Ihr wollt Eure Meilen für den nächsten Familienurlaub einsetzen? Dann stellt sich schnell die Frage, was Prämienflüge für Kinder kosten. Die gute Nachricht: Babys unter zwei Jahren fliegen bei den meisten Vielfliegerprogrammen für rund zehn Prozent der Meilen mit. Für ältere Kinder gibt es dagegen nur bei wenigen Programmen einen Rabatt.
In diesem Guide vergleichen wir die Regeln von Miles & More, British Airways, Flying Blue und weiteren Programmen, rechnen ein Beispiel durch und zeigen Euch, worauf Ihr bei Steuern, Gebühren und dem zweiten Geburtstag Eures Kindes achten müsst. Diesen Guide aktualisieren wir laufend, zuletzt im Oktober 2026.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist der Unterschied zwischen Baby- und Kinder-Prämienflügen?
- Was kosten Prämienflüge für Kinder bei Miles & More?
- Wie bucht man Prämienflüge für Kinder bei British Airways?
- Gibt es bei Flying Blue einen Rabatt für Kinder?
- Welche Vielfliegerprogramme sind für Familien besonders günstig?
- Lohnen sich Prämienflüge für Kinder überhaupt?
- Was müsst Ihr bei Prämienflügen mit Baby noch beachten?
- Fazit: Was kosten Prämienflüge für Kinder?
Flugreisen mit Kindern brauchen ohnehin viel Vorbereitung, und das beginnt schon bei der Buchung. Wer mit Meilen bucht, kann dabei richtig sparen, solange er die Regeln seines Programms kennt. Wie Ihr als Familie überhaupt schneller genug Meilen zusammenbekommt, zeigen wir Euch in unserem Guide Meilen sammeln für Familien.
Was ist der Unterschied zwischen Baby- und Kinder-Prämienflügen?
Fast alle Airlines unterscheiden bei Prämienflügen drei Altersgruppen. Babys bis zum zweiten Geburtstag gelten als Kleinkind (englisch Infant), Kinder von zwei bis elf Jahren als Kind (Child), und ab zwölf Jahren zahlt Ihr den Preis eines Erwachsenen. Entscheidend für den Preis ist vor allem, ob Euer Kind einen eigenen Sitzplatz braucht.
Babys sitzen auf dem Schoß eines Erwachsenen und belegen keinen eigenen Platz. Deshalb verlangen die meisten Programme für sie nur zehn Prozent des Meilenpreises eines Erwachsenen. Bucht Ihr für Euer Baby dagegen einen eigenen Sitz, etwa für einen Kindersitz, zahlt Ihr in der Regel den Preis eines Kinder- oder Erwachsenentickets. Kinder ab zwei Jahren brauchen immer einen eigenen Platz, und nur wenige Programme geben darauf einen Rabatt.
reisetopia Tipp: Ein Baby reist immer zusammen mit einem Erwachsenen, der selbst ein Ticket hat. Pro Erwachsenem ist in der Regel nur ein Baby auf dem Schoß erlaubt, mit zwei Babys braucht Ihr also zwei erwachsene Begleitpersonen oder einen eigenen Sitz.
Auch bei Steuern und Gebühren gibt es einen Unterschied. Für Babys ohne eigenen Sitz fallen viele Abgaben weg, die Luftverkehrsteuer bei Abflügen aus Deutschland zum Beispiel komplett. Kinder ab zwei Jahren zahlen dagegen in aller Regel die vollen Steuern, Gebühren und Zuschläge, auch wenn sie weniger Meilen kosten.
Wie die großen Vielfliegerprogramme das konkret umsetzen, zeigen wir Euch in den folgenden Abschnitten.
Was kosten Prämienflüge für Kinder bei Miles & More?
