Die Inkastadt Machu Picchu gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Südamerikas, das Sacred Valley zwischen Cusco und Aguas Calientes ist mit seinen Ruinen, Terrassen und Salzfeldern kaum weniger eindrucksvoll. Wer Machu Picchu besuchen möchte, sollte heute deutlich mehr planen als früher: Tickets gelten nur für einen festen Rundgang und ein Zeitfenster, und die Zahl der Besucher pro Tag ist begrenzt.
Wir erklären, wie Ihr anreist, was Ihr im Sacred Valley sehen solltet, wie die Tickets und Rundgänge funktionieren, wie Ihr mit dem Zug nach Aguas Calientes kommt, wo Ihr übernachten könnt und wann die beste Reisezeit ist. Eigene Eindrücke stammen von unserer Reise Ende 2017, alle Regeln und Preise haben wir mit Stand Oktober 2026 neu recherchiert.
Inhaltsverzeichnis
- Wie kommt man ins Sacred Valley und nach Machu Picchu?
- Was sollte man im Sacred Valley sehen?
- Wie funktionieren die Tickets für Machu Picchu?
- Welcher Rundgang in Machu Picchu lohnt sich?
- Wie kommt man mit dem Zug nach Aguas Calientes?
- Wo übernachtet man im Sacred Valley und an Machu Picchu?
- Wann ist die beste Reisezeit für Machu Picchu?
- Fazit zum Sacred Valley und Machu Picchu
Das Wichtigste in Kürze: Tickets für Machu Picchu verkauft das peruanische Kulturministerium über die offizielle Plattform tuboleto.cultura.pe, jedes Ticket gilt für einen von drei Rundgängen mit festen Routen und eine Einlasszeit. 2026 dürfen in der Hochsaison bis zu 5.600 Besucher pro Tag in die Anlage, sonst 4.500. Nach Aguas Calientes kommt Ihr per Zug ab Ollantaytambo oder aus dem Raum Cusco, von dort mit dem Bus oder zu Fuß hinauf. Plant mindestens zwei Tage für das Sacred Valley ein, auch um Euch an die Höhe zu gewöhnen.
Wie kommt man ins Sacred Valley und nach Machu Picchu?
Ausgangspunkt fast jeder Reise ist Cusco. Aus Deutschland fliegt Ihr in der Regel über Lima oder ein anderes Drehkreuz und steigt dort in einen Inlandsflug nach Cusco um. Für die Einreise nach Peru braucht Ihr laut Auswärtigem Amt einen Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist, ein Personalausweis reicht nicht. Touristische Aufenthalte sind bis zu 90 Tage pro Halbjahr visumfrei.
Cusco liegt auf rund 3.400 Metern, die Höhe spüren viele Reisende schon in den ersten Stunden. Das Auswärtige Amt empfiehlt vor der Reise eine ärztliche Beratung zur Höhenkrankheit. Ein bewährter Trick: Fahrt direkt nach der Landung ins tiefer gelegene Sacred Valley und besucht Cusco erst am Ende der Reise. Machu Picchu selbst liegt mit rund 2.400 Metern ebenfalls niedriger als Cusco.
Wie viel bei der Anreise schiefgehen kann, haben wir selbst erlebt: Unser eigentlich für das Sacred Valley eingeplanter Tag begann nach einer verpatzten Anreise erst am Nachmittag. Die ganze Geschichte lest Ihr in der Story Auf Umwegen zum Machu Picchu. Plant deshalb lieber einen Puffertag ein, gerade wenn Ihr Euer Machu Picchu Ticket für einen festen Tag gebucht habt.
Was sollte man im Sacred Valley sehen?
Das Heilige Tal der Inka erstreckt sich entlang des Urubamba zwischen Pisac und Ollantaytambo. Die bekanntesten Stätten lassen sich gut an einem Tag mit einem gemieteten Fahrer kombinieren, so haben wir es auch gemacht. Für Chinchero, Moray, Pisac und Ollantaytambo braucht Ihr das Boleto Turístico del Cusco, ein Sammelticket für zahlreiche archäologische Stätten der Region. Die Salzterrassen von Maras sind nicht enthalten, dort zahlt Ihr einen separaten Eintritt.
Unser erster Halt war Chinchero, heute ein kleines Dorf mit Inkaterrassen, Kolonialkirche und Textilmarkt. Ehrlich gesagt hat uns Chinchero am wenigsten begeistert, wer wenig Zeit hat, kann es auslassen. Deutlich eindrucksvoller sind die kreisförmigen Terrassen von Moray, die die Inka vermutlich für landwirtschaftliche Versuche nutzten. Auf dem Weg dorthin blieb unser Fahrer damals im Schlamm stecken, die Straßen sind inzwischen besser, nach starkem Regen aber weiterhin anspruchsvoll.

