Nach den Balearen starten so langsam auch die Urlaubssaison für weitere Mittelmeerinseln. Zur Rettung dieser wollen die italienischen Inseln nun einen eigenen Weg gehen.

In wenigen Wochen ist Pfingsten und Schritt für Schritt wird in Teilen Europas die Saison eingeleitet. Vor allem die Mittelmeerregion hofft auf eine hohe Touristen-Nachfrage. Doch die aktuelle Lage der Pandemie bereitet vielen große Sorgen, so auch den italienischen Inseln, die jetzt eine Impfpriorisierung zur Rettung der Saison fordern. Das berichtet das Branchenportal fvw.

Gegenwind kommt von der italienischen Regierung

Während einige Länder Europas immer noch mit steigenden Coronazahlen zu kämpfen haben und eine Einreise mit strengen Bestimmungen und einer Quarantäne verbunden ist, machte der Buchungsansturm auf die Baleareninsel Mallorca um Ostern deutlich, wie hoch die Nachfrage nach einem sonnigen Urlaub ist. Genau dieser Blickwinkel bereitet den Lokalregierungen der italienischen Inseln gerade Sorge, sind auch hier noch einige Teile der Bevölkerung ungeimpft. Um die zweite Saison in Zeiten von Corona zu retten und um Touristen einen möglichst normalen Urlaub – ohne Quarantäne und strengen Bestimmungen – zu gewährleisten, die einige von einer möglichen Reise abhalten könnten, fordern die Inseln nun eine Priorisierung bei der Impfkampagne.

Ich will nur die Touristen-Saison retten, die für uns das Überleben bedeutet.

Marino Lembo, Bürgermeister von Capri
Capri, Italien
Capri, Italien

Capris Bürgermeister bat darum vor allem jüngere zu impfen. Für eine Immunisierung der Bevölkerung müssten nach derzeitigem Stand noch rund 4.000 Menschen geimpft werden. Da viele der jüngeren Bewohner auch im Tourismussektor tätig sind, sieht Marino Lembo hier einen wesentlichen Grund. Auch der Bürgermeister der Insel Lampedusa, Totò Martello, ist für eine schnelle Impfung. Die 5.000 Bewohner Lampedusas könnten innerhalb einer Woche durchgeimpft werden. Allerdings erhalten die beiden Inseln starken Gegenwind vom Festland. Sowohl die Regionalregierungen als auch die oberste Regierung Italiens im Rom sprachen sich gegen solche Privilegien aus und wollen ohne Ausnahme an der aktuellen Impfstrategie festhalten.

Fazit zur Forderung der italienischen Inseln

Die anhaltende Coronakrise und die schwankenden Zahlen machten zuletzt immer mehr Menschen in Bezug auf ihre diesjährige Reiseplanung unsicher. Weite Auslandsreisen stehen kaum auf der Agenda, dafür allerdings Urlaube im eigenen Land, wie in Deutschland, oder im europäischen Ausland. Auch in diesem Jahr sind Spanien, Italien und Griechenland wieder besonders nachgefragt. Zum Schutz der eigenen Bevölkerung und für einen möglichst normalen Urlaub wollen Italiens Inseln nun eine Priorisierung bei der Impfreihenfolge. Das klare Nein der obersten Regierung in Rom kommt allerdings wenig überraschend, gibt es noch nicht einmal europaweit einheitliche Freiheiten für geimpfte.

Autorin

Seit sie 4 Jahre alt ist, reist Julia um die Welt und besucht gerne exotische Orte und weiße Strände. Am liebsten entspannt sie irgendwo am Strand in der Sonne oder genießt beim Windsurfen die Grenzenlosigkeit des Meeres. Nebenbei studiert sie in Berlin Tourismusmanagement. Bei reisetopia möchte sie ihre Erlebnisse gerne mit Euch teilen!

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