Venedig ist sicherlich eine der interessantesten Städte, in der ich bislang gewesen bin. Das liegt vor allem daran, dass die Stadt durch das Fehlen von Autos und den engen Gassen nicht mit einer anderen Stadt zu vergleichen ist.

Was man in Venedig gesehen haben muss, welche Spots abseits der Touristenschwärme ich empfehlen kann und wie Ihr in der Stadt am besten herumkommt, erfahrt Ihr in diesem City Guide!

Dieser Artikel ist Teil vom Tripreport “Mit Eurowings Blind Booking nach Venedig”. Alle Details zur Buchung und einen Überblick über die Reise findet Ihr hier!

City Guide Venedig – wie komme ich hin?

Am einfachsten funktioniert die Anreise ab Deutschland und Umgebung natürlich mit einem Flug nach Venedig. Viele Airlines bieten hier Direktflüge an, neben den Legacy Airlines wie Lufthansa oder Swiss, fliegt auch EasyJet ab mehreren Städten im deutschsprachigen Raum nonstop nach Venedig.

Lufthansa a320

Ab München fährt zudem der Nightjet über Nacht nach Venedig. Wer im Raum München wohnt und nicht gerne fliegt, kann diese Option ebenfalls entspannt nutzen. Und in meinem Fall habe ich einen Direktflug nach Mailand gewählt und von dort für knapp 30 Euro einen Zug nach Venedig genommen, da dies um einiges günstiger war als Flüge nach Venedig zu buchen.

City Guide Venedig – was sollte man gesehen haben?

Grundsätzlich ist Venedig für jeden interessant, der zumindest ein gewisses Interesse an Kultur und Geschichte hat, da die Stadt gerade hier sehr viel zu bieten hat. Ich bin dafür eher weniger zu haben, mich begeistern dafür besondere Orte – auch das erfüllt die Stadt auf jeden Fall!

Die Hauptinsel der Lagunenstadt besteht aus sechs Inseln, die über Brücken miteinander verbunden sind. Der Canale Grande ist, wie der Name bereits verrät, der größte Kanal Venedigs und somit auch Hauptwasserstraße. Er verläuft durch das gesamt Stadtzentrum und ist damit schon eine der beliebtesten Orte für Touristen. Mit der Fähre kann man hier relativ preiswert eine Tour durch den gesamten Kanal bekommen und die Stadt vom Wasser aus betrachten.

Venedig Gondel

Der Canale Grande führt auch zur Rialtobrücke, die eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt ist. Ich würde hier nicht allzu viel Zeit verbringen, da die Brücke nahezu zu jeder Uhrzeit von Touristen bevölkert wird. Entspannter ist eine Fähre durch den Canale Grande zu nehmen, wovon man einen tollen Blick auf die Brücke hat.

Venedig Rialtobrücke

Nur wenige Fußminuten von der Rialtobrücke entfernt ist auch der Markusplatz mit dem Dogenpalast. Neben der Rialtobrücke ist dies sicherlich der beliebteste Ort für Touristen in der Stadt, vor allem in den Sommermonaten ist dieser Platz von Touristenmassen überströmt.

Venedig Markusplatz Touristen

Wer den Markusdom von innen besichtigen oder einen Blick vom Glockenturm des Markusdoms, dem Campanile, über die Stadt genießen möchte, muss daher mit langen Warteschlangen rechnen. Am besten plant man seinen Besuch hier also morgens oder am späten Nachmittag ein, wen ein Großteil der Kreuzfahrt-und Tagestouristen wieder verschwunden ist.

Venedig Dogenpalast

Alternativ lässt sich Venedig auch vom Schneckenturm, hauptsächlich bekannt für seine äußere Wendeltreppe, von oben betrachten – die Aussicht ist zwar nicht ganz so spektakulär wie vom Campanile aus, dafür gibt es aber keinerlei Wartezeiten.

Venedig Schneckenturm Aussicht

Wer den Menschenmassen einmal entfliehen möchte, kann den Stadtteilen Cannaregio und Dorsoduro einen Besuch abstatten. Etwas abgelegen von Markusplatz und Rialtobrücke, verirren sich wesentlich weniger Touristen hierher. In Dorsoduro kommen vor allem Kunstliebhaber auf ihre Kosten – neben vielen kleinen Kunstgalerien und dem Peggy Guggenheim Museum für moderne Kunst, lockt dieser Stadtteil außerdem mit einer Vielzahl an kleinen Bars, Cafes und Restaurants zu humanen Preisen.

Venedig Gassen Kanäle

Wer außerdem Lust auf einen Strandspaziergang bekommt, dem sei Lido empfohlen. Hier kann man völlig entspannt bei einem Eis und Espresso die Sonne genießen – ganz ohne die volle Stadt.