Bei Miles & More zahlt Ihr für ein Baby ohne eigenen Sitzplatz zehn Prozent der Meilen, die ein Erwachsener für denselben Flug einlöst. Bis November 2024 waren hier nur Steuern und Gebühren fällig. Seitdem verlangt Miles & More auch Meilen, dafür lässt sich das Baby jetzt direkt online mitbuchen.
Kinder von zwei bis elf Jahren erhalten 25 Prozent Rabatt auf den Meilenpreis. Diesen Kinderrabatt gibt es laut den Teilnahmebedingungen aber nur auf Flügen von Lufthansa, SWISS, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Eurowings, Discover Airlines, Air Dolomiti, Lufthansa City Airlines, Croatia Airlines, LOT Polish Airlines und Luxair. Bei anderen Star-Alliance-Partnern wie United oder Singapore Airlines zahlt Euer Kind den vollen Meilenpreis. Steuern, Gebühren und Zuschläge fallen für Kinder in voller Höhe an.

Wichtig für die Planung: Maßgeblich ist bei Miles & More das Alter Eures Kindes am Tag des Hinflugs. Zudem muss das Kind während des Flugs von einem Erwachsenen begleitet werden. Reist ein Elternteil mit Senator- oder HON-Circle-Status allein mit einem Kind, kann sich statt des Kinderrabatts auch der Companion Award lohnen. Er halbiert den Meilenpreis für die Begleitperson, lässt sich aber nicht mit dem Kinderrabatt kombinieren.
Übrigens: Kinder ab zwei Jahren können bei Miles & More schon selbst Meilen sammeln. Mit der Anmeldung werden sie automatisch Mitglied bei JetFriends, dem Kinder- und Jugendprogramm von Lufthansa.
Wie bucht man Prämienflüge für Kinder bei British Airways?
Im British Airways Club zahlt Ihr für ein Baby ebenfalls zehn Prozent der Avios, die ein Erwachsener für den Prämienflug benötigt. Dazu kommen die anfallenden Steuern und Gebühren. Kinder ab zwei Jahren zahlen bei British Airways dagegen den vollen Avios-Preis, einen Kinderrabatt gibt es nicht.
Praktisch ist dafür die Buchung: Bei der Onlinesuche gebt Ihr die Zahl der Erwachsenen, Kinder und Babys einfach mit an. Für ein Baby ohne eigenen Sitz muss keine eigene Prämienverfügbarkeit vorhanden sein. Wollt Ihr ein Baby erst nachträglich hinzufügen, geht das nur telefonisch über British Airways. Mit Avios bucht Ihr übrigens nicht nur British Airways, sondern auch die übrigen oneworld-Airlines und weitere Partner.
Gibt es bei Flying Blue einen Rabatt für Kinder?
Ja, beim Vielfliegerprogramm Flying Blue von Air France und KLM erhalten Kinder von zwei bis elf Jahren 25 Prozent Rabatt auf den Meilenpreis. Der Rabatt gilt laut Flying Blue allerdings nur für Flüge, die Air France oder KLM verkaufen. Bei Partnern wie Delta zahlt Euer Kind den vollen Preis.
Für Babys ist die Lage weniger transparent. Flying Blue nennt keinen festen Meilenpreis und verweist für Prämienflüge mit Baby auf den Kundenservice, über den Ihr die Buchung vornehmt. Für Familien interessant: Über Flying Blue Family könnt Ihr die Meilen von bis zu acht Familienmitgliedern in einem gemeinsamen Konto bündeln und so schneller einen Prämienflug erreichen.
Welche Vielfliegerprogramme sind für Familien besonders günstig?
Neben den großen europäischen Programmen lohnt sich ein Blick über den Tellerrand. Ein echtes Schnäppchen gibt es bei Air Canada Aeroplan: Auf internationalen Flügen kostet ein Baby nur 2.500 Punkte oder 25 kanadische Dollar pro Richtung, und das in jeder Reiseklasse. Auf Flügen innerhalb Kanadas und zwischen Kanada und den USA fliegt das Baby sogar kostenlos mit, ein Ticket braucht es trotzdem.
