In unserem neuesten reisetopia-Reisekompass wollten wir wissen, ob Euch der ökologische Fußabdruck beim Planen Eurer Reise wichtig ist. Die Ergebnisse der Umfrage präsentieren wir Euch hier im Detail!

Neue Kulturen und Länder kennenzulernen hat immer etwas Aufregendes und Faszinierendes an sich. Doch wir sind uns sicherlich alle bewusst, dass neben vielen positiven Effekten, welche touristische Aktivitäten wie das Fliegen, das Besichtigen von Sehenswürdigkeiten oder Hotelaufenthalte mit sich bringen, diese ebenso einen Einfluss auf die Umwelt, aber auch auf soziale und wirtschaftliche Aspekte in den Destinationen haben. Dabei wird besonders in der heutigen Zeit das Thema Nachhaltigkeit zu einem wichtigen Aspekt. Wir zeigen Euch, was bei unserer jüngsten Umfrage zu dem Thema herausgekommen ist.

Ein Drittel achtet auf nachhaltiges Reisen

Um eine allgemeine Einschätzung zu erhalten und die aktuelle Stimmung einzufangen, haben wir eine Umfrage zu dem Thema “Wie wichtig ist Ihnen Ihr ökologischer Fußabdruck beim Planen einer Reise?” gestartet. Dank der regen Teilnahme betrug die Stichprobengröße hierbei 5.038. Da wir die Umfrage in Kooperation mit Civey durchführten, stammen die Antworten nicht ausschließlich von reisetopia Lesern.

Die Ergebnisse unserer neusten Umfrage sind eindeutig. So gibt knapp die Hälfte der Befragten an, dass der ökologische Fußabdruck beim Planen einer Reise bei Ihnen eher in den Hintergrund rückt. Rund 22 Prozent davon geben an, dass Ihnen der ökologische Fußabdruck beim Planen einer Reise eher “weniger wichtig” ist. 26 Prozent geben an, dass der Aspekt der Nachhaltig beim Planen einer Reise gar keine Rolle spielt.

Civey 15656 2021 07 08 12 46 00

Dem gegenüber stehen etwa 22 Prozent der Umfrageteilnehmer, welche angeben, dass Ihnen der ökologische Fußabdruck auf Reisen “eher wichtig” ist und 12,5 Prozent der Befragten, bei denen das Thema Nachhaltigkeit auch auf Reisen eine sehr große Bedeutung zugesprochen wird. Ganze 17,6 Prozent sind sich bei dem Thema noch unklar darüber, welchen Stellenwert dieser Aspekt für sie einnimmt und stimmten für “unentschieden” ab.

Ökologischer Fußabdruck besonders für die 30-39-Jährigen wichtig

Bei der Auswertung nach Alter fällt auf, dass die 40-49-Jährigen am wenigsten auf Ihren ökologischen Fußabdruck beim Planen einer Reise achten. Hier geben etwa 26 Prozent an, dass es Ihnen “weniger wichtig” oder für rund 28,5 Prozent der Umfrageteilnehmer “gar nicht wichtig” ist. Gefolgt von der Altersgruppe der 50-64-Jährigen, welche mit etwa 50 Prozent angeben, dass auch bei Ihnen die Reise an sich im Vordergrund steht. In der Altersgruppe der 30-39-Jährigen ist die Anzahl derer am größten, welchen Ihr ökologischer Fußabdruck beim Planen einer Reise “eher wichtig” oder sogar “sehr wichtig” ist. Demnach ist hier mit 45 Prozent auch die Anzahl der Befragten mit am geringsten, welche weniger bis gar nicht auf diesen achten.

Civey 15656 2021 07 08 13 07 15

Innerhalb der Generation 65+ geben rund 35 Prozent an, dass sie auf Ihren ökologischen Fußabdruck auch bei der Planung einer Reise achten. Damit folgen sie dicht der Altersgruppe der 30-39-Jährigen. Mit etwas über 20 Prozent ist in der Altersgruppe 65+ jedoch auch der Anteil der Umfrageteilnehmer am größten, welcher für “unentschieden” gestimmt hat. Im Mittelfeld, sowohl bei den Befragten, welche auf Ihren ökologischen Fußabdruck auf Reisen achten, als auch bei denen die es nicht tun, befinden sich mit knapp 34 Prozent beziehungsweise 46,6 Prozent die 18-29-Jährigen.

Fazit zur Umfrage bezüglich des ökologischen Fußabdrucks beim Planen einer Reise

Die Ergebnisse dieser Umfrage sind eindeutig. Für etwa die Hälfte der Befragten steht weiterhin die Reise an sich im Vordergrund. Dem Aspekt der Nachhaltigkeit wird auf Reisen also von der Mehrheit eher eine untergeordnete Rolle zugeteilt. Dennoch lässt sich gerade in der Altersgruppe der 30-39-Jährigen ein Trend hin zu einer größeren Beachtung des eigenen ökologischen Fußabdrucks erkennen. Knapp 42 Prozent geben hier an, diesen als “wichtig” zu empfunden. In der Altersgruppe der 40-49-Jährigen spielt die Beachtung des ökologischen Fußabdrucks beim Planen einer Reise die geringste Rolle.

Alle Informationen der Umfrage dürfen bei entsprechender Kennzeichnung übernommen und veröffentlicht werden. Eine detaillierte Ausfertigung der Umfrage kann per E-Mail an [email protected] angefragt werden. 

