Die angespannte Sicherheitslage im Nahen Osten führt weiterhin zu massiven Einschränkungen im Luftverkehr. Wir geben einen strukturierten Überblick nach Airlines – inklusive aktueller Zeiträume und betroffener Ziele.
Die militärische Eskalation im Nahen Osten hat erhebliche Auswirkungen auf den internationalen Flugverkehr. Mehrere Staaten haben ihre Lufträume geschlossen oder eingeschränkt, zahlreiche Airlines reagieren mit Flugstreichungen, Umleitungen oder vollständigen Aussetzungen des Betriebs in bestimmten Regionen. Die Situation zwingt Airlines dazu, weiterhin Flugpläne kurzfristig anzupassen.
Die Airlines informieren über alle Kanäle die Reisenden über die aktuelle Lage, mögliche Umbuchungsmöglichkeiten oder Stornierungen. Auch Rückholflüge im Auftrag der Bundesregierung sind seitens der Lufthansa Group geplant. Wir geben einen Überblick über den aktuellen Stand.
Das Wichtigste in Kürze
- Lufthansa Group setzt einen Großteil der Flüge zu Zielen im Nahen Osten bis mindestens 6. März (je nach Destination) aus
- Erste Rückholflüge einiger Airlines wurden und weitere werden durchgeführt, um gestrandete Reisende zurück in die Heimat zu bringen
- Weitere Verlängerungen der Flugstreichungen in der Region und der betroffenen Airlines sind wahrscheinlich
Lufthansa Group setzt Verbindungen in den Nahen Osten sowie nach Zypern aus
Die Lufthansa Group, zu der die Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, ITA Airways, Eurowings und weitere gehören, verlängert die Streichungen aller Flüge in den Nahen Osten und umfliegt mehrere Lufträume der Krisengebiete vollständig. Flüge zu den folgenden Zielen sind aktuell bis einschließlich 8. März 2026 ausgesetzt:
- Tel Aviv, Beirut, Amman, Erbil, Dammam und Teheran
Alle Flüge zu den folgenden Zielen sowie deren Luftraum sind aktuell bis einschließlich 6. März 2026 ausgesetzt:
- Dubai, Abu Dhabi und Zypern (Larnaca)
Zusätzlich wird die Lufthansa Group bis einschließlich 8. März 2026 folgende Lufträume nicht mehr nutzen:
- Israel, Libanon, Jordanien, Irak, Katar, Kuwait, Bahrain, Dammam und Iran
Die Flüge nach Riad und Jeddah in Saudi-Arabien werden dagegen weiterhin angeboten.

Laut Lufthansa können betroffene Fluggäste ihre Reise kostenfrei auf ein späteres Datum umbuchen oder sich alternativ den vollständigen Ticketpreis erstatten lassen. Weiterhin teilt die Lufthansa auf ihrer Informationsseite mit, dass betroffene Fluggäste vor der Fahrt zum Flughafen den Status des jeweiligen Fluges überprüfen sollen. Des Weiteren sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass Kontaktdaten aktuell sind.
Rückholflüge von Swiss und Lufthansa geplant
Des Weiteren plant die Lufthansa im Auftrag der Bundesregierung in der Nacht vom 4. auf den 5. März einen Sonderflug von Maskat im Oman nach Frankfurt, um deutsche Staatsbürger aus der Region nach Deutschland auszufliegen. Für den Flug soll ein Langstreckenflugzeug des Typs Airbus A340-300 eingesetzt werden.
Da dieser Flug im Auftrag der Bundesregierung durchgeführt wird, ist keine reguläre Buchung über Lufthansa möglich. Deutsche Staatsbürger, die sich derzeit in der Region aufhalten, können sich auf der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts (ELEFAND) registrieren.
Lufthansa
Swiss gab in einer Medienmitteilung heute bekannt, dass Sie zusätzlich einen außerplanmäßigen Sonderflug von Maskat (Oman) nach Zürich organisiert, um gestrandeten Reisenden eine Rückkehr in die Schweiz zu ermöglichen. Der Flug mit der Nummer LX7043 soll am 5. März um 9:15 Uhr Ortszeit in Maskat starten und gegen 14:00 Uhr in Zürich landen. Eingesetzt wird ein Airbus A340, der bereits zuvor mit Crew und Technikern von Zürich nach Maskat überführt wird.
Der Flug erfolgt in enger Abstimmung mit dem Schweizer Außenministerium, ist jedoch kein staatlich finanzierter Evakuationsflug (EDA), sondern eine eigenständige Operation der Airline. An Bord können sowohl Passagiere reisen, die bereits ein Swiss Ticket hatten, als auch Schweizer Staatsbürger, die sich beim EDA registriert haben.
Weitere europäische Airlines setzen Flüge in die betroffenen Regionen aus
Auch andere europäische Airlines wie Air France/KLM, British Airways, Finnair, Condor, Turkish Airlines sowie alle Airlines innerhalb der betroffenen Gebiete, wie Emirates, Qatar Airways oder Etihad Airways, haben die Flüge in die betroffenen Gebiete vorübergehend eingestellt.
