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Destination Guide: Everglades Nationalpark

Auf meinem Trip durch Florida stand nach den Florida Keys noch ein weiteres Highlight an: Der Everglades Nationalpark, der wohl weltweit für seine Alligatoren bekannt ist.

everglades national park

Wenngleich ich auf meinem Trip sicher nicht alles gemacht habe, was der Park hergibt, möchte ich Euch in diesem Destination Guide einen kleinen Überblick darüber geben, was man in den Everglades machen kann und was der Park bietet. Um eines vorweg zu nehmen, ich würde einen Besuch in jedem Fall empfehlen, da der Park wirklich einzigartig ist!

Dieses Review ist Teil des Tripreports “Roadtrip durch Florida” dessen andere Teile sowie Erklärungen zur Buchung Ihr im Übersichtspost findet!

Was ist der Everglades Nationalpark?

Der Everglades Nationalpark ist der Teil des allgemein als Everglades bekannten Sumpfgebietes, das sich über einen Großteil der gesamten Fläche von Südflorida erstreckt. Der Nationalpark deckt ungefähr 20 Prozent des gesamten Gebietes ab und soll damit dazu beitragen, dass das Gebiet geschützt wird. Bereits seit längerem gelten die Everglades als durch Umweltverschmutzung und Eingriffe in das Ökosystem stark bedroht.

everglades nationalpark natur

Die Sumpfgebiete sind vor allem für die vielseitige Tierwelt bekannt und sind größtenteils unberührt, was auch dem Nationalpark zu verdanken ist. Am bekanntesten sind sicherlich die Alligatoren sowie die Vogelwelt, die sich im Everglades Nationalpark beobachten lässt. Durch den Park und die Everglades führt eine einzige Straße, die Euch von der Ostküste Floridas durch die Everglades bis an die Westküste führt. Die Fahrt mit dem Auto dauert etwa drei Stunden.

Was kann man im Everglades Nationalpark machen?

Man könnte nun natürlich sagen, man schnappt sich einfach einen Camper mit Ausrüstung und erkundet das Sumpfgebiet auf eigene Faust. Das ist nicht nur absolut nicht empfehlenswert, sondern bis auf wenige Ausnahmen auch verboten. Zum einen werden die sensiblen Ökosysteme durch einen menschlichen Eingriff beschädigt und zum anderen sind der Park und besonders seine Bewohner ziemlich gefährlich.

everglades nationalpark alligatoren

Alligatoren gibt es in den Everglades nicht nur in Farmen

Um die Everglades also trotzdem zu entdecken, gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Wie in den USA üblich ist es ratsam, mit einem eigenen Auto oder einem Mietwagen anzureisen, um größtmögliche Flexibilität zu haben. Wie man es sich vorstellen kann, sind die Angebot an touristischen Touren, Veranstaltungen und Aktivitäten schier unbegrenzt. Von den berühmten Sumpfboot-Touren, über Wanderungen oder Kanufahrten durch den Sumpf bis hin zum Besuch von Alligator-Farmen ist so ziemlich alles möglich. Bei GetYourGuide erhaltet Ihr einen guten Überblick über die verschiedenen Angebote und könnt direkt buchen!

Everglades Aktivitäten bei GetYourGuide

Allerdings ist das nicht der einzige Weg, denn ich selbst habe es bei meinem Trip durch Florida anders gemacht. Wir sind einfach mit dem Auto auf dem Highway durch die Everglades gefahren und haben uns dort einen Anbieter für Sumpfboot-Touren ausgesucht.

Everglades Tour mit dem Sumpfboot

Der Ablauf unserer Everglades Tour war ziemlich einfach, denn an der einzigen Straße, die durch den Park führt, gibt es zahlreiche Anbieter von Touren, die nur darauf warten, dass Ihr anhaltet! Allerdings würde ich rückblickend dazu raten, die Tour vorher zu buchen, denn nicht nur haben wir vor Ort einen Preis von knapp 25 US-Dollar bezahlt, was für eine Tour von knapp 45 Minuten doch eher viel ist, sondern es wurden im Nachhinein auch noch 100 US-Dollar anstatt der 25 belastet. Beim Angebot von GetYourGuide könnt Ihr Euch sicher sein, dass der genannte Preis fix ist und bekommt für etwa 25 Euro eine Tour, die knapp 5 Stunden lang ist – der deutlich bessere Deal. Schlussendlich haben wir die Belastung der Kreditkarte zwar noch korrigiert bekommen, auch dank des guten Service, den man bei der Amex Gold und Platinum Card erhält, trotzdem aber unnötiger Aufwand.

