Um das Coronavirus und seine Verbreitung ist nach mehr als einem Jahr Pandemie viel bekannt – dennoch gibt es in Hotels noch einige Probleme. Ein Beispiel auf Mallorca zeigt das gut, obwohl das Hotel im Nachgang gut reagiert hat.

Hinweis: In Folge des Artikels haben sowohl Marriott als auch das Hotel das Gespräch gesucht und bestimmte Aspekte erklärt sowie Verbesserungen angestoßen – diese schnelle und professionelle Reaktion verdient Respekt und einer gesonderten Erwähnung. Wir haben den Artikel zur Richtigstellung an ausgewählten Stellen angepasst. Zudem hat uns das Hotel ein Statement zur Verfügung gestellt, das wir an dieser Stelle gerne veröffentlichen:

Wir schätzen das Feedback unserer Gäste sehr und wir freuen uns, dass wir Ihre Bedenken rund um Ihren Aufenthalt persönlich vor Ort besprochen haben. Wir nehmen unsere Verantwortung für die Sicherheit der Gäste und Mitarbeiter sehr ernst und verpflichten uns zur Einhaltung der allgemein gültigen Covid-19-Vorschriften der Regierung. Wir sind uns einig, dass wir während Ihres Aufenthaltes den Gästen die Notwendigkeit des Tragens von Masken eindringlicher hätten verdeutlichen müssen.

Wir werden dementsprechend reagieren und dies mit unseren Teams besprechen. In unserem Hotel haben wir eine Reihe von Schildern aufgestellt, die unsere Gäste daran erinnern, dass sie in allen öffentlichen Bereichen Masken tragen müssen, es sei denn, sie essen oder trinken, und dass der entsprechende Abstand eingehalten werden muss. Wir bitten alle unsere Gäste, gemeinsam mit uns an dieser Vorgabe zu arbeiten.

Darüber hinaus achten wir in unseren Restaurant- und Barbereichen genau darauf, dass wir die gültigen Regeln einer maximal 50%igen Auslastung, 1,5 m Abstand zwischen den Tischen und  zirkulierender Frischluft einhalten, sowie Ausweich-Räumlichkeiten für die gästereichsten Zeiten bieten.

Ein Luxushotel ist eigentlich ein perfekter Ort, um in Zeiten einer Pandemie einen entspannten Urlaub genießen zu können, ohne zu viel Kontakt mit anderen zu haben. Mehr Platz für weniger Leute, ein breites Angebot über den Room Service und meist auch ein professioneller Umgang mit der Pandemie machen das möglich. Leider ist das nicht immer so, was mich bei einem aktuellen Beispiel besonders deshalb überrascht, weil es auch noch um ein Kettenhotel geht. Hier erwarte ich eigentlich eine besonders stringente Einhaltung von Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie, weswegen ich die Messlatte höher lege.

Masken und Desinfektionsmittel allein bekämpfen keine Pandemie

Für mich ist es in diesen Zeiten ein schmaler Grat zwischen dem Wunsch, ein wenig Erholung im Urlaub zu genießen und dennoch mit Blick auf die Pandemie verantwortungsbewusst zu handeln. Mit Blick auf meine Reise nach Mallorca habe ich mich deshalb für Hotels entschieden, die zum einen mit einem hohen Standard daherkommen und zum anderen großzügige Zimmer mit Außenbereichen gebucht, um im Zweifel privat auf dem Zimmer speisen zu können. Nicht zuletzt wegen meines Erachtens besonders hoher Ansprüche beim Blick auf Hygiene und Schutz vor der Pandemie habe ich auch die geöffneten Marriott Kettenhotels auf der Insel gebucht. Immerhin steht bei einem Marriott Luxushotel auf der Insel nicht umsonst auf der Webseite prominent:

The health and safety of our guests is our top priority.

Weiter heißt es auf einer gesondert eingerichteten Seite mit den Erwartungen, die man an das Hotel haben kann:

Providing a safer environment for our guests and associates is a top priority. Achieving this is a shared responsibility. Please join us in our efforts to enhance the safety of our public spaces by complying with local regulations, practicing social distancing, and wearing face coverings whenever you’re in public areas of the hotel. We do appreciate your support and understanding.