Condor
Condor hat ihren Flugplan aufgrund der aktuellen Sicherheitslage im Nahen Osten vorübergehend angepasst. Die folgenden Verbindungen werden nach aktuellem Stand bis einschließlich Ende März ausgesetzt.
- Dubai
Das bedeutet auch, dass Dubai bis zum Ende des Winterflugplans nicht mehr angeflogen wird. Ebenso entfallen die Flüge von und nach Sulaymaniyah. Betroffene Gäste werden direkt informiert, teilt Condor unter Ihren aktuellen Meldungen mit. Für Abflüge von und nach Dubai, Beirut oder Sulaymaniyah bis einschließlich 28. März 2026 bietet Condor zudem gebührenfreie Umbuchungen auf alternative Ziele im Streckennetz der Airline an. Reisende, die direkt bei Condor gebucht haben, sollen sich hierfür an den Condor Kundenservice wenden, während sich Pauschalreisende an ihren jeweiligen Reiseveranstalter wenden können.
Wie aerotelegraph berichtet, kündigte Condor Chef Peter Gerber darüber hinaus auf der Tourismusmesse ITB in Berlin an, dass auch Condor Rückholflüge aus der Region organisieren wird. Geplant sind derzeit zwei Sonderflüge von Maskat (Oman) nach Deutschland am 5. und 6. März 2026, weitere Details zu den Verbindungen sollen im Laufe des Tages bekannt gegeben werden.
Air France / KLM
Die niederländische Airline KLM hat ihre Flüge in die betroffenen Gebiete bis einschließlich 5. März 2026 ausgesetzt. Konkret betroffen sind die folgenden Strecken:
- Dubai, Riyadh und Dammam
Die Airline betont, dass die Sicherheit von Passagieren und Crews oberste Priorität habe, und beobachtet die Situation im Nahen Osten weiterhin genau. Betroffene Passagiere wurden informiert und sollen, sobald möglich, auf alternative Verbindungen umgebucht werden. Wann der reguläre Flugbetrieb wieder aufgenommen werden kann, ist derzeit noch unklar.
Heute Morgen bestätigte KLM zudem, dass am Morgen ein Flug aus Maskat Oman, sicher in Amsterdam Schiphol gelandet ist. An Bord befanden sich gestrandete Reisende sowie KLM Mitarbeitende. Der Flug wurde in Zusammenarbeit mit dem niederländischen Außenministerium unter besonderen Umständen durchgeführt, um Passagiere aus der Region zurück in die Niederlande zu bringen.
Auch Air France hat mehrere Verbindungen in die Region vorübergehend gestrichen. Betroffen davon sind die folgenden Flüge:
- Tel Aviv, Beirut, Dubai und Riyadh
Diese sind bis einschließlich 5. März 2026 ausgesetzt. Die Wiederaufnahme des Flugbetriebs hängt von der weiteren Sicherheitslage vor Ort ab. Betroffene Reisende können ihre Reise kostenfrei umbuchen oder stornieren. Die Airline betont ebenfalls, dass die Sicherheit von Passagieren und Besatzungen oberste Priorität habe.
British Airways
Auch British Airways hat mehrere Flüge in den Nahen Osten aufgrund der angespannten Sicherheitslage gestrichen. Betroffen sind derzeit unter anderem die Verbindungen zu folgenden Zielen:
- Dubai, Doha, Abu Dhabi, Bahrain, Amman, Larnaca und Tel Aviv
Die Airline beobachtet die Situation weiterhin genau und betont, dass Flüge nur durchgeführt werden, wenn dies sicher möglich ist. Gleichzeitig verweist British Airways auf aktuelle Hinweise der britischen Regierung, wonach Reisende die Region verlassen sollten, sofern sichere kommerzielle Optionen verfügbar sind.

Um gestrandeten Passagieren eine Rückreise zu ermöglichen, organisiert British Airways mehrere Sonderflüge von Maskat (Oman) nach London Heathrow. Ein erster Flug soll am 5. März um 02:30 Uhr Ortszeit starten, weitere Verbindungen sind für den 6. und 7. März geplant. Diese Flüge richten sich in erster Linie an British Airways Kunden mit bestehenden Buchungen, die sich derzeit im Oman oder in den Vereinigten Arabischen Emiraten aufhalten.
Zudem bietet die Airline betroffenen Reisenden flexible Umbuchungsoptionen an: Flüge zwischen London Heathrow und Abu Dhabi, Amman, Bahrain, Doha, Dubai oder Tel Aviv mit Reisedatum bis einschließlich 15. März können kostenfrei auf einen späteren Termin bis spätestens 29. März verschoben werden. Passagiere mit Abflug bis einschließlich 8. März können alternativ eine vollständige Rückerstattung beantragen. Auch Flüge zwischen London und Larnaca lassen sich für Reisen bis zum 15. März kostenfrei auf einen späteren Termin bis 29. März umbuchen. Alle anderen Verbindungen der Airline werden derzeit planmäßig durchgeführt.
Wie lange die Einschränkungen bestehen bleiben, ist derzeit weiterhin offen. Die Airlines beobachten die Lage fortlaufend und passen ihre Maßnahmen entsprechend an.
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