Mit der kostenlosen Mastercard von SumUp bekommt Ihr bei Kartenzahlungen einen Teil Eures Geldes zurück. Seit dem Start des SumUp Privatkontos im Juli 2026 funktioniert das SumUp Cashback allerdings anders als früher: Statt pauschal 1 Prozent gibt es je nach Geschäft zwischen 0,5 und 5 Prozent, gedeckelt auf 10 Euro im Monat.

In diesem Guide erklären wir, welche Cashback-Sätze aktuell gelten, welche Zahlungen ausgenommen sind, wie Ihr das Cashback einlöst und was aus SumUp Pay geworden ist. Außerdem schauen wir auf Gebühren, die Sicherheit Eures Guthabens, unsere Erfahrungen und Alternativen mit mehr Cashback.

Das Wichtigste in Kürze: Mit der SumUp Mastercard erhaltet Ihr 5 Prozent Cashback bei SumUp Händlern, 2 Prozent auf Lebensmittel im Supermarkt und 0,5 Prozent auf alle anderen Einkäufe. Mehr als 10 Euro Cashback pro Kalendermonat sind nicht möglich, im Jahr also höchstens 120 Euro. Konto und Karte sind kostenlos, Zahlungen in Fremdwährung ebenfalls. Das Guthaben ist E-Geld und nicht durch die Einlagensicherung geschützt.

Wie funktioniert das SumUp Cashback?

Cashback bekommt Ihr für Einkäufe, die Ihr mit der SumUp Mastercard bezahlt, egal ob mit der physischen Karte, der virtuellen Karte oder über Apple Pay und Google Pay. Auch Zahlungen per SumUp Zahlungslink oder QR-Code bei SumUp Händlern zählen. Das Cashback wird direkt nach dem Einkauf gutgeschrieben, die Teilnahme ist kostenlos und automatisch aktiv, sobald Euer Konto verifiziert ist.

Wie viel Ihr zurückbekommt, hängt seit Juli 2026 davon ab, wo Ihr bezahlt. Den höchsten Satz gibt es in Geschäften, die selbst SumUp Kartenterminals nutzen, also häufig in Cafés, Bäckereien, Restaurants oder auf Märkten.

SumUp Mastercard
Mit der kostenlosen SumUp Mastercard sammelt Ihr bei jedem Einkauf Cashback

Die folgende Übersicht zeigt die drei Cashback-Stufen und wie viel Umsatz Ihr jeweils braucht, um den Monatsdeckel von 10 Euro allein mit dieser Stufe zu erreichen:

EinkaufCashbackUmsatz für 10 Euro Cashback
Bei SumUp Händlern5 Prozent200 Euro
Lebensmittel im Supermarkt2 Prozent500 Euro
Alle anderen Einkäufe0,5 Prozent2.000 Euro

Supermärkte erkennt SumUp am Händlerkategorie-Code, laut SumUp gehören etwa Rewe, Lidl, Edeka, Aldi, Kaufland und Netto dazu. Die 2 Prozent gelten aber nur für Lebensmittel. Kauft Ihr dort Kraftstoff, SIM-Guthaben oder andere Nicht-Lebensmittel, gibt es lediglich 0,5 Prozent.

Ein Beispiel: Wer im Monat 400 Euro für Lebensmittel im Supermarkt und 400 Euro für sonstige Einkäufe mit der Karte bezahlt, kommt auf 8 Euro plus 2 Euro und schöpft den Deckel damit genau aus. Das Cashback gibt es im Inland wie im Ausland.

Welche Grenzen und Ausnahmen gelten beim Cashback?

Die wichtigste Grenze ist der Deckel: Pro Kalendermonat schreibt SumUp höchstens 10 Euro Cashback gut, auch für eine einzelne Zahlung maximal 10 Euro. Im Jahr sind damit höchstens 120 Euro drin. SumUp behält sich in den Bedingungen vor, Sätze und Deckel jederzeit zu ändern, bereits gesammeltes Cashback bleibt davon unberührt.

Kein Cashback gibt es laut SumUp für Glücksspiel, den Kauf von Kryptowährungen und das Aufladen von Wallets anderer Anbieter. Auch Einzahlungen auf Euer SumUp Konto, Überweisungen und Geld, das Ihr an Freunde sendet, bringen nichts, denn Cashback gibt es nur für Einkäufe. Wird ein Einkauf storniert oder erstattet, zieht SumUp das Cashback wieder ab.

Das gesammelte Cashback landet zunächst in einem eigenen Cashback-Guthaben in der App. Um es auszugeben, verschiebt Ihr es mit einem Fingertipp auf Euer Hauptkonto, danach könnt Ihr es wie normales Guthaben zum Bezahlen nutzen oder auf ein anderes Konto überweisen.

Gut zu wissen: Das Cashback verfällt erst, wenn Ihr Euer Konto 12 Monate lang gar nicht nutzt. Schon eine Kartenzahlung oder Überweisung hält das Konto aktiv, die Frist beginnt dann von vorn.