Nun will ich gar nicht infrage stellen, dass man sich daran versucht. Sehr positiv hervorheben möchte ich etwa, dass jeder Mitarbeiter immer und ohne Ausnahme eine Maske trägt. Ebenfalls stehen überall Desinfektionsspender und auch das Tragen einer Maske wird nicht nur empfohlen, sondern ist auch verpflichtend – zumindest in den meisten Bereichen des Hotels. Entsprechend Hinweisschilder gibt es ebenfalls, genauso wie Desinfektionsmittelspender. Nur – und genau hier kommen wir zu dem entscheidenden Problem – reicht das bei der Pandemiebekämpfung eben nicht. Das Hotel verweist zwar auf die Eigenverantwortung der Gäste und diese wird auch auf den Hinweisschildern gefordert, doch die Kontrolle ist eher lax.

Kein Konzept gegen die Pandemie in den Restaurants & Bars

Beginnen wir mit einem Punkt, der mir nachhaltig negativ aufgefallen ist. Das Marriott Luxushotel auf Mallorca, das ich für drei Nächte testen durfte, erfreut sich wie andere Hotels auf der Insel entspannteren Regeln – diese werden aber meines Erachtens nicht immer gut interpretiert. Während auf der Insel alle Restaurants und Bars um 17 Uhr schließen müssen, gilt diese Regel nicht für Hotels. So weit, so gut. Doch bedeutet das, dass man das Restaurant in zwei Tranchen fast komplett füllen muss und heißt das gleichermaßen, dass auch im Innenbereich der Bar kein Platz frei bleibt? Ja, die Distanzen zwischen den Tischen sind größer geworden und die offiziellen Vorgaben von maximal 50 Prozent Belegung werden umgesetzt, aber dennoch erscheinen Dutzende Menschen ohne Masken in einer Bar nicht unbedingt unproblematisch. Dass die Masken eigentlich nur zum Trinken die Masken abgenommen werden dürfen – geschenkt. Alle Gäste sitzen ohne Maske am Tisch, manch einer geht auch gerne mal zu einem anderen Tisch oder telefoniert ohne Maske im Gang. Einen Kommentar vom ausgesprochen freundlichen und bemühten Personal gibt es nicht – ich nehme an, dass man die Konfrontation bewusst vermeiden möchte.

Ich will gar nicht sagen, dass das in anderen Hotels immer anders wäre, aber dennoch erwartet man von einem Kettenhotel hier ein stringenteres Vorgehen. In anderen Restaurants auf der Insel habe ich etwa deutlich häufiger gesehen, dass Gäste vor und nach dem Essen ihre Masken aufhatten.

Castillo Hotel Son Vida Mallorca Frühstück

Doch die Problematik setzt sich noch weiter fort, besonders beim Frühstück. Hier nämlich gibt es gar keine Reservierungen oder Zeitslots – beim Dinner immerhin zwei verschiedene. Entsprechend füllt sich das Restaurant zur späteren Vormittagszeit ungemein. Hier gelten grundlegend dieselben Regeln: Mehr Abstand zwischen den Tischen und immer mit Masken, außer beim Essen und Trinken – auch hier wird die Maske aber nie getragen, wenn eine Person am Tisch sitzt. Der Service am Platz ohne Buffet ist sicher von Vorteil, um Interaktionen zu vermeiden, doch größere Gruppen mehrerer Zimmer an einem Tisch lässt man dennoch zu – wenngleich in einem offiziellen Statement betont wird, dass maximal vier Personen aus zwei Haushalten zugelassen sind. Ich habe das leider nicht immer in dieser engen Auslegung festgestellt.

Was noch schlimmer ist? Die Restaurant-Bereiche werden immer Stück für Stück aufgefüllt – vermutlich, um den Service einfacher zu machen. So sitzen in einem Drittel des Restaurants alle Gäste, die anderen zwei Drittel sind leer. Es ist schlichtweg vollkommen unverständlich, dass man hier nicht vorausschauender vorgehen kann – zumal man sich nur nach Diskussion in einen anderen Bereich setzen darf.

