Nachdem Air Italy in den vergangenen Monaten vor allem durch neue Ziele und teils wirklich gute Deals auf sich aufmerksam gemacht hat, gibt es nun einmal mehr weniger gute Nachrichten. Nach der Einstellung der Bangkok-Verbindung werden nun auch die Flüge nach Indien gestrichen. Die neue Verbindung nach Chicago wird wohl gar nicht erst aufgenommen.

Air Italy ist derzeit stark auf Expansionskurs – eigentlich. Dabei lag der Fokus zuletzt aber deutlich auf neuen Zielen in den Vereinigten Staaten und Kanada. So kamen über die letzten Monate etwa Chicago, Toronto und Los Angeles als neue Ziele hinzu. Bei anderen Verbindungen wurde der Takt teils deutlich erhöht. Nun sieht es danach aus, dass sich auch in der näheren Zukunft eine Expansion eher am nordamerikanischen Raum orientieren wird, während man den asiatischen Markt vorerst ganz aufgibt.

Air Italy zieht sich komplett aus Asien zurück

Nach mehreren Verzögerungen startete Air Italy erst im Dezember 2018 mit Flügen nach Indien. Auf dem Flugplan standen dabei mit Mumbai und Delhi die zwei wichtigsten Metropolen Indiens. Nach nur zwei Monaten ist mit beiden Routen Schluss. Das gab Air Italy nun bekannt. Die Route nach Mumbai wird noch diesen Monat eingestellt, die Verbindung nach Delhi verschwindet im März aus dem Flugplan.

  • Flüge nach Mumbai werden zum 16. Februar 2019 eingestellt
  • Flüge nach Delhi werden zum 28. März 2019 eingestellt

Air Italy A330 4

Dabei trifft die Aufgabe der Routen einen Teil des Flugplans, der schon derzeit nicht stark aufgestellt ist. Mit Bangkok, Delhi und Mumbai flog Air Italy zuletzt gerade einmal drei Ziele im asiatischen Raum an. Nun fallen allerdings komplett alle Routen nach Asien weg. Durch die starke Zusammenarbeit mit Qatar Airways (hält 49 Prozent Anteile an Air Italy) werden aber auch in Zukunft Flüge nach Indien möglich sein, dann allerdings über Doha.

Hintergründe für die Aufgabe der Strecken nach Asien

Eine offizielle Bekanntgabe und eine Begründung des Wegfalls der Indien-Verbindungen bleibt Air Italy bisher schuldig. Es wird jedoch vermutet, dass man sich mit dem indischen Markt schlicht übernommen hat und die Konkurrenz dabei unterschätzt hat. Ein weiterer Grund für die Aufgabe der Verbindungen könnte die begrenzte Zahl an Flugzeugen sein, die Air Italy zur Verfügung hat. Bisher werden die Flüge mit einem Airbus A330 durchgeführt.

Dieser könnte durch die Expansion Richtung Nordamerika aber gerade auf den neuen Strecken gebraucht werden, von denen sich Air Italy wohl auch wegen der Wirtschaftsstandorte eine höhere Rendite im Premium-Bereich verspricht. Es könnte dennoch sein, dass die Verbindungen nach Asien zurückkehren, sobald Air Italy neu ausgelieferte Flugzeuge in Empfang nehmen kann. Dies allerdings erscheint unwahrscheinlich, besonders in Anbetracht dessen, dass keine der drei Routen auch nur im Ansatz erfolgreich gewesen zu sein scheint.

Dazu kommt, dass Air Italy die neu angekündigte Verbindung nach Chicago wohl gar nicht erst aufnehmen wird. Mittlerweile sind die Flüge nicht mehr buchbar, sodass es an Flugzeugen in der Flotte eigentlich nicht mangeln sollte. Vielmehr scheint das neue Angebot der Airline schlichtweg nicht rentabel zu sein, weswegen man sich lieber zu früh als zu spät für eine Streichung der Strecken entschieden hat.

Fazit zur Aufgabe der Air Italy-Routen nach Asien

Dass Air Italy alle Verbindungen nach Asien und zudem auch die neue Strecke nach Chicago vor dem Start aufgibt, spricht Bände. Die Strategie der Airline und ihre großen Expansionspläne scheinen kaum aufzugehen, sodass die Fluggesellschaft nun bereits wieder kürzen muss. Es bleibt die Frage, ob die ansonsten große Expansion in die USA mit nun mehr fünf Strecken überhaupt stattfinden wird oder weitere Streichungen bevorstehen.

Lust auf mehr reisetopia Artikel? Dann folgt uns:

Autor

Auch als Student muss es nicht immer der Fernbus und das Hostel sein. Mit reisetopia begibt sich Pascal für Euch auf die Suche nach den besten Deals für erschwinglichen Luxus.

Fragen? In der reisetopia Club Lounge auf Facebook beantworten wir Eure Fragen.