Seit zwei Tagen wissen wir, dass es ab 2021 gravierende Änderungen bei der Erreichung eines Status bei Miles & More geben wird. Mittlerweile ist bekannt, wie das System aussehen wird. Wir zeigen Euch, wie Ihr zukünftig zum Frequent Traveller, Senator und HON Circle Status kommt!

Im Jahr 2021 werden die Statusmeilen abgeschafft, darüber hinaus soll es einen Lifetime-Status sowie eine ansonsten kürzere Laufzeit des Status geben. Seit Montag-Morgen gibt es erste Details zum neuen Statusprogramm, über die das Handelsblatt exklusiv berichtet hat (nur mit bezahltem Abo lesbar).  Wir haben seitdem mit den Vertreten der Lufthansa gesprochen und weitere Detail-Informationen für Euch ergänzt. Dabei stellt sich primär die Frage: Wird das Statusprogramm von Miles & More wirklich einfacher?

Statuspunkte ersetzen Statusmeilen bei Miles & More

Die gravierendste Änderung am Programm von Miles & More ist sicherlich, dass die bisherigen Statusmeilen abgeschafft werden. Hier gab es ein mehrstufiges System, denn auf der einen Seite gab es für jede Fluggesellschaft der Star Alliance sowie weitere Partner einen eigenen Award Chart. Auf der anderen Seite gab es je nach Reise- und Buchungsklasse noch einmal unterschiedlich viele Meilen. So gab es auf einem Flug teilweise keine, teilweise zwischen 25 und 300 Prozent Statusmeilen. Dieses komplexe System wird komplett abgeschafft. Stattdessen gibt es in Zukunft nur noch Statuspunkte, die zudem komplett unabhängig von der Buchungsklasse gelten. Relevant ist bei der Lufthansa in Zukunft ausschließlich die Reiseklasse – eine überraschende Neuigkeit.

Konkret wird es bei der Lufthansa die folgenden Statuspunkte für Flüge auf der Kurzstrecke geben:

  • Economy Class: 5 Punkte
  • Business Class: 10 Punkte

Auf der Langstrecke gibt es dagegen die folgende Gutschrift unabhängig von der Fluglänge:

  • Economy Class: 15 Punkte
  • Premium Economy Class: 20 Punkte
  • Business Class: 50 Punkte
  • First Class: 70 Punkte

Sogenannte Zubringer, also etwa ein Business Class Ticket von Frankfurt und München in Verbindung mit einem First Class Ticket von München nach San Francisco bringen dabei dieselbe Gutschrift wie ein reguläres Business Class Ticket. Komplett abgeschafft werden neben den Statusmeilen im Rahmen des neuen Systems auch die sogenannten Segmente. Das heißt konkret: Es gibt nicht mehr die Möglichkeit den Frequent Traveller Status mit 30 Segmenten zu erreichen. Die Statuspunkte sind das einzige vorhandene Kriterium, das über einen Status bei Miles & More entscheidet.

Die Einteilung in die beiden Kategorien erfolgt dabei nach der IATA-Logik. Das heißt konkret: Flüge nach Kairo, Tel Aviv oder auch Tunis gelten als Langstrecke und bringen damit signifikant mehr Punkte als beispielsweise längere Flüge von Europa auf die Kanaren. Dadurch könnten sich auch interessante Optionen für das Absolvieren von einem Status Run geben.

Mindestens 160 Punkte zum Erreichen eines Status

Um einen Status bei Miles & More zu erreichen, bedarf es in Zukunft immer einer bestimmten Anzahl in einem Kalenderjahr gesammelter Statuspunkte. Hierbei wird es weiterhin das dreistufige Statussystem aus Frequent Traveller, Senator und HON Circle geben. Für die drei Statusstufen sind die folgenden Punktewerte erforderlich:

  • 160 Statuspunkte für den Frequent Traveller Status
  • 480 Statuspunkte für den Senator Status
  • 1.500 Statuspunkte für den HON Circle Status

Neben dem allgemeinen Erreichen der Statuspunkte gibt es allerdings noch einen weiteren wichtigen Aspekt. In Zukunft gibt es neben den regulären Statuspunkten nämlich noch einen an die Lufthansa Gruppe und die Miles & More Airlines gebundene weitere Komponente. Die sogenannten qualifizierenden Punkte sind ein weiterer erforderlicher Bestandteil eines Status. Um zukünftig einen Miles & More Status zu erreichen sind die folgenden qualifizierenden Punktewerte notwendig:

  • 80 qualifizierende Punkte für den Frequent Traveller Status
  • 240 qualifizierende Punkte für den Senator Status
  • 1.500 qualifizierende Punkte für den HON Cirlce Status

Vom HON Circle Status kennt man diese Regelung schon heute, hier gelten nur Flüge mit der Lufthansa Gruppe sowie präferierten Partnern für das Erreichen des Status. Eine identische Komponente gibt es für den Miles & More Status ab 2021 nun auch beim Frequent Traveller und dem Senator. Dabei muss immer die Hälfte der erforderlichen Statuspunkte bei den Lufthansa Gruppe und den Miles & More Airlines erflogen werden.

HON Circle zukünftig auch mit Flügen in der Economy Class

Nach anfänglicher Verwirrung ist uns von der Lufthansa offiziell bestätigt wurden, dass die Statuspunkte bei allen Fluggesellschaften der Lufthansa Gruppe als qualifizierende Punkte vergeben werden. Das heißt konkret: Auch bei Flügen mit Brussels Airlines und Eurowings gibt es die entsprechenden Punkte, die bei der Qualifikation eine entscheidende Rolle spielen können. Einzige Ausnahme ist hier Edelweiss, nach aktuellen Informationen soll es bei der Swiss-Tochter keine Statuspunkte geben, weder qualifizierende noch generelle. Qualifizierende Punkte soll es dagegen auch bei den Airlines geben, die zum Miles & More Verbund gehören, das heißt LOT Polish Airlines genauso wie etwa auch Luxair und Crotia Airlines. Ob auch Condor dazu zählt, ist offen, allerdings unwahrscheinlich.

lufthansa economy class langstrecke airbus a330 kabine
In Zukunft zählen auch Economy Class Flüge für den HON Circle Status

Interessant ist zudem, dass der HON Circle Status in Zukunft auch in der Economy Class erflogen werden kann. Bislang gibt es die sogenannten HON Circle Meilen nur ab der Premium Economy Class. Zukünftig ist es theoretisch auch möglich rein in der Economy Class oder eben mit einem Mix der verschiedenen Klassen zum höchsten Status zu kommen. Sogar ein Kurzstrecken HON mit nur Flügen in der Economy Class ist möglich: Notwendig sind dafür insgesamt 300 Flüge mit der Lufthansa Gruppe und den Miles & More Partner-Airlines. Tatsächlich könnte es dabei zu einer interessanten Verschiebung kommen, denn bislang sind fast alle HON Circle Mitglieder viel in der Business und First Class auf der Langstrecke unterwegs.

Versteckte Entwertung durch Verkürzung der Statusdauer

Auf den ersten Blick erscheinen die Veränderungen von Miles & More für Vielflieger überraschend positiv. Bei bestimmten Flugverhalten ist das Erreichen eines Status zukünftig sogar einfacher als zuvor. Dabei sollte man allerdings nicht übersehen, dass die Lufthansa bei ihrem Vielfliegerprogramm eine weitere gravierende Änderung vornimmt: Der Status gilt zukünftig bei allen drei Statusstufen nur noch für ein Jahr. Das heißt konkret, dass es in Zukunft notwendig ist, sich deutlich häufiger für den Status zu qualifizieren als bislang. Bislang konnte man beispielsweise im Jahr 2018 einen Status erreichen und hatte diesen danach bis Februar 2021 sicher – im Idealfall also mehr als drei Jahre, mindestens aber zwei Jahre und zwei Monate.

Beim zukünftigen Programm von Miles & More hat der Status voraussichtlich nur noch eine Gültigkeit für das Jahr des Erreichens des Status sowie das Folgejahr, also etwa bei einem Erreichen im Oktober 2021 für das Restjahr 2021 sowie das Jahr 2022 und möglicherweise noch bis Februar 2023. Nach dem alten System wäre ein Status bis Februar 2024 gültig gewesen. Bei der Statusverlängerung gilt der Status bislang ebenfalls immer für zwei Jahre, also bei einer Re-Qualifizierung im Jahr 2021 beispielsweise bis einschließlich 2023, zukünftig dagegen nur noch für ein Jahr. Beim selben Beispiel würde der Status bei einer Re-Qualifizierung im Jahr 2021 also nur noch für das Jahr 2022 gelten.