Ein indiskutabler Pandemie-Zuschlag für den Room Service

Nun mag sich manch einer sagen, dass man diese “Superspreader-Events” ja umgehen kann, wenn man im Zimmer ist. Das ist auch durchaus korrekt, aber genau dies möchte das Hotel scheinbar mit aller Inbrunst verhindern. Durch einen Fehler im Room Service Menü auf dem Handy fällt auf: Passend zur Wiedereröffnung im März hat man den Zuschlag für Speisen auf dem Zimmer von 6 Euro auf 8 Euro erhöht. Es ist nicht der Betrag per se, der mir negativ aufstößt, es ist das Zeichen, dass damit gesetzt wird. Die wirklich ausgesprochen freundlichen Mitarbeiter – das muss ich an dieser Stelle wirklich betonen – kommen zudem bei Bestellungen ins Zimmer und führen dort noch einen Plausch. Das ist sympathisch, ja, aber aus Sicht der aktuellen Lage dennoch nicht wirklich verantwortlich und nötig.

Castillo Hotel Son Vida Mallorca Room Service Abendessen

Gänzlich zur Weißglut gebracht hat mich aber ein weiterer Aspekt: Nach dem wirklich unangenehmen Erlebnis im vollen Frühstücksraum wollte ich das mit der Rate über reisetopia Hotels inkludierte Frühstück auf dem Zimmer genießen – und hätte die 8 Euro Zuschlag dafür auch gerne gezahlt. Doch das Hotel hat sich hier noch eine andere Überraschung überlegt: Das inkludierte Frühstück kann auch in Zeiten der Corona-Pandemie nur im Restaurant eingenommen werden (obwohl es auch dort kein Buffet gibt). Wer dagegen dasselbe Frühstück im Zimmer einnehmen möchte, bezahlt insgesamt knapp 70 bis 100 Euro (je nach genauen Bestellungen).

Castillo Hotel Son Vida Mallorca Room Service Frühstück

Nach einer kurzen Diskussion mit der Rezeption hat man sich darauf eingelassen, auf diese Gebühr zu verzichten. Generell ändern möchte man die Praxis aber nicht. Stattdessen heißt es, dass man das Feedback weitergeben möchte – lösungsorientiert und verantwortungsbewusst ist anders. Gleichwohl muss ich das Hotel hier im Nachgang loben, denn nach meiner Kritik hat man die Regeln geändert. Abseits des Zuschlags von acht Euro, ist das Frühstück im Zimmer mittlerweile kostenlos.

Flexible Orientierung an den lokalen Regeln

Ich muss mit aller Ehrlichkeit sagen, dass ich nicht 100 Prozent durchblicke, welche Ausnahmeregeln für Hotels auf Mallorca aktuell gelten, aber dass die folgende Regelung kein Problem darstellt, vermag ich nicht zu glauben:

If you travel with your family or friends you are considered a family unit and social distance will not be required.

Haushalte? Selbe Adresse? Egal, Hauptsache wird sind Freunde, dann können wir das Virus nicht verbreiten. Das erklärt wohl auch die größeren Tische in den Restaurants und die größeren Gruppen an der Bar. Später hat das Hotel klargestellt, dass maximal vier Personen aus zwei Haushalten erlaubt sein und man etwa Tische auch für maximal vier Personen decke. Mir sind dennoch größere Gruppen aufgefallen – das möchte man allerdings ändern. Noch ein Beispiel gefällig? Hier eine weitere Passage der Informationen:

At the spa area, at the gym and at the exterior pool area the wearing of a face mask is not obligatory.

Ich mag mich täuschen, aber die Lokalregierung schreibt im Fitnessraum und im Spa eigentlich durchaus eine Maskenpflicht vor. Hier dagegen wurde das zumindest noch während meines Aufenthalts eher locker gesehen – entsprechend trägt auch die Minderheit eine Maske, auch beim Entspannen auf dem Liegestuhl oder beim Herumlaufen durch den Ruhebereich. Mittlerweile werden die Gäste laut dem Management aktiv auf den Umstand hingewiesen und erhalten beim Check-in einen Brief sowie eine Erklärung, in der sie die entsprechenden Maßnahmen akzeptieren. Beides erhielt ich nicht, sodass eine Einschätzung schwerfällt. Die Webseite bei Marriott ist dahingehend weiterhin nicht aktualisiert und lockt weiterhin mit einer mit Blick auf die Maskenpflicht in Fitnessräumen nicht zutreffenden Information.

