Ende Juni habe ich einen spontanen Frühsommertrip nach Montenegro unternommen und war durchaus überzeugt – von den getesteten reisetopia Hotels sowie von dem Land an sich. In diesem Montenegro Reisebericht findet Ihr weitere Informationen.

Montenegro scheint für den ein oder anderen ein recht exotisches Urlaubsziel zu sein – der unbekanntere Nachbar Kroatiens jedoch eine wahre Perle. Denn das Land hat nicht nur tolle Luxushotels am Strand zu bieten, sondern kann auch mit dem Essen, der Freundlichkeit der Einheimischen sowie der unglaublichen Vielfalt überzeugen. Was ich vor Ort erlebt habe und welche einmaligen Hotels ich kennenlernen durfte, zeige ich Euch in meinem ausführlichen Tripreport!

Alle Teile des Tripreports im Überblick:

Anmerkung: Mein Reisezeitpunkt war zwischen Ende Juni und Anfang Juli.

Nicht sonderlich luxuriöse An- & Abreise mit easyJet

Auch, wenn ein Luxusurlaub in Montenegro mit vier tollen Hotels geplant war, musste ich mich für eine nicht-luxuriöse Anreise entscheiden. Denn die Flüge nach Montenegro waren mit easyJet nicht nur fünfmal-günstiger als etwa mit der Lufthansa (inkl. Umstieg), sondern allen voran Direktflüge. Normalerweise finde ich easyJet Flüge auf kurzen Strecken meist angenehm, diesmal war das jedoch anders, denn die mitreisenden Personen auf dem Weg nach Tivat waren eher Typ “Wenigflieger”, die sich beispielsweise dauerhaft vor dem Start umgesetzt haben und damit den Start um einige Zeit verzögerten. Selbst mehrere Aufrufe der Crew konnten nicht helfen – das klassische Klatschen am Ende durfte auch nicht fehlen. In Tivat angekommen wurde die Situation nicht unbedingt besser, indem wir im Entenmarsch hinter einer Mitarbeiterin über das Vorfeld laufen mussten, bevor wir uns nicht Corona-konform durch eine kleine Tür zur Passkontrolle (ohne Rücksicht auf Verluste) quetschen mussten.

Sicht auf Montenegro aus dem easyJet Flugzeug

Nicht unbedingt besser war die Situation bei der Rückreise nach Berlin – chaotisch trifft den kleinen und etwas in die Jahre gekommenen Flughafen in Tivat wohl am besten. Besonders nachdenklich hat mich rückwirkend auch der Fakt gestimmt, dass es bei der Gepäckkontrolle in Tivat scheinbar niemanden interessiert hat, dass meine Begleitung und ich aus Versehen mehrere Flüssigkeiten, die deutlich mehr als 100 ml beinhalteten, im Handgepäck hatten. Insgesamt muss ich jedoch sagen, dass gerade das easyJet Personal auf beiden Flügen extrem freundlich war, versucht hat Verständnis zu zeigen und auch sonst in puncto Hygiene ich recht wenig auszusetzen hatte.

Ein weiterer negativer Punkt während der Reise war auch, dass ich weder in Berlin noch in Tivat eine Lounge besuchen konnte, trotz meiner American Express Platinum Card. In Berlin gibt es schlichtweg noch keine Priority Pass Lounge und der Zutritt zur Lufthansa Lounge funktioniert mit der Amex auch nur in Zusammenhang mit einem Lufthansa Group Ticket. In Tivat hingegen haben die Lounges nicht offen – ehrlich gesagt bin ich mir aber auch nicht sicher, ob diese wirklich überzeugend gewesen wäre.

Vier komplett unterschiedliche Hotels am Strand oder Hafen

Besonders gespannt war ich für meinen Montenegro Reisebericht schon auf die unterschiedlichen Hotels – schließlich ist das auch mein erster Urlaub der “reisetopia Art” gewesen, womit mich gleich vier luxuriöse Häuser erwarteten. Schon zuvor musste ich bei einigen Preisen schlucken, denn die Häuser bei reisetopia Hotels kosteten bis um die 1.500 pro Nacht, gerade einmal drei aller Hotels waren unter der Schwelle von 500 Euro pro Nacht. Trotz der teils hohen Preise war das gesamte Fazit der Hotels dennoch recht positiv, auch wenn viele von diesen nicht unterschiedlicher sein konnten. Besonders spannend war sicherlich, dass zwei der Hotels in einer mehr oder weniger künstlich angelegten Stadt befanden, die einen deutlichen Kontrast zu den anderen Hotels darstellte.