Konkret bedeutet das: Die Anzahl der notwendigen Statuspunkte pro Jahr verdoppelt sich gewissermaßen. Ein direkter Vergleich ist zwar nicht komplett fair, da die Schwelle für das Erreichen eines Status auch bislang bereits bei 12 Monaten lag – man also in diesen etwa 100.000 Statusmeilen für den Senator Status erreichen muss. Bislang allerdings war es so, dass man im Folgejahr den Status auch behalten hat, ohne auch nur einen Flug zu buchen. In Zukunft gilt dies nicht mehr, die Re-Qualifizierung ist Jahr für Jahr notwendig, was einer versteckten Entwertung gleichkommt. Insgesamt muss man aber deutlich mehr Flüge absolvieren, um an einen Status zu kommen.

In der Praxis wird diese neue Regelung für Kunden von Miles & More vermutlich nur teilweise eine Rolle spielen, denn im sogenannten “toten Jahr” ist man vermutlich auch weiterhin mit Lufthansa & Co. geflogen und hat sozusagen sinnlos Statusmeilen gesammelt. Doch gerade für diejenigen, die ihren Status gerne optimieren und dieses Jahr bislang genutzt haben, um den Status bei einer anderen Allianz zu erreichen, ist die neue Regelung definitiv weniger vorteilhaft. Profitieren wird am Ende Miles & More, weil nicht nur insgesamt mehr Flüge notwendig sind, sondern auch weil Kunden das “tote Jahr” nicht mehr nutzen, um auch bei einer anderen Allianz einen Status zu erreichen.

Für den Übergang gibt es hier eine Sonderregelung. Wer den Senator oder Frequent Traveller Status im Jahr 2020 requalifiziert, verlängert diesen noch um zwei Jahre, also im Idealfall bis einschließlich 2024. Beim HON Circle Status gibt es noch einmal eine differente Logik. Hier ist theoretisch sogar eine Qualifikation zu alten Regeln möglich, wenn Statuspunkte teilweise im Jahr 2021 gesammelt wurden. Hier findet dann eine Umrechnung der geflogenen Statusmeilen im Jahr 2020 statt, die dann mit den Statuspunkten aus 2021 addiert werden. Erhalten bleibt das Soft Landing, allerdings gilt auch dieses nur noch für ein statt wie bislang für zwei Jahre.

Status auf Lebenszeit mit 7.500 oder 10.000 Punkten

Ab 2021 wird es bei Miles & More auch erstmals einen Status auf Lebenszeit geben. Die Kriterien dafür sind ebenfalls bereits bekannt. So wird es zwei Schwellen geben:

  • 7.500 qualifizierende Statuspunkte für den Frequent Traveller Status
  • 10.000 qualifizierende Statuspunkte für den Senator Status

Einen HON Circle Status auf Lebenszeit wird es auch weiterhin nicht geben. Relevant ist auch die Einschränkung auf qualifizierende Statuspunkte. Das heißt konkret: Für den Lifetime Status sind ausschließlich Flüge mit den Lufthansa Group Airlines sowie sowie Miles & More Fluggesellschaften relevant. Wer viel mit Star Alliance Fluggesellschaften fliegt, hat dagegen keine Chance auf einen Lifetime Status. Beim Frequent Traveller Status auf Lebenszeit gibt es ansonsten keine weitere Einschränkung, beim Senator auf Lebenszeit ist es zudem notwendig, dass der Kunde seit mindestens zehn Jahren Senator ist. Diesen Status auf Lebenszeit gibt es also nicht im Schnelldurchgang.

Swiss Senator Lounge Zürich E
Frequent Traveller & Senator Status gibt es zukünftig auf Lebenszeit

Vergangene Flüge sollen dabei auch eine Rolle spielen und in das System für einen Status auf Lebenszeit eingerechnet werden. Interessant ist beim Lifetime Status, dass der Status auf Lebenszeit theoretisch auch nur mit Flügen in der Economy Class erreicht werden kann. Wer 1.500 Flüge in der Economy Class auf der Kurzstrecke absolviert wird beispielsweise zum Frequent Traveller auf Lebenszeit, wer sogar 2.000 Flüge in der Kurzstrecken Economy absolviert, wird zukünftig zum Senator auf Lebenszeit – zumindest wenn es auch zehn Jahre zum Senator Status gereicht hat.

