United MileagePlus gehört zu den größten Vielfliegerprogrammen der Welt und ist das Bonusprogramm der US-Fluggesellschaft United Airlines. Als Vollmitglied der Star Alliance ist das Programm auch für Vielflieger aus Deutschland spannend – vor allem wegen der großzügigen Statusmeilen-Gutschrift auf Partnerflügen, der Prämienflüge ohne Treibstoffzuschläge und der Möglichkeit, dank Klarna Cashback sogar ganz ohne Fliegen Meilen zu sammeln.
Das Wichtigste in Kürze
- Klarna Cashback ist in Deutschland aktuell der einzige Fintech-Weg zu United-Meilen (rund 80 Meilen pro Euro) – kein Amex Membership Rewards, kein Revolut RevPoints
- Größte Stärke: Prämienflüge ohne Treibstoffzuschläge – eine Lufthansa Business Class nach Nordamerika kostet so nur Steuern statt über 800 Euro Zuschlag wie bei Miles & More
- Meilen verfallen nicht; ab Premier Gold erhaltet Ihr automatisch den Star Alliance Gold Status mit weltweitem Lounge-Zugang
- Schwäche: die umsatzbasierten Prämienmeilen auf günstigen Economy-Tickets fallen gering aus
Wir gehen für Euch alle wichtigen Punkte durch: das Sammeln und Einlösen der Meilen, die Möglichkeiten aus Deutschland, das Statussystem, die lohnendsten Prämienflüge und die besten Alternativen.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist United MileagePlus?
- Wie sammelt man Meilen bei United MileagePlus?
- Wie sammelt man United-Meilen in Deutschland – ganz ohne Fliegen?
- Welche Statuslevel gibt es bei United MileagePlus?
- Wie löst man Meilen bei United MileagePlus ein?
- Welche Prämienflüge lohnen sich bei United MileagePlus am meisten?
- Für wen lohnt sich United MileagePlus?
- Was sind die besten Alternativen zu United MileagePlus?
- Unser Fazit: Wie gut ist United MileagePlus wirklich?
Damit ist United MileagePlus vor allem ein starkes Programm zum Einlösen von Meilen. Warum das so ist und wie Ihr das Beste herausholt, schauen wir uns Schritt für Schritt an.
Was ist United MileagePlus?
United MileagePlus wurde 1981 gegründet und ist damit eines der ältesten und mit über 100 Millionen Mitgliedern zugleich eines der größten Vielfliegerprogramme der Welt. Hinter dem Programm steht United Airlines, eine der drei großen US-Fluggesellschaften mit Drehkreuzen unter anderem in Newark, Chicago, San Francisco, Denver, Houston und Washington.
Als Vollmitglied der Star Alliance könnt Ihr Eure Meilen im gesamten Allianz-Netzwerk sammeln und einlösen – etwa bei Lufthansa, SWISS, Austrian Airlines, Air Canada, ANA, Singapore Airlines, Turkish Airlines oder EVA Air. Dazu kommen einige Nicht-Allianz-Partner wie Aer Lingus oder Eurowings. Die Teilnahme am Programm ist kostenlos.
Grundsätzlich unterscheidet United zwei Währungen: Prämienmeilen, die Ihr für Flüge und andere Prämien einlöst, und die Statuswährungen PQP (Premier Qualifying Points) sowie PQF (Premier Qualifying Flights), über die Ihr einen Elitestatus erreicht.
Wie sammelt man Meilen bei United MileagePlus?
Auf Flügen mit United selbst werden Prämienmeilen umsatzbasiert gutgeschrieben: fünf Basismeilen pro US-Dollar Nettoflugpreis (ohne Steuern und Zuschläge), zuzüglich eines Statusbonus. Seit April 2026 ergeben sich damit folgende Sammelraten:
| Level | Meilen pro US-Dollar |
|---|---|
| Allgemeines Mitglied | 5 |
| Premier Silver | 6 |
| Premier Gold | 7 |
| Premier Platinum | 8 |
| Premier 1K | 9 |
Für günstige Economy-Tickets fällt die Prämienmeilen-Gutschrift damit eher gering aus, für teure Business-Tarife dagegen üppig. Deutlich interessanter ist für viele das Sammeln auf Star-Alliance-Partnerflügen, sofern das Ticket nicht von United ausgestellt wurde: Hier zählt die geflogene Entfernung nach Buchungsklasse. Vor allem die Statusmeilen-Gutschrift ist großzügig – selbst günstige Lufthansa- oder SWISS-Economy-Tarife bringen häufig 100 Prozent der geflogenen Meilen als Statusmeilen, während Business-Class-Tarife meist 200 Prozent erreichen.
