Nachdem wir vor kurzem bereits auf die Banking App Revolut eingegangen sind, möchten wir Euch heute eine andere Banking App vorstellen: Transferwise. Die App bringt viele Vorteile mit sich und zudem sind die meisten Zahlungen kostenfrei. Gerade wenn Ihr Meilen generieren wollt, ist die App genial, aber natürlich möchten wir auch auf die Transferwise Gebühren eingehen.

Transferwise Banking App

  • Kostenlose Bargeldabhebungen 
  • Kostenfreier Empfang diverser Währungen
  • Kostenlose Mastercard

Transferwise – was ist das überhaupt?

Transferwise ist eine Banking App, bei der Ihr ein eigenes Multiwährungs-Konto erhaltet. Die Eröffnung des Kontos ist selbstverständlich kostenfrei. Dieses Konto könnt Ihr dann wie ein normales Konto nutzen, denn Ihr erhaltet eine reguläre IBAN, auf die Ihr Überweisungen durchführen könnt. Genauso könnt Ihr kostenfrei von diesem Konto in Euro auch wieder Überweisungen durchführen. Doch die App bietet noch eine weitere Möglichkeit, die das Konto für Meilensammler attraktiv macht. Ihr könnt Euer Konto dort auch ganz einfach per Kreditkarte aufladen. Hier funktionieren leider keine American Express Kreditkarten. Leider ist dies, anders als bei Revolut, auch nicht mehr kostenfrei, denn hier fallen Transferwise Gebühren an. Diese sind jedoch mit 0,2 Prozent sehr gering, sodass der Gegenwert der Meilen die Gebühren übersteigen sollte.

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Eine Aufladung per Mastercard oder Visa funktioniert problemlos

Um Euer Konto mit einer Kreditkarte aufzuladen, müsst Ihr einfach in der App auf den Punkt Konto gehen. Dort wählt Ihr dann das Guthaben aus und nach einem Klick auf ‘Hinzufügen’ könnt Ihr den gewünschten Betrag auswählen. Danach wählt Ihr die gewünschte Zahlungsmethode aus und seht direkt die Transferwise Gebühr für die gewählte Zahlart. Danach fügt Ihr die gewünschte Kreditkarte hinzu, verifiziert Euch noch durch die Eingabe der Kartenprüfnummer (CVV) und Euer Konto wird aufgeladen. Nach wenigen Sekunden sollte der gewünschte Betrag dann gebucht sein und Ihr könnt darüber verfügen.

Transferwise – so funktionieren Überweisungen

Nachdem Ihr Euer Konto aufgeladen habt, könnt Ihr über das Geld verfügen und dieses per Überweisung auszahlen. Dazu müsst Ihr in der App wieder auf den Punkt Konto gehen und dort auf senden. Hier könnt Ihr nun einen Empfänger hinzufügen und den gewünschten Betrag sowie die Währung auswählen. Zudem wird Euch hier direkt die Gebühr angezeigt. Daraufhin könnt Ihr die Überweisung abschicken und diese ist meist nach ein oder zwei Tagen beim Empfänger eingetroffen. Ihr erhaltet meist auch eine deutsche IBAN. Hier liegt ein großer Vorteil im Vergleich zu anderen Banking Apps, denn Ihr könnt problemlos auch Eure Miete darüber zahlen, ohne dass sich Euer Vermieter über die ausländische IBAN wundert und so wertvolle Meilen sammeln.

Leider führt Transferwise hier Anfang Dezember noch eine weitere Gebühr ein. Für die Auszahlung des Guthabens, also auch für Überweisungen, fällt dann eine Gebühr von pauschal 0,80 Euro an. Dies solltet Ihr bei den Überweisungen generell bedenken, denn gerade bei einer höheren Anzahl an Überweisungen, ist dies ein großer Faktor.

Transferwise Gebühren – wie hoch sind sie wirklich?

