Ralf Teckentrup ist Geschäftsführer des deutschen Ferienfliegers Condor – und blickt mit gemischten Gefühlen in die diesjährige Sommersaison.

In einem Interview gab der Chef der deutschen Condor in der vergangenen Woche einen Ausblick auf die bevorstehende Sommersaison und beliebte Destinationen. Trotz akuter Planungsschwierigkeiten hofft man bei aktuell aufs diesjährige Wintergeschäft, so Geschäftsführer Ralf Teckentrup. Durchgeführt und erstveröffentlicht wurde dieses Interview von Medienkollegen des Fachmagazins FVW. Ein Überblick.

Condor hofft auf Fernreisen im diesjährigen Winter

Vor dem Hintergrund lokaler Lockerungen und landesweit sinkender Infektionszahlen gab der Geschäftsführer des deutschen Ferienfliegers Condor in der vergangenen Woche Auskunft über das bevorstehende Sommergeschäft. Trotz akuter Planungsschwierigkeiten käme die Nachfrage in einigen – insbesondere südeuropäischen – Urlaubsregionen langsam aber sicher zurück. Für das diesjährige Sommergeschäft fokussiert man sich aktuell auf Destinationen wie Griechenland, die Balearen und Kanaren, doch nach Aussagen von Condor-Chef Teckentrup werde es mit Sicherheit “Überkapazitäten geben: Uns geht es ein bisschen so wie den Hoteliers und der gesamten Tourismusindustrie. Eigentlich ist im Moment nichts planbar.”

Für den Sommer könnte ich mir vorstellen, dass wir zwei oder drei Strecken Richtung USA in den Flugplan aufnehmen, Seattle hat schon den Anfang gemacht. Und wenn die Entwicklung so weitergeht, werden wir ein fantastisches Winterhalbjahr erleben. Hauptzielgebiet wird dann die Karibik werden.

Condor-Chef Ralf Teckentrup
Condor Boeing 757 Start 800x533 1 800x533

Im Hinblick auf die Langstrecke plane die Condor aktuell mit Zielen wie Cancun oder der Karibik, die auch in den diesjährigen Wintermonaten als Hauptreiseziel erwartet wird. Der Ferienflieger hatte zuletzt stark unter den Auswirkungen der Covid-Pandemie gelitten und das Personal zwischenzeitlich um 20 Prozent gekürzt. Durch verbesserte Kostenstrukturen und optimierte Prozesse konnte die Airline Kostenersparnisse erzielen und einen neuen Investor gewinnen. Nun plant man bei der Condor auch für die Langstrecke, alle 16 Maschinen sollen hierzu ausgetauscht werden: “Normalerweise dauert allein die Ausschreibung mit den Herstellern neun Monate. Wenn wir dann genau wissen, was wir kaufen möchten, werden die Jets gebaut. Das dauert dann noch einmal mindestens 18 Monate. Ich denke, wir werden etwas schneller sein.”

Gerichtsurteil zu Ryanair Klage zunächst ohne direkte Konsequenzen

Zuletzt kamen auf die ohnehin angeschlagene Condor weitere juristische Auseinandersetzungen zu. Geplante Staatshilfen waren vom EuG in Luxemburg für nichtig erklärt worden. Direkte Auswirkungen hat das zwar zunächst nicht, da die Fluggesellschaft die Staatshilfen nicht umgehend zurückzahlen muss, wie wir vor wenigen Tagen bereits berichteten. Durch den Beschluss konnte jedoch die irische Billigfluggesellschaft Ryanair Erfolg vermelden, die gegen diese und andere Staatshilfen mehrere Klagen eingereicht hatte. Teckentrup zeigt sich auch dahingehend zuversichtlich: “Wir haben das Urteil des Europäischen Gerichts zur Kenntnis genommen. Wir gehen nicht davon aus, dass die Entscheidung des Europäischen Gerichts Einfluss auf den Einstieg von Attestor als Mehrheitseigentümer von Condor haben wird. Für Kunden und Partner ändert sich nichts.

Fazit zum Interview mit dem Chef der Condor

Ralf Teckentrup ist Geschäftsführer des deutschen Ferienfliegers Condor und fokussiert sich mit Planungen für das diesjährige Sommergeschäft aktuell auf Destinationen wie Griechenland, die Balearen und Kanaren. Für die Wintermonate wird auch ein Buchungsanstieg für Langstreckenziele wie beispielsweise karibische Ziele erwartet. Doch Prognosen sind in der aktuellen Situation schwierig zu treffen: “Was in drei oder sechs Monaten ist, darüber kann man nur spekulieren. Jedes Zielgebiet ist sehr schwer vorherzusagen. Wir sehen, dass die Deutschen reiselustig sind, daran hat die Pandemie nichts geändert.”

Autorin

Lilli ist am liebsten in den Wolken - und das nicht nur mit ihrem Kopf. Schon als Kind tourte sie mit einer Tanzgruppe durch Europa, heute ist Fernweh ihr ständiger Begleiter. Wenn sie sich nicht gerade mit ihrem Studium in Berlin beschäftigt, sitzt sie irgendwo auf der Welt hinter ihrem Laptop und berichtet für Euch über die angesagtesten Travel News rund um den Globus - direkt hier auf reisetopia.de!

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