Der Daintree Nationalpark und das Cape Tribulation gehören für mich zu den schönsten Naturerlebnissen in Australien. Nördlich von Cairns trifft hier einer der ältesten Regenwälder der Welt direkt auf weiße Strände und das Korallenmeer, im Fluss leben Krokodile und im Wald Kasuare.
In diesem Guide zeige ich Euch, wie Ihr in den Daintree kommt, was die Fähre und eine Tour kosten, was Ihr gesehen haben solltet und wie sich Zyklon Jasper auf die Region ausgewirkt hat. Die Tipps stammen von meiner Reise durch Australien, Preise und Straßenlage haben wir neu geprüft.
Inhaltsverzeichnis
- Wo liegt der Daintree Nationalpark und wie kommt Ihr hin?
- Was kostet die Fähre über den Daintree River?
- Lohnt sich eine geführte Tour in den Daintree?
- Was solltet Ihr im Daintree Nationalpark gesehen haben?
- Welche Folgen hatte Zyklon Jasper für den Daintree?
- Wo übernachtet man für einen Besuch im Daintree?
- Wann ist die beste Reisezeit für den Daintree Nationalpark?
- Fazit zum Daintree Nationalpark und Cape Tribulation
Das Wichtigste in Kürze: Den Daintree erreicht Ihr von Cairns in rund zwei Autostunden oder mit einer geführten Tagestour, etwa von Billy Tea Safaris für 239 Australische Dollar. Die Fähre über den Daintree River kostet seit Juli 2026 für ein Auto 35 Australische Dollar einfach und 57 Australische Dollar hin und zurück. Bis Cape Tribulation ist die Straße asphaltiert, nach Zyklon Jasper im Dezember 2023 laufen aber noch Bauarbeiten. Die beste Reisezeit ist die Trockenzeit von etwa Mai bis Oktober.
Wo liegt der Daintree Nationalpark und wie kommt Ihr hin?
Der Daintree Nationalpark liegt im tropischen Norden von Queensland, nördlich von Cairns und Port Douglas. Er besteht aus zwei Teilen: im Süden die Mossman Gorge bei Mossman, im Norden der Abschnitt zwischen Daintree River und Cape Tribulation. Bis zur Fähre über den Daintree River fahrt Ihr von Cairns rund zwei Stunden, von Port Douglas etwa 45 Minuten.
Nach Cairns kommt Ihr aus Europa mit mindestens einem Umstieg, etwa über ein Drehkreuz in Asien oder über Sydney und Brisbane. Am besten verbindet Ihr den Daintree mit weiteren Ausflügen ab Cairns, etwa nach Kuranda oder nach Fitzroy Island.

Bis Cape Tribulation führt eine asphaltierte, aber kurvige und schmale Straße, die Ihr mit einem normalen Mietwagen befahren könnt. Erst nördlich davon beginnt der Bloomfield Track Richtung Cooktown, der nur mit Allradfahrzeug und Erfahrung befahrbar ist und bei Regen schnell unpassierbar wird. Viele Mietwagenfirmen schließen diese Strecke ohnehin aus.
Was kostet die Fähre über den Daintree River?
Eine Brücke gibt es nicht, in den nördlichen Teil des Parks kommt Ihr nur mit der Kabelfähre über den Daintree River. Sie fährt täglich von 5 Uhr bis Mitternacht, die Überfahrt selbst dauert nur wenige Minuten. In der Hauptsaison von Juli bis November müsst Ihr aber mit Wartezeiten rechnen.
| Fahrzeug | Einfach | Hin und zurück |
|---|---|---|
| Auto | 35 Australische Dollar | 57 Australische Dollar |
| Motorrad | 15 Australische Dollar | 22 Australische Dollar |
| Fahrrad und Fußgänger | 7 Australische Dollar | 8 Australische Dollar |
Die Preise legt der Douglas Shire Council fest, sie gelten vom 1. Juli 2026 bis zum 30. Juni 2027. Die alte Fähre wird ersetzt: Laut Council soll die neue Fähre bis Ende 2027 fertig sein, an den Anlegestellen wird bis dahin gebaut und der Verkehr teilweise einspurig geführt.
Lohnt sich eine geführte Tour in den Daintree?
Wer sich das Fahren auf den engen Straßen nicht zutraut oder lieber mehr über den Regenwald erfahren möchte, ist mit einer organisierten Tagestour gut beraten. Ich war damals mit Billy Tea Safaris unterwegs, die Touren ab Cairns und Port Douglas in eigenen Allradbussen anbieten. Mit Stand Oktober 2026 kostet die Tagestour in den Daintree und zum Cape Tribulation 239 Australische Dollar pro Erwachsenem.

Den Anbieter fand ich gut, aber nicht überragend. Der Wagen war bequem, mit rund zehn weiteren Gästen fühlte sich die Tour aber nicht besonders privat an. Im Preis enthalten waren ein Mittagessen vom Grill und kleinere Snacks. Sehr gefallen haben mir die vielen Informationen unseres Guides, obwohl ich sonst kein Fan von Gruppenreisen bin. Ähnliche Touren bieten zahlreiche weitere Veranstalter an, vergleicht vor der Buchung also Programm und Gruppengröße.
Was solltet Ihr im Daintree Nationalpark gesehen haben?
Den Anfang hat bei meiner Tour eine knapp einstündige Bootsfahrt auf dem Daintree River gemacht. Dabei haben wir zweimal ein Krokodil gesehen, ansonsten war es vor allem nass. Der Blick auf den vom Regenwald gesäumten Fluss ist trotzdem spannend. Badet im Daintree River und an den Stränden der Region niemals, Salzwasserkrokodile sind hier überall unterwegs.

