Bei Flugstornierungen Geld zurück zu bekommen kann eine große Qual sein. Meistens gibt es zudem nur Kleinstbeträge zurück. In diesem Guide wollen wir Euch zeigen, wie Ihr kinderleicht einen Großteil des bezahlten Flugpreises zurück erhalten könnt – sogar wenn Ihr ein nicht erstattungsfähiges Ticket gekauft habt.

Wenn Ihr heutzutage einen günstigen Flug im Rahmen unserer verschiedenen Deals bucht, handelt es sich meist um niedrige Buchungsklassen, in denen Stornierungen entweder nicht möglich oder nur gegen einen hohen Aufschlag erlaubt werden. Wie viel Geld Ihr genau bezahlen müsst, zeigen wir Euch bei jedem Deal auf. Darüber hinaus fällt bei der Buchung über Online-Reisebüros teilweise eine zusätzliche Gebühr an, die zumeist höher als die mögliche Erstattung ist.

Wie viel Geld steht mir gesetzlich bei einer Stornierung zu?

Wenn Ihr ein Flugticket storniert, erhaltet Ihr grundsätzlich so viel Geld zurück, wie es die Tarifregeln vorsehen. Davon nicht berührt sind allerdings die im Ticket enthaltenen Steuern und Gebühren, die Ihr komplett zurückbekommen müsst. Wenn Ihr also ein Ticket bucht, bei dem Stornierungen nicht möglich sind, müsst Ihr dennoch immer die im Ticketpreis enthaltenen Steuern zurückbekommen. Das gilt auch bei Billigfliegern wie Ryanair oder EasyJet.

Als Beispiel schauen wir uns einen Hin- und Rückflug von Berlin nach München mit Lufthansa an:

Matrix MUC TXL 2

In diesem Fall stehen Euch bei einer Stornierung grundsätzlich die gesamten hier rot markierten Steuern zu. Wenn Ihr für den Hin- und Rückflug also 116 Euro bezahlt habt, erhaltet Ihr immerhin 76 Euro wieder zurück und macht damit nur 40 Euro Verlust.

Bei einem Langstrecken-Flug mit Zwischenstop sind die Steuern meist noch ein Stück höher, wie wir Euch an diesem Hin- und Rückflug von München nach Seoul mit British Airways zeigen möchten:

Matrix MUC ICN

Dabei würdet Ihr also einen Betrag von 467 Euro für Euer Flugticket bezahlen, bei einer Stornierung aber immerhin insgesamt fast 150 Euro wieder zurück bekommen. Zwar lohnt sich das Zurückfordern von Steuern und Gebühren bei günstigen Tickets auf der Kurzstrecke meist mehr, doch auch auf der Langstrecke bekommt Ihr bei Flugstornierungen Geld zurück.

Wie viel Geld bekomme ich in der Praxis zurück?

Leider ist die Praxis mit Rückerstattungen bei Flugstornierungen äußerst bedenklich. Die meisten Airlines nehmen für eine Stornierung eine sogenannte Servicegebühr, die meist zwischen 15 und 50 Euro pro Ticket liegt. Vor Gericht sind diese Klauseln bereits mehrfach durchgefallen, die Fluglinien handeln hier entsprechend rechtswidrig – die Praxis hat sich dadurch allerdings nicht verändert.

British Airways Boeing 787
Online-Reisebüros halten sich oft nicht an das geltende Recht

Dazu kommt bei Flugstornierungen ein weiteres großes Problem: Da sehr viele Buchungen über Online-Reisebüros getätigt werden, fallen zusätzliche Gebühren an. In Deutschland tätige Reisebüros dürfen von Gesetzeswegen bei Stornierungen zwar ebenfalls keine Servicegebühr nehmen, tun dies aber trotzdem. Konkret lohnt sich eine Stornierung des Tickets in diesem Fall meist nicht mehr, weil es durch die vielen Gebühren am Ende sowieso kein Geld zurück gibt. Ähnlich verhält es sich bei einigen Low-Cost-Carriern, die eine Stornierung mit Gewinn für den Kunden verhindern zu versuchen.

Wie bekomme ich mehr Geld bei Flugstornierungen zurück?

Dass sich an der Praxis der Fluggesellschaften und Online-Reisebüros demnächst etwas ändern wird, ist unwahrscheinlich. Euch bleibt als Möglichkeit auf Grund der Gesetzeslage immer eine Klage, wenn Ihr keine Servicegebühr bezahlen möchtet. Da dieser Weg aber relativ komplex ist und man finanziell in Vorleistung gehen muss, haben wir uns nach einer Alternative umgesehen und sind dabei auf den Anbieter Geld-für-Flug gestoßen. Dabei wollen wir an dieser Stelle klar darauf hinweisen, dass wir für die Erwähnung der Firma in diesem Artikel keine Gegenleistung erhalten, sondern den Anbieter empfehlen, weil das Geschäftsmodell einzigartig ist.