Beim Lifetime Status gibt es teilweise eine retrospektive Komponente, wobei die Lufthansa sich hier gegen einen Rückblick auf die gesammelten Statusmeilen entschieden hat. Stattdessen blickt die Lufthansa auf die sogenannten Status Stars beziehungsweise die im Rahmen des Programms gesammelten Punkte. Zur Erinnerung: Frequent Traveller bekommen für jeden Tag mit Status einen Punkt, Senatoren zwei Punkte und HON Circle Mitglieder drei Punkte. Ab 5.000 Punkten gibt es bislang einen Status Star, für weitere 5.000 Punkte je einen weiteren. Hierbei wird die Lufthansa die Zahl der Punkte durch zwei teilen und davon ausgehend Punkte für das neue System berechnen.

Das heißt konkret, dass schon zur Umstellung des Programms einige Kunden den Lifetime Status bekommen. Die relevanten Lifetime Status gibt es mit den folgenden Schwellen auch rückwirkend:

  • 3 Status Stars = Lifetime Frequent Traveller Status
  • 4 Status Stars = Lifetime Senator Status
  • 5 Status Stars = Lifetime Senator Status

Doch die Stars sind nur für die Plastizität relevant, abgestellt wird ausschließlich auf die Punkte. Das heißt konkret: Wer beispielsweise 8.000 Punkte gesammelt hat, der erhält im neuen System 4.000 Punkte gutgeschrieben und ist damit schon auf einem guten Weg zum Lifetime Status. Wer dagegen nie einen Status bei der Lufthansa hatte, startet mit null Punkten.

JetFriends, Status Stars und Executive Bonus werden abgeschafft

Im Zuge der Änderungen werden auch andere Bestandteile des bisherigen Status-Systems der Lufthansa komplett abgeschafft. Das Kinderprogramm JetFriends soll dabei genauso wegfallen wie auch die komplexen Status Stars. Auch der eine oder andere bekannte Vorteil, etwa der Senator Premium Award wird in Zukunft nicht mehr angeboten. Tatsächlich kommt Miles & More damit dem Versprechen nach das Statusprogramm für Kunden einfacher und verständlicher zu machen. Ganz einfach wird Miles & More zwar auch zukünftig nicht, doch die Änderungen verschlanken das bislang doch sehr komplexe Programm um ein relevantes Stück.

An den Prämienmeilen wird es dagegen für den Moment keinerlei Veränderungen geben, sowohl was das Sammeln als auch das Einlösen von Meilen angeht. Die Statusstufen werden mit Ausnahme des wegfallenden Senator Premium Award nicht berührt und bleiben auch in Zukunft erhalten. Zwar wurde in den letzten Jahren beispielsweise darüber debattiert, ob es beim Lounge-Zugang Veränderungen geben könnte, doch hier soll es erst einmal keine Änderungen geben. Bis in das Jahr 2021 ist allerdings auch noch einige Zeit hin – in der Welt der Viefliegerprogramme erscheint eine Veränderung bis dahin nicht unwahrscheinlich.

Gravierend ist sicherlich, dass auch der Executive Bonus für den Status komplett abgeschafft wird. Bislang erhalten Statusinhaber einen Bonus von 25 Prozent auf Flüge mit der Lufthansa Gruppe und ausgewählte weitere Airlines, die bei der Re-Qualifizierung helfen. In Zukunft gibt es diesen Bonus nur noch bei Prämienmeilen, sodass die Re-Qualifizierung genauso schwer ist wie die ursprüngliche Qualifizierung zum Status.

Fazit zum neuen Miles & More Statusprogramm

Vermutlich hatten die meisten hinsichtlich des Statusprogramm von Miles & More ziemlich negative Veränderungen erwartet. Insgesamt lesen sich die neuen Details dagegen gar nicht so übel – umsatzbasiert wird das Programm nämlich nicht. Vielmehr orientiert sich Miles & More an Flying Blue und auch dem Executive Club von British Airways. Bedenken sollte man allerdings die verkürzte Statusdauer, die insgesamt doch eine Entwertung des Programms bedeutet. Ansonsten erscheinen viele Änderungen sinnvoll, wenngleich es sicherlich wie üblich Profiteure wie Verlierer gleichermaßen geben wird. Auch der Wegfall einer Bestandteile wird sicherlich nicht jedem gefallen.

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Moritz liebt nicht nur Reisen, sondern auch Luxushotels in aller Welt. Auf der Suche nach neuen Erlebnissen hat Moritz schon dutzende Airlines getestet und mehr als 100 Städte erkundet. Auf reisetopia lässt er Euch an seinen Erlebnissen & Tipps teilhaben!

