Die Kreditkartennummer und der Sicherheitscode gehören zu den wichtigsten Kriterien in puncto Sicherheit von Kreditkarten. Zudem werden sie für Zahlungen im Internet benötigt. Was aber hat es mit den beiden Nummern eigentlich auf sich und wofür sind diese gut?
In Deutschland gibt es insgesamt drei wichtige Anbieter von Kreditkarten: Visa, Mastercard und American Express®. Ihre Kreditkarten unterscheiden sich jedoch im Hinblick auf Kreditkartennummer und Sicherheitscode. Wie die Karten je nach Anbieter aufgebaut sind, wo Ihr die wichtigsten Nummern findet und was Ihr alles an den Zahlencodes ablesen könnt, erfahrt Ihr in diesem Guide. Und wenn Ihr noch keine perfekte Kreditkarte für Euch gefunden habt, empfehlen wir Euch einen Blick in unseren Kreditkarten Vergleich!
Inhaltsverzeichnis
- Wo finde ich die Kreditkartennummer?
- Wie ist die Kreditkartennummer aufgebaut?
- Wo finde ich den Sicherheitscode auf der Kreditkarte?
- Wo auf der Kreditkarte befindet sich das Ablaufdatum?
- Wofür brauche ich Kreditkartennummer und Sicherheitscode?
- Wo finde ich die PIN einer Kreditkarte?
- Fazit zur Kreditkartennummer und dem Sicherheitscode
Wo finde ich die Kreditkartennummer?
Die Kartennummer ist auf den meisten Kreditkarten anhand der Hochprägung leicht zu erkennen. Aber egal, ob Ihr auf eine Standardkarte wie eine Sparkassen Kreditkarte oder eine Premium Kreditkarte wie die American Express setzt – die Kreditkartennummer als solche ist nie identisch. Je nach Kartentyp haben Kreditkartennummern eine andere Länge und sind bei den drei wichtigsten Anbietern wie folgt aufgebaut:
- American Express Kreditkarte – 15 Ziffern
- Mastercard Kreditkarte – 16 Ziffern
- Visa Kreditkarte – 16 Ziffern
Visa hatte früher auch Karten mit dreizehn Ziffern herausgegeben. Die längeren Kreditkartennummern sind jedoch für die mittlerweile Millionen an Kunden notwendig, um mehr Zahlenkombinationen zu bieten.

Heutzutage setzen die beiden Kreditkartenriesen Visa und Mastercard auf denselben Aufbau der Kreditkartennummer. Um diese einfacher lesen und schneller überprüfen zu können, ist die Kartennummer in vier Blöcke mit jeweils vier Ziffern unterteilt.
Bei American Express sieht die Sache ein wenig anders aus. Hier finden sich auf der Rückseite der neueren Amex Generation nur 15 Ziffern wieder, die in drei Blöcke mit einer unterschiedlichen Anzahl an Ziffern unterteilt sind. Der erste Block der Kreditkartennummer hat vier Ziffern, der zweite Block sechs und der letzte Block hat fünf Ziffern.
Neben der Kartennummer befinden sich außerdem der Name des Inhabers, das Ablaufdatum und der Sicherheitscode auf der physischen Kreditkarte.
Wenn Ihr im Alltag Zahlungen mit der Kreditkarte tätigt, braucht Ihr Eure Kreditkartennummer nicht zu wissen. Wichtig ist allerdings, dass Ihr darauf achtet, den richtigen Kartentyp auszuwählen. Klickt Ihr beispielsweise auf ‘Mastercard’ und zahlt anschließend mit einer American Express Kreditkarte, kommt meist eine Fehlermeldung, weil die Kartennummer mit 15 Ziffern zu kurz ist. Entsprechend müsst Ihr zumindest in dieser Hinsicht ein wenig aufpassen. Ansonsten hat die Länge der Kreditkartennummer bei Zahlungen keinerlei Relevanz. Der Online Händler akzeptiert sowohl 15-stellige als auch 16-stellige Kreditkartennummern.
Wo finde ich die Kreditkartennummer auf Karten mit schlichter Vorderseite?
Mittlerweile haben einige Kreditkarten oder Debitkarten ihr Design insofern geändert, dass die Vorderseite nur aus einem schlichten Motiv mit Logo besteht und keine Zahlen oder Informationen beinhaltet. Dies ist etwa bei der DKB Visa Kreditkarte oder der GenialCard der Hanseatic Bank der Fall.

