Die Fallzahlen steigen stetig an, doch trotz hoher Inzidenzen bewegt sich das Buchungsgeschehen auf dem Niveau des vergangenen Sommers.
Noch immer plagt die deutsche Tourismusindustrie die anhaltende Coronakrise. Ein Ende ist immer noch nicht in Sicht. Zwar sind Hotelübernachtungen zu touristischen Zwecken, Restaurantbesuche und Freizeitaktivitäten für geimpfte Personen weitestgehend möglich, doch die Angst vor einer Infektion schmälert auch die Nachfrage nach Urlaubsbuchungen – bislang. Wie tageskarte berichtet, kann das Reiseportal “kurz-mal-weg.de” eine positive Trendwende feststellen.
Sommer-Hoch im Januar
Aktuell verzeichnen wir in Deutschland immer wieder Höchststände bei den Neuinfektionen. Nach Angaben des RKI’s liegt die Zahl heute bei 189.166 Menschen, die Sieben-Tage-Inzidenz liegt dadurch bei 1.127 pro 100.000 Einwohner. Zahlen, die alles andere als Lockerungen versprechen. Anders sieht es bei unseren Nachbarländern, wie Großbritannien aus, die bereits in wenigen Tagen ihre Einreisebestimmungen und Beschränkungen vor Ort massiv lockern. Eine Hoffnung, die vor allem die deutsche Tourismusindustrie hierzulande hat. Seit zwei Jahren stellt die Pandemie die Branche nun schon vor schwierige Herausforderungen und sorgt auch in diesem Winter für leere Betten und massive Umsatzeinbrüche.

Auch wenn die Zahlen derzeit ein besorgniserregendes Bild schreiben, gibt es auch eine überraschende Trendwende. Das Reiseportal “kurz-mal-weg.de” hat das Buchungsverhalten der Deutschen in den vergangenen zwei Jahren analysiert und eine starke Abhängigkeit zwischen der Inzidenz und den Buchungen festgestellt. Bei steigenden Inzidenzen gingen auch die Buchungen zurück, sanken die Zahlen, stieg die Nachfrage wieder. Demnach müssten die Buchungseingänge auch aktuell auf einem sehr niedrigen Niveau sein, doch das Gegenteil ist der Fall:
Im November ging die Inzidenz rapide hoch und alles wies auf stark zurückgehende Buchungen hin. Nach einem anfänglichen Buchungsrückgang steigerte sich unser Buchungseingang sowohl für kurzfristig als auch langfristig geplante Reisen aber rasch wieder. So kommen wir im Januar fast auf das Rekordniveau des Sommers 2021.
Stephan Kloss, Geschäftsführer von kurz-mal-weg.de.
Man könnte fast denken, das Jahr hätte nicht besser beginnen können, schaut man sich die Buchungszahlen an. Nach einem Tief Ende Dezember sind die Buchungsanfragen seit Jahresbeginn wieder gewachsen und befinden sich jetzt auf einem konstanten Niveau, so Kloss. Ähnliche Zahlen verzeichnete das Portal zuletzt im vergangenen Sommer. Ob sich der Trend in den kommenden fortsetzt, bleibt abzuwarten. Dennoch rechnet KMW mit einem positiven Sommer für die angeschlagene Branche.
Fazit zum Buchungstrend in Deutschland
Trotz der anhaltenden Coronakrise und Rekord-Fallzahlen, verzeichnet das Reiseportal “kurz-mal-weg.de” eine überraschende Trendwende beim Buchungsverhalten der Deutschen. Während Urlaubsbuchungen mit steigender Inzidenz zurückgehen, stieg die Nachfrage zuletzt seit Ende Dezember – trotz steigender Inzidenz. Das betrifft nicht nur Kurzreisen, sondern auch langfristig geplante Reisen. Deutschland ist also im Urlaubsfieber. Der gute Start für das Reisejahr 2022 könnte zudem auch ein Anzeichen für ein erfolgreiches Sommergeschäft in Deutschland und Europa sein. Gerade für die angeschlagene Hotellerie und Gastronomie ein Lichtblick in den aktuell schwierigen Zeiten.







