Nachdem in der vergangenen Woche mit der Einstufung Spaniens und der Niederlande als Hochinzidenzgebiete einige Urlaubspläne durcheinander gebracht wurden, gibt es bei diesem Update weniger negative Überraschungen.

Deutlich später als sonst veröffentlicht das RKI am heutigen Freitagabend die neue Risikoländerliste, die ab 1. August 2021 gleichzeitig mit den neuen Einreiseregeln um 0:00 in Kraft tritt. Das Besondere an diesem Update ist, dass ab dem 1. August keine einfachen Risikogebiete, sondern nur noch Hochrisiko- und Virusvariantengebiete ausgewiesen werden – eine Änderung, die das Reisen für Ungeimpfte allerdings etwas erschwert, wie wir heute mehrfach berichteten. Aber nun zunächst zu den neuen Einstufungen.

Die guten Nachrichten zuerst

Wie immer starten wir mit den guten Nachrichten. Dies ist vor allem die Tatsache, dass Südafrika und weitere afrikanische Länder nach langer Zeit nicht mehr als Virusvariantengebiet eingestuft werden, sondern “nur” noch als Hochinzidenzgebiet bzw. Hochrisikogebiet. Konkret änderte sich dieser Status für Südafrika, Botsuana, Eswatini, Lesotho, Malawi, Mosambik, Namibia, Sambia und Simbabwe. Damit ist es das erste Mal seit über einem halben Jahr, dass geimpften Reisenden quarantänefreie Südafrikaferien möglich sind. Für Ungeimpfte fallen zumindest nur noch 5 Tage Quarantäne an.

Südafrika Safari

Eine weitere positive Nachricht ist, dass einige beliebte Urlaubsdestinationen, denen eine Hochstufung zum Hochrisikogebiet drohte, in diesem Update verschont geblieben sind. So haben zum Beispiel Griechenland, Frankreich, Malta, Thailand, die Vereinigten Arabischen Emirate und die Türkei ab dem 1. August vorerst keinen Risikostatus mehr – und das, obwohl die Inzidenzen über 100 liegen, was als neue Bemessungsgrenze gilt.

Außerdem gibt es keine neuen Virusvariantengebiete. Somit stehen auf dieser Liste lediglich Brasilien und Uruguay.

Andorra wird Hochrisikogebiet

Die einzige Änderung in die negative Richtung betrifft Andorra. Das kleine Land in den Pyrenäen wurde vom einfachen Risiko zum Hochinzidenz bzw. Hochrisikogebiet hochgestuft.

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Alle anderen etwa 150 Länder, die aktuell noch auf der Liste der “Einfachen Risikogebiete” stehen fallen am Sonntag raus. Allerdings ist es mit den neuen Regelungen deutlich einfacher, zum Hochinzidenzgebiet bzw. neu Hochrisikogebiet zu werden. Die Bemessungsgrenze der 7-Tage-Inzidenz liegt nun nur noch bei 100 – nicht mehr bei 200.

Fazit zur neuen RKI-Liste

Obwohl das neue Update wenig böse Überraschungen mit sich brachte, diverse Länder runterstufte und beliebte Urlaubsregionen nicht als Hochrisikogebiete deklarierte, geht damit nicht die Rückkehr der Reisefreiheit einher. Ab 1. August tritt nämlich auch die neue Einreiseverordnung in Kraft, welche besagt, dass alle Rückreisenden ab zwölf Jahren, die nicht genesen oder geimpft sind, ungeachtet der Herkunft und des Verkehrsmittels einen negativen Coronatest vorweisen können müssen. Bei der Rückkehr aus Virusvariantengebieten müssen sich auch Geimpfte und Genesene zusätzlich testen lassen – dies fällt jedoch aufgrund der aktuell geringen Anzahl an Virusvariantengebieten weniger ins Gewicht.

Autorin

Wenn Anna unterwegs ist, ist sie in ihrem Element. Selten ist sie mehr als ein paar Tage am selben Ort. Der nächste Kurztrip oder eine Fernreise stehen immer schon in ihrem Kalender. Nach ihrem Tourismus-Studium konnte sie ihre Leidenschaft zum Beruf machen und teilt auf reisetopia.ch ihre Erfahrungen, Tipps und News aus der Reisewelt mit euch.

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