Unser persönliches Highlight waren die Salzterrassen von Maras. Hunderte kleine Becken ziehen sich hier den Hang hinunter, gespeist von einer salzhaltigen Quelle, die schon vor der Inkazeit genutzt wurde. Schon die Anfahrt bietet einen spektakulären Blick, die Straße führt allerdings an steilen Abhängen entlang. Wer mehr Zeit hat, ergänzt die Tour um die Ruinen und den Markt von Pisac sowie die Festung von Ollantaytambo, wo ohnehin viele Züge nach Machu Picchu abfahren.

Die Infrastruktur an den Stätten ist einfach. Rechnet mit wenigen Verpflegungsmöglichkeiten und einfachen Toiletten, nehmt Wasser, Snacks, Sonnenschutz und eine Regenjacke mit.
Wie funktionieren die Tickets für Machu Picchu?
Früher konnten Besucher ihr Ticket noch kurzfristig in Cusco kaufen und sich dann frei in der Anlage bewegen. Das ist vorbei. Das peruanische Kulturministerium verkauft die Tickets über die offizielle Plattform tuboleto.cultura.pe, bei der Buchung wählt Ihr Datum, Rundgang, Route und Einlasszeit. Am Eingang müsst Ihr Euren Reisepass vorzeigen. Ein Teil der Tickets wird in Aguas Calientes vor Ort verkauft, darauf solltet Ihr Euch in der Hochsaison aber nicht verlassen.
Die Besucherzahl ist gedeckelt. Für 2026 hat das Kulturministerium eine Obergrenze von 5.600 Besuchern pro Tag in der Hochsaison festgelegt, die unter anderem vom 19. Juni bis 2. November gilt, in der übrigen Zeit sind es 4.500. Besonders schnell ausverkauft sind die Bergrouten auf den Huayna Picchu und den Machu Picchu Berg, deren Plätze pro Tag stark begrenzt sind. Bucht diese Tickets deshalb mehrere Wochen bis Monate im Voraus, in der Hochsaison eher früher.
Tipp: Für ausländische Erwachsene kosteten die klassischen Rundgänge Anfang 2026 rund 152 Soles. Seit dem 1. Mai 2026 erhebt die Schutzgebietsbehörde SERNANP zusätzlich eine Gebühr für das Naturschutzgebiet, nach Berichten peruanischer Medien steigt der Preis damit auf rund 163 Soles, die Bergrouten sind teurer. Prüft den aktuellen Preis vor der Buchung direkt auf der offiziellen Plattform und meidet Wiederverkäufer mit hohen Aufschlägen.
Für den Inkapfad, den mehrtägigen Fußweg nach Machu Picchu, gelten eigene Genehmigungen. Er ist nur mit lizenzierten Anbietern möglich und jedes Jahr im Februar wegen Wartungsarbeiten und Regenzeit gesperrt, 2026 vom 31. Januar bis 28. Februar.
Welcher Rundgang in Machu Picchu lohnt sich?
Seit 2024 ist der Besuch auf drei Rundgänge mit insgesamt zehn Routen aufgeteilt, die Wege sind als Einbahnstraßen angelegt. Rundgang 1 ist der Panoramarundgang mit den oberen Terrassen und dem klassischen Postkartenblick, je nach Route auch mit dem Machu Picchu Berg, dem Sonnentor Intipunku oder der Inkabrücke. Rundgang 2 ist der klassische Weg durch die Anlage mit oberen und unteren Bereichen. Rundgang 3, der Rundgang der Herrscher, führt durch den unteren Teil der Stadt und schließt je nach Route den Huayna Picchu, die Große Höhle oder Huchuy Picchu ein.
Für einen ersten Besuch empfehlen wir Rundgang 2, weil er die meisten Bauwerke zeigt und den Fotostopp von oben einschließt. Wer vor allem das berühmte Panorama möchte, wählt Rundgang 1, wer gut zu Fuß ist und den Blick von oben auf die Anlage sucht, eine der Bergrouten. Einige Routen werden nur in der Hochsaison angeboten.
Bei unserem Besuch war es sehr voll, oft standen wir in einer langsam vorrückenden Schlange oder warteten auf einen freien Fotoplatz. Durch die Zeitfenster und die festen Routen verteilt sich der Andrang heute besser, ganz allein seid Ihr an Machu Picchu aber nie. Beeindruckend ist vor allem das Zusammenspiel der Ruinen mit dem Bergpanorama, die Wolken können die Sicht allerdings schnell verdecken.
Wie kommt man mit dem Zug nach Aguas Calientes?
Eine Straße bis nach Machu Picchu Pueblo, wie Aguas Calientes offiziell heißt, gibt es nicht. Die meisten Besucher fahren deshalb mit dem Zug, angeboten von PeruRail und Inca Rail. Ab Ollantaytambo dauert die Fahrt rund eineinhalb bis zwei Stunden, aus dem Raum Cusco etwa dreieinhalb bis vier Stunden. Die Züge aus dem Raum Cusco starten je nach Anbieter an Bahnhöfen außerhalb des Zentrums, in der Regenzeit wird ein Teil der Strecke häufig per Bus bedient. Das Auswärtige Amt rät, Machu Picchu per Zug statt über unbefestigte Gebirgsstraßen anzufahren.