Bei vielen anderen Programmen zahlt Ihr für Babys wie bei British Airways zehn Prozent der Meilen, für Kinder ab zwei Jahren aber den vollen Preis. Unsere Übersicht zeigt die Regeln der wichtigsten Programme mit Stand Oktober 2026:
| Programm | Baby unter 2 Jahren | Kind von 2 bis 11 Jahren |
|---|---|---|
| Miles & More | 10 Prozent der Meilen | 25 Prozent Rabatt (Lufthansa Group und ausgewählte Partner) |
| British Airways Club | 10 Prozent der Avios | voller Preis |
| Flying Blue | Buchung über den Kundenservice | 25 Prozent Rabatt (nur Air France und KLM) |
| Air Canada Aeroplan | 2.500 Punkte oder 25 CAD pro Richtung | voller Preis |
| ANA Mileage Club | 10 Prozent der Meilen, nur telefonisch | voller Preis |
| Asiana Club | 10 Prozent der Meilen | 25 Prozent Rabatt |
| Emirates Skywards | 10 Prozent der Meilen, nur Economy Class | voller Preis |
| Etihad Guest | 10 Prozent der Meilen | voller Preis |
| JAL Mileage Bank | 10 Prozent der Meilen (nur JAL-Flüge) | voller Preis |
| Turkish Airlines Miles&Smiles | 10 Prozent der Meilen | voller Preis |
| Singapore Airlines KrisFlyer | nur gegen Bargeld | voller Preis |
Zwei Besonderheiten solltet Ihr kennen: Bei Emirates Skywards bucht Ihr Babys mit Meilen nur in der Economy Class. Für höhere Klassen bleibt nur eine Upgrade-Prämie, die für Babys ebenfalls zehn Prozent kostet. Außerdem dürfen Kinder unter neun Jahren bei Emirates seit August 2025 nicht mehr mit Meilen in der First Class fliegen. Bei Iberia und Singapore Airlines lassen sich Babys gar nicht mit Meilen buchen, hier zahlt Ihr einen ermäßigten Bargeldtarif. Bei Iberia sind das 10 bis 30 Prozent des Erwachsenentickets.
Bei Finnair Plus gibt es für Prämienflüge mit Baby keine veröffentlichte Regel. Laut Erfahrungsberichten fallen auf Finnair-Flügen nur Steuern und Gebühren an, gebucht wird über den Kundenservice. Ähnlich großzügig soll Atmos Rewards, das frühere Mileage Plan von Alaska Airlines, auf internationalen Langstrecken sein. Beides ist aber nicht offiziell bestätigt, fragt vor der Buchung also besser beim Programm nach.
Lohnen sich Prämienflüge für Kinder überhaupt?
Ob sich ein Prämienflug für die ganze Familie lohnt, hängt vor allem an den Steuern und Zuschlägen. Ein Beispiel mit Miles & More: Ein Hin- und Rückflug in der Business Class mit Lufthansa von Frankfurt nach New York kostete bei unserer Stichprobe im Oktober 2026 pro Erwachsenem 96.974 Meilen plus 1.674,45 Euro. Den größten Teil der Barkosten machen die Zuschläge der Airline aus: 1.495 Euro, Steuern und Gebühren lagen dagegen nur bei 179,45 Euro.
Für ein Kind zwischen zwei und elf Jahren zahlt Ihr 25 Prozent weniger Meilen, die Barkosten aber in voller Höhe: 72.730 Meilen plus 1.674,45 Euro, also exakt dieselben Steuern und Zuschläge wie für einen Erwachsenen. Deutlich günstiger ist das Baby: Hin- und Rückflug kosteten nur 9.696 Meilen plus 21,61 Euro. Das waren ausschließlich US-Gebühren, Zuschläge fielen für das Baby keine an. Für die ganze Familie mit zwei Erwachsenen, einem Kind und einem Baby kamen so 276.374 Meilen und 5.044,96 Euro zusammen.