Castillo Hotel Son Vida Mallorca Pool

Auf eine Begrenzung der Gästezahl am Pool oder im Spa wird zudem nur teilweise geachtet. Dies wird viel mehr der Selbstverantwortung der Gäste überlassen, was etwa in der Sauna oder auch im Dampfbad nicht unbedingt jedes Mal funktioniert. Ob es jetzt unproblematisch ist, dass mehr als ein Dutzend Personen gleichzeitig neben dem Pool ohne Maske entspannen, stelle ich zumindest einmal infrage. Lösen könnte man das ebenfalls über Zeitslots oder Reservierungen – man kann es aber auch einfach lassen und nichts tun. Kommen wir noch zum Fitnessraum, in dem ein Schild mit einer Begrenzung auf zwei Personen zu finden ist. Ein anderes Hinweisschild zeigt eine Begrenzung auf sechs Personen, wie das Hotel später klargestellt hat.

Castillo Hotel Son Vida Mallorca Fitness

Nun hat man sich entschieden, dass hier der einzige Wasserspender ist, weswegen immer wieder Personen aus dem Spa herein- und herauslaufen, um sich Wasser zu holen. Das ist im Prinzip noch das kleinere Übel der Überschreitung der Personenzahl. Dass bis zu sechs Personen gleichzeitig trainieren können, mag rechtlich zulässig sein, erscheint mir allerdings mit Blick auf die nicht allzu große Räumlichkeit doch problematisch. Dennoch vertraue ich dem Hotel insofern, als die Regelung mit sechs Personen mit den örtlichen Behörden abgestimmt und zulässig ist. Ein gutes Gefühl mit vielen Leuten zu trainieren – man beachte die geringen Abstände zwischen den Laufbändern – hätte ich trotz Maskenpflicht nicht.

Fazit zu meinen Erfahrungen in dem Marriott Luxushotel

Es fällt mir fast schwer diesen Artikel zu schreiben, denn eigentlich genieße ich meinen Aufenthalt – vom morgendlichen Schwimmen am Pool ohne andere Menschen bis zum einsamen Training im Fitnessraum am späten Abend und wirklich leckerem Essen über den Room Service. Dennoch hatte ich mit Blick auf die Pandemiebekämpfung in einem luxuriösen Kettenhotel ehr erwartet. Sowohl was die allgemeinen Vorgaben als auch was das grundsätzliche Handling angeht, sehe ich noch Verbesserungsbedarf. Gleichwohl muss ich positiv anmerken, dass direkt nach meinem Artikel erste positive Änderungen angeregt wurden und das Gespräch gesucht wurde. Die Interpretationen mögen hier und da weiter auseinander gehen, doch die Reaktion zeigt dennoch, dass man den Infektionsschutz ernst nimmt und man Gästen in Zukunft noch mehr Sicherheit bieten möchte.

Autor

Moritz liebt nicht nur Reisen, sondern auch Luxushotels in aller Welt. Auf der Suche nach neuen Erlebnissen hat Moritz schon dutzende Airlines getestet und mehr als 100 Städte erkundet. Auf reisetopia lässt er Euch an seinen Erlebnissen & Tipps teilhaben!

Fragen? In der reisetopia Club Lounge auf Facebook beantworten wir Eure Fragen.

  • Hi Moritz, du setzt perfekt um, was Politik inkl. RKI und Medien und im März und April 2020 gepredigt haben: Du glaubst nur den offiziellen Informationen, die wir u. a. von den öffentlich-rechtlichen Medien erhalten und du befolgt die Maßnahmen, ohne diese in Frage zu stellen.
    Kann man so machen, gibt es erst mal nichts daran zu kritisieren. Das kommt in diversen Artikeln hier auf reisetopia.de deutlich zum Ausdruck.
    Ich für meinen Teil informiere mich auch bei Corona-Maßnahmen-kritischen Medien und ich hinterfragen diese Maßnahmen kritisch (im Gegensatz zu dem was RKI-Präsident Wieler gefordert hat) und bilde mir meine eigene Meinung.
    Es gibt Maßnahmen, die muss man befolgen, sonst kann man nicht reisen. Wenn aber in anderen Ländern eine andere Mentalität im Umgang mit den Maßnahmen herrscht, sollten wir Alle das akzeptieren und nicht erwarten, dass die Spanier bzw. Mallorkiner agieren wie wir Deutschen.
    Da der Tourismus nachweislich laut RKI kein Treiber von erhöhten Fallzahlen ist, sollten wir die Kirche im Dorf lassen und den Panikmodus zu Hause lassen und die Auszeit im Urlaub genießen.