Bei den schlichten Kreditkartentypen findet Ihr die Kreditkartennummer, den Sicherheitscode sowie das Ablaufdatum allesamt auf der Rückseite. Auch wenn einige Amex Karten die Kreditkartennummer früher auf der Vorderseite hatten, so wie die Visa oder Mastercard, tragen die neuen Versionen sie auf der Rückseite. Zu erwarten ist, dass mit der Zeit mehr und mehr Kreditkarten dieses Format übernehmen.
Die Infografik zeigt, welche Bestandteile eine Kreditkarte hat und wie diese in den meisten Fällen angeordnet sind. Die Kreditkartennummer ist heutzutage eher auf der Rückseite zu finden, während die Vorderseite ein schlichtes Design bietet.
Wie ist die Kreditkartennummer aufgebaut?
Natürlich sind die Nummern, die auf der Karte abgedruckt sind, nicht willkürlich, sondern so durchdacht wie ein menschlicher Fingerabdruck. Ein Fingerabdruck ist schließlich dazu da, einen Menschen anhand bestimmter Marker identifizieren und klar von der Masse abgrenzen zu können. Genauso muss auch die Kreditkarte eindeutig zuzuordnen sein. Alle Ziffern beinhalten dabei wichtige Informationen:
- Ziffer 1 bis 4: Die ersten Ziffern stehen für den Hersteller oder Herausgeber der Kreditkarte. Sie zeigen an, ob es sich um eine Visa, Mastercard oder Amex handelt. Eine Visa Karte beginnt mit einer 4, die Mastercard mit einer Zahl zwischen 51 und 55 oder mit 2221 bis 2720 und die Amex mit 34 oder 37. Außerdem lässt sich ablesen, ob es sich um eine Kredit-, Debit- oder Prepaidkarte handelt.
- Ziffer 5: Die fünfte Ziffer beschreibt die Art der Kreditkarte eines Anbieters. Sie zeigt an, ob Eure Karte eine Standardkarte, eine Gold Karte oder eine Platinum Karte ist.
- Ziffer 6: Anhand der sechsten Ziffer kann abgelesen werden, ob es sich um die Hauptkarte, Partnerkarte, Zweitkarte oder Business Kreditkarte handelt.
- Ziffer 7 bis 14 oder 15: Das ist Eure individuelle Kontonummer, die eindeutig Eurem Konto zuzuordnen ist.
- Ziffer 15 oder 16: Die letzte Ziffer ist die sogenannte Prüfziffer, die der Codierung dient, mit der überprüft wird, ob die Kreditkarte valide ist. Sie ist insbesondere dafür da, um Tippfehlern entgegenzuwirken.
Jede Kreditkartennummer gibt also Auskunft über die folgenden Informationen zu Euch und Eurer Kreditkarte:
- Kreditkartenanbieter
- Kartentyp
- Nutzung
- Kontonummer
- Prüfziffer
Achtung Verwechslungsgefahr: Die Prüfziffer am Ende der Kreditkartennummer ist nicht das Gleiche wie der Sicherheitscode – auch wenn beide dafür da sind, die Kreditkarte zu verifizieren.
Wann ändert sich die Kreditkartennummer?
Die Kreditkartennummer bleibt in der Regel so lange bestehen, wie die Kreditkarte gültig ist. Dann erhaltet Ihr eine neue Kreditkarte mit derselben Kreditkartennummer und nur das Ablaufdatum und der Sicherheitscode ändern sich.

Wenn Eure Kreditkarte jedoch gestohlen wird, sie verloren geht oder der Verdacht auf Betrug besteht, wird die Kreditkarte gesperrt und Ihr erhaltet eine neue Karte samt neuer Kreditkartennummer, Security Code und Ablaufdatum.
Die Kreditkartennummer kann sich in einigen Fällen auch ändern, wenn Ihr zu einer anderen Karte desselben Anbieters wechselt – beispielsweise von einer Gold zu einer Platinum Karte. Das wird jedoch je nach Herausgeber anders gehandhabt.
Wo finde ich den Sicherheitscode auf der Kreditkarte?
Der Sicherheitscode, auch Security Code oder Kartenprüfnummer genannt, befindet sich ebenso wie die Kreditkartennummer je nach Kreditkartentyp auf der Vorder- oder Rückseite. Bei vielen Visa Karten und Kreditkarten von Mastercard, wie der Miles & More Kreditkarte Gold, ist die Kreditkartennummer auf der Vorderseite und der Sicherheitscode dementsprechend auf der Rückseite. Bei Karten wie der American Express Gold Card ist der Sicherheitscode dagegen auf der Vorderseite zu finden. Dadurch sind nicht alle Kreditkarteninformationen auf der gleichen Seite, was das Risiko eines Diebstahls mindert.
Auch bei der Länge des Sicherheitscodes unterscheiden sich die jeweiligen Kartentypen, ebenso wie bei der Kreditkartennummer:
- Visa Kreditkarte – 3 Ziffern
- Mastercard Kreditkarte – 3 Ziffern
- American Express Kreditkarte – 4 Ziffern