Vorsicht bei Basic Economy: In der günstigsten Buchungsklasse sammelt Ihr nur die Hälfte der Meilen und müsst mit strengen Gepäck-Einschränkungen rechnen. Für einen kleinen Aufpreis bekommt Ihr im Standard-Tarif ein Gepäckstück und die doppelte Meilengutschrift – wir raten daher von Basic Economy ab.
Neben dem Fliegen bietet United zahlreiche weitere Sammelwege. Viele davon sind auf den US-Markt zugeschnitten, funktionieren teils aber auch international. Ein Überblick über die wichtigsten Wege und ihre Gutschrift:
| Sammelweg | Gutschrift (Richtwert) |
|---|---|
| Flüge mit United | 5 Meilen/$ + Statusbonus (bis 9 Meilen/$) |
| Star-Alliance-Partnerflüge | entfernungs- und klassenabhängig |
| Klarna Cashback (Deutschland) | 80 Meilen pro Euro Cashback |
| MileagePlus Dining (v. a. USA) | 1 bis 5 Meilen/$ |
| MileagePlus Shopping (v. a. USA) | bis zu 10 Meilen/$ |
| Hotelpartner (United Hotels, Vrbo) | 2 bis 3 Meilen/$ |
| Mietwagen (Avis, Budget, Turo) | bis 1.250 Meilen pro Anmietung |
Dazu kommt die Möglichkeit, Meilen direkt zu kaufen – das lohnt sich allerdings nur bei den regelmäßigen Bonusaktionen, über die wir bei reisetopia berichten. Der für deutsche Sammler mit Abstand relevanteste Weg ohne Flug ist Klarna, den wir uns im nächsten Abschnitt genauer ansehen.
Wie sammelt man United-Meilen in Deutschland – ganz ohne Fliegen?
Wer nicht ständig über den Atlantik fliegt, hat in Deutschland trotzdem einen spannenden Weg, um MileagePlus-Meilen aufzubauen: Klarna Cashback. Das über Klarna angesammelte Cashback-Guthaben lässt sich in United-Meilen umwandeln – aktuell mit rund 80 Meilen pro Euro Cashback. Damit ist Klarna derzeit der einzige deutsche Fintech-Weg, um United-Meilen ganz ohne Flug zu sammeln. Wie das Programm im Detail funktioniert, erklären wir Euch im Guide zum Klarna Cashback.
Klarna Max
- Bis zu 4.760 Euro Vorteile pro Jahr
- Unbegrenzter Lounge-Zugang zu über 1.800 Flughafen-Lounges
- Weltweite Reiseversicherung bis 5 Mio. Euro inklusive
- 1 % Cashback umwandelbar in Meilen oder Hotelpunkte
- Tagesgeld mit 2,45 % Zinsen inklusive
- Zugang zu 19 digitalen Abos und Services
Besonders viel herausholen könnt Ihr mit den kostenpflichtigen Klarna-Stufen: Klarna Max hebt die Cashback-Rate spürbar an, sodass pro Einkauf mehr United-Meilen zusammenkommen. Da die Umrechnungskurse schwanken können, prüft sie vor der Umwandlung aber immer aktuell in der Klarna-App.
Zur Einordnung: United MileagePlus ist kein Transferpartner von American Express Membership Rewards in Deutschland und auch nicht bei Revolut RevPoints vertreten. Die bekannten United-Kreditkarten von Chase sowie der Transfer von Chase Ultimate Rewards oder Bilt Rewards gibt es ausschließlich in den USA. Auch ein direkter Punktetransfer von Miles & More zu United ist nicht möglich – als Star-Alliance-Partner lassen sich United-Meilen aber flexibel für Flüge mit der Lufthansa Group einsetzen und umgekehrt.
Welche Statuslevel gibt es bei United MileagePlus?