Sofern Ihr Währungen umtauscht wird zwar der bestmögliche Wechselkurs angewandt, allerdings bezahlt Ihr für den Umtausch eine Gebühr zwischen 0,35 und 2 Prozent. Aufladungen mit der Kreditkarte, Apple Pay oder Google Pay kosten Euch 0,2 Prozent. Zum jetzigen Zeitpunkt sind Überweisungen bei Transferwise noch kostenlos. Dies ändert sich aber zum 1. Dezember 2018, denn dann kosten Überweisungen in Euro pauschal 0,8 Euro pro Überweisung.

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Beim Umtausch in andere Währungen können Gebühren anfallen

Kostenfrei könnt Ihr eine Mastercard anfordern. Auch die Zahlung mit der Mastercard in der Währung Eures Kontos ist kostenfrei, genauso wie der Bargeldbezug am Automaten. Dieser ist allerdings nur bis zu einem Gegenwert von 200 Pfund (etwa 225 Euro) innerhalb eines Monats kostenlos, danach bezahlt Ihr 2 Prozent der Abhebesumme. Bezahlt Ihr nur in Euro, so fallen eigentlich keine Gebühren an. Wollt Ihr Währungen allerdings umtauschen, so empfinde ich die Transferwise Gebühren als etwas hoch und würde dann lieber zu einer anderen App wie Revolut wechseln.

Revolut Banking App

  • Kostenfreie Überweisungen in 26 Währungen
  • Kostenlose Kartentransaktionen in über 130 Währungen
  • Kostenlose Maestro oder VISA Karte

Transferwise Test – diese Erfahrungen haben wir mit der App gemacht

In den vergangenen Monaten haben wir für Euch einen Transferwise Test durchgeführt. Insgesamt ist das Resümee dabei positiv. Unsere Transferwise Erfahrungen haben gezeigt, dass ein Aufladen des Kontos mit der Kreditkarte problemlos funktioniert. Auch die Überweisung hat innerhalb kurzer Zeit geklappt, sodass unser Transferwise Test hier keine Schwächen offenbart hat. Allerdings habe ich bei der Nutzung auch kleine Probleme festgestellt. So funktioniert die App nicht immer einwandfrei. Hin und wieder kam es so zur Abstürzen. Bei den Zahlungen gab es allerdings nie ein Problem und meine Transferwise Erfahrungen haben gezeigt, dass der Kundenservice kompetent ist, wenn es Probleme gibt. Man kümmert sich schnell um auftretende Probleme. Insgesamt war ich sehr zufrieden.

Transferwise – Fazit

Unsere Transferwise Erfahrungen sind überwiegend gut. Kleine Schwächen in der App werden durch die einfache Möglichkeit der Kontoaufladung durch die Kreditkarte wieder wett gemacht. Unser Transferwise Test hat zudem gezeigt, dass man eine deutsche IBAN erhält. Dadurch wundert sich auch der Vermieter bei Überweisung der Mietzahlung über die App nicht und es ist so einfach möglich, wertvolle Meilen zu sammeln. Dafür benötigt Ihr aber natürlich eine Kreditkarte zum Meilen sammeln.

Transferwise Banking App

  • Kostenlose Bargeldabhebungen 
  • Kostenfreier Empfang diverser Währungen
  • Kostenlose Mastercard

Autor

Leos Begeisterung für Flugzeuge und Reisen geht noch weit über seinen Beruf hinaus. So versucht er bereits seit vielen Jahren die besten Luxusreisen zu guten Preisen zu finden und möchte dies nun auf reisetopia mit euch teilen.

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  • Und welche Kreditkarte funktioniert dort nun? Würde mich interessieren, wie der Autor meilen gesammelt hat – sind doch so gut wie alle Meilen CC gesperrt dort? Oder funktioniert Miles & More bei transferwise? Amex ja leider nicht

  • Das hört sich alles sehr interessant an. Fraglich ist nur, ob das auch noch nach dem Brexit im kommenden März geht, denn: „TransferWise Ltd is authorised as an Electronic Money Institution (EMI) by the UK Financial Conduct Authority with registration number 900507, with passporting rights across the EEA.“

    • Hallo Sebastian,

      wir gehen zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass es auch danach noch problemlos funktionieren wird. Dennoch kann ich deine Bedenken verstehen, weshalb ich einfach dazu raten kann, vor dem Brexit das Geld vom Konto zu überweisen und die Entwicklung erst einmal abzuwarten.