    • Hi Nico, interessante Interpretation meines Verhaltens. Ich hinterfrage die Maßnahmen kritisch und halte einige davon für zweifelhaft oder nicht zielführend, ich finde nur die Gesamtstrategie (nicht jede Einzelmaßnahme) sinnvoll. Das zeigen auch die Beispiele vieler anderer Länder, die ähnlich oder noch schärfer vorgehen. Dazu gehört übrigens auch Spanien, wo die Corona-Maßnahmen eher schärfer sind als in Deutschland (auf einer anderen Ebene), also ich verstehe nicht ganz, wohin das Argument führen soll. Ich sehe genauso wie du, dass Reisen kein Infektionstreiber sind – solange sich alle vernünftig verhalten und auch vor Ort sinnvolle Hygienemaßnahmen umgesetzt werden. Übrigens haben wir auch zahlreiche kritische Artikel über die den Tourismus betreffenden Maßnahmen der Bundesregierung und der Länder veröffentlicht. Das heißt für uns aber weder, dass wir deshalb die Corona-Maßnahmen im Ganzen in Frage stellen noch, dass wir jede Maßnahme richtig finden – es gibt eben auch einen Mittelweg.

      • Der Mittelweg ist das, was wir beschreiten sollten. Deine kritischen Standpunkte hätte ich gern deutlicher herausgestellt, dass kommt mir zu kurz. Gleichwohl habe ich diese hier und da durchaus vernommen.
        Wir sollten uns alle an dieser Krise nicht spalten lassen.
        Jeder von uns hat ein Immunsystem, sollten wir Kontakt mit einem Virus, egal welchem, bekommen, passiert genau das, was immer passiert und nicht das was uns Politik und Medien glauben machen wollen.

  • Guten Tag Moritz, vielen Dank für deinen Artikel. Zwei Fragen- hast du deine Reise abgebrochen, da du dich ja hier scheinbar einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt hast und wirst du dich vorsorglich in Deutschland in freiwillige Quarantäne begeben? Grüße

    • Hi Hans, ich habe dem Hotel über mein Feedback gesprochen und Verbesserungen angeregt – dahingehend hat man sofort vorbildlich reagiert. Ich teste noch die Konzepte anderer Hotels und werde in Deutschland selbstredend erst nach einem negativen Test wieder unter Leute gehen. Das tue ich aber sowieso fortlaufend, weil sich auch im öffentlichen Nahverkehr und anderweitig in meinem Alltag Infektionsrisiken ergeben.

  • Danke für diesen sehr informativen Artikel, auch ich finde in Pandemiezeiten sollte es möglich sein zu reisen, sofern sich alle an die Regeln halten, und genau da beginnt das Problem. Wir waren letztes Jahr im Hilton Swinemünde, und es war ein Alptraum zu erleben, wie unverschämt die Hotelgäste die Hygieneregeln ignoriert haben, und gleichzeitig von Seiten der Hotelleitung nur äußert halbherzig darauf regiert wurde. Ich fühle mich als Reisender nur da sicher, wo ich mich darauf verlassen kann, dass die Regeln eingehalten werden, und das Hotel weiß auch, dass, wenn alle die Regeln einhalten, die Ansteckungsmöglichkeiten verringert werden, und das Hotel so auch davon profitiert. Und genau aus diesem Grund finde ich es wichtig und richtig, dass Moritz hier den Finger in die Wunde gelegt hat, denn nur so können wir eine schlechte Situation verbessern. Weiter so: immer kritisch bleiben!