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  • Leute Leute …

    Hier mal meine Gedanken.

    Miles and More ist das mit Abstand schlechteste Meilen-Programm im Star-Alliance Verbund. Fuer den Privatflieger zu 99% nicht geeignet, wer das abstreitet, dem ist nicht zu helfen. Fuer die Meilen-Junkies aber Dank Payback trotzdem die einzige Alternative (die Frage bleibt aber im Raum, wie lange das noch der Fall sein wird, da Payback Devaluation und Award-Praemien nur noch fuer Status-Inhaber im Raum steht …).

    Ich verstehe den Hype um die Senator-Card nicht. Star-Alliance Gold ist bei anderen Programmen um ein vielfaches billiger. Was bietet der Senator Status denn an Mehrwert ? Die Kreditkarte … lol, wers braucht … Die eVouchers … die gibt es bei ebay fuer geringes Geld kaeuflich zu erwerben. Habe ich etwas vergessen an Mehrwert (en) ??
    Das Prestige ??? LOL, wers braucht …

    Ja, der Hon ist jetzt moeglich fuer 12x Cairo und ca 5.000 Euro, wer sich das antun moege … bitte sehr ….

    Lufthansa hat ein grottenschlechtes VVP in meinen Augen verbessert und ist fuer in DACH ansaessige Teilnehmer, vorzueglich Geschaefts-Reisende nunmehr wieder interessant geworden und bietet endlich die Moeglichkeit von Lifetime Mitgliedschaften.

    Allerdings war es das dann auch schon.
    Und damit ist eigentlich alles gesagt !!!

    PS:
    Lufthansa wird definitiv noch nachjustieren, wetten dass ?

  • Wow, das ist ja eine tolle Neuerung…..meines Wissens nach gibt es Miles & More seit 1993…..nach obiger Berechnung bekommt man bisher 730 Status Star Punkte pro Jahr als Senator, oder auch man muß 27 Jahre Senator gewesen sein, um am 01.01.2021 die 20.000 Status Star Punkte zu haben und dann den Lifetime Status zu bekommen. Also, wer nicht vom 1. Tag des Programms an dabei war muß warten. Ist schon echt ein klares Signal was die Lufthansa von Loyalität hält….nämlich gar nichts und den Executive Bonus gleich mit abgeschafft. Bei KLM/AF, UA, SAS gibt es das nach 10 Jahren Gold Status.

    • Die ´Status Stars´ gibt es erst seit Ende 2013. Nicht einmal jemand, der seitdem durchgängig ´HON cirlce´ ist, hätte genug Status Star Punkte (vor allem, wenn diese halbiert werden) um gleich zu Beginn den lifetime ´Frequent Traveller´ zu haben!!! Von ´nomalen´ Frequent Travellern mal ganz zu schweigen.

    • Hallo Ronny, wenn Du der Diskussion aufmerksam folgst, wirst Du feststellen, dass es aktuell nur um Statusmeilen geht. Nach heutigem Stand ändert sich an den Prämienmeilen erst einmal nichts. Aber bis 2021 ist ja auch noch ein wenig Zeit…
      Liebe Grüße!

  • Lieber Dan,
    da stimme ich dir voll und ganz zu. Die Lufthansa gibt Ihren loyalsten Kunden so wenig zurück wie kaum eine andere Airline. Die negativen Veränderungen in den letzten Jahren sind erschreckend. Die Lufthansa wird diesen Kurs leider weiter gehen, da zu wenige Kunden die besseren Alternativen auf dem Markt wahrnehmen.
    Für die Reisetopia-GmbH gilt nicht die Pflicht zur journalistischen Neutralität – somit darf man eine unabhängige und neutrale Berichterstattung nicht erwarten.

    • Hallo Sebastian, in den meisten Fällen ist es ratsam seiner eigene Meinung nicht Allgemeingültigkeit zu geben 😉 Wir berichten selbstverständlich neutral und unabhängig über die Änderungen bei Miles & More und achten bei unserer Berichterstattung auf journalistische Standards. Nur verwechselt du leider deine eigene Meinung mit Unabhängigkeit – das ist leider ein grober Fehler der Argumentation.

      Im Großen und Ganzen ist das Feedback zu den Änderungen äußerst positiv, sowohl beim gestrigen Event in Frankfurt (darunter einige der wichtigsten Vielflieger der Gruppe sowie Journalisten verschiedener Portale und Medien) als auch auf allen journalistischen Plattformen, Foren und auch in unserer Community.

