Malta ist eine Insel im Mittelmeer, die sehr stark vom Tourismus abhängig ist. Dass das nicht unbegründet ist, zeige ich Euch in diesem Destination Guide, denn Malta ist sicherlich eines der am stärksten unterschätzen Reiseziele in Europa!

Dieser Guide ist Teil des Tripreports ‘Weihnachten mit der Familie auf Malta’. Alle Teile & Informationen zur Buchung gibt es im Intro!

Im Mittelmeer findet man so einige verschiedene Inseln, die allesamt ihren eigenen Charme haben. Meist geht es Urlaubern dabei um einen besonders schönen Strand und dies ist sicherlich auch das größte Problem von Malta: Die Insel verfügt über recht wenige Sandstrände, dafür gibt es allerdings enorm viel Kultur, wunderschöne Küstenstreifen und vieles mehr. Warum sich ein Besuch der Insel meiner Meinung nach auch ohne Sandstrände absolut lohnt, zeige ich Euch in diesem Ratgeber!

Wie komme ich nach Malta?

Malta ist aus dem deutschsprachigen Raum sehr einfach zu erreichen, denn die staatliche Air Malta fliegen das ganze Jahr über zu mehreren Destinationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Darüber hinaus fliegt auch die Lufthansa ab München und Frankfurt.

Air Malta Economy Class

Günstigairlines wie Ryanair, easyJet oder auch die Ryanair-Tochter Malta Air bieten zusätzliche Verbindungen an, sodass man an den meisten Daten günstig und schnell nach Malta kommt. Die Preise liegen zumeist nur zwischen 100 und 200 Euro für einen Hin- und Rückflug.

Wo sollte man bei einer Reise nach Malta übernachten?

Die meisten Hotels auf Malta finden sich in und um St. Julien sowie in der Hauptstadt Valetta. Klassische Resorts finden sich eher in St. Julien, wo unter anderem das Hilton Malta und auch das Westin Dragonara Resort zu finden sind. In der Nähe gibt es auch ein Radisson sowie ein Marriott. Bei meiner letzten Reise konnte ich zudem das InterContinental Malta testen, das bei der Buchung über reisetopia Hotels dank des kostenfreien Upgrades auf das Club Level sehr attraktiv ist.

InterContinental Malta Außenpool 3

Ich persönlich würde aber beim nächsten Mal eher in Valetta übernachten, da es hier viele charmante Hotels gibt, die zwar weniger den Charakter eines Resorts haben, dafür aber mitten im historischen Zentrum liegen. Als mitunter beste Option gilt hier das neue The Phoenica Malta. Wer dagegen in St. Julien übernachtet ist sozusagen mitten im Trubel von Bars und Casinos, wobei einige Resorts etwas weiter weg liegen, etwa das renovierte Marriott.

Welche Sehenswürdigkeiten auf Malta sollte man nicht verpassen?

Malta hat extrem viel zu bieten, sodass es schwierig ist zu sagen, was denn nun wirklich zum Pflichtprogramm gehören sollte. Ganz klar zu nennen ist hier allerdings Valetta.

Valetta Malta 2

Die Hauptstadt der Insel ist schon auf die Distanz wirklich ein unglaublicher Ort und nicht umsonst Drehort für den einen oder anderen historischen Film. Auch in der Stadt selbst setzt sich die Historie fort, denn man findet hier zahlreiche historische Gebäude, die einen in eine andere Zeit versetzen.

Valletta Auberge De Castille Malta Valletta New Parliament Building Malta

Ob nun die vielen charmanten kleinen Gassen, die Parlamentsgebäude oder die verschiedenen Kirchen und Kathedralen der Stadt – in Valetta gibt es schier unglaublich viel zu sehen und man kann hier meiner Meinung mindestens einen ganzen Tag verbringen.

Valletta Upper Barrakka Gardens Malta Valetta Hafen Malta

Darüber hinaus genießt man einen genialen Ausblick auf die vorgelagerten Städte auf der anderen Seite der Bucht, die wiederum teilweise mit eigenen Festungen daherkommen.

Valletta Fort Manoel Malta Valletta The Saluting Battery 2 Malta

Ein Besuch von Valetta hat schon fast etwas Surreales und meiner Meinung nach ist die Stadt wirklich ein europäisches Highlight, das viel zu selten auf der “Bucket List” von Reisenden auftaucht.

Triton Fountain Valetta Malta

Während ich St. Julien selbst für wenig sehenswert halte, empfiehlt sich doch auch noch ein Abstecher in zwei andere Orte: Rabat & Mdina.

Mdina National Museum Of Natural History Malta

Hier wurde nicht zufällig der eine oder andere Teil der Serie Game of Thrones gedreht, denn die beiden Städtchen gehören zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Insel.

