Auf Grund der weiteren Zuspitzung der Lage im Nahen Osten und dem Absturz einer Maschine von Ukraine International Airlines, hat die Lufthansa die Flüge in den Iran ausgesetzt. Weitere Routen werden aktuell geprüft.

Die Lufthansa reagiert auf die geopolitischen Unsicherheiten im Nahen Osten und hat den für heute geplanten Flug von Frankfurt nach Teheran ausgesetzt, auch die nächste in die Region geplante Verbindung nach Erbil im Irak am kommenden Samstag ist vorerst gestrichen. Am Vormittag war eine Maschine der Ukraine International Airlines auf dem Weg von Teheran nach Kiew abgestürzt – alle 173 Insassen kamen ums Leben.

Weitere Änderungen auf Flugrouten in den Nahen Osten möglich

Im Laufe des Tages möchte die Lufthansa zudem über weitere mögliche Veränderungen der Routen in den Nahen Osten informieren. Die amerikanische Luftfahrtbehörde hatte zuvor, nach Angriffen der iranischen Armee auf US-Stützpunkte im Irak, ein Flugverbot für in den USA registrierte Flugzeuge über den Luftraum der beiden Länder verhängt. Auch über den Persischen Golf und den Golf vom Oman dürfen bis auf Weiteres keine in den USA zugelassenen Maschinen fliegen, “wegen erhöhter militärischer Aktivitäten und steigender politischer Spannungen”. Die Lufthansa und auch andere europäische sowie asiatische Fluggesellschaften nutzen den genannten Luftraum allerdings rege, da die Airline nicht nur mehrere Ziele im Nahen Osten ansteuern, sondern die Region auch bei Verbindungen nach Asien überfliegen.

Air France A380
Air France & KLM meiden den Luftraum über dem Irak und Iran ab sofort

Die europäischen Luftfahrtbehörden haben bislang keine Warnung für den Luftraum im Nahen Osten herausgegeben. Dabei gilt es auch zu bedenken, dass die Warnung der FAA insofern für diese Region von geringere Relevanz ist, dass keine amerikanische Fluggesellschaft überhaupt Linienflüge im genannten Luftraum anbietet. Neben der US-Luftfahrtbehörde haben auch die russischen Behörden eine Warnung für den Luftraum herausgegeben und raten von Flügen über diesen ab. Von den europäischen Airlines hat bislang primär Air France-KLM reagiert. Die Airline wird bis auf Weiteres den Luftraum über Iran und Irak meiden, allerdings weiterhin Flüge nach Dubai und über den Luftraum im Persischen Golf und den Golf von Oman anbieten.

Austrian fliegt bis auf Weiteres weiterhin in den Iran

Während mit Emirates und flydubai auch zwei Airlines aus dem arabischen Raum reagiert haben und zumindest Verbindungen nach Baghdad bis auf Weiteres ausgesetzt haben, fliegt Austrian Airlines für den Moment weiterhin zumindest nach Teheran. Der für heute Mittag geplante Flug taucht auch weiterhin im Flugplan auf. Auch die Swiss hat bislang keine Änderungen auf Routen in den Nahen Osten bekanntgegeben, allerdings fliegt die Airline auch weder in den Iran noch in den Irak. Die anderen Verbindungen in den Nahen Osten werden bis auf Weiteres aber planmäßig durchgeführt.

Fazit zur Aussetzung der Lufthansa-Flüge in den Iran

Die Spannungen im Mittleren Osten nehmen, weswegen die Lufthansa eine Vorsichtsmaßnahme ergreift und vorerst nicht mehr in den Iran und den Irak fliegt. Die Tochter Austrian Airlines behält die Verbindungen dagegen vorerst im Flugplan. Im Laufe des Tages könnten sich allerdings noch weitere Entwicklungen ergeben, die auch Überflüge der Region und Verbindungen in andere Teile des Mittleren Osten betreffen.

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Autor

Moritz liebt nicht nur Reisen, sondern auch Luxushotels auf der ganzen Welt. Mittlerweile konnte er über 500 verschiedene Hotels testen und dabei mehr als 100 Städte auf allen Kontinenten kennenlernen. Auf reisetopia lässt er Euch an seinen besonderen Erlebnissen teilhaben!

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