Auf dem Rückweg von Mexiko nach Europa hat man die Wahl zwischen zahlreichen europäischen Airlines – und Aeromexico. Ich habe mich im Oktober 2019 mittels Flying Blue Meilen für die Business Class der mexikanischen Nationalairline entschieden.
Der Flug von Mexiko City nach Amsterdam wurde dabei von einer Boeing 787-9 durchgeführt, welche damals über die neueste (und beste) Business Class der Airline verfügte. Während des rund elfstündigen Flugs konnte ich mir dabei ein Bild vom Sitz, Schlafkomfort und natürlich auch dem Catering machen.
Moderner Sitz mit tollem Platzangebot
Die Business Class Kabine an Bord der Boeing 787-9 ist relativ groß und in zwei Bereiche aufgeteilt. Hinter der zweiten Galley findet man dabei noch eine “Mini-Kabine” mit acht Sitzen. Ich habe mich für einen mittigen Fensterplatz in der vorderen Kabine entschieden, da es dort erfahrungsgemäß relativ leise ist, was besonders bei einem Nachtflug sehr angenehm ist.
Bei dem Sitz handelt es sich um ein sogenanntes Reverse-Herringbone-Modell, welches in Flugrichtung und zum Fenster hin ausgerichtet ist. Negativ aufgefallen ist mir allerdings, dass hier keine verstellbare Kopfstütze vorhanden ist. Insbesondere für größere Menschen ist dies ziemlich unangenehm.
Neben einer gemütlichen Decke und einem Kissen befand sich auch ein reichhaltiges Amenity-Kit am Platz. Ein weiterer Vorteil dieser Art von Sitz sind die vielen Ablageflächen und -fächer.
Insgesamt gibt es am Platz vier verschiedene Fächer, um die persönlichen Gegenstände während des Fluges erreichbar zu verstauen.
Guter Schlafkomfort in der Aeromexico Business Class
Mehrere Faktoren sorgen für einen guten Schlafkomfort in der Aeromexico Business Class. Zum einen ist die Kabine der modernen Boeing 787-9 relativ leise und verfügt über ein angenehmeres Klima als ältere Modelle, was sich zumindest bei mir sofort bemerkbar macht. Dank der individuellen Düsen kann natürlich auch die Temperatur am Sitz entsprechend angepasst werden. Am wichtigsten ist natürlich der Sitz beziehungsweise das Bett. Dieses ist knapp über zwei Meter lang und bietet auch in der Breite durchaus Bewegungsfreiheit.
Zwar bot Aeromexico auf meinem Flug keine Matratzenauflage, allerdings konnte ich auch so wirklich gute fünf Stunden schlafen, was für meine Verhältnisse absolut überdurchschnittlich ist. Im Hinblick auf Sitz und Schlafkomfort hat mich Aeromexico damit absolut überzeugt.
Langsamer Service und ordentliches Essen
Wirklich nervig fand ich die Geschwindigkeit, in der das Abendessen serviert wurde. Planmäßiger Abflug war gegen Mitternacht, dank leichter Verspätung wurde erst gegen 1 Uhr das Anschnallzeichen ausgeschaltet. Angedacht war für den Flug aber dennoch ein volles Abendessen. Andere Airlines bieten in solchen Fällen nur einen Mitternachtsnack oder zumindest die Option für ein “Express-Dinner”. Kurz vor 3 wurde dann der Tisch abgeräumt, zwischen den Gängen verging währenddessen gefühlt eine Ewigkeit. Interessanterweise haben aber nahezu alle Passagiere das Essen in Anspruch genommen, was allerdings auch an dem mageren Angebot in der Aeromexico Lounge liegen könnte.
Der Käse wurde hier ungefragt vor dem Hauptgang serviert, was mir etwas komisch vorkam. Ansonsten war das Essen durchaus in Ordnung und merklich besser als zum Beispiel bei Delta. Vor der Landung wurde auch noch ein warmes Frühstück mit mehreren Optionen serviert.
Die hintere Galley stand den Passagieren als Self-Serve Bar zur Verfügung. Hier gab es auch unter anderem eine Nespresso Maschine.
Fazit zu den ersten Eindrücken aus der Aeromexico Business Class
Insgesamt war ich mit meinem Flug in der Aeromexico Business Class sehr zufrieden. Der Sitz bietet hervorragenden Schlafkomfort. Das Catering war in Ordnung aber auch kein Highlight, für Business Class geht dies aber durchaus in Ordnung. Nicht zu unterschätzen ist übrigens der Abflug vom Terminal 2 in Mexiko-Stadt, der verglichen mit Terminal 1 noch am ehesten einen gewissen Komfort bieten kann.
Nachtrag (Oktober 2026): Diese Eindrücke stammen von meinem Flug im Oktober 2019. Aeromexico verbindet Mexiko-Stadt und Amsterdam weiterhin nonstop mit der Boeing 787, je nach Flug kommt neben der 787-9 aber auch die kleinere 787-8 zum Einsatz.
Diesen Beitrag hat unser früherer Kollege Severin Gerstenkorn im Oktober 2019 geschrieben.