  • Also erstmal Danke für deinen informativen Artikel Moritz. Es ist durchaus interessant, dass es sich um ein Marriott Hotel handelt. Ich selbst habe während der Pandemie beruflich bedingt öfter bei Marriott übernachtet (allerdings in Deutschland). Nun ist das Management ja von Hotel zu Hotel verschieden. Trotzdem habe ich den Eindruck, dass die Selbstverpflichtung “The health and safety of our guests is our top priority” bei Marriott oft sehr lax gehandhabt wird. Das begann bei Zimmern, die nicht ordentlich gereinigt waren (was ja schon in Nicht-Pandemie-Zeiten ein No Go ist). Es endete bei Wellness-Bereichen, die ohne Beschränkung der Personenzahl von März bis November 2020 geöffnet waren und in denen keinerlei Maskenpflicht überprüft wurde. Da gab es vieles, was ich nicht nachvollziehen konnte und was mein Vertrauen in die Marke nicht unbedingt gestärkt hat…

  • Es ist mir ein Rätsel warum man in Zeiten der Dritten Welle überhaupt nach Mallorca reisen muss. “Weil ich es kann”? Und dann sich kritisch noch”auskotzt” über vernachlässigten Schutz der absehbar war, in genau diesen Zeiten. Privilegiert ins Luxusresort reisen können, wo Marriotts 8 Euro room service charge anscheinend nur Peanuts sind obwohl man sich empört, ist kein raison d’ être. Wie wäre es einmal mit Selbstkritik und Reflektion?

    • Ganz einfach: Weil wir der Meinung sind, dass Tourismus mit sinnvollen Schutzkonzepten auch in diesen Zeiten möglich ist – eben weil es keine Nachweise gibt, dass Tourismus ein Infektionstreiber ist. Wichtig ist dabei aber eben, dass die Schutzkonzepte stringent umgesetzt werden, ansonsten sind Reisen in diesem Zeiten in der Tat eine Gefahr. Meines Erachtens ist eine laxe Umsetzung der Regeln weder erwartbar noch der Standard – genau deshalb lohnt es sich auf solche Missstände hinzuweisen.

  • Sorry, so ein Artikel geht gar nicht! Immer diese Anschwärzerei und dieses Denunziantentum. Ich gehe davon aus, Ihr bekommt hier zu wenig “Kickback” und wollte ein Hotel in die Pfanne hauen. Ich hoffe deren Anwälte kümmern sich darum. Die Idee euch allen Hausverbot zu erteilen finde ich sehr gut.
    Freundliche Grüsse
    Maximilian

    • Schöne Annahme, aber leider falsch. Wir bekommen in allen Hotels auf der Insel dieselbe Provision und verhandeln auch nicht über andere Provisionssätze. Manch einer kann mit berechtigter Kritik aber auch umgehen, daher wird wohl nichts aus dem anwaltlichen Schreiben und auch nichts aus dem Hausverbot – tut mir leid.

  • Frechheit dieser Artikel. Wir waren letzte Woche selbst dort und es war wie immer alles super. Wenn ich Marriott wäre würde ich dem Autor Hausverbot auf Lebenszeit für die ganze Gruppe erteilen.

    • Hi Stephen, bedenklich ist der Umgang mit der Pandemie, ansonsten bin ich durchaus positiv angetan. Jedes Hotel & jede Kette nimmt solche Kritik in diesem Zeiten ernst – noch bekomme ich also wohl kein Hausverbot 😉

      • Stephen und nicht Stephan. Jedes Land, jede Region, jede Stadt und so weiter macht bei dieser Pandemie seine eigenen Regeln und gesetzt. Sollten mehr Regeln und Einschränkungen gefällig sein, bitte einfach dort hinfahren. CHINA ist da sicher eine Top Adresse. Ich hoffe wirklich das Marriott dies liest und ein Hausverbot ausspricht. Deine Erfahrungen sind persönliches Empfinden. Wahrscheinlich gab’s keinen Champús auf Haus und deshalb dieses geschreibe.