Ihr müsst das Cashback also nicht jeden Monat umbuchen, sondern könnt es auch über längere Zeit ansparen.

Ist SumUp Pay jetzt das SumUp Privatkonto?

Im Prinzip ja. Am 1. Juli 2026 hat SumUp ein kostenloses Konto für Privatpersonen gestartet, neben Deutschland auch in Großbritannien, Irland, Frankreich, Italien und Spanien. Es baut auf dem bisherigen SumUp Pay auf: Die App heißt nun schlicht SumUp, das Produkt SumUp Konto, und in den Geschäftsbedingungen taucht der Name SumUp Pay weiterhin auf. Unsere Einordnung zum Start lest Ihr in der News zum SumUp Privatkonto.

Neu sind vor allem das gestaffelte Cashback statt der früheren 1 Prozent auf alle Einkäufe sowie Funktionen eines Girokontos: Ihr könnt Lastschriften einrichten, Daueraufträge planen und Echtzeitüberweisungen senden. Jeder Space, also jedes Unterkonto, hat laut SumUp eine eigene IBAN. Bis zu zehn Spaces sind kostenlos, Gemeinsame Spaces teilt Ihr mit bis zu zehn anderen SumUp Nutzern.

Geld an andere SumUp Nutzer sendet Ihr rund um die Uhr gebührenfrei und in Echtzeit. Auf Euer eigenes Bankkonto überweist Ihr per SEPA, in der Regel ist das Geld innerhalb weniger Minuten da. Bei größeren Beträgen kann SumUp die Auszahlung zur Betrugsprävention verzögern.

SumUp App Budget und Ausgabenuebersicht
In der SumUp App legt Ihr ein Monatsbudget fest und seht Eure Ausgaben nach Kategorien

Praktisch ist das Aufteilen von Rechnungen: Ihr wählt eine Kartenzahlung aus und fordert die Anteile bei Freunden an. Wer kein SumUp Konto hat, bezahlt über eine Website mit Karte, Apple Pay oder Google Pay. Alle Details zu Karte und Konto findet Ihr auf unserer Seite zur SumUp Pay Mastercard.

Welche Gebühren fallen bei SumUp an?

Konto und Karte sind dauerhaft kostenlos, auch die physische Karte schickt SumUp ohne Versandkosten zu. Laut der Kostenübersicht von SumUp gilt:

  • Keine monatliche Gebühr, keine Gebühr für Einzahlungen, Senden und Empfangen von Geld.
  • Kartenzahlungen und Währungsumrechnung kosten 0 Euro.
  • Pro Kalendermonat sind drei Abhebungen am Geldautomaten in Deutschland und eine im Ausland kostenlos.
  • Jede weitere Abhebung kostet 2 Prozent des Betrags.

Dass keine Fremdwährungsgebühr anfällt, macht die Karte auf Reisen außerhalb des Euroraums interessant, zumal es auch dort Cashback gibt. Manche Automatenbetreiber verlangen allerdings eigene Gebühren, auf die SumUp keinen Einfluss hat.

SumUp keine Gebuehren fuer Zahlungen im In- und Ausland
Kartenzahlungen kosten bei SumUp weder im Inland noch im Ausland Gebühren

Hebt Ihr nach den Freiabhebungen 50 Euro ab, werden Euch also 51 Euro berechnet. Wer viel Bargeld braucht, ist mit einem klassischen Girokonto meist besser bedient.

Wie sicher ist das Guthaben bei SumUp?

Anbieter ist die SumUp EU Payments UAB mit Sitz in Vilnius. Sie ist keine Bank, sondern ein E-Geld-Institut, das von der Bank von Litauen zugelassen und beaufsichtigt wird. Auch nach dem Start des Privatkontos ist Euer Guthaben rechtlich E-Geld.

Das hat zwei Folgen: Das Guthaben wird nicht verzinst und ist nicht durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. SumUp muss Kundengelder aber getrennt vom eigenen Vermögen auf einem Bankkonto halten, damit sie im Fall einer Insolvenz nicht in die Masse fallen.

Achtung: Eine Einlagensicherung bis 100.000 Euro wie bei deutschen Banken gibt es bei SumUp nicht. Nutzt das Konto deshalb als Zahlungskonto für den Alltag und parkt größere Ersparnisse lieber bei einer Bank.

Feste Höchstbeträge für Guthaben oder Zahlungen nennt SumUp nicht öffentlich. In den Geschäftsbedingungen behält sich das Unternehmen aber vor, Limits festzulegen, etwa zur Betrugsprävention. Einen Kreditrahmen hat die Karte nicht, Ihr bezahlt nur mit vorhandenem Guthaben.

Wie beantragt man das SumUp Konto mit Cashback?