Grundsätzlich ist das Geschäftsmodell von Geld-für-Flug schnell erklärt: Das Unternehmen kümmert sich für Euch darum, Geld nach einer Flugstornierung zurückzufordern. Ihr gebt die Forderung an die Firma ab und diese treibt das Geld bei der Fluggesellschaft ein. Interessant ist daran besonders, dass Ihr das Geld innerhalb weniger Tage ausbezahlt bekommt, also bevor Geld-für-Flug das Geld überhaupt bekommen hat. Ihr geht hier kein Risiko ein und könnt Euch über mehr Geld freuen als bei einer eigenständigen Eintreibung der Forderung. Gleichzeitig spart Ihr Euch viel Arbeit, wenn Ihr auf den Weg zum Anwalt und einen möglichen Gerichtsprozess verzichtet.

Wie viel Geld kann ich maximal zurückbekommen?

Geld-für-Flug erstattet im Durchschnitt deutlich mehr, als man bei einer eigenständigen Stornierung erhalten würde. Dies kommt dadurch zustande, dass neben der Rückforderung von Steuern und Gebühren (ohne Servicegebühr) auch weitere Ticketbestandteile bei einer Flugstornierung zurückgefordert werden können. Zu aller erst erwähnt sei hier der meistens recht hohe Treibstoffzuschlag (YQ) und der Zuschlag bei Buchung über fremde Buchungskanäle (YR):

Matrix MUC TXL 3

Konkret heißt das: Ihr bekommt statt 75 Euro abzüglich Servicegebühr insgesamt über 100 Euro zurück – bei einem Ticketpreis von nur 116 Euro. Auch wenn Geld-für-Flug natürlich einen Teil der Summe als Provision einstreicht, bekommt Ihr aber dennoch deutlich mehr als bei einer eigenständigen Rückforderung.

Noch krasser zeigt sich das am Beispiel des obigen Langstreckenfluges:

Matrix MUC ICN 2

Hier beträgt allein der Treibstoffzuschlag 211 Euro, wodurch Ihr mit dem Weg über Geld-für-Flug deutlich mehr herausbekommt. Auch hier wird natürlich wieder eine Provision fällig, Ihr erhaltet am Ende aber knapp 300 Euro zurück, anstatt 150 Euro bei einem eigenhändigen Storno. Storniert Ihr Euren Flug sogar bis eine Woche vor Abflug, erhaltet Ihr weiteres Geld zurück. Denn nun fordert Geld-für-Flug weitere Teile der Ticketgebühr zurück, die in diesem Fall in den 54,50 Euro pro Weg enthalten sind.

Wann ergibt die Nutzung von Geld-für-Flug keinen Sinn?

Wir haben für Euch auch recherchiert, wann Ihr Geld-für-Flug nutzen solltet und wann Ihr Eure Forderung grundsätzlich lieber selbst eintreiben solltet. Eine Nutzung ergibt keinen Sinn, wenn:

  • Deutschland weder Abflug- noch Zielland oder Transitland des Flugtickets ist
  • Der Flug erst knapp vor Abflug storniert wurde
    • Der Flug in der Vergangenheit liegt und nicht storniert wurde (sogenannter No-Show)
  • Eine Buchung komplett flexibel ist, also ohnehin keine Stornogebühren anfallen

Konkret empfiehlt sich eine Anfrage bei Geld-für-Flug also immer dann, wenn Ihr ein Flugticket mit (starken) Einschränkungen bei den Stornierungsbedingungen mindestens eine Woche vor Reiseantritt stornieren müsst und Geld von der Fluggesellschaft zurückfordern wollt. Die Stornierung solltet Ihr dabei nicht selber durchführen, sondern noch vorher Geld-für-Flug übergeben, die sich um eine rechtskräftige Stornierung kümmern.

Flughafen München
In vielen Situationen kann sich die Nutzung von Geld-fuer-Flug für Euch lohnen

Eine Buchung bei einem Online-Reisebüro ist bei der Nutzung von Geld-für-Flug kein Problem. Die Firma umgeht durch die gesetzliche Grundlage einfach das jeweilige Reisebüro und entsprechend auch die unnötigen zusätzlichen Servicegebühren, die gewöhnlich anfallen. Damit erhaltet Ihr gerade in diesem Fall deutlich mehr Geld zurück als bei einer eigenhändigen Stornierung.

Wie funktioniert die Nutzung von Geld-für-Flug?

Wenn Ihr den Service von Geld-für-Flug nutzen möchtet, ist die Handhabung sehr einfach. Ihr könnt direkt auf der Webseite des Unternehmens eine Anfrage starten und dabei die entsprechenden Daten eingeben.

