Nach den Flugstreichungen im Sommerflugplan der Lufthansa sollen nun auch im Winter Flüge und Strecken gekürzt werden. Vor allem innerdeutsche Strecken sind betroffen.
Schlechte Nachrichten von der Lufthansa! Nachdem im vergangenen Monat die Streichung von 20.000 Flügen angekündigt wurde und ab Juni bereits eine innerdeutsche Strecke wegfällt, gehen die Streichungen nun weiter. Auch im Winter soll eine Reihe innerdeutscher Flüge gestrichen werden, das berichtet aeroTELEGRAPH. Und das ist nicht die einzige Neuigkeit.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Lufthansa plant die Streichung innerdeutscher Verbindungen im Winterflugplan
- Unter anderem sollen Verbindungen von Frankfurt nach Berlin, Hamburg und Düsseldorf gekürzt werden
- Discover Airlines übernimmt eine innerdeutsche Strecke für die Lufthansa
Sechs innerdeutsche Strecken betroffen
Die Flugstreichungen der Lufthansa gehen weiter. Aufgrund des Irankrieges, steigender Kerosinpreise sowie hoher Steuern und Gebühren in Deutschland, strich die Lufthansa Group bereits rund 20.000 Kurzstreckenflüge aus ihrem Sommerflugplan. Nun sollen auch für den Winter Streichungen auf den innerdeutschen Strecken ab dem Drehkreuz der Fluggesellschaft in Frankfurt geplant sein. Betroffen sein sollen hier sechs innerdeutsche Strecken.

Laut einem Sprecher der Lufthansa sind die Strecken von Frankfurt nach Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Hannover, Dresden und Leipzig/Halle betroffen. Die Strecke nach Hamburg sinkt von 86 auf 72 wöchentliche Flüge, nach Berlin fliegt die Lufthansa von Frankfurt pro Woche nur noch 77 statt 88 mal. Düsseldorf und Hannover werden statt 35 nur noch 28 mal angeflogen, Dresden und Leipzig/Halle noch 21 mal pro Woche. Betroffene Fluggäste sollen per E-Mail benachrichtigt werden, Genaueres ist noch nicht bekannt.
Discover Airlines übernimmt Strecke nach München
Nach dem Aus der Lufthansa Cityline, das im Zuge der Maßnahmen gegen die steigenden Kerosinpreise im April beschlossen wurde, wird eine innerdeutsche Strecke nun von Discover Airlines übernommen, das berichtet aeroTELEGRAPH. Die Strecke von Frankfurt nach München wird von der Fluggesellschaft nun erstmals unter einer eigenen Flugnummer bedient.

Die Flüge erhalten die Nummern 4Y 1000 und 4Y 1001, auf der Strecke soll der Airbus A320 eingesetzt werden. Die Maßnahme ist Teil der laufenden Flugplanoptimierung der Lufthansa Group.
Restriktionen für US-Treibstoff gelockert
Erleichterung könnte es für die Lufthansa durch diese Neuigkeit geben: Die europäische Flugsicherheitsbehörde EASA hat Anfang Mai grünes Licht für die Nutzung des US-Treibstoffes Jet-A in Europa gegeben, das gab die EASA auf ihrer Webseite bekannt. Der Treibstoff musste bislang zu der Sorte Jet-A1 veredelt werden, die etwas frostsicher ist. Die Lufthansa und andere Fluggesellschaften hatten in den USA allerdings bereits Jet-A für Rückflüge nach Europa getankt.

Laut aero.de soll die Kerosinversorgung der Lufthansa durch die nun möglichen Importe stabilisiert sein. Um die Versorgung weiter zu sichern, steht auch die Freigabe strategischer Kerosinreserven im Raum. Außerdem soll die Lufthansa die temporäre Aussetzung der Anti-Tankering-Vorgaben und einen umfassenden Slot Waiver gefordert haben. Die Anti-Tankering-Vorgaben sorgen dafür, dass Fluggesellschaften nicht aus Kosten- oder Wettbewerbsgründen zusätzliches Kerosin transportieren, schränken laut der Lufthansa aber momentan die Flexibilität ein. Ein Slot Waiver befreit Fluggesellschaften für einen bestimmten Zeitraum von der Verpflichtung, ihre zugeteilten Start- und Landeslots an Flughäfen nutzen zu müssen, und verhindert, dass diese Slots dauerhaft verloren gehen. Genaueres ist hier noch nicht bekannt.
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