Die Luxushotelmarke Steigenberger Hotels & Resorts wechselt Ihren Besitzer und befindet sich nun in chinesischer Hand. Der chinesische Großkonzern Huazhu Group kauft die Hotelgruppe der Luxushotelmarke, die Deutsche Hospitality, durch ein Tochterunternehmen vollständig auf. Der kolportierte Kaufpreis liegt bei 700 Millionen Euro.

Steigenberger mit ambitionierten Zukunftsplänen

Die in Frankfurt ansässige Deutsche Hospitality führt neben den Steigenberger Hotels & Resorts weitere Hotelmarken wie Intercity Hotel und Maxx by Steigenberger. Das wohl bekannteste Haus der Kette ist das Fünf-Sterne-Hotel Steigenberger Frankfurter Hof in Mitten der Frankfurter Innenstadt.

Schon vor einiger Zeit hatte Steigenberger seine Expansionspläne der Öffentlichkeit vorgestellt. Derzeit betreibt Steigenberger 118 Hotels, vermehrt in Europa und Afrika sowie dem nahen Osten. Speziell in Deutschland und Ägypten betreibt Steigenberger eine Vielzahl an Luxushotels. In Zukunft möchte die Hotelkette 250 Häuser bis zum Jahr 2024 in eigener Regie führen. Für diese ambitionierten Zukunftspläne bedarf es eines strategisch gut aufgestellten und finanzkräftigen Partner. “Die Übernahme durch Huazhu steht im Einklang mit dieser Zielsetzung”, heißt es aus dem Hause Steigenberger.

Steigenberger Hotel Hamburg Zimmer 1
Steigenberger Hotel Hamburg

Steigenberger erhofft sich zudem eine bessere Marktposition in Europa, im Nahen Osten, wo man bisher nur mit vier Hotels vertreten ist, sowie auf dem afrikanischen Kontinent. In Ägypten hat die Kette viele luxuriöse Golfresorts und Familienhotels. Besonders in Ägypten eilt Steigenberger ein hervorragenden Ruf voraus. Das liegt vor allem daran, dass der ägyptische Tourismus-Unternehmer Hamed El-Chiaty die Traditionsmarke Steigenberger von den Erben im Jahre 2009 übernommen hatte. So konnte die Marke rasant in den beliebten Urlaubsregionen Ägyptens wachsen.

Huazhu verspricht schnelleres Wachstum

Die Vorstandsvorsitzende des Käufers Huazhu verkündet selbstbewusst:  “Steigenberger und Intercity Hotels werden schneller wachsen als bisher“. Doch woher nimmt Jenny Zhang den Optimismus und das Selbstbewusstsein, um solche Aussagen zu tätigen? Zuerst sollte man wissen, wer die Huazhu Group ist. Die Huazhu Group, gegründet von Ji Qi (einem der lt. Forbes tausend reichsten Menschen der Welt), führt in China über 4.000 Hotels mit mehr als 80.000 Mitarbeitern. Dort fokussiert man sich auf Budget- und Mittelklasse-Hotels. Seit dem Jahr 2010 ist die Huazhu Group an der New Yorker Börse NASDAQ notiert. Neun Jahre später gilt die Huazhu Group als neuntgrößte Hotelgruppe der Welt mit mehr als 5.800 Hotels in über 400 Städten.

Steigenberger Herrenhof Wien Zimmer
Steigenberger Herrenhof Wien

Hamed El-Chiaty begründet die Übernahme durch die Huazhu Group wie folgt:

Die Übernahme der Deutschen Hospitality beschleunigt Huazhus Wachstumsstrategie, treibt das Umsatzwachstum im Upscale- und Luxussegment in Asien, inklusive China, voran und trägt zum Ausbau der internationalen Präsenz bei.

Im Hause der Huazhu Group ist man sich sicher, dass die internationale Gruppe zukünftig für europäische Gastlichkeit, deutsche Qualität und asiatische Geschwindigkeit stehen wird.

Ein Teil der Häuser bleiben in Familienbesitz

Obwohl die Steigenberger Marke nun unter chinesischer Führung steht, bleiben einige Hotels weiterhin in Familienbesitz. So verbleiben die Hotels in der Frankfurter Innenstadt und am Frankfurter Airport genau so wie das Hotel im Schweizer Davos in den Händen der Steigenberger Erben.

Fazit zur Übernahme von Steigenberger durch Huazhu

Mit der Huazhu Group weist Steigenberger einen finanzstarken und einflussreichen Partner an seiner Seite auf. Die ambitionierten Pläne, die eine Verdopplung der Hotelanzahl vorhersehen, können dadurch wohl erfüllt werden. Für den Hotelgast sollte sich nicht all zu viel ändern. Jedoch werden wir es mit großem Interesse beobachten, in welche Richtung sich die Marke Steigenberger entwickeln wird.

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