Die Swiss plant infolge der Krise einen relevanten Stellenabbau. Zu Entlassungen soll es allerdings nicht kommen – die Fluktuation soll stattdessen für einen natürlichen Abbau sorgen.

Die größte Schweizer Fluggesellschaft wurde wie fast alle globalen Airlines schwer von der aktuellen Krise getroffen. Dass die seit Jahren profitable Fluggesellschaften auf einmal auf Staatshilfen angewiesen sein würde, hätte wohl noch vor einem Jahr niemand erwartet. Doch die Aussichten bleiben trotz der staatlichen Unterstützung trüb, weswegen die Swiss einen relevanten Personalabbau plant. In den letzten Tagen wurde um eine Reduzierung von knapp 15 Prozent des Personals die Rede. Nun macht der Swiss-CEO klar, dass es nicht ganz so schlimm wird, wie er in einem Interview mit der Schweiz am Wochenende erklärt hat.

Personalabbau ja, Entlassungen nein

Wie es mit der Luftfahrt generell und der Swiss im Speziellen weitergeht, lässt sich aktuell nur schwerlich absehen. Das zeigt sich auch an den konservativen Plänen der Lufthansa und ihrer Tochter – die Gesellschaften wollen im Winterflugplan nur 30 Prozent des Vorjahresangebots anbieten. Zuletzt wurde der Flugplan weiter reduziert, da die Einschränkungen für Reisen wieder größer werden. Dass der scheidende Swiss CEO, Thomas Klühr, entsprechend keine rosigen Aussichten zu präsentieren hat, kommt nicht überraschend. Immerhin gibt es aber auch positive Neuigkeiten, denn Entlassungen nennt Klühr im Interview nicht als eine der Optionen für einen Abbau des Personalstamms.

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Zudem sollen die Kürzungen insgesamt geringer ausfallen als zuletzt kolportiert. Statt insgesamt 15 Prozent der 9.500 Mitarbeiter, soll der Personalstamm nur um 10 Prozent abgeschmolzen werden. Demnach wären knapp 1.000 Mitarbeiter betroffen. Abgebaut werden soll das Personal demnach hauptsächlich durch die natürliche Fluktuation. Das heißt konkret, dass die Swiss darauf setzt, dass einige Mitarbeiter die Airline in den nächsten Monaten verlassen oder etwa in Rente gehen. Die entsprechenden Stellen werden dann einfach nicht nachbesetzt. So gelingt der Swiss ein Personalabbau, ohne gleichzeitig Kündigungen aussprechen zu müssen. Helfen sollen dabei auch die Gewerkschaften, mit denen neue Teilzeitmodelle und Gehaltskürzungen sowie Modelle für einen vorzeitigen Ruhestand verhandelt werden sollen. Bei der Mutter Lufthansa dagegen, erscheinen aktuell auch betriebsbedingte Kündigungen möglich.

Fazit zum geplanten Personalabbau bei der Swiss

Es wäre in diesen Zeiten sicherlich ein Erfolg, wenn die Swiss ohne Kündigungen durch die schwere Krise kommt. Der Personalabbau fällt laut dem CEO demnach auch etwas geringer aus, als ursprünglich geplant. Sofern der natürliche Stellenabbau funktioniert, könnte die Swiss mit einer effizienteren Organisation nach der Krise wieder durchstarten. Das ist allerdings auch bitter notwendig, denn die Bedingungen der Staatshilfe erfordern eine schnelle Erholung und eine Rückkehr in die Gewinnzone – ansonsten droht laut Medienberichten eine Teil-Verstaatlichung.

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Autor

Moritz liebt nicht nur Reisen, sondern auch Luxushotels auf der ganzen Welt. Mittlerweile konnte er über 500 verschiedene Hotels testen und dabei mehr als 100 Städte auf allen Kontinenten kennenlernen. Auf reisetopia lässt er Euch an seinen besonderen Erlebnissen teilhaben!

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