      Daher würde ich dich dann auch bitten deine Wortwahl ein wenig zu zügeln, denn uns vorzuwerfen, dass wir nicht unabhängig und neutral berichten würden, ist schlichtweg falsch und ein unlauterer Vorwurf.

      Auch wenn ich deinen Frust nachvollziehen kann, lohnt es sich eben manchmal auch über den eigenen Tellerrand hinaus zu blicken 😉

      • Wen juckt bitte das Feedback der “wichtigsten Vielflieger”, die sich nach dem Event am kostenlosen Buffet den Bauch vollgeschlagen haben und sich gegenseitig auf die Schulter klopfen?

        Als einfacher Privatvielflieger ist dieses Programm einfach nur ein richtig schlechter Witz, schon jetzt. Wenn man sich das ganze gibt, hier und da stets optimiert, schaut vielleicht ein Cashback von ein paar Prozent (<5%) raus, aber auch nur, wenn man sehr viel fliegt und häufig auf Spartarife verzichtet, extra draufzahlt um ja 0.75x statt 0.25x Meilen zu bekommen. Dieser Cashback errechnet sich auch nur, wenn man den Retail-Preis eines Business-Class-Fluges hernimmt und so tut, als hätte man tatsächlich die, was weiß ich, 2000€ nach Asien hin+retour selbst bezahlt. Wer das mit einem nicht exorbitanten Gehalt (also: Gehalt unter der 95. Perzentile der Bevölkerung) in Erwägung ziehen würde, hat sowieso Probleme im Leben.
        Und wer das nicht tun würde, naja, der würde statt dem Prämienflug halt einfach Economy fliegen, das selbe bezahlen (dank "Steuern & Gebühren" auch bei Prämienbuchungen) und seine dutzende Tausende Meilen für einen umgerechnet noch deutlich mickrigeren Cashback-Wert aus dem Fenster geworfen haben.

  • Warum wird das Vielfliegerprogramm nicht einfach abgeschafft. Dann muss man nicht das ganze so verkaufen als wenn es besser sein wird.

    Was wurde nicht schon alles versprochen.Das es einfach sein soll.Es wurde nichts einfacher.Es wird nur noch schwere irgend einen Status zu erfliegen. Ganz zu schweigen davon das man so keine Kunden halten kann.

    Ich überlege mir ob ich nicht auf andere Airlines die oft besser sind.Und oft mehr zu bieten haben als die Starairlines und ihrer Mitglieder zu bieten haben.

    Erst wurden an denn meilen gedreht.Das wurde uns als etwas gutes versucht zu verkaufen. Viele Firmen sind daraufhin bei der Stararlines abgesprungen.

    Ich für meinen Teil verabschiede mich dann mal aus der Vielfliegerprogramm der Star Airlines.Und suche mit eine Fluggesellschaft die versucht seine Kunden zu halten und nicht wie bei Lufthansa das ganze Vielfliegerprogramm auf kurz oder Lang abzuschaffen.

  • „Vermutlich hatten die meisten hinsichtlich des Statusprogramm von Miles & More ziemlich negative Veränderungen erwartet.“ lieber Moritz, wie negativ soll es denn noch werden? Die Lufthansa entwertet an ganz vielen Punkten das früher mal attraktive Kundenbindungsprogramm. Insbesondere die künftig jährlich nötige Requalifikation kann gar nicht negativ genug bewertet werden. Wenn man jetzt noch weiß, dass Lufthansa gerade den größten Gewinn in der Firmengeschichte eingeflogen hat, kann man sich sicher sein, dass das Management nur noch Interesse am Geld der Kunden hat. Ich frage mich ernsthaft immer öfter, warum Eure Artikel so positiv zu solchen Machenschaften ausfallen… Ihr solltet es eigentlich eher das Handeln von Konzernen (egal ob Lufthansa oder Bahn) enttarnen und nicht noch den PR-Sprech der Firmen übernehmen.

    • Hallo Dan, du hast eine sehr besondere Meinung zu diesem Thema – das nehme ich nicht nur in diesem Kommentar war. Man kann sicherlich verschiedene Einschätzungen haben und das finde ich auch in Ordnung, aber im Großen und Ganzen fällt die Entwertung vergleichsweise milde aus und es kann so einige Gewinner geben. Da gibt es Vielfliegerprogramme, die es für Kunden deutlich schwerer gemacht haben – man muss so etwas eben immer im Verhältnis sehen und nicht immer nur die Konzerne anprangern.