Die Züge gibt es in mehreren Klassen, von einfachen Waggons bis zum Luxuszug Hiram Bingham von Belmond. Bei unserer Fahrt im Dunkeln reichte uns die günstigste Klasse völlig aus, bei Tageslicht lohnen sich Waggons mit Panoramafenstern. Wer das Andenhochland noch intensiver erleben möchte, kann die Reise mit dem Nachtzug kombinieren, mehr dazu lest Ihr in unserem Guide zum Belmond Andean Explorer.
Von Aguas Calientes pendeln Busse in rund einer halben Stunde über eine Serpentinenstraße zum Eingang, zu Fuß braucht Ihr bergauf etwa eineinhalb Stunden. Den Abstieg zu Fuß können wir empfehlen, der Weg führt durch schöne Natur. Aguas Calientes selbst ist sehr touristisch, bietet aber einige gute Restaurants und Hotels.
Wo übernachtet man im Sacred Valley und an Machu Picchu?
Wir empfehlen, mindestens zwei Nächte im Sacred Valley und je nach Zugverbindung eine Nacht in Aguas Calientes oder direkt an Machu Picchu einzuplanen. So könnt Ihr früh am Morgen in die Anlage, bevor die Tagesbesucher aus Cusco ankommen. Folgende Hotels lassen sich mit Stand Oktober 2026 über suitespot mit zusätzlichen Vorteilen buchen.
Die Belmond Sanctuary Lodge ist das einzige Hotel direkt am Eingang von Machu Picchu. Über suitespot sind täglich à la carte Frühstück, Mittag- und Abendessen inklusive Getränken enthalten, ausgenommen Premium-Marken. Dazu kommen 100 USD Hotelguthaben, bei One Bedroom Suites 220 USD, ein Upgrade bei Anreise sowie früher Check-in und später Check-out nach Verfügbarkeit, ein Willkommensgeschenk und ein Gutschein über 500 USD für Eure nächste Belmond Buchung, sofern die Buchung mindestens 10.000 USD wert ist, besondere Bedingungen gelten.
Im Sacred Valley liegt das Belmond Hotel Rio Sagrado mit Cottages direkt am Fluss. Über suitespot erhaltet Ihr tägliches Frühstück für zwei Personen, 100 USD Hotelguthaben, bei Suiten 220 USD, ein Willkommensgeschenk, kostenfreien Zugang zu Spa und Fitnessbereich sowie den Belmond Gutschein über 500 USD zu denselben Bedingungen. Ein Upgrade ist bei diesem Haus nicht Teil der Vorteile.
Praktisch für die Weiterreise ist das Tambo del Inka Resort Valle Sagrado in Urubamba, das einen eigenen Bahnsteig für die Züge nach Machu Picchu hat. Über suitespot gibt es tägliches Frühstück für zwei Personen, 100 US-Dollar Hotelguthaben und einen kostenfreien Transfer zum Flughafen, beides nicht bei allen Raten enthalten, außerdem ein Upgrade bei Anreise sowie früher Check-in und später Check-out nach Verfügbarkeit, ein Willkommensgeschenk sowie reguläre Punkte und Statusvorteile bei Marriott Bonvoy.
Weitere Luxushotels in Cusco und anderen Regionen des Landes findet Ihr in unserer Übersicht der besten Luxushotels in Peru.
Wann ist die beste Reisezeit für Machu Picchu?
Die trockenste Zeit in der Region Cusco ist von Mai bis September. Dann ist die Chance auf klare Sicht am größten, gleichzeitig ist der Andrang am höchsten, und vom 19. Juni bis 2. November gilt 2026 die Hochsaison mit dem höheren Tageskontingent. Ruhiger sind die Übergangsmonate April und Oktober. In der Regenzeit von etwa November bis März ist es grüner und leerer, dafür drohen Wolken, Erdrutsche und Einschränkungen im Zugverkehr.
Unabhängig von der Jahreszeit lohnt sich ein früher Einlass am Morgen, auch wenn dann oft noch Nebel über der Anlage liegt. Er lichtet sich meist im Laufe des Vormittags. Weil Streiks und Proteste in Peru den Zugverkehr zeitweise lahmlegen können, solltet Ihr vor der Reise die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amts prüfen.
Fazit zum Sacred Valley und Machu Picchu
Machu Picchu ist ein beeindruckender Ort, der Besuch erfordert aber deutlich mehr Planung als noch vor einigen Jahren: Ticket, Rundgang, Einlasszeit und Zug müssen zusammenpassen, gerade in der Hochsaison. Uns hat die Anlage wegen der vielen Menschen weniger umgehauen als erwartet, das Sacred Valley mit Moray und den Salzterrassen von Maras dagegen umso mehr. Nur für Machu Picchu nach Peru zu reisen, lohnt sich aus unserer Sicht deshalb nicht. Nehmt Euch lieber mehrere Tage für das Sacred Valley und Cusco, gewöhnt Euch in Ruhe an die Höhe und kombiniert Machu Picchu mit weiteren Zielen in Südamerika, so wie wir auf unserer Reise von Machu Picchu in die Antarktis.