Die Tour selbst war allerdings extrem genial. Unser Anbieter war ein Indianer-Stamm, der schon seit Jahrhunderten in den Everglades lebt und die dort seit einigen Jahren Touren anbieten. Nachdem unser Sumpfboot betankt wurde, ging es mit lautem Dröhnen los in den Sumpf.

everglades national park sumpfboot

Die Boote selbst sind recht laut, sodass man Ohrstöpsel zum Schutz bekommt. Der Ablauf der Fahrt ist ansonsten wirklich spannend. Alleine die rasante Fahrt durch das dichte Schilf ist mit den Booten wirklich ein Erlebnis, auch weil diese wirklich Fahrt aufnehmen. Alles andere kommt dann stark auf den Guide selbst an. Wir hatten einen der Angehörigen des Indianer-Stammes, den man definitiv als Everglades Experten bezeichnen konnte. Mit voller Fahrt ging es durch den Sumpf und plötzlich blieb er mit dem Boot stehen und alle wunderten sich warum. Nach einigen Minuten Umschauen entdeckten wir dann, warum.

evergaldes nationalpark alligator

Mit einem wirklich präzisen Auge konnte unser Guide die Tiere ausmachen und uns bei unserer Everglades Tour zu den Alligatoren bringen. Während der 45 Minuten haben wir insgesamt drei Tiere sehen können und das aus nächster Nähe. Da diese tagsüber sehr ruhig sind, kann man (unserem Guide zufolge) nah an sie herantreten. Das hat er selbst auch gemacht, ob mit dem Stock direkt auf den Rücken des Tieres oder mit den Fingern im Wasser. Ob das so klug ist sei dahingestellt, denn er erzählte uns auch, dass es auch schon den ein oder anderen Zwischenfall mit verletzten Armen und Beinen gab (was auch immer das genau bedeutet).

everglades national park alligator wasser

Zu nah sollte man den Tieren nicht kommen

Nach etwa dreißig Minuten hielten wir noch an einer Insel an, wo sich ein ehemaliges Quartier des Stammes befand. Dort konnten wir noch einigen Minuten über einen Steg laufen und selbst nach Tieren Ausschau halten.

everglades national park indianer dorf

everglades national park indianer dorf ewg

Das einzige, was wir zu Gesicht bekamen,waren allerdings massenhaft Mücken, sodass es schnell wieder auf das Boot und schlussendlich dann auch zurück zum Steg ging. Insgesamt kann ich eine solche Tour nur empfehlen, ich selbst wäre sogar gerne noch etwas länger gefahren. Wer also etwas besser planen kann, sollte vorab eine Reservierung tätigen, alternativ kann man wie schon erwähnt auch einfach direkt an der Straße einen Anbieter finden.

Fazit zum Erlebnis Everglades National Park

Während meines Trips durch Florida waren die Everglades definitiv eines der Highlights. Wilde Tiere wie Alligatoren in Ihrer natürlichen Umgebung zu sehen, war wirklich ein Erlebnis. Ich kann also jedem einen Abstecher in die Everglades nur empfehlen! Zudem ist es auch praktisch, einfach auf dem Weg von der einen an die andere Küste einen Stop für eine der Touren zu machen.

Jan Wanderer

Seit dem ersten Flug in der Business Class ist Jan besessen von Meilen & Punkten. Als Flug- und Reiseverrückter genießt er dabei den Weg ans Ziel mindestens genau so wie die schlussendliche Destination. Auf reisetopia gibt er Euch wichtige Tipps und hält Euch über aktuelle Deals auf dem Laufenden!

Ihr habt eine Frage? Schreibt einfach an jan.wanderer@reisetopia.de!

