Die Zahl der Risikogebiete wächst immer weiter. Immer mehr europäische Länder und Hauptstädte sind betroffen. Das neueste Update umfasst allerdings für Urlaubsziele teilweise auch positive Neuigkeiten.

Jede Woche gibt es seitens des Robert-Koch-Instituts (RKI) ein Update der Risikogebiete. Mit den steigenden Fallzahlen in Europa in den letzten Wochen ist die Liste der Risikogebiete entsprechend schnell angewachsen. In der letzten Wochen wurden beispielsweise Wien, Amsterdam, Budapest sowie viele weitere Regionen zum Risikogebiet erklärt. In der Vorwoche traf es unter anderem Genf, Prag und Dubrovnik. Schon zuvor wurden große Teile von Frankreich sowie komplett Spanien zum Risikogebiet erklärt. Das neueste Update schränkt Reisen derweil noch weiter an, denn mehr als zehn weitere Regionen wurden seitens des RKI zum Risikogebiet erklärt, wie aus der Webseite des Instituts hervorgeht.

Reisewarnung für Dublin, Kopenhagen, Lissabon und weitere Regionen

Wie üblich geht die Einstufung der Risikogebiete seitens des RKI damit einher, dass die entsprechenden Länder mit einer Reisewarnung versehen werden. Dies gilt nun für zahlreiche weitere Regionen. Besonders relevant ist sicherlich die Einstufung der irischen Hauptstadt Dublin sowie der dänischen Hauptstadtregion Hovedstaden, inklusive der Metropole Kopenhagen, als Risikogebiet. Ebenfalls zum Risikogebiet erklärt wurde der Großraum Lissabon, sodass auch Reisen in die portugiesische Hauptstadt nicht mehr ohne Folgen möglich sind. Damit endet das neueste Update allerdings nicht, denn nahezu komplett Tschechien ist ab sofort genauso ein Risikogebiet wie die österreichische Voralberg am Bodensee sowie drei weitere Regionen in Frankreich.

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Weiterhin hat das Robert-Koch-Institut die Region Utrecht in den Niederlanden, je eine weitere Region in Kroatien und Rumänien sowie erstmals auch eine Region in Slowenien auf die Liste der Risikogebiete gesetzt. Mit der Region Györ-Moson-Sopron ist zudem ein weiteres Landesteil Ungarns zum Risikogebiet erklärt worden. Schlechte Nachrichten gibt es zudem für all diejenigen, die eine Reise nach Dubai oder Abu Dhabi planen: Die Vereinigten Arabischen Emirate tauchen ebenfalls neu auf der Liste der Risikogebiete auf, womit Reisen in die Region mit entsprechenden Pflichten bei einer Rückkehr verbunden sind. Wie üblich gilt die Einstufung als Risikogebiet ab sofort. Hintergrund ist in allen Regionen ein rapider Anstieg der Fallzahlen über den Index von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche.

Die folgenden Regionen wurden neu zum Risikogebiet erklärt:

  • Dänemark: Region Hovedstaden (inklusive Kopenhagen)
  • Frankreich: Bretagne, Centre-Val de Loire und Normandie
  • Irland: Region Dublin
  • Kroatien: Gespanschaft Lika-Senj
  • Niederlande: Provinz Utrecht
  • Österreich: Region Voralberg
  • Portugal: Großraum Lissabon
  • Rumänien: Kreis Covasna
  • Slowenien: Region Primorsko-Notranjska
  • Tschechien: Gesamtes Land mit Ausnahme der Regionen Ústecký und Moravskloslezský
  • Ungarn: Region Györ-Moson-Sopron
  • Vereinigte Arabische Emirate

Teile der Karibik und Seychellen nicht mehr von der Reisewarnung betroffen

Das neueste Update des Robert-Koch-Instituts bringt allerdings zumindest in Teilen auch positive Neuigkeiten. Nicht mehr auf der Liste der Risikogebiete ist ab sofort etwa das Urlaubsparadies Seychellen. Ebenfalls nicht mehr auf der Liste sind Antigua und Barbuda, Barbados, Dominica, Grenada, Kuba, Saint Lucia, Saint Vincent und die Grenadien, Sankt Kitts und Nevis und auch Sri Lanka.

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Damit sind einige Urlaubsziele, die großenteils auch Tourismus aus Deutschland erlauben, grundsätzlich wieder eine potenzielle Option für Reisen. In allen genannten Ländern haben sich die Fallzahlen in den letzten Wochen stabilisiert.

Vorerst Testpflicht bei Rückkehr, bald Pflichtquarantäne

Die Einstufung als Risikogebiet mit gleichzeitiger Reisewarnung des Auswärtigen Amts hat verschiedene Folgen. Zum einen greifen Reiseversicherungen in vielen Fällen nicht, wenn vor Beginn der Reise eine Reisewarnung vorliegt. Darüber hinaus gilt bei der Rückkehr nach Deutschland schon jetzt eine Pflicht zur Quarantäne, sofern kein negatives Ergebnis eines PCR-Tests auf das Coronavirus nachgewiesen werden kann. Bei der Rückkehr ist zudem ein Test zwingend erforderlich, erst wenn das Ergebnis dessen vorliegt, kann die Quarantäne bei einem negativen Bescheid beendet werden.

Bislang war der Plan, dass sich die Regeln zum 1. Oktober verändern – aktuell ist allerdings eine Verschiebung auf den 1. November im Gespräch. Dann ist bei Rückkehr aus einem Risikogebiet grundsätzlich eine Quarantäne erforderlich, die mindestens fünf Tage dauert. Die Testpflicht fällt damit weg. Wer die Quarantäne, die dann nur noch 10 statt 14 Tagen andauern soll, vorzeitig verlassen möchte, muss nach fünf Tagen einen PCR-Test machen. Fällt dieser negativ aus, kann die Quarantäne vorzeitig beendet werden. Eine Reise in ein Risikogebiet ist damit besonders ab Oktober für die meisten Deutschen nur noch schwerlich möglich, denn bei einer Pflichtquarantäne von mehreren Tagen wird eine entsprechende Reise enorm unattraktiv. Mit Blick auf die hohen Infektionszahlen in den jeweiligen Regionen ist von einer Reise in diese Gegenden aber natürlich sowieso abzuraten.

Fazit zur Einstufung der weiteren Regionen als Risikogebiet

Das Robert-Koch-Institut hat zahlreiche weitere Gebiete in Europa zum Risikogebiet erklärt. Knapp die Hälfte der EU-Hauptstädte ist mittlerweile ein Risikogebiet, dazu kommen zahlreiche weitere Regionen sowie mit den Vereinigten Arabischen Emiraten auch ein weiteres beliebtes Urlaubsziel der Deutschen. Mit Blick auf die epidemiologische Entwicklung ist dies sicherlich der richtige Schritt, die Reiseplanung wird für Touristen und Geschäftsreisende gleichermaßen allerdings von Woche zu Woche schwieriger und ein Ende der aktuellen Entwicklungen ist nicht in Sicht.

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Autor

Moritz liebt nicht nur Reisen, sondern auch Luxushotels in aller Welt. Auf der Suche nach neuen Erlebnissen hat Moritz schon dutzende Airlines getestet und mehr als 100 Städte erkundet. Auf reisetopia lässt er Euch an seinen Erlebnissen & Tipps teilhaben!

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