Geld für Flug 1

Im Prozess müsst Ihr dann unter anderem eine Buchungsbestätigung hochladen. Sobald Ihr alle Daten eingegeben und Dokumente hochgeladen habt, wird Euer Antrag geprüft und Ihr erhaltet innerhalb von 24 Stunden eine Antwort, ob Geld-für-Flug den Fall bearbeiten möchte. Wenn dem so ist, erhaltet Ihr zudem ein unverbindliches Angebot. Sofern Ihr dieses annehmt, bekommt Ihr innerhalb von 24 Stunden den entsprechend angebotenen Betrag ausgezahlt.

Dabei empfehlen wir Euch eine kurze Prüfung des jeweiligen Betrags und einen Vergleich mit dem Geld, das Ihr bei einer Stornierung direkt bei der Fluggesellschaft erhalten würdet. Die Nutzung von Geld-für-Flug ergibt natürlich nur dann Sinn, wenn Ihr dort deutlich mehr Geld erhaltet. Sobald Ihr das Angebot angenommen und Euer Geld erhalten habt, ist der Fall für Euch erledigt. Geld-für-Flug kümmert sich um die weitere Abwicklung und fordert das Geld bei der Fluggesellschaft zurück.

Fazit zur Möglichkeit Geld bei Flugstreichungen zurückzubekommen

Die Rechtslage, um bei Flugstornierungen Geld zurück zu bekommen, ist in Deutschland eigentlich eindeutig: Alle Steuern und Gebühren sollten Euch bei einer Stornierung ohne Servicegebühr zurückerstattet werden. Leider ist dies so aber nicht die Regel, weswegen vielfach entweder zu wenig ausbezahlt wird oder ein Gerichtsprozess notwendig ist.

Wenn Euch das zu aufwendig ist und Ihr generell mehr Geld bei Flugstornierungen herausbekommen wollt, ist der Service von Geld-für-Flug eine gute Alternative. Dort erhaltet Ihr ohne jegliches Risiko und auf sehr einfachem Weg mehr Geld für Eure Flugstornierung und dies sogar rückwirkend für die letzten drei Jahre.

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Moritz liebt nicht nur Reisen, sondern auch Luxushotels in aller Welt. Auf der Suche nach neuen Erlebnissen hat Moritz schon dutzende Airlines getestet und mehr als 100 Städte erkundet. Auf reisetopia lässt er Euch an seinen Erlebnissen & Tipps teilhaben!

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  • Interessanter Beitrag, vielen Dank. Mir ist allerdings nicht ganz verständlich, weswegen der Treibstoffzuschlag nur erstattet wird, wenn Geld-für-Flug den Antrag einreicht. Entweder der Zuschlag ist erstattbar oder nicht, das sollte nicht davon abhängen, wer den Antrag stellt.

    • Hallo Stefan, nun ja, die Fluggesellschaften sehen den Treibstoffzuschlag als Ticketebestandteil und sind daher der Meinung, diesen nicht erstatten zu müssen. Vor Gericht hat dies (in der Regel) aber keinen Bestand. Da Geld-für-Flug den Rechtsweg geht (wenn die Airline nicht einlenkt), kann so der Treibstoffzuschlag erstritten werden. Möglich ist dies theoretisch natürlich auch mit eigenem Anwalt, dann aber eben mit eigenem Risiko und Aufwand.

    • Hallo Reto, mir ist leider kein vergleichbarer Anbieter bekannt. Falls wir von einem solchen hören, würden wir den Artikel natürlich entsprechend ergänzen 🙂

  • Interessanter Artikel. Ich habe mich – aufgrund eines (ungeplanten) Krankenhausaufenthaltes – vor ein paar Monaten mit der Lufthansa rumgeplagt. Die Steuern wurden relativ unkompliziert und schnell erstattet. Mein Cash-Upgrade in die Business Klasse aber nicht. Nach gefühlten Stunden in der Hotline hat das dann schließlich auch geklappt.

    Ich frage mich jetzt aber, wie Geld-für-Flug es schafft, die von der Airline erhobenen Zuschläge noch erstattet zu bekommen. Habt ihr da eine Erklärung?

    • Hey Klaas, viele Zuschläge werden für Leistungen erhoben, die im Falle einer Stornierung nicht mehr erbracht wird. Wenn der Airline also nachgewiesen werden kann, dass ein erhobener Zuschlag nicht mehr “benötigt” wurde, da durch eine rechtzeitige Stornierung keine Kosten entstanden sind, kann argumentiert werden, dass auch dieser Zuschläge eigentlich erstattet werden müssen. Genau dies versucht Geld für Flug bei jedem Fall zu machen und kann hier inzwischen natürlich auch auf Erfahrungswerte zurückgreifen. Zugegebenermaßen – eine komplizierte Thematik!

  • Vielen Dank für diese wertvolle Info!

    Die genannte Website war mir, obwohl ich mich intensiv und quasi täglich mit dem Thema Reisen befasse, tatsächlich noch nicht bekannt!

    Weiterhin viel Erfolg mit Eurem Projekt!
    LG, Thomas

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