Den Anfang für meinen Montenegro Reisebericht machte das The Chedi Luštica Bay, welches am sogenannten Lustiça Bay liegt und damit eine recht neue und exklusive Lage beherbergt. Denn außen rum findet man abgesehen der künstlich erbauten Stadt eigentlich relativ wenig. Dies bemerkt man schon bei der Anreise am Hotel – alle Häuser sehen gleich aus, die Anlage ist mehr als gepflegt und hier und da gibt es noch Baustellen. Der Hotelkomplex ist das Herzstück der Stadt, daran angrenzend findet man einen Privatstrand, einen Yachthafen sowie eine kleine Promenade. Schnell fällt auf: Das ist zwar nicht das wahre Montenegro und die Preise sind deutlich höher als üblich, hier hat man jedoch Privatsphäre. Deswegen blieb mir der Aufenthalt großteils positiv in Erinnerung, wenn es auch noch ein paar Schwachstellen gab.

Sicht aus dem Zimmer im The Chedi Luštica Bay

Weiter ging es für mich in das Ānanti Resort, Residences & Beach Club in der Nähe von Sveti Stefan. Da es sich hierbei um ein Hotel mit einem Fokus auf Villen (Residences) handelt, ist der Vergleich vom ersten zum zweiten Hotels sicherlich nicht ganz angebracht – schon allein, weil es im Ānanti Resort, Residences & Beach Club kaum Gäste gab und das Hotel merklich auf Sparflamme lief. Außer des Ausblickes und des wirklich netten Personals war ich von dem Hotel aufgrund der aktuellen Corona-Lage leider etwas enttäuscht – selbst den im Namen enthaltenen Beach Club habe ich vergeblich gesucht. Ich gehe jedoch davon aus, dass sich dies mit Normalbetrieb wieder ändert und gerade die Villen mit mehreren Personen ein einzigartiges Erlebnis darstellen.

Blick aus dem Hotelzimmer im Ānanti Resort, Residences & Beach Club

Nachdem ich bisher bei meiner Reise nur reisetopia Hotels testen konnte, wollte ich auch mal ein familiengeführtes Boutique-Hotel kennenlernen, womit es mich in die Bucht von Kotor verschlug, genauer gesagt in das Boutique Hotel Casa del Mare – Mediterraneo. Besonders positiv ist sicherlich, dass man bei Buchung über die Website etliche Vorteile, wie ebenfalls einen frühen Check-In oder ein kostenfreies Frühstück sowie ein Willkommensgeschenk erhält. Von der Atmosphäre her hat mir das deutlich kleinere Hotel mit nur 16 Zimmern mitunter am besten gefallen. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir hier das Essen sowie der Strandbereich. Jedoch bemerkte man hier recht deutlich, dass das Personal nicht so geschult und auf Zack war, wie etwa in all den anderen besuchten Hotels.

Zimmer im Boutique Hotel Casa del Mare – Mediterraneo

Für einen letzten und kurzen Stopp ging es dann erneut in ein reisetopia Hotel und zwar in das Regent Porto Montenegro, was ebenfalls in der Bucht von Kotor an einem Jachthafen und unweit des Flughafens liegt. Auch hier handelt es sich eigentlich mehr oder weniger um eine künstlich erbaute Stadt, die man jedoch zu Fuß leicht verlassen kann und sich dann unter das “normale Volk” mischen kann. Etwas paradox, denn in der einen Minute wimmelt es noch von Jachten, Luxusstores wie etwa Gucci und teuren Restaurants und in der nächsten von “normalen” Touristen und “normalen” Restaurants. Bisher bin ich mir noch unsicher, wie genau ich meinen Aufenthalt bewerten soll, denn es gab auch viele positive Punkte. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir der Poolbereich, der unglaublich gute Service sowie die Qualität im gesamten Hotel. Jedoch muss ich sagen, dass ich mich hier und da auch recht unwohl gefühlt habe und mich mit dem Einrichtungsstil des Hotels nicht wirklich anfreunden konnte.