      • Mea culpa, Stephen! In China gibt es übrigens kaum Einschränkungen, weil man das Virus dort gut unter Kontrolle hat. Cava gab es übrigens auch und sogar ein mehrfaches Upgrade. Hausverbot dagegen noch nicht – kommt aber ja vielleicht noch als Maßnahme für alle Gäste, die Covid-19 ernst nehmen 😉

    • 100% Zustimmung zu Stephens Kommentar. In den Urlaub fahren um dann unnötig rumzunörgeln ist schon unterste Schublade. Die Mitarbeiter von Marriott haben so einen Artikel nicht verdient.
      Es gibt eben noch Leute die nicht allen bescheuerten Regeln der Regierung auf den Punkt folgen und das ist gut so.

    • Manche können die Wahrheit halt nicht vertragen, dass es auf Mallorca alles andere als sicher ist.

      Wenn selbst im Luxushotel die Sicherheit so lax genommen wird, wie soll es dann anderswo zugehen?

      Wundert euch jedenfalls nicht, wenn Testung und verpflichtende Quarantäne wieder eingeführt werden.

  • Respekt für diesen Artikel. Ich bin sehr konservativ eingestellt was den Umgang mit diesen neuen Freiheiten während Corona angeht, nicht zuletzt weil ich es selber durchleben musste. Ich bin und war aber schon immer für faire, abgewogene Maßnahmen und Berichterstattung. Dass du dich entschieden hast diesen und den anderen Artikel über deine letzten Erfahrungen auf Mallorca zu posten, und dass unter Berücksichtigung auf welcher Plattform wir uns hier befinden, dass ist ein wahres Zeichen von Integrität und Charakter. Hut ab. Den nächsten Malediven Urlaub werde ich wieder mit euch Buchen und diesmal auch hoffentlich antreten 😉

  • Ich kann an dieser Stelle eine Lanze für das Andaz in München brechen: Room-Service-Charge gibt es für das Frühstück nie, für Abendessen wird sie erlassen wenn man unten an der Bar bestellt und es dann hochbringen lässt. Vergangenes Jahr hatte man komplett auf die Room-Service-Gebühr verzichtet – es gab ja auch schlicht keine andere Möglichkeit und ich war da sehr erfreut!
    Das Vorgehen im Hotel hier ist wirklich konfus und ich kann deine Aufregung sehr gut verstehen, Moritz!

    • Ich war letzte Woche im Andaz München. Room-Service-Gebühr für das Frühstück entfällt nur am Wochenende. Abendessen habe ich nicht genutzt.

  • Das ist leider viel zu häufig zu erleben: auch in deutschen Hotels und Restaurants (vor dem Lockdown)- tolles Hygienekonzept, aber laxer Umgang damit.

  • Ja und warum sollte man dann überhaupt dorthin fahren wenn dort der gleiche oderl wie in 🇩🇪 Praktiziert wird?
    Dann bleib doch in🇩🇪 Und es gibt nichts zu lamentieren.

    • Hi Hermann, weil das Coronavirus nun einmal nicht nur in Deutschland existiert, als anderswo. Ich fahre gerne in Regionen und Länder mit niedriger Inzidenz, auch weil ich den lokalen Maßnahmen vertraue – hier ist Mallorca durchaus vorbildhaft. Für mich ist es schlichtweg nur bedenklich, dass die Regeln in einem Hotel gar so locker und eben nicht nach lokalen Maßstäben und auch nicht nach den Maßstäben der Kette umgesetzt werden. Genau so steigen die Zahlen schnell wieder und es ist vorbei mit dem (vergleichsweise) entspannten Urlaub in der Sonne.

  • Hallo alle zusammen, wir sind gerade hoch in Spanien Festland Provinz Murcia . Hier sind alle Cafés Restaurants Geschäfte alles offen die Leute müssen Maske überall tragen nur während Essen natürlich nicht. Wir sind einfach neidisch dass die Leute alles genießen dürfen am Strand im Café sitzen Sonne genießen und vergessen das irgendwo gibt es Lockdown. Der Inzidenzwert ist hier dreimal weniger als bei uns in Niedersachsen obwohl fast alles dicht war da frage ich mich auch schon was ist lieber Leben zurückgezogen keine Kontakte keine Restaurantbesuche keine Geschäfte besuchen nichts darf man in Deutschland praktisch und hier Leute gehen spazieren ob es keine Corona gibt es Ich denke wie viele andere auch schon gesagt haben im Internet im Fernsehen wir müssen mit Corona leben können und Lockdown und die Verbotemaske tragen Abstand halten Impfungen die bringen nichts wenn wir selbst Auf einander nicht achten werden Ich will weder hier im Urlaub noch zu Hause das ganze mit machen Sie fühlen wie ein freier Mensch weil seit einem Jahr verboten und Lockdown hat auch nichts gebracht

