Das InterContinental Porto ist das Top-Hotel in der portugiesischen Hafenstadt. Das Haus glänzt dabei mit aufwendig renovierten Zimmern in einem historischen Gebäude. Ausnahmslos überzeugen konnte mich das Haus aber nicht. Was mich an meinem Aufenthalt im InterContinental Porto gestört hat und wo die Stärken und Schwächen liegen, lest Ihr in diesem ausführlichen Review!

InterContinental Porto – Buchung

Gebucht habe ich das Hotel einige Tage vorher direkt bei IHG. Mit einer Buchung über Virtuoso hätte ich allerdings noch weitere Vorteile genießen können.

Exklusive Virtuoso Vorteile im InterContinental Porto

  • Zimmerupgrade nach Verfügbarkeit
  • Täglich kostenfreies Frühstück für bis zu zwei Personen
  • Kostenfreies Mittag- oder Abendessen für bis zu zwei Personen
  • Early Check-In / Late Check-Out
  • Kostenfreies WLAN

Bei einer Buchung über Virtuoso bezahlt Ihr in der Regel die regulären flexiblen Raten, profitiert aber von zahlreichen exklusiven Vorteilen und besonderer Behandlung. Wie genau Virtuoso funktioniert, lest Ihr in unserem ausführlichen Guide!

InterContinental Porto – der Check In

Im Nachhinein sehr unglücklich empfand ich den Check-in im InterContinental Porto. Als InterContinental Ambassador hat man eigentlich Anspruch auf ein garantiertes Upgrade um eine Kategorie. Ich erhielt jedoch zuerst kommentarlos das gebuchte Zimmer, eine Junior Suite mit Ausblick. Gegen Ende fragte ich dann nach dem eigentlich vorgesehenen Upgrade, welches bisher bei wirklich jedem InterContinental Aufenthalt gewährt worden war. Nach einigem Hin- und Her bot man mir “eventuell, nach Verfügbarkeit, und definitiv erst in einigen Stunden” eine sogenannte Duplex Suite an. Ich wollte mir das Zimmer ansehen, da dies doch ein deutliches Upgrade darstellen würde. Tatsächlich zeigte man mir aber eine Maisonette Suite, welche eine Kategorie unter der gebuchten war und auch zum Buchungszeitpunkt günstiger. Dies war mir zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst, weshalb ich (auch angesichts der fortgeschrittenen Uhrzeit) mich für das ursprünglich gebuchte Zimmer entschied.

InterContinental Porto Lobby

Am nächsten Morgen sprach ich darauf die Mitarbeiterin am Front Desk an, die mich auch eingecheckt hatte. Daraufhin log sie mich nur noch an, behauptete die Junior Suite wäre schon ein Upgrade gewesen (was ich anhand meiner Buchungsbestätigung widerlegen konnte), das angebotene Upgrade wäre eine Duplex Suite gewesen (was ich anhand der Fotos aus den Zimmerbeschreibungen widerlegen konnte), die Maisonette Suite wäre ein Upgrade (was ich anhand Screenshots der Ratenhöhe widerlegen konnte) und “höhere Kategorien wären nicht verfügbar gewesen” (was ich anhand Screenshots der Buchungsstrecke am Abend davor widerlegen konnte). Schlussendlich schob man das “Missverständnis” auf IT-Probleme. Ein schlechteres Beschwerdemanagement habe ich noch in keinem Hotel erlebt. Jegliche Art von Kompensation lehnte man ab, das Frühstück würde stur berechnet, ein Manager war nicht im Haus und auch auf E-Mails im Nachgang antwortete man nicht.

InterContinental Porto – das Zimmer

Unbeachtet der schlechten Erfahrung beim Check-In möchte ich die Zimmer im InterContinental Porto bewerten. Die Junior Suite gefiel mir nämlich eigentlich außergewöhnlich gut. Die Gestaltung und das Möbiliar haben einen sehr geschmackvollen und hochwertigen Eindruck gemacht. Auch die hohen Decken und das allgemein großzügige Platzangebot konnten überzeugen.

InterContinental Porto Junior Suite Wohnbereich

InterContinental Porto Junior Suite (4)

Im Zimmer findet sich neben dem sehr komfortablen King Bett auch ein großzügiges Sofa mit Couchtisch. Der Arbeitsplatz am Fenster ist zwar nicht sonderlich praktisch, allerdings sollte hierbei angemerkt werden, dass sich das Hotel wirklich primär an Urlaubsreisende richtet. Von daher ist die Gestaltung verständlich.

InterContinental Porto Junior Suite (3)

Hochwertig ging es auch im Badezimmer weiter. Reichlich Naturstein, eine großzügige Badewanne und eine Regendusche konnten hier überzeugen. Der riesige Badspiegel ist selbstverständlich beheizt.

InterContinental Porto Badezimmer

Vollkommen unverständlich fand ich allerdings einen Baumangel im Bad: Die Tür zu Dusche passte schlichtweg nicht und konnte daher nicht geschlossen werden.

