Wir berichten Euch tagtäglich von den wichtigsten Neuigkeiten und Tipps aus der Welt der Meilen und Punkte. Doch auch privat spielt dieses Thema für uns eine große Rolle. In dieser Serie stelle ich Euch jeweils die wichtigsten Fakten rund um die persönliche “Meilen-Geschichte” unserer Autoren vor.

Den Anfang dieser Serie macht ein Gespräch mit unserem Autor Alex. Wer reisetopia bereits länger verfolgt, wird sicherlich schon viele Artikel von Alex gelesen haben, denn er ist einer der erfahrensten Autoren, mit dem größten Artikel-Output. Seine Spezialgebiete sind dabei alle Themen rund um Meilen, Punkte, Airlines aber auch Kreditkarten. Für mich gab es also keinen passenderen Kollegen für den Start dieser Serie. Unser Gespräch begann mit der Frage “Wie viele Meilen hast du?” und endete im Fachsimpeln über unsere persönlichen Meilenstrategien.

Wie viele Meilen hat Alex?

Alex geht beim Meilensammeln sehr strategisch vor. Er hat bei jeder der drei Luftfahrtallianzen ein Vielfliegerprogramm, in dem er gezielt sammelt. So sieht sein “Kontostand” aktuell aus:

Star AllianceMiles & More: 100.000 Meilen
Oneworld British Airways Executive Club: 35.000 Avios
SkyteamDelta SkyMiles: 10.000 Meilen

Aus einem länger zurückliegenden Meilenkauf bei TAP Miles&Go hat er darüber hinaus noch 35.000 Meilen liegen.

Zudem sammelt er mit seiner American Express Platinum Kreditkarte noch Membership Rewards Punkte. Hier hat er bereits 300.000 Punkte gesammelt. Bei einigen anderen Vielfliegerprogrammen hat er noch ein paar Kleinstbeträge, die allerdings nicht der Rede wert sind.

Welches ist sein Lieblings-Vielfliegerprogramm?

Auch, wenn er am meisten bei Miles & More sammelt und einlöst, geht der Titel des liebsten Vielfliegerprogramms doch an ein anderes. Nämlich den British Airways Executive Club. Der größte Vorteil ist für Alex dabei die Einfachheit des Programms. Die Meilengutschriften sind transparent und leicht nachzuvollziehen. Außerdem sind die Verfügbarkeiten für Prämienflüge oft gut und nicht schwer zu finden.

British Airways
Für ihn das beste Vielfliegerprogramm: Der British Airways Executive Club

Ebenso ist es einfach, hier einen Status zu erlangen – was er im Übrigen auch hat. Während der Corona-Kulanzregelungen hat Alex sich den Silver Status erflogen. Aktuell hält er “nur” noch den Bronze-Status inne. Allerdings geht er davon aus, auch in diesem Jahr ohne Kulanzregelungen wieder den Silver-Status erreichen zu können.

Einen Status hat Alex allerdings auch noch bei Miles & More, wo er Frequent Traveller ist. Den Status hat er ebenfalls noch aus der Zeit der Corona-Kulanzregeln, sodass das Erreichen einfacher war. Allerdings geht er davon aus, ihn auch so hätte erreichen zu können. Einen höheren Status bei Miles & More strebt Alex zum jetzigen Zeitpunkt nicht an. Dafür sind ihm das Vielfliegerprogramm und dessen Vorteile auch nicht wichtig genug.

Wann hat er mit dem Meilen sammeln begonnen?

Die Meilensammel-Reise begann für Alex schon recht früh, wie Ihr in seinem Beitrag “Wie ich zum Reisen gekommen bin” noch einmal in Ruhe nachlesen könnt. Im Alter von fünf oder sechs Jahren ging es das erste Mal mit den Eltern in die USA und aus der einen Reise wurde eine ganze Reise-Serie. Immer wieder zog es die Familie in das mittlerweile zur zweiten Heimat gewordene Florida. Dabei ging es meistens mit Lufthansa über den großen Teich, wo nach kürzester Zeit auch fleißig Meilen gesammelt wurden. Später kam dann noch Air Berlin hinzu. Doch die damals gesammelten Meilen wurden nicht für weitere Flüge eingesetzt, sondern – alle Meilensammler müssen einmal stark sein – für Prämien im Lufthansa World Shop.

Alex USA
Alex in Philadelphia

Dass es auch sinnvollere Wege gibt, die Meilen zu nutzen, hat Alex dann mit Anfang 20 herausgefunden. Seitdem geht er auch beim Buchen von Flügen deutlich strategischer vor und sammelt gezielt auf lohnenswerte Einlösungen.

