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Review: Cathay Pacific Business Class Airbus A330-300

Bei meinem Flug von Bangkok nach Singapur hatte ich die Möglichkeit mit Cathay Pacific zu fliegen. Cathay fliegt die Route Hong Kong – Singapur unter anderem auch mit Zwischenstopp in Bangkok. Für das zweite Teilstück habe ich 7.500 Avios genutzt, um ein Ticket in der Economy Class zu reservieren.

cathay-pacific

Am Flughafen angelangt, überraschten mich allerdings extrem lange Schlangen bei allen Check-In Countern, auch für die die Business Class. Der Check-In Schalter für Gruppen eine Reihe weiter war glücklicherweise noch relativ leer. Dort erhielt ich überraschenderweise eine Bordkarte für die Business Class. Operational Upgrades schon am Check-In sind sehr ungewöhnlich, ich hatte allerdings schon am Tag davor online eingecheckt und meinen oneworld Sapphire Status hinterlegt. Dementsprechend durfte ich auch die Premium Lane bei der Immigration und die Sicherheitskontrolle nutzen.

Danach ging es noch kurz in die Cathay Pacific Lounge, die mich aber nicht wirklich überzeugte. Einerseits war diese extrem voll, andererseits fand ich das Essensangebot nicht wirklich überzeugend. Von Cathay Pacific ist man in der Regel besonders bei den Lounges besseres gewohnt.

Cathay Pacific Lounge Bangkok

Die Cathay Pacific Lounge Bangkok ist zwar schön eingerichtet, aber leider unterdimensioniert

Dementsprechend früh begab ich mich zu meinem Abfluggate. Der Einsteigevorgang begann zwar leicht verspätet, dafür wurde das Priority Boarding durchgesetzt und ich war einer der ersten Fluggäste an Bord.

Cathay Pacific Business Class – Sitz & Kabine

Normalerweise kommt auf der Route die regionale Business Class von Cathay Pacific zum Einsatz, bei der die Sitze nicht zu einem flachen Bett verstellbar sind und auch einige Plätze keinen direkten Zugang zum Gang haben. Prinzipiell ist das natürlich ausreichend für einen kurzen Flug. Hier kam es jedoch wie sehr oft bei Cathay Pacific zu einem kurzfristigen Wechsel des geplanten Flugzeuges und man setzte einen Airbus A330-300 mit der Langstrecken Business Class ein. Dies erklärt auch das Upgrade, schließlich sind in dieser Konfiguration 39 statt 24 Business Class Plätze an Bord.

Der Sitz von Cathay Pacific ist schräg zur Wand hin angewinkelt. Das Bett ist über zwei Meter lang und damit eines der längsten Business Class Betten überhaupt. Der Platz in der ersten Reihe verfügte nochmal über etwas mehr Platz. Über das Bedienpanel an der Seite lässt sich der Sitz nach Belieben verstellen. Auch eine Steckdose sowie eine Leselampe sind dort vorhanden.

Den Sitzkomfort würde ich prinzipiell als sehr gut einstufen. Leider merkte man dem Gestühl sein Alter bereits an, auch die nicht vorhandenen Abdeckungen im Fußbereich trug nicht zu einem besonders hochwertigen Eindruck bei. Dennoch hat man vor allem extrem viel Platz, sogar mehr als beim sehr guten Business Class Sitz von Qatar Airways. Und das ist schließlich, besonders bei einem Langstreckenflug, wo dieses Flugzeug primär eingesetzt wird, das Wichtigste. Unschön fand ich die Toilette, wo eine Abdeckung partout nicht schließen wollte.

 

Cathay Pacific Business Class – Catering & Service

Schon am Boden wurde Getränkewünsche erfüllt, leider wurde das leere Glas lange vor Pushback einfach abgeräumt. Stattdessen konnte ich einen Blick auf das Menü werfen, das eine Vorspeise und enen von drei Hauptgängen nach Wahl vorsah. Eine vegetarische Option war überraschenderweise nicht dabei. Ich entschied mich für das Three Cup Chicken.

Zuerst wurde jedoch der Seafood Salat mit Knoblauchbrot gereicht. Den Salat hätte ich zwar so nicht bestellt, allerdings hatte ich ja keine Wahl und er war doch recht schmackhaft.

Zügig kam nach einer weiteren Getränkerunde auch der Wagen mit den Hauptgängen. Auch das Hühnchen hat mir zugesagt, nichts war übermäßig lange gegart, was besonders beim Gemüse leider immer schnell passiert. Alles in allem ein gutes Catering. Von der Qualität her ist man zwar von der Spitze noch etwas entfernt, dennoch war das Essen vollkommen in Ordnung und für diesen Flug angemessen.

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Der Service erfolgte ausschließlich von einem Wagen aus, was sicherlich effizienter ist, als jedes Gericht einzeln vorbeizubringen, allerdings auch zu nervigen Wartezeiten führen kann. Getränkewünsche wurden jedoch auch nach dem Service prompt erfüllt. Die Crew war freundlich und gut gelaunt, jedoch oftmals sehr gestresst.

Cathay Pacific Business Class – Entertainment

Neben dem obligatorischen Bordmagazin, das im Gegensatz zu dem fast einheitlichen Werbeblättchen europäischer Airlines recht interessant war, befand sich natürlich auch ein Bildschirm mit zahlreichen Filmen und Serien am Sitz. Diesen habe ich aufgrund der Flugzeit nicht ausgiebig testen können. Man klappt diesen aus, was leider den Nachteil hat, dass dieser erst ab Reiseflughöhe nutzbar ist und beim Anflug wieder eingeklappt werden muss. Bei dem tollen Ausblick während des Anflugs auf Singapur hatte ich jedoch kein Bedürfnis, Filme zu schauen. Die Auswahl des StudioCX Systems konnte sich jedoch sehen lassen. Auch die Bedienung war trotz des älteren Bildschirms recht fix. Auch hier ist man nicht an der Spitze, allerdings bietet man ein besseres System als Lufthansa oder Qatar Airways in den Boeing 787.

 

Cathay Pacific Business Class – Fazit

Besonders für so einen kurzen Flug bietet Cathay Pacific ein außergewöhnlich gutes Produkt. Der Sitz ist nahezu unschlagbar, wenn auch etwas angestaubt. Beim Catering muss sich die Airline aus Hong Kong ebenso wenig verstecken. Würde ich hierfür einen Aufpreis gegenüber der Economy zahlen? Definitiv, aber bei einem Flug von zwei Stunden und 25 Minuten nicht das doppelte. Jeder mag hier seine eigenen Prioritäten setzen und ich habe mich selbstredend trotzdem sehr über das überraschende Upgrade gefreut.

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Severin

Severin ist seit ein paar Jahren in der Vielfliegerszene aktiv. Angefangen mit regelmäßigen Daytrips nach ganz Europa hat es ihn immer weiter in die Welt getrieben. Auf reisetopia teilt Severin besonders seine Tipps, um günstig durch Europa zu fliegen!

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