Ein Inlandsflug in der Japan Airlines Economy Class ist besonders auf einigen Rennstrecken aufgrund der eingesetzten Maschinen ein Highlight. So werden auf einigen Flügen standardmäßig Widebody-Jets in einer Kurzstreckenkonfiguration genutzt, eine Kombination, die man in dieser Form nur sehr selten in Europa sieht. Was Euch auf einem Inlandsflug in der JAL Economy Class erwartet, erfahrt Ihr in diesem Bericht!

Japan Airlines Economy Class Kurzstrecke – die Buchung

Für einen Aufenthalt in Kyoto habe ich meine Meilen genutzt und einen Flug von Tokyo-Haneda nach Osaka-Itami mit dem British Airways Executive Club gebucht. Auch kurzfristig gab es ordentliche Prämienverfügbarkeiten und so habe ich auch zwei Tage vor dem geplanten Abflug einen passenden Flug finden können. Für ein Inlandssegment fielen zu diesem Zeitpunkt noch 4.500 Avios (mittlerweile sind es 6.000 Avios) und etwa fünf Euro an Steuern und Gebühren an, wenn man Hin- und Rückflug zusammen bucht, verdoppeln sich die Werte einfach. Dabei sind sehr viele Inlandsflüge innerhalb Japans zu diesem Preis erhältlich, lediglich Flüge zu den südlichsten Inseln wie Okinawa landen oft in der nächsten Awardzone und kosten somit 9.000 Avios pro Weg.

Japan Airlines Economy Class Kurzstrecke – der Check-in

Der Flughafen Tokyo-Haneda ist wirklich sehr gut an die Stadt angebunden, und vom Bahnhof Shinagawa kommt Ihr in etwa 30 Minuten ohne Umsteigen zum Flughafen. Es gibt auch eine Monorail, die den Stadtteil Hamamatsu mit dem Flughafen verbindet. Für Inlandsflüge und internationale Flüge gibt es getrennte Terminals, Ihr müsst also darauf achten, dass Ihr beim richtigen Terminal aussteigt.

Da ich mich für meinen Flug nicht online einchecken konnte, musste ich noch zum Schalter, um mein Ticket ausdrucken zu lassen. Das ging erfreulich schnell, genauso wie die Sicherheitskontrolle, obwohl es an dem Tag doch recht voll war. Dank meines oneworld Sapphire Status konnte ich noch schnell die JAL Sakura Lounge besuchen, die viele Sitzmöglichkeiten und einen sehr netten Blick auf das Vorfeld bot.

JAL Sakura Lounge Domestic Haneda oneworld Sapphire emerald

Das kulinarische Angebot war auf Getränke und einige Snacks begrenzt, was für Inlandsflüge aber meiner Meinung nach vollkommen in Ordnung geht, da man hier sowieso nicht allzu viel Zeit verbringt.

Von der Lounge habe ich auch mein Flugzeug erspähen können, eine Boeing B777-200. Obwohl es aus europäischer Sicht etwas komisch klingen mag, eine Triple Seven auf einem einstündigen Flug einzusetzen,ist dies in Japan durchaus gängige Praxis. Das Passagieraufkommen scheint dem aber definitiv Recht zu geben: Die Economy war komplett voll mit Geschäftsreisenden und einigen Reisegruppen.

Japan Airlines Economy Class Kurzstrecke – Kabine & Sitz

Die JAL Economy Class in der B777-200 in der Domestic-Konfiguration ist eher auf Kapazität als auf Komfort ausgelegt, und so überrascht es nicht, dass eine 3-4-3 Bestuhlung mit 10 Sitzen pro Reihe zum Einsatz kommt. Durch die kurze Flugdauer und dem akzeptablen Sitzabstand von 79 Zentimetern kommt man damit aber allemal zurecht.

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Die Sitztasche beschränkt den Knieraum leider etwas, das ist bei anderen Airlines deutlich besser gelöst. Der Sitzkomfort ist aber trotzdem recht gut, vor allem die bequeme Polsterung hat mich positiv überrascht. Ich hätte keine Probleme damit, den Sitz auch auf etwas längeren Routen zu nutzen, besonders im Vergleich zu manchen Sitzen auf europäischen Kurzstreckenflügen.

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Die Kabine wirkte trotz der kurzen Turnaround-Zeit durch Verpätung sehr sauber und das Alter von 22 Jahren war ihr kaum anzusehen.

Japan Airlines Economy Class – das Catering

In der Luft gab es eine schnelle Getränkerunde, was ich als eine nette Geste empfand, besonders in Anbetracht der Flugdauer von nur  etwas über einer Stunde. So genoss ich den grandiosen Ausblick aus dem Fenster noch mit dem JAL-Klassiker “Sky Time Kiwi”. Die Flugbegleiter waren sehr rücksichtsvoll beim Verteilen der Getränke, schlafende Passagiere wurden nicht geweckt, sondern nur behutsam ein Zettel auf die Rückenlehne vor Ihnen geklebt, dass sie jederzeit die Crew rufen sollen, wenn sie etwas zu trinken wünschen.

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Eine Mahlzeit wird nicht angeboten, auch kaufen kann man sich an Bord nichts. In der Business Class gibt es übrigens auch nichts, nur in der First Class wird etwas zu Essen gereicht.

Japan Airlines Economy Class – das Entertainment

Ein Entertainment-System gibt es in der Japan Airlines Economy Class auf der Kurzstrecke nicht, dafür allerdings komplett kostenloses WLAN, was ich als sehr angenehm empfinde.

Japan Airlines Economy Class – Fazit

Der Flug verlief ohne nennenswerte Ereignisse und wir landeten pünktlich, was meiner Meinung nach das Wichtigste bei einem Kurzstreckenflug ist. Der Sitz ist komfortabel und auch das Serviceniveau liegt deutlich über dem Durchschnitt mit einem kostenlosen Getränk und kostenlosem Internetzugang. Ich kann die Economy Class von Japan Airlines auf der Kurzstrecke ohne Vorbehalte empfehlen. Als Award beim British Airways Executive Club ist ein innerjapanischer Flug zudem auch sehr preiswert und damit sehr lohnenswert!

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Nachdem Tomoki schon im Alter von 2 Jahren vom Flugfieber gepackt wurde, ist er nun mindestens einmal im Monat in der Welt unterwegs. Auf reisetopia stellt er Euch Vielfliegerprogramme mit ihren Besonderheiten vor und findet das optimale Programm für jede Art von Reisenden.

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  • “Die Flugstrecke ist hierbei unerheblich, auch Flüge von der Hauptinsel auf eine der anderen Inseln Japans gibt es zum selben Preis.” – Da du hier von 4.500 bzw. nun 6000 Avios redest, ist diese Aussage leider schlichtweg falsch.

    Nach Okinawa, durchaus auch als Insel Japans zu zählen, werden 9.000 Avios fällig.
    Für 6.000 würde ich jedes Wochenende rüber jetten ;).

    • Hallo Niklas,

      du hast natürlich Recht, das war schlecht ausgedrückt. Okinawa und die anderen südlichen Inseln sind leider eine der Ausnahmen, wenn es um die 650 Meilen-Grenze beim Executive Club geht. Ich habe den Text schon überarbeitet, danke für den Hinweis!

      Viele Grüße, Tomoki

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