Auf welchen Wegen hat er die Meilen gesammelt?

Die meisten seiner Meilen bei seinen drei Haupt-Vielfliegerprogrammen hat Alex tatsächlich auf dem recht klassischen Weg des Fliegens eingesammelt. Denn das ist seine große Leidenschaft. Bei Miles & More füllt er sein Meilenkonto zudem durch das Sammeln von Payback-Punkten. Etwas weniger als die Hälfte stammen dabei in der Regel aus transferierten Paybackpunkten. Einmal hat er für zusätzliche Meilen auch ein Zeitungsabo abgeschlossen.

Air Canada Business Class Boeing 787 1600x900
Alex sammelt die meisten seiner Meilen beim Fliegen

Die Membership Rewards Punkte, die er zusätzlich zu seinen Meilen noch hat, kommen vor allem durch den Willkommensbonus bei der Beantragung der Amex Platinum Kreditkarte sowie durch generierte Umsätze. Mit anderen Kreditkarten sammelt Alex keine Meilen und Punkte und lässt damit bewusst auch einige Zusatzmeilen verstreichen. Ihm ist es wichtig, den Überblick zu behalten und setzt daher bei seinen Alltagszahlungen überraschenderweise doch häufiger auf eine Girokarte. Auch durch Überweisungen wie etwa via Revolut versucht Alex nicht seinen Meilenstand zu erhöhen. Für ihn ist die Hauptsache, dass es einfach geht, er keinen großen Aufwand in die Thematik stecken muss und alles geordnet vonstattengeht. Mit diesem Weg ist er am zufriedensten – und sein Meilenkonto kann sich ja trotzdem gut sehen lassen.

American Express Platinum Card

AKTION: 55.000 Punkte Willkommensbonus
  • 200 Euro Online-Reiseguthaben pro Jahr für Flüge, Hotels und mehr
  • 200 Euro SIXT ride Guthaben pro Jahr
  • 150 Euro Restaurantguthaben pro Jahr
  • 120 Euro Entertainmentguthaben pro Jahr
  • 90 Euro Shoppingguthaben pro Jahr
  • Exklusive Kreditkarte aus Metall
  • Wertvolle Punkte sammeln mit jedem Euro Umsatz
  • Kostenfreie Platinum Partnerkarte
  • Bestes Versicherungspaket in Deutschland
  • Kostenloser Lounge-Zugang inkl. Gast an über 1.500 Flughäfen
  • Upgrades, Frühstück und weitere Statusvorteile in Hotels
  • Für Selbstständige und Unternehmer: Amex Business Platinum mit 75.000 Punkten
Anna
Dank 760 Euro Guthaben im Jahr & weltweitem Lounge-Zugang die perfekte Kreditkarte für Reisen & Lifestyle!

Was war seine beste Einlösung bisher?

Alex’ beste Einlösung bezeichnet er selbst nicht als die lukrativste oder den typischen Sweetspot. Doch war sie für ihn als Luftfahrt-Enthusiasten genau das richtige. Im vergangenen Jahr ist er mit dem Lufthansa Airbus A350 mit der verbauten Philippine Airlines Business Class von Vancouver nach München geflogen, um das Bordprodukt kurz nach seiner Indienststellung testen zu können.

Verbesserte Lufthansa Business Class Alex
Auch wenn es kein klassischer Sweetspot war – um die neue Business Class im Lufthansa Airbus A350 zu testen, waren es Alex die Meilen wert.

Dafür musste er die für die Distanz üblichen 56.000 Miles and More Meilen einlösen. Dennoch war ihm diese Einlösung jeden Cent wert, da ein Cash-Ticket in dem neuen Bordprodukt zu dem Zeitpunkt um einiges teurer war. Über das Erlebnis hat Alex bereits in dem Artikel zu unseren besten Meileneinlösungen des Jahres 2022 geschrieben.

Was wird seine nächste Einlösung?

Die nächste Einlösung ist bereits getätigt. Vor Kurzem hat Alex eine Reise nach Dubai gebucht. Auf dem Hinweg geht es dabei für ihn mit der Turkish Airlines Business Class ab Berlin in die Emirate. Diesen Flug hat Alex über Miles & More gebucht und dabei 35.000 Meilen gezahlt. Auf dem Rückweg fallen für ihn dann etwas mehr Meilen an. Über TAP Air Portugal hat er für 75.000 Meilen die Emirates Business Class im Airbus A380 nach Frankfurt gebucht.