Der Sicherheitscode ist unter vielen Namen bekannt. Ob CVV, CVC oder CID – alle meinen dieselben Ziffern auf der Kreditkarte. Im Ausland könnten Euch noch weitere Bezeichnungen für Sicherheitscodes von CSC, CVN bis CCV begegnen. Die drei gängigsten sind jedoch die folgenden:
- CVV Code (Card Validation Value)
- CVC Code (Card Validation Code)
- CID (Card Identification)
Dieser Code, unabhängig von der Bezeichnung, befindet sich nur auf der Karte selbst und ist nicht im Magnetstreifen gespeichert. Das soll Euch vor digitalem Diebstahl schützen. Nur wer die Karte physisch bei sich hat, kann den Sicherheitscode zur Verifizierung nutzen.
Die verschiedenen Nummern können schon mal zur Verwirrung führen. Daher hilft es, dass American Express ihre Nummern unterschiedlich voneinander abhebt: durch die Hochprägung der Kreditkartennummer und die schwarze, aufgedruckte Sicherheitsnummer. Das Gültigkeitsdatum befindet sich dabei links unten und das erste Mitgliedschaftsjahr ist rechts unten aufgedruckt.
Bei der Visa und Mastercard findet Ihr den dreistelligen Sicherheitscode mittig rechts auf der Rückseite der Karte. Meist ist dieser direkt unterhalb des Magnetstreifens beim Unterschriftsfeld.
Wo auf der Kreditkarte befindet sich das Ablaufdatum?
Auch das Ablaufdatum einer Kreditkarte ist nie an derselben Stelle untergebracht. Bei American Express Kreditkarten ist das Ablaufdatum auf der Rückseite links unten zu finden. Darüber steht die Kartennummer. Das Ablaufdatum ist in dem Format MM/JJ angegeben. Darüber ist eine kleine Aufschrift mit ‘Valid Thru’, ‘Good Thru’ oder ‘Gültig bis’ zu finden.

Bei Visa und Mastercard Kreditkarten befindet sich das Ablaufdatum der Kreditkarte zumeist ebenfalls auf der Vorderseite, mittig auf der unteren Hälfte oder links unten, wie bei der Miles & More Kreditkarte.
Wofür brauche ich Kreditkartennummer und Sicherheitscode?
Die Kreditkartennummer und den Sicherheitscode benötigt Ihr immer dann, wenn Ihr eine Zahlung im Internet durchführt. Wichtig sind dabei die folgenden Daten:
- Kreditkartennummer
- Name des Karteninhabers
- Ablaufdatum der Kreditkarte
- Sicherheitscode der Kreditkarte
Alle Informationen finden sich auf der Kreditkarte wieder, sodass Ihr Euch die Daten per se nicht merken müsst. Für gewöhnlich braucht Ihr die Kreditkartennummer und das Ablaufdatum bei allen Zahlungen im Online Handel, während Ihr den Namen des Kreditkarteninhabers und den Sicherheitscode nur in einigen Fällen extra angeben müsst. Die meisten Onlinegeschäfte gehen davon aus, dass der Name des Bestellenden und des Karteninhabers übereinstimmen – sollte das nicht der Fall sein, kann es bei der Verifizierung teilweise zu Problemen kommen.
Die Kreditkartennummer und den Sicherheitscode benötigt Ihr nicht für Zahlungen vor Ort im Einzelhandel. Hier erfolgt die Zahlung, indem Ihr die Karte vom Kartenlesegerät auslesen lasst. Die Verifizierung erfolgt danach entweder per Unterschrift oder per PIN – die müsst Ihr Euch wiederum merken. Bei Zahlungen am NFC Terminal müsst Ihr in der Regel nichts angeben, da die Daten über Funk übertragen werden.
Zahlungen am NFC Terminal ohne Verifizierung sind bis zu einem maximalen Betrag von 50 Euro möglich. Nach fünf kontaktlosen Zahlungen oder einer Gesamtsumme von 150 Euro muss die PIN in der Regel wieder eingegeben werden.
Wann wird der Sicherheitscode einer Kreditkarte beim Reisen benötigt und wann nicht?
Der Sicherheitscode wird nicht bei jeder Transaktion benötigt. Wie es bei der Reise- und Hotelbuchung aussieht, erklären wir im Folgenden.