Autor

Sie liebt das Reisen. Besonders Städtetrips haben es ihr angetan. Doch spätestens seit ihrem Auslandssemester auf Bali sind auch Fernreisen für sie nicht mehr wegzudenken. Während ihrem Praktikum bei reisetopia möchte sie ihre Erfahrungen gerne mit Euch teilen.

Fragen? In der reisetopia Club Lounge auf Facebook beantworten wir Eure Fragen.

  • Für mich ist das Ergebnis alles andere als eindeutig, weil ich nicht weiß, ob es sich um eine repräsentative Umfrage handelt. Dieses Thema zieht sich leider durch all eure Umfragen. Alleine die Angabe der Teilnehmer sagt nichts über einen repräsentativen Querschnitt aus.

    • Hey Ralf, danke für deine Anmerkungen. Wir führen die Umfrage wie im Artikel erwähnt mit der Plattform Civey durch. Civey nutzt einen automatisierten Prozess, um die Repräsentativität der Umfrageergebnisse zu gewährleisten. Auf der Webseite des Unternehmens findet man dazu noch genauere Informationen, jedoch wird – kurz gesagt – ein Algorithmus genutzt, der Bots und systematische Lügen erkennt sowie die Umfrageergebnisse gewichtet. Da man als Teilnehmer einer Civey-Umfrage bei der Registrierung Geschlecht, Postleitzahl und Geburtsjahr angibt und nach der Verifizierung noch das weitere Antwortverhalten berücksichtigt wird, kann die der Algorithmus diese Variablen identifizieren und so gewichten, dass die Ergebnisse repräsentativ sind. Viele Grüße 🙂

      • Vielen Dank, Anna, auch für die Hinweise zur Firma bzw. deren Gewichtung.

        An einen repräsentativen Querschnitt bzw. daran eine Umfrage lediglich über Gewichtung herzustellen, glaube ich dennoch nicht im Ansatz. Alleine durch Geschlecht, Alter, Postleitzahl kann kein repräsentativer Querschnitt über die deutsche Bevölkerung erreicht werden, dazu ist einiges mehr Wissen in Bezug auf die Testgruppe nötig. Nicht umsonst gibt es Firmen, die sich sehr aufwändig ausschließlich damit beschäftigen (und dennoch nicht selten ordentlich daneben liegen – s. Wahlergebnisse).

        Die Umfrage ist für mich die Aussage einer Gruppe, die man ernst nehmen kann und muss. Daraus würde ich aber niemals einen Schluss ziehen können oder wollen.

        Aus meiner Sicht führen solche Umfragen nicht zu der von euch gewünschten Transparenz, sondern zu schwierig bis gar nicht zu interpretierenden Ergebnissen. Negativ ausgedrückt wird hier aber auch eine Kompetenz der Firma in Bezug auf Statistische Hochrechnungen dargestellt, die nur schwer nachzuvollziehen ist.

  • Traurig. Nicht nur, dass kommende Generationen auf Grund unseres Egoismus die Schönheit von fernen Ländern und der eigenen Heimat nicht mehr so genießen werden können wie wir, auch den Bewohnern der Länder, in die wir reisen wollen, wird ihre Umgebung kaputt gemacht (und dass sie finanziell nur dadurch überleben können, dass sie dem zustimmen, macht es nicht besser!) Reisetopia an sich sollte sich mal kritisch hinterfragen, inwiefern Ihr dieser Entwicklung Vorschub leistet.
    Ich kann nur sagen eine Wanderung in den frühen Morgenstunden in der eigenen Heimat, wenn alles noch ruhig ist und die Natur gerade erwacht schlägt den Erholungsfaktor einer hektischen Flugreise und eines Urlaubs an einem überfüllten und kommerziell ausgebeuteten Strand bei weitem.
    Ich habe schon Ferien in Luxus-Resorts in Villas mit eigenem Plungepool und Preisen von um 1000€ pro Nacht gemacht und empfinde das mittlerweile nur noch als pathetisch und die Kosten weder für mich noch für die Umwelt als auch nur in Ansätzen gerechtfertigt. Wenn ich sowas brauche um mein Selbstbewusstsein aufzupolieren, sollte ich mein Geld eher in eine vernünftige Psychotherapie investieren!

    • Hey Katrin, danke für deinen Kommentar. Uns ist durchaus bewusst, welche Auswirkung Reisen auf die Umwelt und die lokalen Bewohner haben können, darüber berichten wir auch in regelmäßigen Beiträgen. Dennoch kann man nicht jede Form des Reisens über einen Kamm scheren. Wie du schon sagst, sind viele Länder wirtschaftlich stark vom Tourismus abhängig, aber das sollte man nicht nur als negative Form der Abhängigkeit sehen. Bewusster Tourismus – fernab von Massen- und Pauschalreisen, welche wir wie dir sicherlich aufgefallen ist auch nicht promoten – ist auch für die Reiseländer durchaus ein wichtiger Faktor. Nicht umsonst sind diese Formen des Tourismus sogar als wichtige Bausteine in den Nachhaltigkeitszielen der UN verankert. Und lieber ein-zweimal im Jahr eine Luxusreise zu unternehmen, schadet Umwelt und Einwohnern sicherlich weniger, als wenn man ständig mit den günstigen Tarifen von einer Destination zur nächsten reist. Gegen eine schöne Wanderung in der Heimat ist aber natürlich auch nie etwas einzuwenden 🙂

Alle Kommentare anzeigen (1)