Emirates Business Class Airbus A380 Dubai Sitzplatz
Für 75.000 Meilen in die Emirates Business Class im Airbus A380

In weiterer Zukunft liegen dann noch Pläne für die große Einlösung der Membership Rewards Punkte. Hier ist es für Alex wichtig, diese in eine “Once-in-a-lifetime”-Reise zu investieren. Bis dahin fasst er die Punkte auch nicht an. Vorstellbar ist dabei zum Beispiel eine Reise nach Australien. Bis dahin muss aber noch ein wenig weiter gesammelt werden, denn für ihn steht fest, dass die Reise erst startet, wenn genügend Punkte für Business Class Tickets für ihn sowie seine Freundin vorhanden sind.

Falls Ihr Fragen an Alex habt, könnt Ihr sie gerne direkt unter diesem Artikel stellen. Im nächsten Beitrag der Serie stellt sich dann ein anderer Autor meinen Fragen.

Ihr habt spannende Informationen, Euch fehlen wichtige Themen oder Ihr habt einfach eine Anregung für neue Content Ideen? Dann sendet sie uns über dieses Formular!

Autorin

Wenn Anna unterwegs ist, ist sie in ihrem Element. Selten ist sie mehr als ein paar Tage am selben Ort. Der nächste Kurztrip oder eine Fernreise stehen immer schon in ihrem Kalender. Nach ihrem Tourismus-Studium konnte sie ihre Leidenschaft zum Beruf machen und teilt auf reisetopia.ch ihre Erfahrungen, Tipps und News aus der Reisewelt mit euch.

Fragen? In der reisetopia Club Lounge auf Facebook beantworten wir Eure Fragen.

  • Hallo,

    also eine Einlösung von 75 000 und 35 000 Meilen (miles & more) ergibt 110 000. Das Guthaben weißt 100 000 auf.
    Ist mir etwas entgangen?

    Gruß Markus

    • Hallo Markus, die oben aufgeführten Meilenstände sind die von nach den jeweiligen Einlösungen. Das bedeutet, dass vorher auf den jeweiligen Konten mehr Meilen waren. Außerdem: Die 75.000 Meilen waren TAP Meilen, keine Miles & More Meilen.

  • Da habt ihr euch was einfallen lassen. Hört sich nach einer interessaten Serie an. Nur mal so als Tipp wegen der Emirate. Nord-, Zentral-, West-, Ost-Afrika plus Middle East zählt bei M&M als eine Region. Ist fast schon Verchwendung dann nicht ein 2 Regionen-Ticket über M&M zu buchen. Beispiel: Ein Besuch in Dubai und Sansibar für die gleichen Meilen (70k) und Flüge über ADD, was quasi kaum den Preis erhöht. Geht natürlich auch mit West-Afrika und dann hat man so richtig viel von der Business von Ethipion. War auf meinen letzten Flügen im Langstrecken-Flugzeug besser als Swiss in der Business.

    • Mit dem Gesagtem hast du prinzipiell recht. Theoretisch ließe sich bei einem Roundtrip aufgrund der Stoppover-Regelung bei Miles and More rausholen.

      Maßgeblich ist aber, was der Reisende will bzw. nicht will. Vielleicht will Alex gerne TK ausprobieren, hat einen langen Layover in IST und fährt zack zack mit der neuen U-Bahn in die City. Addis Abeba ist nicht jedermanns Sache. Hinzu kommen Aspekte wie Zeit und Budget.

      Da ich selber bald mit ET ADD-LHR auf dem Tagflug fliege, freue ich mich, dass es bei dir “besser als bei Swiss in der Business war”.

      Warst du in Addis Abeba?

      • Natürlich kommt es drauf an was der Reisende will.

        Wegen TK: Das wäre kein Ausschluss-Kriterium und wäre mit denen genau so möglich wie Lufthsansa, Swiss, Eurowings, Brussels Airlines und ggf. mehr. Man muss nur dann die beiden mittleren Flüge über ADD oder CAI buchen, weil die in der Star Alliance sind. Allerdings ist Egypt Air eher eine Katastrophe, insbesondere mit deren alten Mini-Flugzeugen und ohne Drinks.

        Über ADD kostet das dann kaum mehr. So 20-120 Euro mehr vielleicht.

        Ich war 2x unterwegs (ZNZ, DXB und LFW, DSS, CAI, HRG) und bin beides mal über ADD geflogen, aber nicht da geblieben. Glaube Visa on Arrival war auch ausgesetzt und die im Norden Bürgerkriegszustände wurden auch erst beigelegt. Gerade von Senegal über ADD nach Cairo waren schon tolle Flüge. Da merkt man wie riesig Afrika .

Alle Kommentare anzeigen (1)