Ob Ihr bei einer Reisebuchung den Sicherheitscode benötigt, hängt davon ab, ob tatsächlich eine Zahlung stattfindet oder ob die Kreditkarte als Garantie hinterlegt wird. Denn bei der Buchung von Reisen wird der Betrag nicht immer sofort bezahlt. Insbesondere bei flexiblen Buchungen von Hotels gebt Ihr erst mal nur eine Garantie ab, wobei die Kreditkartennummer und das Ablaufdatum ausreichen. Deshalb ist es bei einer Buchung über suitespot in der Regel nicht nötig, einen Sicherheitscode anzugeben.
Seit 2021 werden Zahlungen nicht nur über den Sicherheitscode, sondern vor allem über die Banking App bestätigt – das werden wir im Folgenden genauer erklären.
Wenn Ihr eine nicht stornierbare Reise mit Vorauszahlung bucht, müsst Ihr in der Regel den Sicherheitscode angeben, damit das Hotel die Abbuchung direkt vornehmen kann. Dasselbe gilt für Flugbuchungen: Da es sich um eine direkte Zahlung handelt, ist der Security Code erforderlich.
Wo finde ich die PIN einer Kreditkarte?
Egal, ob Ihr eine kostenlose Kreditkarte oder eine Kreditkarte mit Versicherungen beantragt, zu den zahlreichen Briefen, die Ihr am Anfang erhaltet, gehört fast immer auch ein PIN Brief. Bei der PIN handelt es sich um eine einmalig vergebene Zahlenfolge, die für die Nutzung Eurer Kreditkarte essenziell ist.
Die PIN ist auch als Geheimzahl bekannt. Wie der Name schon sagt, solltet Ihr Euch diese niemals auf der Kreditkarte selbst oder im Portemonnaie vermerken. Lernt sie stattdessen lieber auswendig oder bewahrt sie an einem sicheren Ort auf.
Die PIN besteht dabei aus vier Ziffern und wird zur Verifizierung von Zahlungen im Einzelhandel und bei Bargeldabhebungen benötigt. Bei Zahlungen im Internet müsst Ihr die PIN nie angeben und solltet diese aus Sicherheitsgründen daher nie telefonisch oder online weitergeben. Wenn Ihr die PIN tatsächlich mal vergessen solltet, könnt Ihr diese in Eurer App einsehen.
Sind der Security Code einer Kreditkarte und die PIN dasselbe?
Der Sicherheitscode und die PIN sind zwar beide zur Verifizierung Eurer Kreditkarte da, werden aber nicht für dieselben Zahlungen abgefragt. Die Unterschiede haben wir hierfür einmal aufgestellt:
| Sicherheitscode | PIN |
| befindet sich immer auf der Kreditkarte | wird einmalig per Post zugeschickt |
| Verifizierung von Online Käufen | Verifizierung von Einkäufen im Geschäft und beim Abheben von Bargeld |
| müsst Ihr Euch nicht merken | müsst Ihr Euch merken oder sicher notieren |
Hier zeigen sich die Unterschiede, die im Alltag beim Bezahlen mit der Karte absolut relevant sind. Der Sicherheitscode hat viele Bezeichnungen und Abkürzungen, befindet sich jedoch immer auf der Kreditkarte selbst, während die PIN nach der Beantragung einer Kreditkarte per Post zugeschickt wird und nicht auf der Karte vermerkt wird.

Ihr solltet die beiden Nummern auf keinen Fall verwechseln, da in diesem Fall nicht nur Zahlungen abgelehnt werden können, sondern Ihr Gefahr lauft, dass Eure Daten für Diebstähle missbraucht werden.
Als Faustregel solltet Ihr Euch deshalb merken: PIN für Offline-Zahlungen, Sicherheitsnummer für Online-Zahlungen.
Wie kann ich meine Zahlungen über die Banking App verifizieren?
Um Eure Kreditkarte zu verifizieren, ist es mittlerweile geläufig, neben dem Sicherheitscode auch die Banking App des Herausgebers zu verwenden. Dabei wird ein sogenanntes 3D Secure Verfahren genutzt, welches die App Eures Kartenanbieters als Zwei-Faktor-Authentifizierung heranzieht. Ihr erhaltet meist eine einfache Push Benachrichtigung Eurer Banking App, die nach der Bestätigung des Zahlungsantrags fragt. Die App könnt Ihr zusätzlich durch ein numerisches oder biometrisches Passwort schützen.
Fazit zur Kreditkartennummer und dem Sicherheitscode
Zusammenfassend sind alle Zahlencodes rund um Eure Kreditkarte für eine Sache da: Eure Kreditkarte vor Betrug und Diebstahl zu schützen und eine schnelle und sichere Verifizierung zu bieten. Daher ist es wichtig, Eure PIN sicher aufzubewahren und Eure Karte beim Verdacht auf Betrug sofort sperren zu lassen. Viel zu merken gibt es bei dem ganzen Zahlensalat außer der PIN zum Glück nicht. Der Sicherheitscode, die Kreditkartennummer und das Ablaufdatum befinden sich schließlich auf der Karte selbst – solange Ihr die nicht verliert, seid Ihr auf der sicheren Seite.
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