  • Hallo,

    war 3 mal während Corona im RIU Palace Hotel Sansibar.
    Auch von RIU wird für alle Hotels eine Covid_19 Handbuch veröffentlicht, was man auf der Internetseite einsehen kann.
    Doch die meisten Hotels halten sich nicht daran. Kommt auf das Management und die Gästekultur (In Sansibar nur russische Gäste) an.
    Im RIU Hotel Sansibar war das genauso, wie von Ihnen oben beschrieben.

    Ich bin kein Corona Leugner. Halte aber die Vorgaben bei Marriott für ausreichend. Das andere ist übertrieben. Mit Maske am Pool rumlaufen? Nein. War auch bei meinen Aufenthalten in Sansibar auf Strandparties und habe nie Corona mitgebracht. Wenn man laut Herrn Zastrow die AHA Regel einhält recht das aus.

  • Bitte berichte unbedingt auch von Deinen Erlebnissen in den anderen Hotels. Ich hoffe doch, dass es sich hier um eine Ausnahme handelt. Andernfalls ist es mit dem Urlaub auf Mallorca in der Tat schnell wieder vorbei.

    • Hi Ronny, das habe ich vor. Mein erstes Hotel (Hospes Maricel) ist mir dahingehend als weniger problematisch aufgefallen – ich teste zudem noch vier weitere Hotels an, um ein besseres Bild zu bekommen!

  • Oh man Moritz hast Du nichts gelernt. Es geht um Urlaub…und da will ich bestimmt keine Maske tragen! Ich bezahle dafür normal zu leben!!! Und dank Marriott ist das Möglich. Du verstehst es einfach nicht aber fährst trotzdem nach Mallorca und bringst das Virus nach Deutschland zurück. Vielen Dank dafür! Und wenn Du das also so ernst nimmst wieso kann man bei euch Marriott Hotels buchen wenn die so schlimm sein sollten?
    Das passt nicht. Übrigens hier in Florida trägt auch keiner Maske. Ist auch gut so, weil wenn ich mich mit Menschen unterhalten will, will ich deren Gesicht sehen und nicht eine Maske. Leb dein Leben so wie Du es willst aber akzeptiere endlich das es auch anders geht und greife nicht gleich wieder eine amerikanische Hotelkette an die normalen Urlaub ermöglichen. Ich kann gerne Marriott anschreiben das ihr Provision von den kassiert aber gleichzeitig sie zu Unrecht kritisiert.

    • Hi Tobias, ich lasse den Kommentar jetzt mal zu, weil ich anderen Lesern gerne preisgeben möchte, mit was für ausgesprochen sinnlosen Kommentaren wir hier teilweise zurechtkommen müssen. Du kannst Marriott übrigens gerne anschreiben und sie auf diesen Umstand hinweisen, denn dort lebt man nicht in einer Parallelwelt, in der die Gefahren des Virus verkannt werden.

      • Danke. Aber bitte mich nicht immer kritisieren. Hotel hopping ist ja auch nicht gerade sinnvoll Kontakte zu vermeiden, aber Du hast ja immer Recht. Und wie Du siehst stört meine Meinung keinen…

      • Bei Corona ist es wie mit der AFD, es gibt eine laute Minderheit, die meint sie wäre in der Mehrheit. Einfach ignorieren und auf leise drehen…

      • @Thomas

        1. Welche Hinweise haben Sie veranlasst, aus dem Kommentar von Tobias einen Bezug zur AfD herzustellen?

        2. Was genau macht Sie so sicher, dass nicht Sie in der Minderheit sind?

        3. Selbst wenn Sie in der Mehrheit wären, würden Sie dem demokratischen Grundsatz widersprechen, dass auch Minderheiten zu respektieren sind?

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