United MileagePlus kennt vier Premier-Statuslevel. Die Qualifikation erfolgt über PQP (rund ein Punkt pro US-Dollar Grundtarif inklusive Zuschläge) und PQF (Anzahl qualifizierender Flüge); zusätzlich sind mindestens vier bezahlte Segmente mit United oder United Express nötig. Für das Statusjahr 2026 gelten folgende Voraussetzungen:
| Status | Voraussetzung | oder nur PQP |
|---|---|---|
| Premier Silver | 5.000 PQP + 15 PQF | 6.000 PQP |
| Premier Gold | 10.000 PQP + 30 PQF | 12.000 PQP |
| Premier Platinum | 15.000 PQP + 45 PQF | 18.000 PQP |
| Premier 1K | 22.000 PQP + 60 PQF | 28.000 PQP |
Ein entscheidender Punkt für Vielflieger aus Europa: Ab Premier Gold erhaltet Ihr zusätzlich den Star Alliance Gold Status, der auf allen Partner-Airlines wie Lufthansa, SWISS oder Austrian gilt. Seit Februar 2026 sind zudem alle Premier-Mitglieder für Upgrades berechtigt – über kostenlose Complimentary Premier Upgrades sowie über PlusPoints. Schauen wir uns die Vorteile Stufe für Stufe an – jeweils bei United selbst und über den korrespondierenden Star-Alliance-Status.
Was bietet Premier Silver (Star Alliance Silver)?
Premier Silver ist mit 5.000 PQP und 15 Flügen der am schnellsten erreichbare Status und bringt vor allem im US-Verkehr erste spürbare Vorteile. Der zugehörige Star Alliance Silver Status ist allerdings schwach ausgeprägt – auf Lufthansa und Co. profitiert Ihr fast ausschließlich von den United-eigenen Leistungen. Für Gelegenheitsflieger ist es dennoch ein netter erster Schritt.
| Vorteil | Bei United | Über Star Alliance Silver |
|---|---|---|
| Meilenbonus | 6 Meilen pro US-Dollar | – |
| Freigepäck | 1 zusätzliches Gepäckstück | – |
| Sitzplatz | Economy Plus beim Check-in | – |
| Upgrades | Complimentary Upgrades ab dem Abflugtag | – |
| Priority & Lounge | Premier Access (Check-in, Sicherheit, Boarding) | Priorität auf Wartelisten & beim Standby |
| Das Besondere | Erster Zugang zu kostenlosen Upgrades sowie gebührenfreien gleichtägigen Umbuchungen und Standby | – |
Was bietet Premier Gold (Star Alliance Gold)?
Premier Gold ist der wichtigste Sprung, denn hier schaltet Ihr den Star Alliance Gold Status frei. Ab sofort genießt Ihr weltweit Lounge-Zugang, mehr Freigepäck und Priority-Services – und zwar auch auf Lufthansa-, SWISS- und Austrian-Flügen. Damit wird der Status auch für europäische Vielflieger richtig wertvoll.
| Vorteil | Bei United | Über Star Alliance Gold |
|---|---|---|
| Meilenbonus | 7 Meilen pro US-Dollar | – |
| Freigepäck | 2 zusätzliche Gepäckstücke | +20 kg bzw. 1 Extra-Gepäckstück |
| Sitzplatz | Economy Plus schon bei der Buchung | – |
| Upgrades | bessere Upgrade-Priorität | – |
| Priority & Lounge | Premier Access | Zugang zu über 1.000 Lounges weltweit inkl. Gast, Priority Check-in, Boarding & Gepäck, Fast-Track |
| Das Besondere | Schaltet den Star Alliance Gold Status frei – der wertvollste Statussprung für Vielflieger aus Europa | weltweiter Lounge-Zugang inklusive Gast |
Was bietet Premier Platinum (Star Alliance Gold)?
Mit Premier Platinum steigen Sammelrate und Upgrade-Chancen weiter: Ihr erhaltet 40 PlusPoints und rückt bei Upgrades vor den Gold-Mitgliedern auf. Die Star-Alliance-Vorteile bleiben identisch zu Gold – das ist aber ohnehin bereits das Beste, was die Allianz zu bieten hat. Ein sinnvoller Status für alle, die häufiger in der Business Class unterwegs sind.
| Vorteil | Bei United | Über Star Alliance Gold |
|---|---|---|
| Meilenbonus | 8 Meilen pro US-Dollar | – |
| Freigepäck | 3 zusätzliche Gepäckstücke | +20 kg bzw. 1 Extra-Gepäckstück |
| Sitzplatz | Economy Plus schon bei der Buchung | – |
| Upgrades | 40 PlusPoints, hohe Upgrade-Priorität | – |
| Priority & Lounge | Premier Access | alle Star Alliance Gold Vorteile (siehe Premier Gold) |
| Das Besondere | Economy-Sitzplatzgarantie: bis 120 Minuten vor Abflug noch ein Economy-Platz selbst auf ausgebuchten Flügen; Economy Plus auch für Begleiter | – |
Was bietet Premier 1K (Star Alliance Gold)?