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6 Antworten »

  1. Ich kann den Kommentar hier absolut nicht nachvollziehen. Meine Reise nach Florida war eine der beeindruckendsten, die ich je unternommen habe und ich habe war schon viel unterwegs.
    Ich habe dort auch eine Tour mit einem Indianer stream unternommen, vielleicht sogar mit dem gleichen aber das kann ich jetzt nicht nachvollziehen.
    Unser Guide wusste echt viel über die pflanzen und Tiere in den Everglades und hat wirklich präzise Alligatoren gesehen. Er hat sie sogar mit Brot (ist mir ein Rätsel warum die das gefressen haben) angelockt und teilweise aus dem Wasser gehoben. Auf einer kleinen Insel konnten wir sogar einen wilden Alligator anfassen. Das Tier war ca. 2-3 m lang allerdings können sie nur nach vorne schauen und sehen nicht wenn man von oben mir der Hand kommt und sie dann schnell an der Nase berührt. Im nachhinein betrachtet war dies sicher ziemlich unklug aber vor Ort hatte sich keiner von uns darüber Gedanken gemacht.

    • Hallo Simon,

      da hast du mich dann wohl erwischt, danke für den Hinweis! So weit reichen meine Tierkenntnisse noch nicht, dass ich die beiden Tiere auseinander halten kann. Ich habe zur bessere Darstellung einer solchen Farm ein nicht selbst geschossenes Bild genutzt, weil ich nicht selbst in einem solchen Park war. Ich schaue mich aber noch einmal nach einem anderen um, damit dieser Fauxpas berichtigt wird 🙂

  2. Ich kenne diese Ecke der Welt nicht. Trotzdem sorry, verstehe nicht, was daran interessant sein soll.
    Voellig ueberteuert und was gibt es zu sehen dort ?
    Gerade frisches Video von Globaltraveler.tv auf YT gesehen, bestaerkt mich in meinem Eindruck.

    Du musst wirklich noch nicht allzuviel von der Welt gesehen haben, wenn dich SOETWAS beeindruckt.

    • Hi Peter,

      natürlich gehen die Meinungen hier auseinander und ich kann natürlich akzeptieren, dass dich “SOETWAS” überhaupt nicht interessiert. Ich fand es allerdings trotzdem eine coole Erfahrung mit einem Sumpdboot durch die Wildnis zu fahren, um nach Alligatoren zu suchen. Wenn dich das nicht interessiert, zwingt dich weder jemand dort hinzureisen, noch diesen Beitrag zu lesen. Dennoch verstehe ich nicht so ganz, warum dich das zu der Annahme führt, dass ich “noch nicht allzuviel von der Welt gesehen” habe. Ich finde schon, dass die Everglades gewissermaßen etwas besonderes sind und denke, dass ich für mein Alter schon recht gut herumgekommen bin und einige tolle Dinge sehen und erleben durfte. Unabhängig davon freuen wir uns natürlich immer besonders über solch differenzierte Kommentare und hoffen, dass dich unsere anderen Beträge etwas mehr überzeugen können. 🙂

      • Erst kürzlich wurden Alligator-Angriffe auf Trolle in den Everglades bestätigt.
        Man kann also nicht behaupten, man bekäme dort nichts für seine Dollars 🙂

        Wer sich auf Natur einlassen will, dem kann ich den Besuch des Shark Valley empfehlen. Hier kann man auf einem 24km-Rundweg mit der Bimmelbahn oder besser mit dem Fahrrad (kann man leihen, $6/h) im eigenen Tempo losziehen, die Vielfalt der Flora und Fauna zu entdecken. Manches nur für den geduldigen Beobachter, andererseits kam es auch vor, daß ein ausgewachsener Alligator sich mitten auf dem Wege sonnt. In Summe haben wir weit über ein Dutzend Alligatoren gesehen, dazu unzählige Ibise, Störche, Kormorane, Greifvögel, Krebse etc.

        https://www.nps.gov/ever/planyourvisit/biking.htm

        Wer das crash boom bang – Erlebnis sucht, ist freilich in den Themenparks in Orlando besser aufgehoben und fährt den Hulk bis zur Hirnblutung, gell Peter? 😉

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