Flybe ist eine der gefühlt unzähligen Airlines, denen es momentan nicht allzu gut geht. Durch eine Übernahme wurde die Airline vor Monaten noch vor der Insolvenz gerettet, dennoch wird das Angebot jetzt weiter reduziert.

Im Zuge der Ausrichtung auf die Zukunft wurde das eigene Streckennetz überprüft und soll im Zuge dessen nun erhebliche Änderungen erfahren, besonders was das Angebot ab Deutschland betrifft. Vor allem Düsseldorf ist von der Neuausrichtung am stärksten betroffen.

Nur noch zwei Verbindungen ab Düsseldorf

Die Umstrukturierung der angeschlagenen britischen Regional-Airline Flybe sind die Folgen eines Sparprogramms, dass die Fluglinie wieder auf Kurs bringen soll. Demnach habe man aufgrund dessen das eigene Streckennetz und die Routen genau unter die Lupe genommen und neu bewertet. Daraufhin sei man unter anderem zu dem Schluss gekommen, etliche Strecken von und nach Deutschland für den kommenden Winterflugplan aus dem Programm zu nehmen. Düsseldorf, die bisher größte deutsche Basis Flybes, erfährt die massivsten Veränderungen: Hier entfallen künftig die Flüge nach Leeds, London-City und Southampton, wie die Airline mitteilte. Birmingham und Manchester sollen aber weiterhin angeflogen werden.

Flybe Embraer 190 2

Ab Berlin werden die Flüge nach Birmingham ab dem kommenden Winter vorübergehend gestrichen, sollen jedoch zum Februar wieder aufgenommen werden. München entfällt dabei gänzlich und wird zum Winterflugplan gar nicht mehr von Flybe angeflogen. Auch in Hannover und Hamburg fährt man das Sitzplatzangebot etwas zurück. Stuttgart bleibt von den Sparmaßnahmen dagegen gänzlich unberührt. Die Reduzierung des Deutschland-Angebots im Rahmen des Sparprogramms folgt auch einer geplanten Flottenreduzierung der Airline, die es vorsieht, die geleasten Embraer, mit 118 Sitzplätzen, an die Leasinggeber zurückzugeben. Die Turboprop-Maschinen vom Typ Dash-8 wird Flybe aber weiterhin betreiben. Die Verkleinerung der eigenen Flotte soll dabei im Einklang mit der Rentabilität geschehen, wie die Fluggesellschaft weiter.

Seit Juli enge Zusammenarbeit mit Virgin Atlantic

Seit Juli diesen Jahres ist die angeschlagene Flybe außerdem Teil der Connect Airways-Gruppe, zu der bei der Virgin Atlantic, die Stobart Group und Cyrus Capital zu den Investoren zählen. Plan ist es, dass Flybe künftig zusammen mit der irischen Regional-Airline Stobart Air als Connect Airways auftreten und als Zubringer für die Interkontinental-Verbindungen von Virgin Atlantic ab London-Heathrow und Manchester dienen soll.

Das innereuropäische Angebot Flybes soll dabei jedoch erhalten bleiben. Flybe ist zwar in Großbritannien registriert – und soll es auch bleiben –; da aber Stobart Air in Irland angemeldet ist, wird es Virgin Atlantic auch nach dem Brexit möglich sein, sowohl innerhalb der Europäischen Union, als auch in Großbritannien zu operieren. Unter Auflagen hatte die Europäische Kommission zuvor einer Übernahme der strauchelnden Flybe zugestimmt.

Fazit zu den Maßnahmen Flybes

Wenngleich sich Flybe auch mit finanziellen Problemen herumschlagen muss, scheint die britische Regional-Airline früh genug zu reagieren und passt entsprechend sowohl die eigene Flotte, als auch das Flugangebot im Einklang zueinander an. Darunter leiden dann allerdings auch etliche Routen zwischen Großbritannien und Deutschland. Nun ist Flybe Teil einer starken Gruppe und durch die zusätzlichen Sparmaßnahmen könnte der Airline dabei wieder rasch zu neuem Auftrieb verholfen werden.

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Max saß irgendwann häufiger in einem Flugzeug als in einer Straßenbahn, und kam so nicht umhin sich immer mehr mit den Themen rund um das Sammeln von Meilen, sowie den besten Flug- und Reisedeals zu beschäftigen. Auf reisetopia teilt er mit euch die neusten Deals und wichtigsten Tipps!

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