Premier 1K ist der Spitzenstatus für echte Vielflieger und entsprechend schwer zu erreichen. Neben der höchsten Sammelrate und starken 320 PlusPoints genießt Ihr die früheste Upgrade-Priorität und einen dedizierten Support. Wer so viel fliegt, holt hier den maximalen Gegenwert aus dem Programm heraus.
| Vorteil | Bei United | Über Star Alliance Gold |
|---|---|---|
| Meilenbonus | 9 Meilen pro US-Dollar | – |
| Freigepäck | 3 zusätzliche Gepäckstücke | +20 kg bzw. 1 Extra-Gepäckstück |
| Sitzplatz | Economy Plus schon bei der Buchung | – |
| Upgrades | 320 PlusPoints, Priorität bereits 96 Std. vorab | – |
| Priority & Lounge | Premier Access, dedizierter Support | alle Star Alliance Gold Vorteile (siehe Premier Gold) |
| Das Besondere | Höchste Priorität überall: 96-Stunden-Upgrade-Fenster (auf Wunsch per PlusPoints auch ohne freien Platz bestätigbar), dedizierte 1K-Telefonleitung und Economy Plus für bis zu 8 Begleiter | – |
Wie löst man Meilen bei United MileagePlus ein?
Beim Einlösen zeigt United MileagePlus seine größte Stärke. Auf United-eigenen Flügen gelten dynamische Preise ohne klassischen Award-Chart; die Meilenzahl schwankt also je nach Nachfrage. Günstige Saver-Awards bilden bei internationalen Verbindungen aber weiterhin die Untergrenze, und die gezielte Suche nach Saver-Verfügbarkeit lohnt sich entsprechend.
Grundsätzlich könnt Ihr Meilen auf vielen Wegen einlösen: für Flüge mit United, für Prämienflüge im gesamten Star-Alliance-Netzwerk, für gemischte Kabinen (mixed cabin), für Upgrades per PlusPoints sowie – mit meist schwächerem Gegenwert – für Cash-&-Miles-Buchungen, Sachprämien, Hotels, Mietwagen oder Guthaben in der MileagePlus-X-App. Wie fast immer bei Vielfliegerprogrammen ist die Einlösung für Prämienflüge mit Abstand am lohnenswertesten.
Der große Vorteil von United: Das Programm erhebt bei Prämienflügen keine Treibstoffzuschläge. Wichtig zu verstehen – zuschlagsfrei heißt nicht kostenlos: Steuern und Flughafengebühren (etwa die deutsche Luftverkehrsteuer und Sicherheitsgebühren) fallen immer an. Was United im Gegensatz zu manch anderem Programm aber weglässt, sind die von der Airline aufgeschlagenen Treibstoff- bzw. Kerosinzuschläge (im Ticket als „YQ” ausgewiesen), die je nach Airline mehrere hundert Euro ausmachen können.
Was das konkret bedeutet, zeigt der direkte Vergleich derselben Lufthansa Business Class von Frankfurt nach New York – einmal über United MileagePlus, einmal über das Lufthansa-Programm Miles & More:
| Lufthansa Business, FRA → New York (einfach) | United MileagePlus | Miles & More |
|---|---|---|
| Meilenpreis | 80.000 | ab 48.000 |
| Zuzahlung | nur Steuern & Gebühren (meist unter 150 €) | rund 835 € (überwiegend Treibstoffzuschlag) |
Ihr zahlt über United also mehr Meilen, spart aber mehrere hundert Euro Bargeld. Wie groß der Vorteil ausfällt, hängt von der Airline ab: Lufthansa, SWISS, Austrian, SAS oder Thai Airways erheben teils saftige Treibstoffzuschläge, die über Miles & More voll durchschlagen – über United dagegen komplett entfallen. Bei Airlines, die ohnehin kaum Zuschläge verlangen (etwa Air Canada, Avianca, Copa oder Aegean), ist der Unterschied dagegen gering.
Reisetipp: Den größten Bargeld-Vorteil holt Ihr mit United bei Prämienflügen der Lufthansa Group und anderer zuschlagsstarker Airlines heraus. Da United keine Zuschläge erhebt und Einzelstrecken erlaubt, könnt Ihr Hin- und Rückflug zudem getrennt optimieren – etwa den Hinflug in der Lufthansa Business Class und den Rückflug mit SWISS oder Austrian.
