Aufgrund der Corona-Krise wird die britische Billigfluggesellschaft easyJet ihre 22 Airbus-Modelle später als geplant entgegennehmen.

Das Unternehmen hätte sich mit dem Flugzeughersteller Airbus darauf geeinigt, weitere Flugzeuge erst bis 2027 und 2028 anstatt in den Geschäftsjahren 2022 bis 2024 zu erhalten, wie die Fluggesellschaft kürzlich in Luton bei London bekannt gab. Das Jahr 2020 hat der Airline vieles abverlangt. In der 25-jährigen Geschichte des Unternehmens verzeichnete easyJet dieses Jahr den ersten Verlust der Firmengeschichte von mehr als 800 Millionen Euro und auch der Zukunft blickt die Billigfluggesellschaft besorgt entgegen. Da easyJet derzeit mit den Folgen der Corona-Pandemie kämpft, soll der Flottenausbau vorerst in den Hintergrund treten, wie airliners.de berichtet.

22 Maschinen sollen später ausgeliefert werden

22 Flugzeuge des Herstellers Airbus sollen erst in den Jahren 2027 und 2028 an easyJet übergeben werden, wie es aus einer Mitteilung der Billigfluggesellschaft jüngst hervorging. Der easyJet-Chef Johan Lundgren begründete die Entscheidung damit, die Flottenplanung in dieser unsicheren Zeit noch flexibler zu gestalten.

EasyJet

Auch wenn diese Vereinbarung der Airline kurzfristig das nötige Geld einspart, führt die Verschiebung letztendlich zu höheren Kosten. easyJet führte auf, dass gemäß der Vereinbarung mit Airbus im Jahr 2013 eine Kostenerhöhung und ein Preisaufschlag wegen steigender Kosten für Personal und Material aufkommen wird. Dies ist nicht die erste Verschiebung, die beide Firmen vorgenommen haben. Zuvor hatte easyJet die Auslieferung von 24 Maschinen für die nächsten drei Jahre verschoben. Die erneute Aufschiebung der Auslieferung schlage mit 28 Millionen Euro zu Buche, hieß es.

easyJet hofft auf Aufschwung durch Impfungen

Die Corona-Pandemie hat die Luftfahrt komplett zum Erliegen gebracht und viele Fluggesellschaften in die finanzielle Not getrieben. Auch easyJet musste aufgrund der Krisensituation einen Sparkurs ansetzen. Neben einer Stellenstreichung von einem Drittel der Mitarbeiter in Berlin, einer Kürzung des Flugplans sowie einer Reduzierung der Flotte, soll nun auch die Aufschiebung der Flugzeug-Auslieferung zum Sparkurs von easyJet beitragen.

Vor kurzem hatte die EU-Kommission dem Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer die bedingte Marktzulassung erteilt. EasyJet hofft auf eine schnelle und großflächige Verabreichung der Impfstoffe, sodass die Pandemie eingedämmt werden und die Kunden wieder vermehrt an Bord steigen können. Allerdings rechnen Experten mit einer Rückkehr ins Vorkrisenniveau erst in einigen Jahren.

Fazit zur Verschiebung der Auslieferung von easyJet-Fliegern

Um die Flottenplanung in dieser unsicheren Zeit noch flexibler zu gestalten und das nötige Geld einzusparen einigte sich die Billigfluggesellschaft mit dem Flugzeughersteller Airbus auf eine erneute Verschiebung der Auslieferung. Beide Firmen einigten sich auf eine Übergabe in den Jahren 2027 und 2028. Einen Ausbau der Flotte wäre aufgrund der derzeitig schwierigen Lage nicht angebracht. Zurzeit verschlägt es easyJet eher in die entgegengesetzte Richtung. Sparen lautet die Devise und zu diesem Zweck nahm das Unternehmen bereits einige Sparmaßnahmen, wie die Stellenstreichung oder die Flottenreduzierung vor. Die Fluggesellschaft blickt gespannt auf das Impfgeschehen, wobei eine Erholung der Luftfahrt zum Vorkrisenniveau erst in den kommenden Jahren eintreten dürfte.

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Autorin

Schon als kleines Kind verbrachte Christel jährlich mehrere Wochen auf den Philippinen und konnte dadurch immer mehr zu ihren philippinischen Wurzeln finden. Mittlerweile reist sie gern für neue Geschmackserlebnisse und liebt sogar das Flugzeugessen.

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