Die SAS Business Lounge Oslo ist eine von drei Lounges der skandinavischen Airline am Hub in Norwegen. Leider ist die Lounge gleichzeitig die schwächste der drei. Warum das so ist, lest Ihr in diesem ausführlichen Review. Ähnlich wie bei den Lufthansa Lounges auch, gibt es bei SAS ein zweistufiges Lounge-System. Zwar gibt es keine First Class Lounges, die Unterscheidung zwischen Business Class und Gold Status in der Star Alliance gibt es aber auch bei SAS.

Dieses Review ist Teil des Tripreports ‘Mit Ethiopian Airlines auf die Seychellen’. Alle weiteren Reviews und die Erklärung zur Buchung findet Ihr in der Einführung!

Die SAS Business Lounges sind entsprechend die “schlechteren” der beiden Lounge-Typen, während die Gold Lounge immer einen Tick besser ist und somit analog zu einer Senator Lounge steht. Trotz eines modernen Designs empfand ich die SAS Business Lounge dagegen schwächer als das Pendant bei der Lufthansa.

SAS Business Lounge Oslo – Lage & Zugang

Finden könnt Ihr die Lounge recht einfach, schon allein der guten Ausschilderung wegen. Ihr geht zuerst durch die Sicherheitskontrolle und danach in den internationalen Bereich. Hier müsst Ihr den Duty Free Shop passieren und müsst dort eine Treppe auf der rechten Seite nehmen. Im zweiten Stock findet Ihr die beiden internationalen SAS Lounges. Die Business Lounge befindet sich direkt hinter dem Lounge-Eingang, die Gold Lounge ist dann noch einmal innerhalb dieser Lounge gesondert abgetrennt.

SAS Gold Lounge Oslo Entrance

Zugang zur Business Lounge in Oslo haben alle Passagiere mit einem Star Alliance Business Class Ticket sowie auch alle Inhaber eines Star Alliance Gold Status. Letztere können aber natürlich auch die “bessere” Gold Lounge im hinteren Bereich der Lounge nutzen. Passagiere von SAS können sich den Zugang zur Lounge zudem auch ohne Status kaufen.

SAS Business Lounge Oslo – Layout & Sitzgelegenheiten

Die SAS Business Lounge Oslo kommt mit einem Lounge-Design daher, das mit typischen Lounges eher wenig zu tun hat. Es gibt recht viel freie Fläche und eine Vielzahl an minimalistischen und auf den ersten Blick auch eher unbequemen Sitzmöglichkeiten, viele davon aus Metall und rund um Hochtische angeordnet. Ansonsten gibt es noch einige gepolsterte Bänke, Hocker und vereinzelte Stühle.

SAS Business Lounge Oslo Seating 6

Im hinteren Bereiche der Lounge gibt es zudem auch noch einige normale Sessel, die ich als deutlich bequemer wahrgenommen habe.

SAS Business Lounge Oslo Seating 2

Ansonsten gibt es über die Lounge verteilt noch weitere verschiedene Hochtische. Wenngleich dieses minimalistische Design durchaus schick ist, empfand ich die Lounge bezüglich der Bequemlichkeit und Gemütlichkeit nicht gerade als überragend. In der Gold Lounge ist dies meiner Meinung nach deutlich besser gelöst.

SAS Business Lounge Oslo Seating 7 SAS Business Lounge Oslo Seating 5 SAS Business Lounge Oslo Seating 4

Positiv fällt auf, dass an den meisten Sitzgelegenheiten Steckdosen zu finden sind, auch die Beleuchtung ist gut.

SAS Business Lounge Oslo Seating 3

Der Ausblick auf das Terminal ist dagegen nichts Besonderes, allerdings gleichzeitig auch der Architektur der Lounge direkt über dem Passagierbereich geschuldet.

SAS Business Lounge Oslo View

Zusammenfassend begeistert mich die Lounge im Bereich der Sitzgelegenheiten nicht wirklich, auch weil es gerade zum Anfang meines Besuches sehr voll war und das Personal mit dem Säubern und Abräumen überhaupt nicht mehr hinterherkam.

SAS Business Lounge Oslo – Essen & Trinken

Recht schwach ist auch das Buffet der SAS Business Lounge Oslo. Während ich an sich kein Problem damit habe, dass es keine warmen Gerichte gibt, fand ich auch die kalte Auswahl hier etwas schwach. Zur Auswahl stand bei meinem Besuch nur eine Auswahl an Rohkost sowie Brot.

SAS Business Lounge Oslo Buffet SAS Business Lounge Oslo Buffet 6

Man kann sich zwar einen netten Salat mixen, das war es dann aber auch schon. Denkt man jetzt etwa an die Lufthansa Business Lounge München Satellite, zeigt sich schnell, wie groß die Unterschiede hier sind. Weitere Optionen sind im Prinzip nur Chips und Nüsse.

SAS Business Lounge Oslo Buffet 4

Bei den Getränken ist die Auswahl ebenfalls ausbaufähig. Es gibt Säfte, Wasser, Softdrinks sowie Bier und je eine Sorte Weiß- und Rotwein.

SAS Business Lounge Oslo Buffet 2 SAS Business Lounge Oslo Buffet 3

Darüber hinaus steht eine ordentliche WMF-Kaffeemaschine zur Verfügung.

SAS Business Lounge Oslo Buffet 5

An harten Alkoholika fehlt, anders als in der SAS Gold Lounge, komplett.

SAS Business Lounge Oslo – Entertainment & Annehmlichkeiten

In einem Bereich konnte mich die SAS Business Lounge in Oslo allerdings überzeugen: Beim Entertainment. Das gilt zumindest für die sehr schnelle Internetverbindung, die Ihr auch in Verbindung mit bereitstehenden Computern nutzen könnt.

SAS Business Lounge Oslo Computer

Gesonderte Arbeitsbereiche gibt es zwar nicht, man findet aber an fast allen Tischen Steckdosen und kann so vernünftig arbeiten. An einem Drucker fehlt es leider. Die Auswahl an Zeitschriften ist zudem recht eingeschränkt, Tageszeitungen gibt es nicht.

SAS Business Lounge Oslo Magazines

Positiv fällt dagegen das kleine Spielzimmer für Kinder auf, eine durchaus nette Ergänzung.

SAS Business Lounge Oslo Kids Room

Ansonsten bietet die Lounge noch Toiletten, die in einem guten Zustand sind. Obwohl es sich um eine internationale Lounge an einem Hub handelt, gibt es allerdings keine Duschen.

SAS Business Lounge Oslo – Fazit

Die SAS Business Lounge Oslo hat mich insgesamt leider nicht wirklich überzeugt. Das Design ist schick, das Internet ist schnell und die Rohkost am Buffet ist von guter Qualität. Genau hier enden aber auch die positiven Aspekte, denn es fehlt meiner Meinung nach an bequemen Sitzmöglichkeiten, einer größeren Auswahl am Buffet und weiteren Entertainment-Optionen wie Zeitungen. Viele dieser Probleme sind in der Gold Lounge gelöst, die reine Business Lounge ist unter den Star Alliance Lounges in Europa leider dennoch eine der schwächeren.

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Autor

Moritz liebt nicht nur Reisen, sonder auch Luxushotels auf der ganzen Welt. Mittlerweile konnte er über 500 verschiedene Hotels testen und dabei mehr als 100 Städte auf allen Kontinenten kennenlernen. Auf reisetopia lässt er Euch an seinen besonderen Erlebnissen teilhaben!

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