Zwei Einschränkungen solltet Ihr kennen: Der früher beliebte Excursionist Perk (ein kostenloser Stopover innerhalb einer Rundreise) wurde im August 2025 abgeschafft. Und die Lufthansa First Class stellt United für Prämienbuchungen nicht zur Verfügung – seit einigen Monaten ist sie selbst über Air Canada Aeroplan nicht mehr verfügbar, sodass Ihr sie aktuell praktisch nur noch direkt über Lufthansa Miles & More buchen könnt. Dafür verlangt United keine kurzfristigen Buchungsgebühren (Close-in Fees).
United bepreist eigene Prämienflüge seit einigen Jahren dynamisch – eine feste Award-Tabelle gibt es nicht mehr, die Meilenzahl wird im Buchungsflow auf united.com live berechnet. Zur Orientierung hier typische Ab-Werte für die beliebte Strecke USA↔Europa auf United-Metall (Polaris Business):
| Kabine | einfach (ab) | Hin + Rück (ab) |
|---|---|---|
| Economy | 30.000 Meilen | 60.000 Meilen |
| Premium Economy | 45.000 Meilen | 90.000 Meilen |
| Business (Polaris) | 60.000 Meilen | 120.000 Meilen |
Die Werte schwanken je nach Nachfrage; 60.000 Meilen einfach in Polaris Business sind der Saver-Bestwert. Pluspunkt: United erhebt keine Treibstoffzuschläge, und MileagePlus-Kreditkarteninhaber erhalten ab April 2026 mindestens 10 Prozent Meilenrabatt auf United-eigene Prämienflüge.
Welche Prämienflüge lohnen sich bei United MileagePlus am meisten?
Damit der Wert der Meilen greifbar wird, haben wir einige der attraktivsten Prämienflüge zusammengestellt. Die Werte sind Saver-Richtwerte für eine einfache Strecke; durch die dynamische Bepreisung können sie an nachfragestarken Tagen höher liegen.
| Beispiel-Prämienflug | Klasse | ab Meilen (einfach) |
|---|---|---|
| Innereuropäische Kurzstrecke mit Partnern (bis ~2 Std.) | Economy | ab 8.000 |
| USA-Inland Kurzstrecke | Economy | 5.000–12.500 |
| Europa ↔ USA mit United (Polaris) | Business | 60.000 |
| Europa ↔ USA mit Lufthansa/SWISS (Partner) | Business | 80.000 |
| Transpazifik mit ANA „The Room” | Business | 75.000–80.000 |
| Australien/Neuseeland ↔ Nordasien | Business | 50.000 |
| Australien/Neuseeland ↔ Nordasien | First | 65.000 |
Ein besonderer Klassiker ist die japanische ANA: Deren berühmtes „The Room”-Business-Class-Produkt auf der Transpazifik-Strecke lässt sich mit United-Meilen schon ab rund 75.000 bis 80.000 Meilen als Einzelstrecke buchen – ANA selbst erlaubt bei Partnerprämien nur Hin- und Rückflug, sodass United hier den flexibleren Weg bietet.
Die praktischsten Sweetspots für DACH-Reisende sind aber die Europa-Flüge: Die zuschlagsfreie Lufthansa- oder SWISS-Business-Class nach Nordamerika ab 80.000 Meilen ist angesichts hoher Bargeldpreise ein hervorragender Gegenwert. Für Zubringer innerhalb Europas zahlt Ihr auf Partnern wie Lufthansa, SWISS oder Brussels Airlines auf kurzen Strecken oft nur ab 8.000 Meilen – ideal, um einen günstigen Anschluss an einen Langstrecken-Prämienflug zu legen.
Für wen lohnt sich United MileagePlus?
Aus deutscher Sicht ist United MileagePlus vor allem ein cleveres Ergänzungsprogramm. Die meisten Vielflieger im deutschsprachigen Raum sind an den Lufthansa-Drehkreuzen Frankfurt und München beheimatet und fliegen ohnehin viel Star Alliance – genau hier spielt United seine Stärke aus: Dieselben Lufthansa-, SWISS- oder Austrian-Prämienflüge, die über Miles & More mehrere hundert Euro Treibstoffzuschlag kosten, bucht Ihr über United nur gegen Steuern und Gebühren. Für Premium-Langstrecke ist das der entscheidende Vorteil.
