Gegen Ende dieser Woche ereignete sich für eine Maschine der israelischen Nationalfluggesellschaft El Al ein ungewöhnliches Flugerlebnis.

Während eines Fluges von New York nach Tel Aviv musste die Boeing der israelischen Fluggesellschaft aufgrund einer Bombendrohung temporär von einigen Kampfjets eskortiert werden. Zuerst hatte das Fachmagazin Simple Flying berichtet. Ein Überblick.

Maschine der El Al von internationalen Kampfjets begleitet

Mit leichter Verspätung startete am vergangenen Donnerstagnachmittag (29. April 2021) gegen 16:18 Uhr Ortszeit eine Boeing 787 der israelischen Nationalfluggesellschaft El Al am New Yorker Flughafen JFK in Richtung Tel Aviv. Knapp zehn Stunden später – gegen 09:11 Uhr am nächsten Morgen landete die Maschine immerhin ganze 19 Minuten zu früh in Tel Aviv – begleitet von einigen Kampfjets der NATO. Was also war in der Zwischenzeit passiert? Wie aus übereinstimmenden Medienberichten hervorgeht, befand sich die Maschine der israelischen Fluggesellschaft gerade irgendwo über Nordspanien, als die Besatzung den Fluglotsen mitteilte, dass das Flugzeug eine potenzielle Bombe an Bord habe. Angesichts dieser ernsten Sicherheitsbedenken entsandte die NATO umgehend einige Kampfjets, die die weiterfliegende Maschine während des Überflugs verschiedener Mittelmeerländer für die restliche Zeit eskortierte.

787 9 Feb2020
Der Innenraum der betroffenen Maschine Boeing 787-9.

Die ersten Jets begleiteten den Flug mit der Flugnummer LY2 vom spanischen in den italienischen Luftraum, woraufhin italienische Kampfflugzeuge die Eskorte übernahmen. Diese begleiteten die israelische Maschine, bis sie Griechenland erreichte. Dort wiederum übernahmen zwei Paare griechischer Jets und eskortierten den Flug bis in den zypriotischen Luftraum, wo er von israelischen Militärflugzeugen empfangen wurde. Diese Kampfflugzeuge begleiteten den Dreamliner für den Rest seiner Reise nach Tel Aviv, wo eine sichere Landung für alle Passagiere und Crewmitglieder durchgeführt werden konnte – selbstverständlich erst, nachdem etwa vier Stunden nach der Bombenvermutung durch die Besatzung eine offizielle Sicherheitsfreigabe erfolgt war.

Stellungnahme der Fluggesellschaft aktuell noch ausstehend

Bei der betroffenen Maschine handelte es sich nach übereinstimmenden Medienberichten um eine Boeing 787-9 Dreamliner mit der Registrierung 4X-EDH. Dies ist eine von insgesamt zwölf 787-9 in der Flotte der israelischen Fluggesellschaft, nur zehn davon sind aktuell aktiv. Die Fluggesellschaft fliegt zudem drei Exemplare der kleineren Variante 787-8, die alle derzeit aktiv sind. Nach Informationen des Fachmagazins Simple Flying reagierte die Airline bis zur Veröffentlichung dieses Artikels auf den Vorfall nicht mit einem offiziellen Statement.

Fazit zur Bombendrohung bei El Al

Eine Bombendrohung sorgte am vergangenen Donnerstagnachmittag (29. April 2021) fälschlicherweise für allerhand Aufregung an Bord eines Fluges der israelischen Nationalfluggesellschaft El Al: Nachdem die Crew eine potenzielle Gefährdung der Maschine gemeldet hatte, begleiteten internationale Kampfjets der NATO das Flugzeug über mehrere Stunden durch verschiedene Lufträume. Ein offizielles Statement der Airline steht aktuell noch aus. Wir sind erleichtert, dass dieser Vorfall einen so glücklichen Ausgang gefunden hat und alle Passagiere und Crewmitglieder wohlbehalten gelandet sind!

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Autorin

Lilli ist am liebsten in den Wolken - und das nicht nur mit ihrem Kopf. Schon als Kind tourte sie mit einer Tanzgruppe durch Europa, heute ist Fernweh ihr ständiger Begleiter. Wenn sie sich nicht gerade mit ihrem Studium in Berlin beschäftigt, sitzt sie irgendwo auf der Welt hinter ihrem Laptop und berichtet für Euch über die angesagtesten Travel News rund um den Globus - direkt hier auf reisetopia.de!

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  • Eine Bombe an Bord!
    Was sollen die Kampfjets denn ausrichten?
    Vielleicht kann mir jemand dieses Vorgehen erklären.
    Gut, dass nichts passiert ist.

    • Hallo Biene, das ist ein Standard-Prozedere. Sofern das bekannt ist, wird die Maschine eskortiert – zunächst als visuelle Unterstützung der Crew an Bord und um sehen zu können, wie die Situation an Bord ist (haben die Piloten noch die Kontrolle über das Flugzeug). Sollte das Flugzeug sich über dicht bewohnte Gebiete aufhalten, dann würden die Jets eingreifen und das verhindern. Entweder durch Abdrängung oder eben anderen Möglichkeiten.

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