allem deshalb, das Infektionsgeschehen in Hongkong so gering ist, verschärft die Regierung die Einreisebestimmungen für insgesamt 13 Länder, darunter auch Deutschland und Österreich. Reisende aus diesen Ländern dürfen vorerst gar nicht mehr einreisen. Ausnahmen gelten lediglich für Einheimische.

Autor

Alexander Fink ist als Content Editor seit Januar 2021 für reisetopia tätig. Zuvor war er als Account Manager in der Industrie beruflich unterwegs und schrieb von seinen Reiseerfahrungen im eigenen Blog. Heute ist er Euer Ansprechpartner für alle Airline- und Kreditkartenthemen.

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