Pool im Regent Porto Montenegro

Insgesamt waren meine Eindrücke bei zwei der vier Hotels mehr als positiv, auch das Regent Porto Montenegro hat einen langfristigen Eindruck hinterlassen. Einzig beim Ānanti Resort, Residences & Beach Club hatte ich das Gefühl, dass mit Blick auf die Situation noch nicht alles hervorragend funktioniert. Dennoch war ich von den meisten Hotels überrascht, dass diese zum Großteil wieder in den Normalbetrieb gewechselt haben. Einzig negativ in Erinnerung geblieben ist mir der Fakt, dass trotz Maskenpflicht kaum ein Gast eine Maske (auch nicht am Buffet) trägt und selbst vom Hotelpersonal dies mit Sprüchen wie “There is no Corona – Covid-free Zone” nicht ernst genommen wurde.

Ein vielfältiges Land, das trotz der Lockerheit nicht überfüllt war

Wie ich während meiner sieben Tagen für meinen Montenegro Reisebericht bemerken musste, könnte und sollte man in Montenegro deutlich länger Zeit verbringen als nur eine Woche. Denn das Land ist unglaublich vielfältig – schon allein in der Bucht von Kotor bzw. an der Küste könnte man zwei Wochen ohne Probleme vollkriegen. Das Inland klang mit den vielen Möglichkeiten zum Wandern und etlichen Seen ebenfalls mehr als interessant.

Beim Segeln in der Bucht von Kotor

Insgesamt schien in Montenegro trotz keinerlei Einreiseeinschränkungen jedoch immer noch nicht so viel los zu sein, wie noch vor zwei Jahren. Fest machen kann man das laut der Einheimischen auch gut am Stau-Grad, denn scheinbar brauchte man im Jahr 2019 auf den einspurigen Straßen mitunter 45 Minuten für fünf bis zehn Kilometer, da sich so viele Touristen vor Ort bewegten. Auch so war mein Eindruck am Strand und bei restlichen besuchten Attraktionen recht entspannt, wenn auch es ein bis zwei Situationen gab, an denen ich von den Menschenmassen kurz erstaunt war – etwa abends in Budva.

Blick auf Budva beim Sonnenuntergang

Besonders angetan hat es mir während der Zeit jedoch die Bucht von Kotor, die jede Menge Möglichkeiten für Ausflüge bereithält, eine wunderschöne Kulisse bietet und auch mit der Vielfalt an Hotels und Restaurants überzeugen kann. Gerade in Verbindung mit einem Mietwagen kann man hier eine unvergessliche Zeit verbringen. Klar sollte einem jedoch sein, dass man hier eher kleine Städte und viel Natur bzw. Strand erwartet – denn Großstädte konnte ich auf meiner Reise keine finden, schließlich hat Montenegro auch nur knapp 620.000 Einwohner.

Fazit zu meinem Montenegro Reisebericht

Meinen Montenegro Reisebericht möchte ich mit positiven Worten abschließen, denn ich hatte eine fabelhafte Zeit vor Ort. Das Wetter war himmlisch, die Einheimischen haben uns mehr als zuvorkommend empfangen und auch die Hotels haben bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Für mich steht es außer Frage, dass ich noch mal nach Montenegro, speziell an die Bucht von Kotor sowie in das Inland zurückkehre – wenn auch ich mir nicht sicher bin, wie die Atmosphäre und die Preise mit größeren Touristenmassen vor Ort sein werden.

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Autorin

Lena Goller war COO bei reisetopia und von Februar 2020 bis Juli 2024 Teil des Teams sowie der Geschäftsführung. Auch, wenn sie im Sommer 2021 die Redaktionsleitung übergeben hat, hat sie weiterhin noch gerne über ihre luxuriösen Reiseerlebnisse geschrieben und sich ansonsten primär auf operative Prozesse sowie ihr Lieblingsthema, das Affiliate Marketing, fokussiert.

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