      Lieben Gruß
      Leo

  • 0.2 Prozent – LOL
    Das oeffnet den Maximierern doch alle Tueren.
    10.000 Euro Top-Up mit der Miles-and-More Kreditkarte bei einer 2 Euro/1 Meile Ratio kosten mich also 20 Euro Gebuehren.
    Die Ueberweisungen zurueck auf das Bankkonto (das eigene oder das Eltern?) sind kostenlos, verstehe ich das richtig ?
    Unter 10.000 Euro fuer eine einzelne Ueberweisungs-Summe entsteht ja auch kein Verdacht auf Geldwaesche.
    Na toll, ich mache das dann jeden Werktag, ergibt bei 20 derartigen Aufladungen 100.000 Miles-and-More Meilen fuer sage und schreibe 400 Euro. Voellig legal. Ok, bei Revolut geht es unter Umstaenden gar umsonst (mit dem Risiko, gesperrt zu werden).

    Denken diese Fin-Techs eigentlich ueberhaupt nicht nach, was sie da kreieren und anstellen ?
    Da wird so ein Mist gebaut, nur um bekannt und gross zu werden, und die fatalen finanziellen Folgen werden bewusst in Kauf genommen …

    Upgraden fuer jedermann
    Hartz4 Publikum in der Förrrrrsssssst …. yeah

    • Das wird die DKB nicht mitmachen – die sehen ja durchaus den Typ der Transaktion und wenn Du es derart übertreibst, dürfte Dir wohl eine Kündigung der Miles & More Kreditkarte ins Haus flattern.

      • Was hat die DKB damit zu tun ?

        Miles-and-More ist doch eh ein Scheiss-Meilenprogramm. Dann doch lieber Asiana, SAS oder Miles-and-Smiles.
        Miles-and-More mache ich nur zum Abstauben mit Ziel eines einmaligen LH First Erlebnisses, die koennen mich und meine LH-Kreditkarte ruhig kaltstellen (solange sie meine Meilen nicht rueckwirkend antasten …)

        10.000 fuer Commerzbank Konto
        15.000 fuer Festzins-Sparen
        10.000 fuer LH-Kreditkarte als Willkommensbonus (wenn man geworben wird)
        05.000 fuer DKB-Kreditkarte (die sofort entsorgt wird)
        20.000 fuer DKB sinnlos Werbung innerhalb meiner Familie (ebenfalls sofort entsorgt)
        09.000 fuer 2 relativ sinnvolle Versicherungen bei der Zuericher Versicherung
        05.000 fuer 10.000 Euro Top-Up fuer Transferwise
        05.000 fuer “manufactered-spending” Einkaeufe mit Payback

        79.000 Meilen fuer ca 250-300 Euro Investment – LOL

        Die restlichen 26.000 dann mit relativ sinnlosem Altpapier und was weiss ich.
        Dann noch mehr uebertreiben mit den Top-Ups und “feel free to kick me out
        of that fucking bad M&M program …

      • Hallo Peter,

        Die DKB ist Herausgeber der Miles and More Kreditkarte und unterbindet dies tatsächlich.

        Zudem möchte ich darauf hinweisen, dass wir uns einen angenehmen Umgangston auf der Seite wünschen. Auch wenn du Miles and More anscheinend nicht allzusehr schätzt, was dein gutes Recht ist, so sind Worte wie “Scheiss” oder “fucking” hier einfach unangebracht und wir werden dies auch in Zukunft unterbinden.

        Leo

      • Der DKB ist das vollkommen egal. Die verlangen ihre KK-Gebühr für die Transaktion, damit können sie locker die Meilen überweisen und verdienen noch Geld damit.
        Aber Transferwise zahlt damit drauf, weil jede KK-Zahlung Kosten über 0,2 Prozent verursacht.
        Das werden die nicht lange mitmachen. Befürchte dass es dann wie bei Revolut zu Kontoschließungen kommt.
        Das wäre sonst ja auch ein Perpetuum mobile.
        Das ist meines Wissens noch nicht erfunden worden.

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