AAdvantage galt einst als eines der besten Vielfliegerprogramme. An diese Zeiten will American Airlines wieder anknüpfen und will deshalb das System zum Meilensammeln anpassen und vereinfachen.

Obwohl American Airlines AAdvantage über die Zeit immer mehr an Wert verloren hat, kann sich das Meilensammeln weiterhin lohnen – und jetzt sogar noch mehr. Die US-amerikanische Fluggesellschaft plant weitreichende Anpassungen im Vielfliegerprogramm vorzunehmen. Das Meilensammeln soll dabei einfacher werden, sofern man eine Kreditkarte der Airline besitzt, wie Loyalty Lobby schreibt.

Ist einfacher auch besser?

Auf den ersten Blick auf die Sammelraten fiel bisher eines recht schnell auf: AAdvantage zählt wie auch die beiden anderen großen US-Programme Delta SkyMiles und United MileagePlus zu den wenigen, die für alle (außer Basic Economy) Buchungsklassen der Economy Class 100 Prozent der geflogenen Meilen als Statusmeilen gutschreibt. Für jeden Dollar Umsatz erhaltet Ihr fünf Meilen gutgeschrieben. Die Zahl der Meilen pro US-Dollar Umsatz erhöht sich darüber hinaus je nach Statuslevel und geht mit dem höchsten Status bis auf elf Meilen je US-Dollar Umsatz. Neben den Statusmeilen waren bisher auch die Flugsegmente für einen Vielfliegerstatus relevant. Das soll sich zukünftig ändern! Anstatt von Statusmeilen und Flugsegmenten sollen zukünftig nur noch sogenannte Loyalty Points gesammelt werden. Ein Bonus zwischen 40 und 120 Prozent wird zudem weiterhin abhängig vom Status-Level gewährt.

American Airlines 2

Die Änderungen gelten sowohl für Flüge mit American Airlines selbst als auch für Partner-Airlines sowie weitere Partner auf Reisen und im Alltag. Entscheidend werden dafür auch Kreditkarten, die gemeinsam mit American Airlines ausgestellt werden. Welche Ausgaben da jedoch zukünftig zählen, ist bislang ungewiss. Sicher ist dafür aber, dass diese Ausgaben mittels Multiplikatoren schnell mehr Loyalty Points bringen können. Je gesammelte Meile soll zukünftig ein Loyalty Punkt gutgeschrieben werden. Steuern sowie Zuschläge und Gebühren werden jedoch nicht zur Berechnungsbasis hinzugezogen. Mit den Anpassungen bei AAdvantage werden auch die jeweiligen Schwellenwerte zum Erreichen eines Status-Levels angepasst. Dafür zählt zukünftig nicht mehr die Reise- oder Buchungsklasse. Die Meilenwerte sind für alle allgemeingültig.

Qatar Airways A350

Für den AAdvantage Gold Status waren ursprünglich 25.000 Statusmeilen oder 30 Segmente innerhalb eines Kalenderjahres nötig. Ab sofort müssen 30.000 Loyalty Points gesammelt werden. Beim Der AAdvantage Platinum Status waren 50.000 Statusmeilen oder 60 Segmente gefragt – jetzt sind es 75.000 Loyalty Points. Deutlich höher fallen die neuen Anforderungen bei den letzten beiden Status-Leveln aus. Der AAdvantage Platinum Pro Status war mit 75.000 Statusmeilen oder 90 Segmenten sowie zusätzlich 9.000 Elite Qualifying Dollars (EQD) möglich. Die EQD werden ebenfalls von den Loyalty Points ersetzt. Für den AAdvantage Executive Platinum-Status müssen 200.000 Loyalty Points gesammelt werden. Zukünftig wird zum Erreichen eines Status aber nicht mehr das Kalenderjahr gezählt. Das Qualifikationsjahr läuft von März bis Februar.

Fazit zu den Anpassungen bei AAdvantage

American Airlines nimmt im hauseigenen Vielfliegerprogramm AAdvantage weitreichende Anpassungen vor, die das Sammeln von Statusmeilen vor allem deutlich einfacher gestalten sollen. Die vielen verschiedenen Anforderungen werden vereinheitlicht und durch sogenannte Loyalty Points ersetzt. Wie einfach diese gesammelt werden können, wird sich erst noch herausstellen. Die Anzahl an Loyalty Points je Status-Level wurde jedenfalls angehoben. Dafür wurde das Jahr zum Sammeln ebenfalls angepasst. Das Kalenderjahr wurde durch einen neuen Raum von März bis Februar ersetzt.

Autor

Alexander Fink ist als Content Editor seit Januar 2021 für reisetopia tätig. Zuvor war er als Account Manager in der Industrie beruflich unterwegs und schrieb von seinen Reiseerfahrungen im eigenen Blog. Heute ist er Euer Ansprechpartner für alle Airline- und Kreditkartenthemen.

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