Wie Medien berichten, denkt die Lufthansa aktuell darüber nach, den geplanten und bereits sehr massiven Stellenabbau nochmal deutlich aufzustocken und somit die Stellenstreichungen nahezu zu verdoppeln.

Die Corona-Krise hat den Lufthansa-Konzern auch nach einer kurzzeitigen Erholung weiterhin fest im Griff, weshalb der Kranich schon früh von Stellenstreichungen sprach. Diese könnten nun sogar noch drastischer ausfallen, als zunächst geplant, beziehungsweise prüfe die Lufthansa aktuell noch mehr Stellen zu streichen, wie unter anderem aero.de auf Berufung der NZZ am Sonntag berichtet.

20.000 weitere Stellen gefährdet

Dieser mögliche neugeplante Stellenabbau würde dabei deutlich massiver ausfallen, als ursprünglich geplant und könnte so statt bisher 22.000 Jobs nun insgesamt sogar 42.000 Stellen betreffen – alles Vollzeitstellen. Wenngleich der Kranich diese Berichte in der Zwischenzeit dementierte, sind noch in diesem Monat neue Gespräche über ergänzende Sparmaßnahmen angesichts der momentanen Situation geplant. Bei den bisher geplanten 22.000 wegfallenden Stellen sollen allein die Hälfte in Deutschland gestrichen werden.

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Im Zusammenhang mit den anstehenden Gesprächen über weitere Sparmaßnahmen, hatte die Lufthansa ihre Angestellten bereits darüber intern informiert, dass einzelne Flugzeugtypen und Teilflotten “endgültig” stillgelegt werden sollen. Bekannt ist dahingehend bisher, dass die Kranich-Flotte um insgesamt 100 Jets schrumpfen soll. Vermutungen legen nahe, dass es dabei vor allem die Boeing 747-400, Airbus A340 und A380 treffen dürfte.

In der Zwischenzeit konnte die Lufthansa bei den Verhandlungen bereits zuvor einen Teilerfolg verbuchen, als sich der Kranich mit den Flugbegleitern auf Sparmaßnahmen einigen und die Gewerkschaft UFO so 2.600 Stellenstreichungen in der Kabine abwenden konnte. Bei den Piloten sieht die Situation aktuell noch nicht allzu gut aus, aber hier konnten beide Parteien immerhin eine vorübergehende Einigung erzielen.

Fazit zur möglichen Erhöhung der Stellenstreichungen

Zurzeit scheint sich der Himmel über der Luftfahrtindustrie wieder etwas zu verdunkeln, nachdem sich ein wenig Sonnenschein blicken ließ und die Menschen wieder vermehrt Flugreisen antraten. Doch die Situation verschärft sich weltweit auf das Neue und das bekommen wiederholt die Airlines deutlich zu spüren – so auch die Lufthansa. Um nicht Gefahr zu laufen, erneut in eine schwere Krise zu stürzen, scheint der Kranich weitere Maßnahmen durchzugehen, dabei kommen scheinbar leider auch eine Erhöhung der Stellenstreichungen ins Gespräch.

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Max saß irgendwann häufiger in einem Flugzeug als in einer Straßenbahn, und kam so nicht umhin sich immer mehr mit den Themen rund um das Sammeln von Meilen, sowie den besten Flug- und Reisedeals zu beschäftigen. Auf reisetopia teilt er mit euch die neusten Deals und wichtigsten Tipps!

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  • Solange der Virus in den Köpfen der Menschen drin ist, wird das mit der Flugbranche usw nichts mehr. Was im Augenblick sinnlos an Werten vernichtet wird sprengt doch einfach die Vorstellungskraft eines Normalbürgers der das auch noch mit seinen Steuergeld bezahlen wird! Erst wenn sie alle es in der eigenen Brieftasche spüren wird über die Verhältnismäßigkeit nachgedacht…. dann ist es aber gelaufen 🤷‍♂️ … naja, wie immer …

  • Verstehe die Aufregung nicht, Lufthansa hat doch selbst mehr Tests gefordert, nun ist RKI schon bei über 1 000 000 pro Woche, von 400 000, andere Staaten haben auch nachgezogen, Spanien, Griechenland hat die Anzahl verfünffacht. Sollte man vielleicht doch darüber nachdenken, dass das alles nur falsch positive sind? Das ist eine Illusion zu glauben in der gebastelten Pandemie ein “normales” Geschäft zu führen, Die sollen einfach die Aufklärung fordern, mit anpassen wird es nichts.

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