Immer mehr Airlines arbeiten auf das Ziel hin, klimaneutral zu werden. Auch die nationale Fluggesellschaft Finnlands, Finnair möchte jetzt den nächsten Schritt in Richtung Klimaneutralität gehen.

Die größte Herausforderung beim Fliegen sind die Auswirkungen auf die Umwelt. Finnair verfolgt bereits viele Maßnahmen, um 2045 die vollständige Klimaneutralität zu erreichen, wie beispielsweise nachhaltigeres Catering. Seit März 2022 gibt die Finnair ihren Kunden jetzt die Möglichkeit, ihre Flugemissionen auszugleichen und damit nachhaltigen Flugtreibstoff und vertrauenswürdige Klimaprojekte zu fördern, wie die Airline auf ihrer Website bekannt gibt.

Kompensation von zentraler Bedeutung für das Erreichen der Kohlenstoffneutralität

Finnair hat sich als Ziel gesetzt, bis 2045 die Klimaneutralität zu erreichen und ermöglicht Kunden nun, selbst zu diesem Ziel beizutragen. Über eine von chooose betriebene Plattform können Finnair Kunden jetzt die erzeugten Emissionen ihres Fluges berechnen und ihre Reise mit einer Mischung nachhaltiger Flugkraftstoffe und zertifizierter Kompensationsprojekte ausgleichen. Bei chooose handelt es sich um eine vertrauenswürdige Plattform mit konkreten und überprüfbaren Emissionsreduktionen. Der Preis hängt hierbei davon ab, wie der Betrag zwischen den beiden Projekten aufgeteilt wird, so Finnair.

“Sowohl Finnair als auch unsere Kunden sind sehr daran interessiert, den CO₂-Fußabdruck von Flugreisen zu reduzieren, und wir möchten unseren Kunden eine einfache und transparente Möglichkeit bieten, dies zu tun”

Eveliina Huurre, SVP Sustainability, Finnair.

Finnair hat sich dem Ziel einer nachhaltigen Entwicklung verschrieben

Finnair ist zuversichtlich, bis Ende 2025 seine Emissionen gegenüber 2019 zu halbieren, bis Ende 2045 sogar die Kohlenstoffneutralität zu erreichen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Verringerung der eigenen Emissionen durch Gewichtsreduzierung der Flugzeuge, treibstoffsparendem Fliegen, sowie dem Einsatz nachhaltiger Flugkraftstoffe und Kompensationen. Außerdem liegt der Schlüssel im Betrieb einer effizienten Flotte mit kurzen Direktverbindungen, wie Finnair erläutert.

Finnair 1

Wie aus der Website der Fluggesellschaft hervorgeht, hat diese sich dem 13. Ziel der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung verschrieben, um dringend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen zu ergreifen. Der hohe Preis und die begrenzte Verfügbarkeit nachhaltiger Flugkraftstoffe sind jedoch nach wie vor eine Herausforderung für die Nutzung nachhaltiger Flugkraftstoffe in der kommerziellen Luftfahrt und stellen eine Hürde für das Erreichen der Klimaneutralität dar.

Fazit zur geplanten Klimaneutralität von Finnair

Finnair plant wie viele weitere Airlines, die vollständige Klimaneutralität zu erreichen und so einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Dieses Ziel möchte die Airline mit einer neuen Möglichkeit der Kompensation von Emissionen für Kunden, sowie mit der Verringerung der eigenen Emissionen durch Gewichtsreduzierung der Flugzeuge und den Einsatz nachhaltiger Flugkraftstoffe erreichen. Es bleibt zu hoffen, dass Finnair das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 wirklich erreicht.

Autor

Schon immer ist Reisen Ninas größte Leidenschaft. Sie liebt es, neue Orte und Kulturen zu entdecken und neue Erfahrungen zu sammeln und würde am liebsten die ganze Welt bereisen. Durch Ihr Tourismusmanagementstudium möchte sie Ihre Leidenschaft zum Beruf machen.

Fragen? In der reisetopia Club Lounge auf Facebook beantworten wir Eure Fragen.

  • Ich habe den Endruck, in diesem Beitrag wird andauernd Klimaneutralität und CO2-Neutralität durcheinander geworfen, und daher hat er für mich leider wenig Aussagekraft.
    Zu Erinnerung: CO2 ist bei Flügen länger als 600 km (wegen der Flughöhen) lediglich für ein Drittel bis zur Hälfte der von den Flugzeugemissionen ausgehenden Erwärmungswirkung* verantwortlich.
    Mir wird nicht klar, welcher Teil der Klimawirkung der Finnair-Flüge wirklich gegen Null gehen wird.
    Manfred Treber, Germanwatch

    * vgl. etwa https://www.germanwatch.org/de/20823

Alle Kommentare anzeigen (1)