Lufthansa erleichtert Reisenden auf ihren Flügen die CO₂-Kompensation. Es stehen auf der Airline-Website drei Möglichkeiten zur Verfügung.

Seit gestern können Kundinnen und Kunden der Lufthansa ihre Reise noch einfacher CO₂-neutral durchführen. Wie aus einer Pressemitteilung der Lufthansa Group hervorgeht, kann dafür bei der Buchung über die Airline-Homepage aus drei Möglichkeiten ausgewählt werden. Weitere Airlines der Lufthansa Group sollen noch in diesem Quartal mit der Funktion nachziehen.

Neutrale CO₂-Bilanz bei der Lufthansa Group bis 2050

Vor Kurzem wurde bekannt gegeben, dass Austrian Airlines nachhaltigen Flugzeugtreibstoff erhält. Nun geht auch die Lufthansa einen weiteren Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Dieser ist wichtig, da sich die gesamte Lufthansa Group eigene Ziele und einen Weg hin zur CO₂-Neutralität gesetzt hat. Bis zum Jahr 2030 sollen die Netto-CO₂-Emissionen im Vergleich zum Jahr 2019 halbieren. Bis zum Jahr 2050 muss die komplette CO₂-Bilanz neutral sein.

Wir investieren mehr denn je in die Qualität und Nachhaltigkeit unserer Angebote. Wir sind bereits heute größter Abnehmer von nachhaltigen Flugkraftstoffen in Europa. Dazu bieten wir das umfassendste Angebot für CO₂-neutrales Fliegen. Dieses haben wir ab sofort deutlich sichtbarer in die Buchung integriert. Wir wollen es unseren Kund:innen so einfach wie möglich machen, CO₂ einzusparen. […] Ich bin überzeugt, dass wir so immer mehr Fluggäste für nachhaltiges Reisen begeistern.

Christina Foerster, Vorständin Customer, IT & Corporate Responsibility der Lufthansa Group

Angaben der Lufthansa Group zufolge setzt das Unternehmen dabei auf eine Flottenmodernisierung, die Optimierung des Flugbetriebs, den Einsatz nachhaltiger Kraftstoffe und weitere innovative Angebote. Auch den Reisenden der Lufthansa selbst wird nun die Möglichkeit zur CO₂-Kompensation vereinfacht.

Drei Möglichkeiten zur CO₂-Kompensation bei der Buchung über die Lufthansa Website

Wer seit gestern Flüge direkt über die Homepage der Lufthansa erwerbt, kann bei der Buchung zwischen drei Möglichkeiten, die CO₂-Emissionen der Reise zu kompensieren, wählen. In der ersten Option entscheiden sich Fluggäste für den Einsatz von nachhaltigen Flugzeugtreibstoffen. Dieser wird Angaben der Airline zufolge aus biogenen Reststoffen hergestellt. In der zweiten Option entscheiden sich Reisende ihr CO₂ über die Non-Profit-Organisation myclimate zu kompensieren, welche weltweit Klimaschutzprojekte fördert. Die dritte Möglichkeit ist ein Mix aus den beiden vorherigen Optionen. Die Kosten für die gewählte Variante werden auf den Ticketpreis beim Kauf aufgeschlagen.

Lufthansa A350 Landung
Lufthansa vereinfacht die Möglichkeit für Reisende klimaneutral ans Ziel zu kommen

Die Lufthansa Group möchte das Angebot bei weiteren Fluggesellschaften der Gruppe anbieten. Auf den Websites von Austrian Airlines, Brussels Airlines und SWISS soll noch in diesem Quartal der Service eingerichtet werden. Des Weiteren soll man über die CO₂-Kompensation zusätzliche Status- und Prämienmeilen beim Lufthansa Vielfliegerprogramm Miles & More erhalten können.

Fazit zur Vereinfachung der CO₂-Kompensation bei Lufthansa Flügen

Die Luftfahrtindustrie ist für rund 2,8 Prozent der weltweiten CO₂-Emissionen verantwortlich. Da die Menschen nicht auf das Fliegen verzichten wollen oder können, muss mehr in Richtung Nachhaltigkeit gemacht werden. Die an der Luftfahrt beteiligten Unternehmen müssen ambitionierte Strategien verfolgen; aber auch die Passagiere können einen Beitrag zur CO₂-Kompensation leisten. Lufthansa macht es den Reisenden nun einfacher, einen Beitrag zu leisten. Der Weg zur Klimaneutralität ist lang. Was können Airlines sowie Passagiere noch tun, um grüner von A nach B zu kommen?

Autor

Sobald Adrian einen Flughafen betritt, ist er glücklich. Es begeistert ihn in den Flieger zu steigen, aus dem Flugzeugfenster zu schauen und unsere Welt von oben zu sehen. Nach der Landung fasziniert es Adrian neue Orte, neue Kulturen zu erleben, gut zu essen und Menschen aus aller Welt zu treffen.

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  • So lange das freiwillig ist und man nicht gezwungen wird zu “spenden”, von mir aus…

    Ich persönlich glaube wohlklingenden Programmen und bunten Zertifikaten einfach nicht, seien es glückliche Hühner, menschenwürdiges Kobalt oder fairer Kaffee.

    Ich glaube fest, der Kostendruck aufgrund der hohen (und erwartbar steigenden) Energiepreise ist der beste Garant für künftige Verbesserungen in dem Bereich.

    Alles andere ist Greenwashing.

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