      • Klar kann man unterschiedliche Meinungen haben. Und es geht auch nicht darum, Konzerne generell anzuprangern. Die Lufthansa war mal sehr kundenfreundlich. Und Miles&More war mal ein tolles Vielfliegerprogramm. Nur leider ist es schon viele Jahre her. Ich kann mich an den ersten Brief von Lufthansa erinnern, als die Begleitperson für Frequent Traveler für den Loungezugang abgeschafft wurde. Das war irgendwann vor der Jahrtausendwende. Und seitdem hat Lufthansa zwar tolle Werbeslogans wie „Nonstop You“. Aber tatsächlich werden zu Lasten der Kunden, die den ganzen Spaß per Ticketkauf bezahlen, die Konditionen auf vielen Feldern immer weiter verschlechtert. Und Lufthansa hat noch nicht einmal die Größe, das zuzugeben. Tatsächlich läuft es folgendermaßen: Man nimmt eine kleine Verbesserung, die meist nur wenigen Kunden wirklich nutzt. Diese wird dann mit 5-6 gravierenden Verschlechterungen zusammen gepackt. Und das ganze dann als Verbesserung oder Vereinfachung verkauft. Natürlich kann Lufthansa das machen. So lange, bis genug Leute sagen: Mir reichts! Und mit anderen Airlines fliegen. Ich finde es nur wichtig, dass man das auch beim Namen nennt. Insbesondere so wichtige und gute Portale wie Ihr. Wenn jemand anders wird die Leute nicht aufklären.

      • Na ist doch super. Ich finde das neue Programm bedeutend besser und vor allem gerechter.

        Von mir aus könnte es sofort starten und nicht erst 2021 👍👍🤙

      • Leider arbeiten viele Frequent Traveller in Firmen, deren Reiserichtlinien keine ´business class´ Buchungen zulassen. Für die wird es schwieriger, den FTL- Status zu erreichen. Im Moment kann ich mit 30 Kurzstreckenflügen den FTL- Status erreichen, nach der neuen Berechnung sind dann 32 Kurzstreckenflüge erforderlich.

      • Wolfgang, wenn Du für Dich so viele Vorteile im Frequent Traveller Status erkennen kannst, wirst Du sicherlich einen Weg finden, die zwei fehlenden Segmente zu fliegen – Du musst ja schliesslich auch einmal Urlaub machen.

  • Die geplanten Änderungen verursachen meiner Meinung nach eine immense Abwertung des M&M Bonusprogramms. LH verkauft hier ein Kostensenkungsprogramm schlicht und einfach als “Vereinfachung” des aktuell angeblich “zu komplizierten” Systems.

    De facto werden auch die meisten Flieger, die ausschließlich LH nutzen, deutlich schlechter gestellt. Bei Buchung der Premium Economy genügen aktuell ca. 6 Interkontinentalflüge pro Jahr, um den Senator Status zu erfliegen. Man bekommt also, je nach Strecke, für ca. 12.000 EUR zwei Jahre Senator Status. Nach der neuen Regelung ist jedoch, trotz ausschließlicher Nutzung von LH Flügen, die doppelte Anzahl an Flügen notwendig, um den Status für ein Jahr zu erreichen (12 x 40 Pkt. für Hin-/Rückflug = 480 Punkte). Man wird quasi als treuer LH Kunde noch doppelt abgestraft.

    Dass theoretisch die Eco Class Flieger vom Programm profitieren könnten, ist zwar vielleicht richtig, allerdings handelt es sich hier bei 95% der Personen um Gelegenheitsflieger und Touristen, die sowieso nur schwer einen Status erreichen werden.

    Vor allem die Abwertung der Premium Eco ist für mich nicht nachvollziehbar, da es sich hierbei laut LH um die profitabelste Reiseklasse handelt.

    Gegen das Abschaffen von “Schlupflöchern” zum Erreichen von Statusleveln ist nichts einzuwenden, dass jedoch auch treue Bestandskunden und vor allem Geschäftsreisende systematisch abgestraft werden, ist für mich nicht nachvollziehbar.

    • Also ich glaube nicht, dass 95% der Leute in der LH Eco Touristen und Gelegenheitsflieger sind. Gerade auf der Kurzstrecke sind viele Firmen nicht mehr so spendabel in ihren Reiserichtlinien. Wenn das bei Ihnen anders ist, dann Glückwunsch dazu. Aber für die breite Masse an Geschäftsreisenden, ist es nicht mehr so.