Außerdem nicht ganz optimal: Neben dem Lärm von der Straße darf man auch an den Gesprächen im Nachbarzimmer teilhaben. Hier hätte ich bei einem relativ neuen Hotel mehr erwartet. Angenehm empfand ich die reichhaltige Auswahl an Tee und die Nespresso Maschine im Zimmer.

InterContinental Porto Ausblick Nacht

Insgesamt gefiel mir die Junior Suite im InterContinental Porto aber wirklich gut. Denn die Zimmer sind sehr großzügig geschnitten und geschmackvoll eingerichtet. Das Ganze im einem historischen Ambiente und mit Aussicht auf den wichtigsten Platz in Porto.

InterContinental Porto – das Frühstück

Das Frühstück im InterContinental Porto habe ich zu vergünstigten Ambassador Preis von 15 Euro pro Person zubuchen können. Dafür war der Gegenwert durchaus in Ordnung, unabhängig vom gezahlten Preis fand ich das Frühstück aber nicht ganz auf der Höhe mit anderen Häusern der Kette.

Grundsätzlich positiv: Man kann bei den aufmerksamen und freundlichen Kellnern auch frische Eierspeisen bestellen. Weniger erfreulich fand ich das Gericht selber, was man wohl am ehesten als Eggs Benedict “Suppe” bezeichnen könnte. Die Hollondaise war leider missglückt und die Toastscheibe entsprechend ertränkt. Auch die Eierspeisen am Büffet sahen wenig appetitlich aus.

Unabhängig davon machten die kontinentalen Optionen aber einen qualitativen Eindruck. Die Auswahl ist insgesamt nicht ganz so groß, wie in anderen Hotels, aber dennoch ausreichend. Als kleinen Ambassador Bonus brachte man netterweise noch eine Platte frischer portugiesischer Eiertörtchen an den Tisch.

InterContinental Porto FrühstückInterContinental Porto Frühstück Eiertörtchen Ambassador

Alles in allem ist das Frühstück im InterContinental Porto ganz ordentlich, die Eierspeisen lassen aber Spielraum für Verbesserungen. Extrem gut fand ich den sehr persönlichen Service, wovon sich viele Hotels eine Scheibe abschneiden könnten.

InterContinental Porto – die Erholung

Im Kellergeschoss bietet das InterContinental Porto auch einen großzügigen Spa Bereich mitsamt Gym.

InterContinental Porto Gym

Letzterer ist durchaus modern eingerichtet und kommt mit Crosstrainern, Laufbändern und einigen Geräten zum Krafttraining daher.

InterContinental Porto – Fazit

Auch wenn mich das Zimmer durchaus überzeugen könnte, ist mir das InterContinental Porto aufgrund der Erfahrung beim Check In nicht unbedingt in bester Erinnerung geblieben. Prinzipiell habe ich durchaus Verständnis, wenn es mal nicht klappt mit dem garantierten Upgrade.

Allerdings würde ich in so einem Fall eine ehrliche Kommunikation erwarten und nicht diverse Notlügen ohne jede Einsicht oder Kompensation. Nichtsdestotrotz sind die Zimmer in meinen Augen sehr empfehlenswert. Lage und Ambiente sind im InterContinental Porto sowieso unschlagbar.

Weitere Reviews zu Hotels, Lounges und Airlines findet Ihr auf unserer Übersichtsseite!

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Autor

Severin ist seit ein paar Jahren in der Vielfliegerszene aktiv. Angefangen mit regelmäßigen Daytrips nach ganz Europa hat es ihn immer weiter in die Welt getrieben. Auf reisetopia teilt Severin besonders seine Tipps, um günstig durch Europa zu fliegen!

  • Wie sind eure Erfahrungen mit Upgrades wenn ihr bereits eine Suite gebucht habt, überalle Hotelketten hinweg gesehen?
    Ich hab einmal im Mercure eine Junior Suite gebucht und diese auch bekommen. Ein Upgrade in eine Previleg Suite wäre möglich gewesen, wurde aber nicht gewährt. Da ich nur Silver Member war, habe ich das auch nicht erwartet und nicht danach gefragt. Zudem war die Junior Suite sehr geräumig.
    Nach meinen Erfahrungen gibt’s bei Mercure eher selten ein Upgrade.

    • Also grundsätzlich sind Upgrades von einer Suite auf die nächstgrößere aus mehreren Gründen eher unwahrscheinlich: So gibt es zum Beispiel meist nur eine oder wenige Suiten des höheren Typs. Darüber hinaus sind bestimmte (oder gar alle) Suiten teilweise in den Bedingungen der Programme ausgeschlossen. Zuletzt bleibt auch noch das Problem, das nur wenige Mitarbeiter überhaupt die Möglichkeit haben, ein Suite-Upgrade freizugeben. Am besten sind die Chancen bei Ketten mit garantierten Upgrades (z.B. InterContinental Ambassador) oder über Virtuoso etc.

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