Die zweitgrößte Airline Südkoreas, Asiana, hat seit geraumer Zeit mit massiven finanziellen Turbulenzen zu kämpfen. Im Zuge dessen plant die Fluglinie einschneidende Sparmaßnahmen: So sollen das Streckennetz sowie die eigene Flotte deutlich schrumpfen.

Ganze 75 Millionen Euro Verlust verzeichnete Asiana für das vergangene Jahr 2018. Die gesamten Schulden belaufen sich sogar auf stattliche 2,5 Milliarden Euro, von denen noch in diesem Jahr etwa ein Drittel getilgt werden muss. Laut Airline wird das allerdings nur durch die nun geplanten radikalen Sparmaßnahmen möglich.

Weniger Strecken, weniger Flugzeuge

Doch nicht nur die immensen Schulden machen der Fluggesellschaft zu schaffen: Neben des hohen Verlustes des vergangenen Jahres, wurde die Aktie des Unternehmens im selbigen kurzerhand vom Handel genommen, als Börsenprüfer diverse Mängel innerhalb der Buchführung der Fluglinie feststellten. Das brachte das finanzielle Rating Asianas zusätzlich in Gefahr.

Asiana Airbus A350

Um die Forderungen der Gläubiger stemmen zu können, sieht sich Asiana nun gezwungen das Streckennetz sowie die eigene Flotte deutlich zu verkleinern. Bei den Strecken sollen dabei vor allem weniger gewinnbringende Routen wegfallen und der Fokus auf profitablere Verbindungen gelegt werden, ergo sinkt auch der Bedarf an Flugzeugen. Welche Maschinen die Airline im Zuge des Notfallplans verlassen müssen, ist indes noch nicht bekannt. Allerdings gibt es einige Spekulationen über den Abschied der Airline von einem bestimmten Flugzeugtyp.

A380-Abschied bei Asiana ist wahrscheinlich

Viele sehen durch die geplante Flottenverkleinerung speziell einen speziellen Flugzeugtyp in Gefahr: Der Airbus A380, von dem Asiana aktuell acht Stück in der Flotte unterhält, wird als heißester Kandidat des Ausschlusses gesehen.

Asiana Airbus A380

Damit würde Asiana dem allgemeinen und immer größer werdenden weltweiten Trend diverser Airlines weg vom Superjumbo folgen. Denn auch bei den Südkoreanern gilt der Airbus als Sorgenkind, besonders in Sachen Auslastung und profitabler Routen.

Fazit zu Asianas Sparmaßnahmen

Airlines in finanziellen Schwierigkeiten. Ein Bild, an das wir uns besonders hier in Europa quasi schon gewöhnt haben, will man meinen. Doch auch außerhalb europäischer Grenzen geraten Fluggesellschaften immer wieder in Markt-Turbulenzen und Asiana ist schon seit geraumer Zeit mitten drin. Ob die neuen Sparmaßnahmen wirklich den gewünschten Erfolg bringen beziehungsweise den großen Absturz abwenden können, bleibt abzuwarten. Den Sparmaßnahmen zum Opfer fallen könnte auf alle Fälle der Airbus A380.

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Max saß irgendwann häufiger in einem Flugzeug als in einer Straßenbahn, und kam so nicht umhin sich immer mehr mit den Themen rund um das Sammeln von Meilen, sowie den besten Flug- und Reisedeals zu beschäftigen. Auf reisetopia teilt er mit euch die neusten Deals und wichtigsten Tipps!

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