Die österreichische Fluggesellschaft Austrian Airlines kehrt mit der Wiedereinführung des letzten fehlenden Langstreckenflugs zur präpandemischen Konjunktur zurück.

Austrian Airlines verkündete kürzlich, mit der Route nach Tokio auch die letzte im Zuge der Pandemie eingestellte Langstreckenverbindung zu reaktivieren. Dadurch befinde man sich zwar wieder auf Vorkrisenniveau, doch es gebe einen Wermutstropfen, so aerotelegraph. Was Reisende in Zukunft auf der Strecke von Österreich nach Japan erwartet, zeigen wir Euch im Folgenden.

Alle Langstrecken wieder aktiv

Stolz gab Austrian Airlines bekannt, mit der Wiederbelebung der Flugstrecke nach Tokio wieder alle Langstreckenflüge zu operieren, die man auch vor der Corona-Krise angeboten hat. Auch hatte man vor zwei Wochen die letzte Boeing 777-200 vom sogenannten Flughafenfriedhof in Teruel in Spanien geholt. Damit verfüge man ebenfalls wieder über die gesamte Flotte an Langstreckenflugzeugen, die vor der Pandemie im Einsatz waren. Noch im letzten Jahr hatte die Fluggesellschaft jedoch erhebliche Verluste eingefahren.

Austrian Airlines
Austrian fliegt wieder nach Tokio.

In Wien informiert derweil Vorstandsmitglied Michael Trestl darüber, dass die Nachfrage trotz des Krisenjahres 2021 aktuell gut sei. Besonders fröhlich würde ihn demnach die Entwicklung der Winterferienziele Cancún und Mauritius stimmen. Auch die Malediven sollen eine hohe Nachfrage verzeichnet haben. Im Sommer blickt man mit Optimismus auf den Tourismus in Nordamerika. Die Verbindung Wien-Los Angeles, die bereits vor Corona eingestellt worden ist, wird nun wieder aufgenommen. Dies unterstreicht die positiven Erwartungen. Im Sommerflugplan operiert die österreichische Fluggesellschaft wieder bis zu 33 Flüge in der Woche, die den Nordatlantik überqueren.

Deutlich erhöhte Kosten

Der einzige Wermutstropfen für die sonst so freudig anmutenden Nachrichten ist dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine zuzuschreiben. Zwar werden die Flüge nach Fernost wieder aufgenommen, doch die Anzahl dieser ist im Vergleich zu 2019 deutlich geringer. Während es im Mai und im Juni nur einen wöchentlichen Flug nach Japan geben wird, fliegt Austrian Airlines zwischen Juli und Oktober auch nur 3 Mal pro Woche die durch den Krieg erheblich verlängerte Strecke.

Kurzstreckenflüge in Europa
Austrian Airlines muss erhebliche Umwege für die Flüge nach Japan in Kauf nehmen.

Der Umweg kommt durch den wegen des Krieges für europäische Flugzeuge gesperrten russischen Luftraum zustande. Der Flug nach Tokio schlage laut Tristl so beispielsweise mit zweieinhalb Flugstunden mehr zu Buche, was die Operationskosten deutlich erhöhe. Beispielsweise erfordere der Flug dadurch eine zweite Besatzung und verbrauche um einiges mehr Kerosin. Der einzig hilfreiche Faktor bei der Wiedereinführung der Strecke nach Japan ist im Moment die starke Nachfrage nach Frachtkapazitäten. Austrian Airlines führte vor der Wiedereinführung der Passagierflüge bereits reine Frachtflüge mit ihren Boeing 777 zwischen Tokio und Wien durch.

Fazit zur Wiedereinführung von Austrian Airlines Flügen nach Japan

Die Nachricht, die zunächst äußerst positiv anmuten lässt, bringt auch einige Nachteile für die Fluggesellschaft und die Reisenden mit sich. Während mit der Wiederaufnahme der Flugstrecke nach Tokio wieder alle Langstreckenziele von Austrian Airlines angeflogen werden, die vor der Corona-Pandemie existierten, geschieht dies zu einem deutlich erhöhten Preis. Wie sich die operationellen Mehrkosten auf die Verbraucher auswirken werden, bleibt abzuwarten.

Autor

Seitdem Sandro mit nur einem Jahr seinen ersten Langstreckenflug antrat und danach 6 Jahre lang im Ausland aufwuchs, war er von Reisen begeistert. Heute ist er immer auf der Suche nach der nächsten Möglichkeit, in einen Zug oder ein Flugzeug zu steigen, neue Orte und Personen kennenzulernen und seinen Horizont zu erweitern.

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