Beim Sammeln ist die Lage aus Deutschland dagegen ambivalent: Die lukrativen US-Kreditkarten von Chase stehen hier nicht zur Verfügung, und United ist – anders als Flying Blue oder die Avios-Programme – kein Amex-Membership-Rewards-Partner. Der praktikabelste Weg zu United-Meilen ohne Flug führt deshalb über Klarna Cashback. Wer regelmäßig Star Alliance fliegt, profitiert zusätzlich von der großzügigen Statusmeilen-Gutschrift und erreicht so vergleichsweise schnell Star Alliance Gold.
Kurz gesagt: United MileagePlus lohnt sich für DACH-Reisende, die Prämienflüge mit der Lufthansa Group zuschlagsfrei buchen und dafür ein zweites Meilenkonto neben Miles & More pflegen wollen. Weniger geeignet ist es, wenn Ihr vor allem viele Prämienmeilen aus günstigen Economy-Tickets erwartet, ausschließlich innerdeutsch unterwegs seid oder gezielt die Lufthansa First Class anpeilt.
Was sind die besten Alternativen zu United MileagePlus?
Kein Programm ist für alles die beste Wahl. Je nachdem, ob Euch das zuschlagsfreie Einlösen, die einfache Meilen-Beschaffung in Deutschland oder eine bestimmte Airline wichtig ist, kommen verschiedene Alternativen infrage:
| Programm | Allianz | Sammeln in Deutschland | Stärke |
|---|---|---|---|
| Miles & More | Star Alliance | eigene Kreditkarte | beste Lufthansa-Verfügbarkeit & einzige Quelle für LH First – aber hohe Treibstoffzuschläge |
| Turkish Miles & Smiles | Star Alliance | eigene Kreditkarte | sehr günstige Award-Preise, dafür umständliche Buchung |
| Air Canada Aeroplan | Star Alliance | kein direkter DE-Weg | ebenfalls zuschlagsfrei, transparenter Award-Chart |
| Flying Blue | SkyTeam | Amex, Revolut, Klarna | maximale Flexibilität für DACH, monatliche Promo-Awards |
| British Airways (Avios) | oneworld | American Express | starkes Avios-Ökosystem, günstige Kurzstrecken |
Innerhalb der Star Alliance ist Miles & More für Deutsche das Standardprogramm – mit eigener Kreditkarte, der besten Lufthansa-Verfügbarkeit und als einzige verbliebene Quelle für die Lufthansa First Class, aber eben mit hohen Zuschlägen. United ergänzt es ideal, indem es dieselben Flüge zuschlagsfrei bucht. Turkish Miles & Smiles bietet günstige Preise, ist bei der Buchung aber umständlicher.
Wer flexibler sammeln möchte, schaut über die Star Alliance hinaus: Flying Blue von Air France und KLM lässt sich in Deutschland gleich über American Express, Revolut und Klarna befüllen und ist damit das flexibelste Programm für DACH-Sammler. Auch die Avios von British Airways sind über American Express gut erreichbar und auf Kurzstrecken sehr günstig.
Als Faustregel: Für Lufthansa-Business zuschlagsfrei nehmt Ihr United, für die Lufthansa First Class bleibt nur Miles & More, und für möglichst flexibles Sammeln in Deutschland ist Flying Blue die erste Wahl.
Weitere Star-Alliance-Programme im Detail: Ausführliche Guides gibt es zu Air Canada Aeroplan, ANA Mileage Club, Air India Maharaja Club, EVA Air Infinity MileageLands und Thai Royal Orchid Plus – und mit American AAdvantage sowie Atmos Rewards beleuchten wir die großen US-Konkurrenten aus der oneworld-Allianz.
Unser Fazit: Wie gut ist United MileagePlus wirklich?
United MileagePlus ist für deutsche Vielflieger besonders beim Einlösen stark: Prämienflüge ohne Treibstoffzuschläge, flexible Einzelstrecken, keine Close-in-Fees und nicht verfallende Meilen sprechen für sich. Beim Sammeln überzeugt die großzügige Statusmeilen-Gutschrift, während die umsatzbasierten Prämienmeilen bei günstigen Tickets eher schwach ausfallen. Dass sich Meilen inzwischen über Klarna Cashback auch ganz ohne Flug sammeln lassen, macht das Programm für den deutschen Markt so zugänglich wie nie. Wer flexibel bleiben möchte, wirft zusätzlich einen Blick auf andere Star-Alliance-Programme wie Singapore Airlines KrisFlyer.