Auch die Swiss erhält Staatshilfen in Milliardenhöhe. Diese hat Konzernchef Carsten Spohr in einem Interview jüngst verteidigt. Auch die geplante Schweizer CO2-Abgabe sieht Spohr gelassen.

Eigentlich verzeichnete die Swiss über viele Jahre Gewinne von mehreren Millionen und dennoch erhält der Schweizer Flag-Carrier Finanzhilfen aus Richtung des Staates in Milliardenhöhe. Chef des Mutterkonzerns Lufthansa, Carsten Spohr, nimmt diese jedoch in Schutz.

Swiss mit jüngster Flotte im Konzern

Bisher erhielt die Swiss noch keinen einzigen Rappen aus den Staatshilfen für die Fluggesellschaft gesehen, was daran liegt, dass die deutsche Regierung dem Hilfsfond erst noch zustimmen muss. Die versprochene Finanzspritze beläuft sich auf insgesamt 1,275 Milliarden Franken (1,2 Milliarden Euro). Indes plant Spohr die Kredite bereits bis 2023 durch Gelder von Investoren und Banken abzulösen.

Swiss a340

Mit Blick auf die Staatshilfen merkte Spohr an, dass die Swiss nicht einfach Geld an den Mutterkonzern überweisen, sondern auch Geld zurückerhalten würde. Überhaupt verfüge die Swiss durch zahlreiche Investitionen unter anderem auch über die jüngste Flotte des gesamten Airline-Konzerns und sei außerdem grösser als noch Swissair zur Zeit der Insolvenz 2002.

30 bis 120 Franken (etwa zwischen 28 bis 113 Euro) soll die vom Schweizer Parlament beschloßene Flugticket-, beziehungsweise CO2-Abgabe betragen. Zur geplanten Abgabe äußerste sich Spohr dahingehend, dass diese wettbewerbsneutral sei, wenngleich die Nachfrage dadurch dennoch sinken dürfte und selbstredend die einheimischen Airlines natürlich stärker belastest würden, so der Kranich-Chef. Da sich jedoch jene CO2-Steuer an der endgültigen Destination festmache, sei diese für alle Mitstreiter im Prinzip gleich hoch.

Fazit zu den Äußerungen Spohrs

Die Swiss ist – trotz jahrelangem Erfolgs – ebenso auf die geplanten Staatshilfen angewiesen, wie andere Airline auch. Schließlich konnte die aktuelle Situation niemand vorhersehen. Außerdem hat die Vergangenheit gezeigt, dass sich Investitionen in die Swiss bisher zumeist gerechnet haben und die Airline eines der vorzeigbarsten Unternehmen des Konzerns darstellt.

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