Ab dem 22. März gilt Thüringen nach dem jüngsten Update der Schweizer Risikoländerliste wieder als Risikogebiet.

Erst vor wenigen Tagen hat die Schweiz alle zum damaligen Zeitpunkt als Risikogebiet eingestuften deutschen Bundesländer von der Risikoländerliste genommen – nun steht Thüringen wieder drauf. Wer ab dem 22. März von Thüringen aus in die Schweiz ein- oder zurückreist muss einen negativen PCR-Test vorlegen, sich in Quarantäne begeben und kann diese frühestens nach dem siebten Tag unter Vorlage eines negativen Coronatests wieder verlassen.

Nach weniger als einem Monat zurück auf die Liste

In der Schweiz werden regelmäßig – ähnlich den Updates des Robert-Koch-Instituts – neue Risikoländerlisten veröffentlicht. Allerdings ist dort das Bundesamt für Gesundheit (BAG) für die Einschätzung zuständig und auch der angesetzte Bewertungsmaßstab ist ein anderer. Während bei uns Länder als Risikogebiete eingestuft werden, die einen Inzidenzwert von 50 pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage überschreiten oder die als Virusvariantengebiet gelten, wird in der Schweiz der eigene Inzidenzwert als Vergleichspunkt genommen. Demnach werden dort alle Länder als Risikogebiete eingestuft, die den aktuellen Schweizer Inzidenzwert um 60 je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten 14 Tage übersteigen. Damit ist die Liste um einiges dynamischer und stuft nur Länder als Risikogebiete ein, deren Infektionslage schlechter als die der Schweiz ist.

Thueringen

Mit diesem Maßstab wurden in den vergangenen Wochen bereits einige deutsche Bundesländer auf die Schweizer Risikoländerliste gesetzt. Im Februar befanden sich noch Brandenburg, Thüringen und Sachsen-Anhalt auf der Liste. Zum Ende des Monats wurden alle deutschen Bundesländer allerdings wieder runtergenommen – bis jetzt. Denn mit dem jüngsten Update ist Thüringen wieder Teil der BAG-Risikoländerliste. In Kraft tritt die neue Liste am 22. März. Hintergrund hierfür ist, dass die Schweiz aktuell eine 7-Tages-Inzidenz von 95,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern hat, Thüringen inzwischen bei einer 7-Tage-Inzidenz von 146,1 liegt. Zwar überschreitet dies im 7-Tages-Vergleich noch nicht ganz die Schwelle von “CH+60” – allerdings legt die Schweiz auch den 14-Tage Wert und nicht den 7-Tage-Wert zugrunde, wodurch es hier ein wenig zu Verzerrungen kommen kann.

Mit der eigenen Inzidenz von 95 ist die Schweiz umgekehrt aber auch in Deutschland als Risikogebiet eingestuft und wird dies voraussichtlich auch noch etwas bleiben, da auch dort – genau wie hierzulande – die Zahlen seit einigen Tagen stagnieren beziehungsweise ganz leicht wieder ansteigen.

PCR-Test bei Einreise und verpflichtende Quarantäne

Reist man in die Schweiz aus einem Land (oder Bundesland) ein, das auf der BAG-Risikoländerliste steht, so muss man bei der Einreise ein negatives PCR-Testergebnis vorweisen, ein Einreiseformular ausgefüllt haben sowie sich anschließend in häusliche Quarantäne begeben. Die Quarantäne kann nach dem 7. Tag mit einem negativen PCR- oder Antigen-Testergebnis verkürzt werden kann, sodass man unter Umständen nicht die gesamten 10 Tage in Quarantäne verbringen muss. Bis zum 10. Tag ist man allerdings verpflichtet außerhalb des eigenen Zuhauses eine Maske zu tragen. Kommt beim Test nach sieben Tagen ein positives Testergebnis raus, muss man für weitere 10 Tage in Quarantäne.

Fazit zu Thüringens Einstufung als Risikogebiet

Angesichts der Infektionslage in Thüringen ist eine solche Einschätzung nicht ganz verwunderlich – schließlich liegt das Bundesland auch hier deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Da aber auch die Schweiz für Deutschland als Risikogebiet gilt, sind die Effekte dieser Nachricht auf den touristischen Verkehr vermutlich nicht allzu groß. Auch kann sich die Lage schnell wieder ändern, wie die dynamische Entwicklung der letzten Wochen bereits zeigte, da die Einstufung der anderen Länder ja immer anhand des Infektionsgeschehens in der Schweiz bemessen wird.

Autorin

Wenn Anna unterwegs ist, ist sie in ihrem Element. Selten ist sie mehr als ein paar Tage am selben Ort. Der nächste Kurztrip oder eine Fernreise stehen immer schon in ihrem Kalender. Nach ihrem Tourismus-Studium konnte sie ihre Leidenschaft zum Beruf machen und teilt auf reisetopia.ch ihre Erfahrungen, Tipps und News aus der Reisewelt mit euch.

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