Eigentlich soll am 1. Mai 2023 der Nachfolger des 9-Euro-Tickets auf den Markt kommen. Nun gibt es bezüglich dieser Entscheidung aber wieder viele Fragezeichen.

Mit dem neuen 49-Euro-Nahverkehrsticket quer durch Deutschland reisen –
im Frühling können Bewohner des Landes diese Möglichkeit endlich in Anspruch nehmen. In der Theorie auch machbar, praktisch gesehen jedoch unklar. Wie faz.net berichtet, soll der Verkehrsminister Schuld an der Verzögerung bei der Einführung des Tickets haben.

Alle bereit außer Wissing?

Streng genommen, sollte Anfang dieses Jahres schon das 49-Euro-Ticket an den Start gehen. Des Öfteren wurde die Einführung des Tickets mittlerweile aber schon verschoben. Bei der Klausurtagung der FDP-Landtagsfraktion in Bayern versicherte Wissing, dass das Ticket nicht später als zum 1. Mai verfügbar sein werde. Doch bereits wenige Tage später äußert sich Bremens Mobilitätssenatorin Maike Schaefer (Grüne) mit großer Verwunderung. Die Einführung für den 1. Mai sei in Gefahr, weil die Verhandlungen viel zu langsam verliefen.

Auch die süddeutschen Bundesländer äußerten sich kritisch zu der Sachlage. Verkehrsbünde sowie Bundesländer würden nur auf eine konkrete Antwort warten.

Wir sind verwundert, dass der Bundesverkehrsminister mit den Vorbereitungen nicht vorankommt. Schließlich wollte er selbst ja ursprünglich das 49-Euro-Ticket bereits zum Jahreswechsel einführen.

Winfried Hermann, Verkehrsminister Baden-Württemberg
Portrait Volker Wissing, Bundesminister Für Digitales Und Verkehr
Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr

Auch Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) ist mit dem Kurs Wissings nicht zufrieden. Es müssten noch Fragen zum Beihilferecht mit der EU-Kommission geklärt werden.

Herr Wissing spricht zwar oft davon, dass das Deutschlandticket bald starten soll, ist aber immer noch viele Antworten schuldig.

Christian Bernreiter, Verkehrsminister Bayern

Ticket kommt auch auf Papier

Das 49-Euro-Ticket soll zudem nicht nur digital erhältlich sein, sondern auch in Papierform. Der Verkehrsminister betont außerdem, dass auch kleinere Unternehmen im ländlichen Raum einen Anspruch auf Einnahmen aus dem Ticket haben sollten.

Längst nicht alle Menschen haben ein Smartphone, das gilt für Ältere wie auch für kleine Schulkinder.

Christian Bernreiter, Verkehrsminister Bayern

Fazit zur Verzögerung des 49-Euro-Tickets

Mittlerweile sollte es uns allen doch bekannt vorkommen, wenn sich etwas verzögert, was hätte eigentlich schon längst in Kraft treten sollen. Hoffen wir, dass der 1. Mai nun auch wirklich Startpunkt des Tickets sein wird, sodass man in den Sommermonaten auch kostengünstig innerhalb des Landes reisen kann.

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