Damit wird klar: Die Meilenersparnis für Kinder ist schön, die Barkosten bleiben aber hoch. In der Economy Class stehen die Zuschläge oft in keinem guten Verhältnis zum Ticketpreis, ein normales Familienticket ist dort häufig günstiger. Einen wirklich guten Gegenwert bekommt Ihr vor allem in der Business und First Class.
Achtung: Vergleicht vor jeder Buchung den Meilenpreis samt Steuern und Zuschlägen mit dem Barpreis für die ganze Familie. Bei Kindern ab zwei Jahren spart Ihr bei vielen Programmen gar keine Meilen, zahlt aber die vollen Zuschläge.
Übertragt Ihr Punkte aus American Express Membership Rewards zu einem der genannten Programme, gelten danach dessen Regeln, eine eigene Kinderregel gibt es bei Amex nicht. Wer vor allem für Familienflüge mit Lufthansa spart, sammelt mit der Miles & More Kreditkarte Gold direkt Meilen bei Miles & More, die dank der Karte nicht verfallen:
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- Unbegrenzte Gültigkeit von Miles & More Meilen
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- Kostenloses Wolt+ inklusive doppelter Meilen
Fehlen Euch für die Familienprämie noch ein paar Meilen, zeigt unser Guide Meilen sammeln bei Miles & More alle Wege, das Konto schnell aufzufüllen.
Was müsst Ihr bei Prämienflügen mit Baby noch beachten?
Achtet bei der Buchung auf den zweiten Geburtstag Eures Kindes. Bei Miles & More und British Airways zählt für den Meilenpreis das Alter am Tag des Hinflugs. Wird Euer Kind während der Reise zwei Jahre alt, braucht es für den Rückflug aber trotzdem einen eigenen Sitzplatz. Klärt das am besten vorab mit dem Service Team Eures Programms.
Auf der Langstrecke lohnt sich zudem ein Babybett. Es wird an der Trennwand vor einer Sitzreihe befestigt, deshalb kommen dafür nur bestimmte Plätze infrage. Reserviert diese möglichst früh, mehr dazu in unserem Guide zur Sitzplatzreservierung.
reisetopia Tipp: Viele Airlines erlauben für Babys zusätzliches Gepäck, etwa einen Kinderwagen oder einen Autositz. Was genau inklusive ist, steht in Eurer Buchungsbestätigung oder auf der Website der Airline.
Denkt außerdem an die Reisedokumente: Auch Babys brauchen für Auslandsreisen ein eigenes Ausweisdokument. Den Kinderreisepass gibt es seit 2024 nicht mehr, stattdessen braucht Euer Kind einen regulären Reisepass oder einen Personalausweis, mehr dazu in unserer News. Die Einreisebestimmungen Eures Reiseziels findet Ihr beim Auswärtigen Amt, Tipps rund um den Flug selbst in unserem Guide Fliegen mit Baby.
Fazit: Was kosten Prämienflüge für Kinder?
Prämienflüge für Kinder können sich lohnen, vor allem mit Baby. Bei den meisten Programmen zahlt Ihr für ein Kind unter zwei Jahren nur zehn Prozent der Meilen und meist deutlich geringere Steuern. Einen Rabatt für Kinder ab zwei Jahren bieten dagegen nur wenige Programme, allen voran Miles & More und Flying Blue mit jeweils 25 Prozent.
Lasst Euch von der Meilenersparnis aber nicht blenden. Steuern, Gebühren und Zuschläge fallen für Kinder meist in voller Höhe an und machen gerade in der Economy Class viel vom Vorteil zunichte. Prüft deshalb vor jeder Buchung den Gesamtpreis und die Regeln Eures Programms. Bei Miles & More und British Airways bucht Ihr die ganze Familie inzwischen bequem online.



