Obwohl der Buchungsstand für diesjährige Sommerurlaubsreisen im Vergleich zu den vorherigen Jahren immer noch sehr gering ausfällt, konnten bereits im Februar erster Buchungsanstieg verzeichnet werden.

Die Pandemie bedingte im vergangenen Jahr starke Umsatzeinbrüche und Rekordverluste in der gesamten Reisebranche. Obwohl weiterhin strikte Reisebeschränkungen gelten und beliebte Reiseziele, wie zum Beispiel die balearischen Inseln erst seit Mitte März einige Lockerungen bekannt gaben, konnten erste Statistiken im Februar positive Buchungstendenzen für das Jahr vorhersehen. Grund dafür sind unter anderem die optimistischen Frühbucher der Wintersaison 2021/22, wie reisevor9.de berichtet.

Frühbucher treiben Buchungsanstieg voran

Trotz des anhaltenden Lockdowns und der immer noch geltenden Reisebeschränkungen konnten Analysen von Travel Data + Analytics (TDA) positive Buchungstendenzen für die kommenden Monate bereits im Februar erfassen. Besonders auffällig ist hierbei der Großteil der Buchungen für den Spätherbst oder die Wintersaison 2021/22. Während noch einige Buchungen im Februar auf Osterurlaube im April hofften, setzte die Mehrheit auf Urlaube im dritten und vierten Quartal des Jahres. Somit konnte die Hälfte aller Buchungen in diesem Monat für den Herbst verzeichnet werden.

Ebenfalls auffällig sind die vergleichsweise hohen Buchunzahlen für Urlaube innerhalb Deutschlands oder Österreichs. Während Buchungen für die bekannten beliebtesten Urlaubsregionen im westlichen und östlichen Mittelmeer am häufigsten verzeichnet werden, können in diesem Jahr auch inländische Destinationen überzeugen.

Travel And Corona 2

Diese große Anzahl der Frühbucher ist Grund für den vergleichsweise hohen Anstieg der Buchungszahlen im vergangenen Februar. Im Vergleich zum vergangenen Jahr werden dadurch aktuell für den kommenden Herbst geringere Verluste erwartet. Die Wintersaison 2021/22 trägt besonders zum Anschein eines kleinen Buchungsaufschwungs bei. Demnach liegt der Anteil der voraussichtlichen Umsätze im kommenden Winter bei rund 21 Prozent und somit knapp drei Prozentpunkte über dem des vergangenen Jahres. Trotz des Buchungsanstiegs wird jedoch auch dieses Jahr nicht mit einem Erreichen eines normalen Buchungsstandes gerechnet, der mit den Vorjahren verglichen werden kann.

Anhaltende coronabedingte Rückgänge

Trotz der ersten positiven Tendenzen für den kommenden Herbst und Winter bleibt das Buchungsniveau auch 2021 insgesamt auf einem niedrigen Niveau. Somit haben die Hotellerie, sowie alle anderen beteiligten Akteure der Reisebranche auch weiterhin mit den Folgen der Pandemie zu kämpfen. Während der Umsatz im Februar rund 76 Prozent unter dem des Vorjahresmonats lag, ergaben sich für die zu diesem Zeitpunkt noch laufende Wintersaison sogar Negativumsätze.Diese konnten entstehen, da die Stornierungen im Februar die Neubuchungen massiv überstiegen.

Die gesamte Reisebranche muss demnach auch in diesem Jahr weiterhin mit hohen Verlusten rechnen, die voraussichtlich nicht durch den kurzzeitigen Buchungsanstieg im Februar ausgeglichen werden können.

Fazit zum ersten erfassten Buchungsanstieg

Der erste Buchungsanstieg für dieses Jahr konnten trotz des anhaltenden Lockdowns bereits im Februar erfasst werden. Der Großteil der in diesem Monat erfassten Buchungen ist auf Frühbucher für die kommenden Herbst- und Wintersaison zurückzuführen. Trotz des ersten Buchungsanstiegs kann jedoch auch für dieses Jahr noch kein endgültiger Ausweg aus dem coronabedingten Buchungstief gesehen werden. Es muss weiterhin auf ein schnelles Voranschreiten der Impfdurchführungen gehofft werden, um Reisebeschränkungen aufzuheben und somit einen weiteren Anstieg der Buchungszahlen verzeichnen zu können.

Autor

Seit Ann-Cathrin ihr erstes Praktikum in der Reisebranche absolviert hat stand fest, dass sie beruflich in die Welt des Reisens eintauchen möchte. Ihr Tourismusstudium und viele Kurztrips während der Semesterferien haben ihr bereits viele Einblicke in die Hintergründe und Abläufe und genauso die wunderschönsten Orte in den verschiedensten Ländern gezeigt.

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