Nach der Fähre folgen kurze Spaziergänge durch den Regenwald, an mehreren Stellen gibt es dafür eigens angelegte Holzstege. Dort bekommt Ihr einen guten Eindruck von der Pflanzenwelt mit Mangroven, Fächerpalmen und riesigen Farnen. Unterwegs haben wir zudem sehr zutrauliche Wallabys gesehen.

Das Highlight ist für die meisten aber das Cape Tribulation selbst, wo der Regenwald direkt in einen langen Sandstrand übergeht. Auch hier hat der Regen bei mir die Szenerie etwas getrübt, der Strand hat mich trotzdem begeistert. Auf dem Weg zurück lohnt ein Halt am Alexandra Range Lookout mit Blick auf die Mündung des Daintree River.
Wer mehr Zeit hat, sollte zusätzlich die Mossman Gorge im südlichen Teil des Parks besuchen. Vom Mossman Gorge Centre fahren Shuttlebusse zur Schlucht, eine eigene Zufahrt oder einen Fußweg gibt es nicht. Besonders spannend sind die rund 90-minütigen Dreamtime Walks mit Guides der Kuku Yalanji, denen das Land traditionell gehört. Vom Baden im Fluss rät das Centre wegen starker Strömungen ab.
Welche Folgen hatte Zyklon Jasper für den Daintree?
Im Dezember 2023 brachte Zyklon Jasper der Region Rekordregen. Der Daintree und Mossman River traten über die Ufer, mehr als 100 Erdrutsche beschädigten die Straßen nördlich des Daintree River. Am Alexandra Range war die Straße monatelang gesperrt und wurde erst am 19. Februar 2024 mit Einschränkungen wieder geöffnet. Auch das Mossman Gorge Centre musste vorübergehend schließen und hat inzwischen wieder geöffnet.

Heute ist Cape Tribulation wieder gut erreichbar, die Reparaturen ziehen sich aber hin. Laut Douglas Shire Council sollen die letzten beiden Erdrutschstellen am Alexandra Range bis Juni 2027 saniert sein, auf dem Bloomfield Track laufen ebenfalls Arbeiten. Rechnet deshalb mit Ampeln, einspurigen Abschnitten und vereinzelt kurzen Vollsperrungen und prüft vor der Fahrt die Hinweise des Councils.
Wo übernachtet man für einen Besuch im Daintree?
Im Nationalpark selbst gibt es keine Kettenhotels, sondern vor allem kleine Lodges, Pensionen und Campingplätze. Eine luxuriöse Ausnahme am Rand des Parks ist die Silky Oaks Lodge am Mossman River, nur wenige Minuten von der Mossman Gorge entfernt. Die Lodge könnt Ihr über suitespot mit Vorteilen wie Frühstück für zwei Personen und einem Guthaben von 65 Australischen Dollar für das Treehouse Restaurant buchen.
Wer den Daintree als Tagesausflug plant, übernachtet in Port Douglas oder Cairns. In Cairns habe ich selbst im Shangri-La The Marina gewohnt, meine Eindrücke lest Ihr im Review zum Shangri-La Cairns. Auch dieses Hotel könnt Ihr über suitespot mit Vorteilen wie Frühstück für zwei Personen buchen.
Weitere Häuser in der Region findet Ihr in unserer Übersicht der besten Luxushotels in Australien.
Wann ist die beste Reisezeit für den Daintree Nationalpark?
Besuchen könnt Ihr den Daintree das ganze Jahr, entscheidend ist aber der Regen. In der Regenzeit von Dezember bis März regnet es oft und heftig, Straßen können überflutet sein und Touren fallen aus. In dieser Zeit liegt auch die Zyklonsaison. Dazu kommen hohe Luftfeuchtigkeit und viele Insekten.
Angenehmer ist die Trockenzeit etwa von Mai bis Oktober mit Temperaturen meist zwischen 20 und 28 Grad. Dann ist allerdings auch an der Fähre am meisten los. Ich war in der Regenzeit unterwegs und würde den Park beim nächsten Mal nur noch bei passendem Wetter besuchen, denn bei Dauerregen ist ein ganzer Tag in der Natur nur halb so schön.
Fazit zum Daintree Nationalpark und Cape Tribulation
Der Daintree Nationalpark und das Cape Tribulation sind für mich ein echtes Highlight einer Australienreise. Der Strand mitten im Regenwald, die Spaziergänge durch den Dschungel und die Bootsfahrt auf dem Daintree River sind mir trotz Regen sehr positiv in Erinnerung geblieben.
Plant den Ausflug aber gut: Prüft vor der Fahrt die Straßenlage nach Zyklon Jasper, rechnet mit Wartezeiten an der Fähre und reist möglichst in der Trockenzeit. Günstig sind Touren nicht, für Naturliebhaber lohnt sich der Tag aber auf jeden Fall.