Mdina Gebäude Malta

Rabat besticht primär durch eine schöne Kathedrale und viele nette Gassen.

Rabat Castelleti Restaurant Malta Kollegiatskirche St. Paul Rabat 3

Besonders traumhaft ist aber das gänzlich historische Mdina, das mit einem wunderschönen Stadttor und zahlreichen historischen Gebäuden daherkommt – man fühlt sich ein wenig wie in einer Festung in einem anderen Jahrhundert.

Mdina Cathedral Museum Malta Mdina St. Paul's Cathedral Malta

Nicht weit von hier findet man zudem noch eine besonders beeindruckende Kirche. In dem Örtchen Mosta steht die sogenannte Rotunda, die ebenfalls einen Blick wert ist.

Mosta Rotunda Malta

In Malta geht es aber natürlich nicht nur um alte Gebäude und Kultur, sondern auch um wunderschöne Natur. Hierfür empfehlen sich generell lange Spaziergänge entlang der Küste, besonders schön ist die Gegend im Süden der Insel rund um die blaue Grotte.

Blaue Grotte Malta Küste

Hier kann man toll wandern gehen, aber auch kleine charmante Fischerdörfer besuchen.

Blaue Grotte Malta Schiffe

Die blaue Grotte selbst ist ebenfalls einen Ausflug wert, wenngleich man hierfür noch einmal gesondert ein Boot organisieren muss.

Blaue Grotte Malta

Auch Hagar Qim, eine der Weltkulturerbestätten auf Malta, ist nicht weit von hier entfernt.

Hagar Qim Malta Hagar Qim Malta 2

Die ehemalige Tempelanlage gehört zu den besten Relikten einer ganz anderen Welt in Europa und ist besonders für Geschichtsfans ein Muss – die Szenerie des Tempels am Meer ist aber generell beeindruckend.

Valletta Malta

Natürlich hat Malta noch viel mehr zu bieten und besonders ein Abstecher nach Gozo – mehr dazu in einem anderen Destination Guide – ist absolut empfehlenswert. Ohne Zweifel hat Malta es mir enorm angetan und ich kann einen Besuch nur jedem ans Herz legen!

Wie komme ich auf Malta am besten herum?

Auf Malta gibt es im Prinzip drei Möglichkeiten, um einfach herumzukommen. Am einfachsten ist sicherlich ein Mietwagen, allerdings gestaltet sich das Parken in Valetta genauso wie in St. Julien eher schwierig. Auf Gozo und außerhalb der beiden Metropolen ist dies allerdings weniger problematisch. Die Straßen sind zwar in keinem guten Zustand und auch die Fahrkultur nicht unbedingt gut, aber da man sowieso nirgendwo schnell fahren kann, ist man mit einem Mietwagen flexibel und relativ sicher unterwegs. Wer einen Mietwagen lieber meiden möchte, kann auch mit dem Taxi herumkommen oder aber auf den Bus setzen.

Malta Bus

Das Busnetz auf Malta ist genauso wie auf Gozo überraschend gut, denn es gibt zahlreiche verschiedene Linien, die einen besonders ausgehend von Valetta in alle Richtungen bringen. Die Preise sind sehr human und die Pünktlichkeit ist relativ gut. Bei meinem ersten Trip nach Malta hatte ich keine Probleme, die Insel mit dem Bus zu erkunden und kann dies daher durchaus empfehlen. Alternativ bietet es sich auch an, auf einen Hop-on-Hof-off-Bus zu setzen, manche Anbieter bieten hier sogar eine Kombination beider Inseln, inklusive Transfers mit der Fähre oder einem Boot.

Zu welcher Jahreszeit sollte man Malta besuchen?

Das Schöne an Malta ist, dass sich ein Besuch der Insel zu jeder Jahreszeit lohnt. Auch im Dezember war das Wetter eigentlich die ganze Zeit über angenehm. An den meisten Tagen schien mehrere Stunden lang die Sonne, sonst war es leicht bewölkt bei knapp 15 Grad. Dies ist mitunter auch die niedrigste Durchschnittstemperatur, im Sommer liegt diese am Tag meist bei bis zu 30 Grad, enorm heiß wird es auf Gozo allerdings nur selten. Entsprechend lohnt sich ein Besuch der Insel ganzjährig. Wer gerne auch im Meer schwimmen möchte, der sollte sich auf die Sommermonate konzentrieren.

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Autor

Moritz liebt nicht nur Reisen, sondern auch Luxushotels in aller Welt. Auf der Suche nach neuen Erlebnissen hat Moritz schon dutzende Airlines getestet und mehr als 100 Städte erkundet. Auf reisetopia lässt er Euch an seinen Erlebnissen & Tipps teilhaben!

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