Venedig Lido Sicht StadtVenedig Lido StrandVenedig Espresso Kaffee trinken Italien

Mein persönlicher Tipp für die Stadt: Immer falsch abbiegen. Wenn es zu den Attraktionen nach rechts geht, biegt man links ab und landet dann irgendwann in einem ruhigeren Viertel, die Preise für einen Espresso liegen nun bei der Hälfte und auf der Straße wird vor allem Italienisch gesprochen. Verlaufen kann man sich in der Stadt nicht, irgendwann kommt man einfach ans Wasser, gerade diese eher unberührten Flecken konnten mich begeistern.

City Guide Venedig – wie komme ich in der Stadt herum?

Die Inseln von Venedig sind größtenteils autofrei, somit muss man sein Auto vor der Stadt parken. Wer mit dem Zug kommt, steigt auf jeden Fall am Bahnhof Lucia aus und befindet sich direkt im zentralen Venedig, der andere Bahnhof befindet sich noch am Festland. Und vom Flughafen aus fahren sowohl Busse zum Bahnhof Lucia, als auch einige Wassertaxis.

Allgemein ist das Wassertaxi das schnellste Fortbewegungsmittel in Venedig, es hat aber auch einen hohen Preis. Ich persönlich war damit zufrieden alles zu Fuß zu erkunden, wer seinen Koffer nicht schleppen mag kann natürlich hier auf ein Taxi zurückgreifen. Die Wasserbusse sind im Vergleich zu üblichen ÖPNV-Preisen enorm teuer, ein Tagesticket kostet hier gleich 20 Euro. Doch wer ohnehin die umliegenden Insel nacheinander erkunden möchte kann sich für vergleichsweise wenig Geld auch ein Wochenticket sichern. Innerhalb der Hauptinsel ist die Fähre eher langsam, da am Canale Grande alle paar Meter angehalten wird, doch im restlichen Teil ist man hiermit wirklich schneller unterwegs.

Wert sind es auf jeden Fall durch die tollen Ausblicke auf die Stadt vom Wasser aus!

City Guide Venedig – welche Hotels können wir empfehlen?

Bislang konnten wir nur zwei sehr exklusive Häuser der Stadt testen. Moritz L. konnte bei seinem Aufenthalt das Luna Hotel Baglioni testen, ein Hotel der Leading Hotels of the World Hotelkette und damit preislich eher hoch angesiedelt. Ich war mit dem gebuchten Ca’ Sagredo, zentral in Venedig, ebenfalls sehr zufrieden. Durch die Buchung über die Hotelvereinigung SLH (die nicht mehr kostet als andere Buchungswege) sichert man sich zudem mit dem aktuell kostenfreien Status Zimmerupgrades und Frühstück.

Ca Sagredo Venedig Zimmer

Ansonsten muss man beim Hotel wirklich auf die Lage achten, wer für einen Aufenthalt von nur einer Nacht ein Hotel auf einer separaten Insel bucht, muss pro Person Kosten von 20 Euro für die Fähre mit einberechnen. So summiert sich der Betrag bei zwei Personen direkt auf 80 Euro für nur eine Nacht auf – mit diesen Mehrkosten lohnt sich häufig auch ein Hotel direkt in der Stadt.

City Guide Venedig – welche Zahlungsmittel bieten sich an?

Da in Italien ebenfalls der Euro die Landeswährung ist, könnt Ihr einfach mit Bargeld bezahlen und müsst kein Geld zusätzlich tauschen. Die Zahlung per Kreditkarte funktioniert ebenfalls problemlos, durch die gleiche Währung ist nicht einmal eine Kreditkarte ohne Fremdwährungsgebühr nötig. Wichtiger ist dagegen, auf eine Kreditkarte mit kostenfreier Geldabhebung zu achten, um vor Ort ohne zusätzliche Kosten an Geld zu gelangen. Wir empfehlen dabei unter anderem folgende Kreditkarten:

Die DKB Kreditkarte und die 1plus Visa Card nehmen sich dabei nicht viel, im Unterschied zur Barclaycard Platinum Double sind allerdings keine Reiseversicherungen inklusive. Ich habe letztendlich für sämtliche Zahlungen meine American Express Platinum Karte genutzt, um wertvolle Punkte zu sammeln und auf der Reise versichert zu sein. Dabei gibt es noch einige andere Kreditkarten zum Meilen sammeln, die sich schnell rentieren können.

City Guide Venedig – unser Eindruck

Durch die vielen verschiedenen Seiten der Stadt, die wirklich sehr besondere Architektur und den leckeren Espresso an jeder Ecke hat mir Venedig sehr gut gefallen. Dadurch, dass die Inseln alle relativ klein sind, kann man sich wirklich nicht verlaufen und auch ohne Karte völlig entspannt durch die Stadt laufen, was mir sehr viel Spaß gemacht hat. Zur Hochsaison muss man die Massen der Touristen ein wenig meiden, ansonsten kann ich die Stadt uneingeschränkt empfehlen!

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Seit Moritz herausgefunden hat, wie man Wege an eigentlich unerreichbare Ziele finden kann, ist er immer auf der Suche nach neuen, kreativen Methoden zum Erreichen von Reisezielen und Airline-Status. Auf reisetopia lässt er Euch daran teilhaben!

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