  • Klingt nicht so schlecht. Aber was passiert mit dem Status, für den man sich jetzt bereits requalifiziert hat? In meinem Fall FTL bis 02/2024. Bleibt der so lange gültig und wechselt dann auf das neue System oder erfolgt der Change bereits mit 2021?

  • Ich finde es einerseits gut, dass die LH die Hintertüren zum Statuserwerb endlich schließt, denn die Situation in (beispielsweise) den FRA-Senator-Lounges ist nicht mehr akzeptabel.
    Andererseits ist die Produktqualität oft so schlecht, dass ich verstärkt auf SAS BC oder SA BC (oder gar First) umgestiegen bin, um ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis zu realisieren.

      • Fand mich dort neulich auf einem wackligen Stuhl in einem schlauchartigen gefliesten Raum wieder. Niveau des Caterings auf mäßigem Priority-Pass-Lounge Standard. Mir ist auch klar, dass man in Tegel nicht mehr all zuviel investieren will/wollte. Nachdem jedoch mittlerweile ein gewisser Dauerzustand seit bald einem Jahrzehnt, hätte LH da doch mal was machen können. Kein Trost ist es da, dass die Berlin AirportClub Lounge in Tegel zu einer der mäßigsten Lounges in Deutschland zählt.

    • Apropos Produktqualität und Situation in den Lounges (jenseits der Kunden-gemachten Überfüllung): Schon mal in der Senator-Lounge in Tegel gewesen 🙂

      • Ja, die kenne ich gut. Zwei Dinge gebe ich aber zu bedenken: In Tegel gibt es nun beim besten willen keinen Platz mehr, und dort bekomme ich immer meine schöne Currywurst, was mich sehr milde stimmt.

      • Wenn es nicht so traurig wäre könnte man darüber lachen. Lufthansa hat im vergangenen Jahr den größten Gewinn der Firmengeschichte eingeflogen. Aber davon wird nichts investiert. Weder in Lounges noch in Kunden Service. Ins Produkt schon gar nicht. Und jetzt werden Kunden, die ohnehin schon viel zu teure Tickets bei Lufthansa und Co. kaufen, auch noch abgestraft und ausgeschlossen. Und ganz ehrlich, lieber Christian, da kann ich überhaupt nicht verstehen, dass du das auch noch gut findest und ganz ehrlich, lieber Christian, da kann ich überhaupt nicht verstehen, wie man das auch noch gut finden kann. „ Weil ja dann die Lounges leerer werden…“

      • Dan, das die Lufthansa nichts investiert, ist schlicht und ergreifend nicht richtig. Investiert wird dort, wo es am aktuell am wichtigsten ist – und das sind sparsame Flugzeuge der neuesten Generation. Und hast Du eigentlich eine Ahnung wie lange es dauert, bis ein neuer Business-Sitz entwickelt, genehmigt und dann in alle Flieger eingebaut ist? Das ist eine Sache von Monaten, wenn nicht gar Jahren. Und die laufenden Kosten für Benzin, Personal, etc. werden ja auch nicht geringer.

    • Ich dachte in FRA ist es so schlimm? Jetzt schreibst Du Berlin? Die Lounges in Frankfurt sind völlig in Ordnung. Von Berlin kann man ja im Moment wirklich nichts mehr erwarten

  • Interessant wird, wie man die alten Leistungen auf den Lifetime anrechnet. Ich bin z.B. seit 2001 mindestens FTL, hatte aber in der Senator Historie Lücken (erreicht + 2x Requalifikation, erreicht + 1x Requalifikation, erreicht + 1x Requalifikation). Damit habe ich in 2023 14 Jahre Senator plus die “Teiljahre” beim Erreichen zusammen. Aber halt nicht 10 Jahre am Stück. Das wird spannend.

  • Gelten die angegebenen Punkte denn pro Single- oder Return-Flug? Wäre es Single, dann würde man mit 32 Segmenten bei LH ja weiterhin den FTL erreichen.

    • Wäre interessant ja, aber ich gehe fast davon aus. Noch interessanter wäre zu wissen ob es weiterhin den 25% executive bonus ab dem Senator gibt auf die Punkte. Denn damit wäre mit knapp 16.000 € der HON zu erfliegen. Dafür gilt er eben nur mehr 1 Jahr wenn ich das richtig verstanden habe.

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