Flybe ist ein englischer Billigflieger, der nicht nur Verbindungen innerhalb von Großbritannien anbietet, sondern unter anderem auch nach Deutschland fliegt. Was Euch an Bord erwartet, zeige ich Euch in diesem ausführlichen Review!

Flybe hat in den letzten Jahren immer wieder verschiedene Verbindungen nach Deutschland angeboten, teilweise aber auch wieder eingestellt. Aktuell bedient die Airline (teilweise nur saisonal) Berlin, Düsseldorf, Hannover, München und Stuttgart. Die größte Basis mit gleich mehreren Verbindungen hat die Airline in Düsseldorf. Gleichzeitig ist unklar, wie die zukünftige Strategie der Airline aussieht, denn nach Pleitegerüchten wurde die Airline vor Kurzem von Virgin Atlantic und zwei anderen Investoren übernommen – dies könnte zu einer Strategieänderung weg vom Regionalverkehr bedeuten.

Flybe – die Buchung

Gebucht habe ich meinen Flug mit Flybe etwa einen Monat vor dem Flug direkt auf der Airline des Günstigfliegers. Auf der Strecke von München nach Cardiff habe ich knapp 70 Euro für einen einfachen Flug bezahlt, enthalten war dabei allerdings nur Handgepäck. Eine kostenfreie Verpflegung gibt es bei Flybe ebenfalls nicht. Allerdings ist die Airline vielfach auch die einzige Option, um sinnvoll in kleinere Städte in England zu fliegen, wenn man nicht unbedingt einen Stop in Amsterdam oder London hinnehmen möchte.

Flybe – der Sitz

Die Flybe Economy Class kommt in einer 2-2 Bestuhlung daher, dies ist unabhängig davon, ob Ihr in einer Propellermaschine oder einem Jet der Regionalairline unterwegs seid. Die Kabine in der Embraer 190, in der ich geflogen bin, machte auf mich einen ziemlich alten Eindruck.

Flybe Sitz

Die Sitze bestehen aus Leder und haben zumindest eine recht gute Polsterung, wirken im Vergleich zu modernen Flugzeugsitzen allerdings eher klobig.

Flybe Sitz 3

Besonders die Sitzfläche wirkt ziemlich abgewetzt, das Alter der Sitze ist hier kaum zu übersehen, denn auch die Sauberkeit ist nicht gerade perfekt.

Flybe Sitz 4

Der Sitzabstand ist für einen Regionaljet im Durchschnitt, allerdings auch nicht wirklich gut. Bequemer als bei easyJet oder Ryanair sitzt man aber dennoch.

Flybe Sitzabstand

Alle Sitze kommen mit einem recht robusten Tisch daher, auf dem sich gut arbeiten lässt. Auch der Abstand zwischen Sitz und Tisch ist angenehm.

Flybe Tisch

Ansonsten ist noch die etwas kleine Sitztasche zu erwähnen, in die man nur ein wenig Gewalt einen 13-Zoll-Laptop hineinbekommt. Alles in allem empfand ich meinen Flug aber dennoch als komfortabel, sodass es trotz der älteren Kabine nicht wirklich etwas auszusetzen gibt.

Flybe – das Catering

Flybe ist offensichtlich kein Full-Service-Carrier, was sich auch in puncto Catering zeigt. Die Airline bietet keine kostenfreien Snacks oder Getränke und fährt damit dasselbe Modell wie etwa auch Eurowings oder British Airways. Dafür gibt es allerdings ein überraschend umfangreiches Menü mit zahlreichen verschiedenen Snack-Optionen.

Flybe Menü 4 Flybe Menü 3 Flybe Menü 2

Die Preise sind zwar nicht niedrig, aber bewegen sich auf dem üblichen Niveau für den Kauf von Speisen und Getränken im Flugzeug. Ich hatte auf meinem Flug leider keinen Hunger und habe entsprechend keine Speisen getestet, das bestellte Getränk wurde aber schnell und freundlich serviert. Die Bezahlung per Kreditkarte war kein Problem.

Flybe Getränk

Wenn man mit realistischen Vorstellungen an den Flug mit flybe herangeht, wird man nicht enttäuscht. Die Airline bietet nichts kostenfrei, dafür aber ein recht attraktives Angebot gegen Aufpreis.

Flybe – das Entertainment

Bezüglich des Entertainments sollte man bei einer Regionalairline nicht viel erwaten. So gibt es kein WLAN, keine Bildschirme an der Kabinendecke und auch keine Zeitungen oder Zeitschriften. Einzig ein Bordmagazin liegt bereit.

Flybe Magazin

Mehr hatte ich allerdings auch nicht erwartet, sodass es keinen Grund zur Kritik gibt.

Flybe – Fazit

Ein Flug mit Flybe verspricht nicht gerade einen großen Luxus, aber dass verspricht die Airline auch nicht. Vielmehr kommt man meist günstig zu Zielen, die man sonst nur mit Umstieg erreichen könnte. Genau für diesen Zweck sehe ich Flybe als eine gute Option, wobei für die Zukunft offen ist, wie die genaue Strategie der Airline aussieht. Bis dahin würde ich aber in jedem Fall wieder mit Flybe fliegen!

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Autor

Moritz liebt nicht nur Reisen, sondern auch Luxushotels in aller Welt. Auf der Suche nach neuen Erlebnissen hat Moritz schon dutzende Airlines getestet und mehr als 100 Städte erkundet. Auf reisetopia lässt er Euch an seinen Erlebnissen & Tipps teilhaben!

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