Voraussetzung für das Cashback-Programm ist, dass Ihr mindestens 18 Jahre alt seid und in Deutschland wohnt. Eine SCHUFA-Prüfung gibt es nicht. Die Eröffnung läuft komplett über die SumUp App und dauert laut SumUp weniger als fünf Minuten. So geht Ihr vor:

  1. App herunterladen und Name, Geburtsdatum und Anschrift angeben.
  2. Identität bestätigen, dafür fotografiert Ihr beide Seiten Eures Ausweises und macht ein Selfie.
  3. Nach der Verifizierung steht die virtuelle Mastercard sofort bereit und lässt sich in Apple Pay oder Google Pay hinterlegen.
  4. Unter „Karte“ bei Bedarf die kostenlose physische Karte bestellen.
  5. Guthaben einzahlen, zum Beispiel per Überweisung von Eurem Girokonto.

Danach könnt Ihr sofort bezahlen und Cashback sammeln. Wichtig ist, dass Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Gerät noch mit keinem anderen SumUp Konto verknüpft sind, sonst gibt es laut den Bedingungen kein Cashback.

Mobiles Bezahlen mit dem Smartphone
Die virtuelle Karte könnt Ihr direkt nach der Verifizierung mit dem Smartphone nutzen

Wer Freunde wirbt, kann zusätzlich profitieren: SumUp zahlt Euch und dem Geworbenen jeweils 10 Euro, wenn dieser sich mit Eurem Empfehlungscode registriert und innerhalb von 30 Tagen mindestens drei Kartenzahlungen vor Ort von jeweils mindestens 10 Euro macht. Insgesamt bringt Euch das Empfehlungsprogramm bis zu 100 Euro.

Wie sind die Erfahrungen mit dem SumUp Cashback?

Wir haben SumUp Pay schon vor der Umstellung auf das neue Konto im Alltag genutzt, damals noch mit 1 Prozent auf alle Einkäufe. Das Bezahlen mit Apple Pay hat dabei ebenso zuverlässig funktioniert wie die Gutschrift des Cashbacks, und die App ist übersichtlich aufgebaut.

Mit dem neuen Modell hat sich die Rechnung verschoben. Wer viel in Geschäften mit SumUp Terminal und im Supermarkt zahlt, erreicht die 10 Euro jetzt schneller als früher. Wer die Karte vor allem für Onlineshopping, Tanken oder Reisebuchungen nutzt, bekommt mit 0,5 Prozent dagegen nur noch halb so viel zurück.

Auf Trustpilot bewerten Kunden SumUp insgesamt mit „Gut“, gelobt werden vor allem die einfache Bedienung, kritisiert wird der Kundenservice. Die meisten Bewertungen beziehen sich allerdings auf die Kartenterminals für Händler, Erfahrungsberichte zum Privatkonto sind bislang selten.

Welche Alternativen mit Cashback gibt es?

Wegen des Deckels von 10 Euro lohnt sich SumUp vor allem als Zweitkarte für Alltagseinkäufe. Wer mehr ausgibt, sollte sich Karten ohne oder mit höherer Obergrenze anschauen.

Die PAYBACK American Express ist ebenfalls kostenlos und bringt 1 PAYBACK Punkt je 3 Euro Umsatz, ohne Deckel. Das entspricht etwa 0,33 Prozent, bei PAYBACK Partnern sammelt Ihr mehr. Außerhalb des Euroraums fallen allerdings 2 Prozent Fremdwährungsgebühr an.

Beim BBVA Girokonto erhalten Neukunden in den ersten sechs Monaten ein deutlich höheres Cashback auf Kartenzahlungen, das ebenfalls monatlich gedeckelt ist. Weitere Optionen vergleichen wir in unserer Übersicht der Cashback Kreditkarten.

Cashback Kreditkarte
Wer mehr als ein paar Hundert Euro im Monat mit Karte zahlt, sollte Cashback-Karten vergleichen

Gut kombinieren lässt sich SumUp mit einer Kreditkarte, die Punkte oder Meilen bringt: Kleine Einkäufe im Café oder Supermarkt laufen über SumUp, größere Ausgaben über die Hauptkarte.

Fazit: Lohnt sich das SumUp Cashback?

Das SumUp Cashback ist ein nettes Extra zu einem kostenlosen Konto ohne Fremdwährungsgebühr. Mit 5 Prozent bei SumUp Händlern und 2 Prozent auf Lebensmittel im Supermarkt erreicht Ihr den Deckel von 10 Euro im Monat schon mit normalen Alltagsausgaben, mehr als 120 Euro im Jahr sind aber nicht drin.

Für alle übrigen Einkäufe ist die Karte mit 0,5 Prozent seit Juli 2026 weniger attraktiv als früher. Bedenkt außerdem, dass Euer Guthaben als E-Geld nicht der Einlagensicherung unterliegt. Als kostenlose Zweitkarte für den Alltag und für Reisen lohnt sich SumUp aus unserer Sicht trotzdem.

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Autor

Moritz hat sich über die Jahre ein enormes Wissen über Finanzprodukte, Loyalitätsprogramme und Luxusreisen angeeignet. Für Luxushotels, First Class Flüge sowie die Details von Kreditkarten, Tagesgeldkonten und mehr ist Moritz genau der richtige Ansprechpartner!

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